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Die Blumen des Bösen

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"Der berühmteste und über Frankreichs Grenzen hinaus fruchtbarste französische Gedichtband des 19. Jahrhundert: Verlaine und Mallarmé, Swinburne, d'Annunzio und George und viele andere haben entscheidende Wirkung von ihm erfahren."
Rezension
"Mein lieber Freund, ich habe 'Die Blumen des Bösen' zuerst von Anfang bis Ende verschlungen wie eine Köchin einen Feuilletonroman, und nun lese ich den Band seit acht Tagen Vers für Vers und Wort für Wort noch einmal. Ich liebe ihre Schärfe mit ihrensprachlichen Köstlichkeiten, die Sie zur Geltung bringen wie Damaszierungen auf einer feinen Klinge. Was mir vor allem an Ihrem Buch gefällt, ist, dass darin die Kunst den Vorrang hat. Ausserdem besingen Sie das Fleisch, ohne es zu lieben, auf eine traurige, indifferente Weise, die mir sympathisch ist. Sie sind hart wie der Marmor und durchdringend wie der englische Nebel." (Brief an Baudelaire)
Portrait
Geboren am 9.4.1821 in Paris, gestorben am 31.8.1867 in Paris, dort begraben auf dem Cimètiere Montparnasse.
Er war das Urbild des Poète maudit und sein Leben »von Anfang an verflucht«. Mit sechs verlor er seinen Vater; seinen Stiefvater, den Major und späteren General Aupick, verachtete er, wegen einer psychischen Krise wurde er aus dem Lyzeum geworfen, ein Studium der Rechte brach er ab. Der opium- und haschischtrunkene Dichter, Kunstkritiker und Bürgerschreck verprasste in kürzester Zeit das väterliche Erbe und wurde von seiner Mutter entmündigt. Für den Rest seines Lebens versteckte er sich mit seiner Geliebten, der Mulattin Jeanne Duval, in Elendsquartieren vor seinen Gläubigern. Als 1857 ›Die Blumen des Bösen‹ erschienen, wurden sein Verleger und der Wegbereiter der modernen Lyrik zu Geldstrafen verurteilt und sechs der 131 Gedichte zensiert »wegen Verletzung des Schamgefühls und Aufreizung der Sinne«."
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 305
Erscheinungsdatum 27.09.2002
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-20999-0
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 183/113/19 mm
Gewicht 263
Originaltitel Fleurs du Mal
Auflage 10
Buch (Taschenbuch)
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Charles Baudelaire und der Beginn der modernen Poesie in Frankreich und Europa
von Buechermaxe aus München am 02.11.2006

Mit Charles Baudelaire beginnt die Moderne in der Poesie. Denn bei ihm werden in feierlichen und hehren Versformen, die sich bislang nur für ebensolche Ereignisse und Vorgänge geziemten, plötzlich die unteren Schichten des Volkes, ihr Leben und Denken beschrieben: die Liebe zu einer Dirne und der Schmerz über ihren... Mit Charles Baudelaire beginnt die Moderne in der Poesie. Denn bei ihm werden in feierlichen und hehren Versformen, die sich bislang nur für ebensolche Ereignisse und Vorgänge geziemten, plötzlich die unteren Schichten des Volkes, ihr Leben und Denken beschrieben: die Liebe zu einer Dirne und der Schmerz über ihren Tod, vom Lob des Mords an der Freundin gesprochen und vom göttlichen Teufel, der in den Höhen thront und über den der Dichter ob seiner Macht des Lobes voll ist. Also erstmals in der Geschichte der Poesie moderne Gedichte, die die Erniedrigung des Menschen und seine Unterdrücker in feierliche Worte bringt und damit nicht einfach nur zu Lob des Negativen wird (wie man glauben könnte), sondern das Feierliche und Lobhudelnde über den stummen Gräbern von Drangsal, von Unterdrückung und Krieg, von Verelendung und ganz gemeinem Tod entlarvt, ausstellt und anprangert. Mit diesem Band aber beginnt nicht nur diese moderne Form der Poesie, sondern mit ihm erhalten wir ein Buch, das zu lesen lohnt, nicht zuletzt wenn einen die Geschichte der modernen Poesie interessiert.

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