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Die Erziehung des Mannes

Roman

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Wie wird man ein Mann? Ein Liebender? Ein Ehemann? Ein Vater? Ein Geliebter? Ein Ex-Mann?
Nach seinem Bestseller »Die Herrlichkeit des Lebens« über Kafkas letzte Liebe erzählt Michael Kumpfmüller davon, was es heisst, heute ein Mann zu sein. In einer Zeit, in der der moderne Mann so viele Rollen beherrschen muss wie noch nie, wächst die Gefahr des Scheiterns – aber auch das Glück des Gelingens.
Wir treffen Georg, einen Studenten der Musikwissenschaft und angehenden Komponisten, als er mit Mitte zwanzig eine neue Frau kennenlernt. Sie wird etwas in ihm lösen, mit ihr wird er ins Leben aufbrechen, Kinder bekommen und doch keine glückliche Ehe führen. Er wird sich fragen, woran das liegt, was sein autoritärer Vater damit zu tun hat, der ein Patriarch alter Schule ist und die Familie durch diverse Affären ruiniert, und er wird einen grossen Schritt in eine neue Liebe wagen. Doch frei ist Georg nicht mehr, denn er bleibt Vater von drei Kindern, die am Ende zur Liebeskonstante in seinem Leben werden. Über sie wird er sich seiner selbst bewusst, und an ihnen hält er fest, als sich alles andere aufzulösen scheint. Mit seiner suggestiven, poetisch-klaren Sprache spürt Michael Kumpfmüller den Träumen, Ängsten und Hoffnungen seines empfindsamen Helden nach und zeigt, welche Kraft der Wunsch zu lieben und geliebt zu werden entfaltet. Ein grossartiger Erziehungsroman, der den spannungsreichen Weg nachzeichnet, den viele Männer heute gehen, die viel von sich erwarten – und von denen viel erwartet wird.
Rezension
»Es ist dem Autor hoch anzurechnen, dass er den Roman als Aufarbeitung und nicht als Abrechnung verstanden hat. So bietet er nicht nur der männlichen Leserschaft viel Identifikationsfläche für eigene Erfahrungen.«
Portrait
Michael Kumpfmüller, geboren 1961 in München, lebt als freier Autor in Berlin. Im Jahr 2000 erschien mit dem gefeierten Roman »Hampels Fluchten« seine erste literarische Veröffentlichung, 2003 sein zweiter Roman »Durst« und 2008 »Nachricht an alle«, für den er vor dem Erscheinen mit dem Döblin-Preis ausgezeichnet wurde. Bei seiner Veröffentlichung im Jahr 2011 wurde der Roman »Die Herrlichkeit des Lebens« zum Bestseller und von der literarischen Kritik hochgelobt. Mittlerweile ist »Die Herrlichkeit des Lebens« in 23 Sprachen übersetzt worden.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 320, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 18.02.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783462315622
Verlag EBook by Kiepenheuer&Witsch
eBook (ePUB)
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Die Erziehung des Mannes
von miss.mesmerized am 16.09.2016

Der Erzähler ist gerade dabei sich von seiner langjährigen Freundin zu trennen, schon seit einiger Zeit verbindet sie nichts mehr und als ihm Julika begegnet, ist das Ende besiegelt. Mit ihr wird er ein Leben beginnen, das leider nicht hält, was er erwartet hatte. Kinder bekommen sie, aber keine... Der Erzähler ist gerade dabei sich von seiner langjährigen Freundin zu trennen, schon seit einiger Zeit verbindet sie nichts mehr und als ihm Julika begegnet, ist das Ende besiegelt. Mit ihr wird er ein Leben beginnen, das leider nicht hält, was er erwartet hatte. Kinder bekommen sie, aber keine gute Ehe ist möglich, zu verschieden sind sie, zu jähzornig und hasserfüllt seine Frau. Eine Trennung, ein Kampf. Über Jahre finden sie keine Ruhe und er kann in der neuen Beziehung mit Sonja nicht frei sein. Auch seine Eltern führten schon keine glückliche Ehe, wiederholt sich vieles einfach? Wie wird das Liebesleben seiner Kinder aussehen, erkennt er nicht dieselben Strukturen und Fehler, die sein Leben bestimmten. Am Ende taucht eine Frau wieder auf, die im Jahrzehnte zuvor schon einmal gezeigt hat, was Liebe sein kann. Damit schließt sich der Kreis und seine Erziehung durch all die Frauen ist abgeschlossen. Zugegebenermaßen hätte mich das Buch nicht wirklich zum Lesen verlockt. Der Titel mutet seltsam an, ans das Labyrinth des Covers hätte mich auch nicht unbedingt angesprochen und ein Buch über die verschiedenen Liebschaften eines Mannes klang zunächst auch nicht unbedingt überzeugend. Die Nominierung für den Deutschen Buchpreis 2016 hat mich jedoch zu dem Titel greifen lassen und unumwunden kann ich zugeben: glücklicherweise, denn dieser Roman wäre an mir vorbeigegangen. Der Titel birgt eigentlich schon alles, was das Buch beinhaltet, aber möglicherweise sollte man ihn weniger pädagogisch, sondern vielleicht biologisch betrachten. Eine Pflanze wird gesät und wächst, ihre Umweltbedingungen nehmen Einfluss, mal versucht man ihr etwas Gutes zu tun, mal schadet man ihr eher. Was aus der kleinen Saat wird, ist jedoch nicht wirklich in der Hand des Gärtners und dass irgendwann ein Ende kommt, ist ebenfalls unvermeidlich. Der Erzähler wird aufs Leben losgelassen, durchaus behütet, wenn auch nicht immer unter Idealbedingungen, wird durch seine Beziehungen beeinflusst und doch wächst er daran auf seine eigene Weise, wird groß und stark und so wie eine Pflanze an ihrem Platz bleibt, bleibt bei sich und seiner Musik. Das Cover verdeutlicht das, was mit ihm passiert: das Leben als Verwirrspiel, von dem man nicht genau weiß, ob man die richtige Abzweigung nimmt, oder sich doch eher verrennt, an manchen Stellen warten Frauen, denen er begegnet, die einen Bruch im Muster verursachen, doch es geht irgendwann weiter, bis er zu sich selbst findet. Bleibt die letzte offene Frage: interessiert es mich als Leserin, wenn ein Mann über seine Beziehungen spricht? Michael Kumpfmüller ist es hier gelungen einen ansprechenden Ton zu finden, sein Protagonist berichtet mal wehmütig, mal eher analysierend, ebenso von schwierigen Gefühlslagen wie von harten Kämpfen. Die Frage ob Mann oder Frau ist deutlich weniger relevant als erwartet, denn schließlich handelt es sich um einen fühlenden Menschen, der mal enttäuscht wird, mal selbst enttäuscht, der sich stabile und dauerhafte Zweisamkeit wünscht, jedoch es passt etwas nicht und der Wunsch bleibt unerfüllt. Die Phasen seines Lebens werden durch die Frauen gegliedert und alle hatten letztlich ihren Anteil an seinem Leben und dem, was aus ihm geworden ist. Einen Grund zur Reue gibt es nicht, denn sonst wäre er nicht der, der er am Ende ist.

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