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Die geheime Liebe der Charlotte Brontë

Roman

(4)
»Ich bin lieber glücklich als vernünftig«

Charlotte sehnt sich nach Abenteuern und leidenschaftlicher Liebe. Weil es beides in Yorkshire nicht gibt, geht sie mit ihrer Schwester Emily nach Brüssel, um endlich mehr von Europa zu sehen. Dort erleben sie eine Achterbahn der Gefühle und tauchen ein in eine neue Welt: Die Stadt bietet die ideale Mischung aus französischem Wein und zahlreichen neuen Eindrücken. Im »Pensionnat Heger« verliebt sich Charlotte hoffnungslos in Monsieur Heger. Zeitgleich umwirbt sie aber auch der gut aussehende Flame Emile. Plötzlich hat sie die Wahl: eine Affäre mit einem verheirateten Mann oder eine ehrenhafte Ehe? Am Ende ist ihr Herz gebrochen und sie verarbeitet ihren Schmerz in einem Roman, der noch 200 Jahre später auf der ganzen Welt gelesen und geliebt wird.
Portrait
Jolien Janzing, Jahrgang 1964, ist Journalistin und Autorin. An "Die geheime Liebe der Charlotte Brontë" arbeitete sie drei Jahre, in denen sie unermüdlich recherchierte und die damalige Zeit in Brüssel wieder zum Leben erweckte. Die Brontë Society hat sie als Ehrengast zum jährlichen Literatur-Lunch eingeladen. Mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern lebt die Autorin in Leuven, Belgien. www.jolienjanzingenglish.com
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 18.01.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7844-3387-5
Verlag Langen/Müller
Maße (L/B/H) 221/138/32 mm
Gewicht 544
Auflage 1. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen


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Berührende Familiengeschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 10.02.2016

Die Autorin beschreibt in einer wunderschönen, atmosphärischen Sprache den Aufenthalt von Charlotte und Emily Bronte in Brüssel. Während Emily todunglücklich ist, genießt ihre Schwester die Zeit in vollen Zügen, verliebt sich unpassend, sucht Orte auf, die nichts für eine Lady sind, saugt das pralle Leben in sich auf.... Die Autorin beschreibt in einer wunderschönen, atmosphärischen Sprache den Aufenthalt von Charlotte und Emily Bronte in Brüssel. Während Emily todunglücklich ist, genießt ihre Schwester die Zeit in vollen Zügen, verliebt sich unpassend, sucht Orte auf, die nichts für eine Lady sind, saugt das pralle Leben in sich auf. Statt vernünftig will sie glücklich sein. Ich finde, die Autorin versteht es einerseits sehr gut, das Brüssel jener Zeit farbenfroh einzufangen, andererseits aber auch die Konflikte zwischen den Schwestern und Charlottes Hunger nach Leben darzustellen. Sturmhöhe ist eines meiner Lieblingsbücher, darum fand ich dieses Buch besonders interessant.

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Lieben und Leiden
von einer Kundin/einem Kunden aus wien am 13.02.2016

Die Autorin Jolien Janzing nimmt in ihrem Roman ,,Die geheime Liebe der Charlotte Brontë den Leser mit auf eine einfühlsame und spannende Reise ins Jahr 1842 als sie zusammen mit ihrer Schwester Emily nach Brüssel reist, um dort im Pensionnat der Madame Heger ihre Französischkenntnisse zu verbessern. ... Die Autorin Jolien Janzing nimmt in ihrem Roman ,,Die geheime Liebe der Charlotte Brontë den Leser mit auf eine einfühlsame und spannende Reise ins Jahr 1842 als sie zusammen mit ihrer Schwester Emily nach Brüssel reist, um dort im Pensionnat der Madame Heger ihre Französischkenntnisse zu verbessern. Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen als Töchter eines englischen Predigers, ist diese Reise eine Fahrt ins Ungewisse. Charlotte möchte Sprachen lernen und Emily Klavierspielen. Der Traum der beiden wäre eine eigene Schule zu eröffnen. Wenn man den Roman liest glaubt man, man befände sich in einer Traumwelt. Man wird von einem unbekannten Erzähler an die Hand genommen und durch die schönen Landschaften begleitet. Es ist vielleicht nicht jedermanns Sache direkt angesprochen zu werden, ähnlich einer Reisegruppe die ihrem Reiseleiter zuhört, doch gerade dieser ungewöhnliche Schreibstil hat ein gewisses Flair. Als Monsieur Heger, der Lehrer für französische Literatur die beiden Engländerinnen kennen lernt, ist er hin und weg von den Schwestern. Besonders Charlotte hat es ihm angetan die sich ebenfalls zu ihm hingezogen fühlt. Doch als verheirateter Mann bleibt er letztendlich bei seiner Familie und die Sehnsüchte Charlottes bleiben unerfüllt. Schweren Herzens kehrt sie nach England zurück wo die Geschichte zu ihrem weltberühmten Roman Jane Eyre entsteht. Der Roman beginnt mit wunderschönen Erzählungen und Beschreibungen der damaligen Zeit. Der Gegensatz zwischen arm und reich wird oftmals hervor gehoben und macht die Geschichte lebendig. Leider bleiben die Protogonisten farblos und handeln teilweise unglaubwürdig. Selbst wenn Charlotte noch keine Liebeserfahrungen hat, wirken ihre Schwärmereien und Gedanken oft überzogen und lächerlich. Mehr ehrliche Gefühle hätten dem Roman gut getan. Der zweite Erzählstrang schildert die Geschichte von König Leopold, der ein 16 jähriges Mädchen zu seiner Mätresse macht. Warum die Autorin diese Geschichte dazu genommen hat, kommt leider nicht heraus. Da sie im Grunde auch in keinen Zusammenhang mit den Brontë Schwestern steht. Das Potenzial für einen schönen historischen Roman wäre vorhanden, nur fehlt einfach das gewisse Etwas.

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Ein interessantes Buch über Charlottes Jahre in Brüssel, das sprachlich etwas schwächelt
von hasirasi2 aus Dresden am 08.02.2016

„Jane Eyre“ habe ich schon vor Jahren gelesen und war begeistert. Als mir letztes Jahr „Die geheimen Tagebücher der Charlotte Brontë“ von Syrie James in die Hände fiel, habe ich dann mehr über die Biografie der Brontë Schwestern erfahren (auch wenn mich das Buch an sich leider nicht begeistern... „Jane Eyre“ habe ich schon vor Jahren gelesen und war begeistert. Als mir letztes Jahr „Die geheimen Tagebücher der Charlotte Brontë“ von Syrie James in die Hände fiel, habe ich dann mehr über die Biografie der Brontë Schwestern erfahren (auch wenn mich das Buch an sich leider nicht begeistern konnte). Umso gespannter war ich auf die „Geheime Liebe der Charlotte Brontë“. Hier geht es speziell um die 2 Jahre, die sie mit ihrer Schwester Emily in Brüssel am Pensionat Heger verbringt, um ihre Französischkenntnisse zu verbessern. Geplant war nur ein halbes Jahr, aber dann verliebte sie sich in Monsieur Heger ... „Irgendwie hatte sie erwartet, dass sie in Brüssel jemand anderes sein müsse – dass sich nicht nur die Kulisse verändert, sondern auch sie selbst.“ Während sich Emily in Brüssel überhaupt nicht wohl fühlt und von ständigem Heimweh geplagt wird, blüht Charlotte regelrecht auf. Sie will Monsieur Heger (zu sehr) gefallen und wird eitel. Er forciert das, macht Andeutungen und Komplimente, um sie kurz darauf wieder auf ihren Platz zu verweisen - sie ist nur eine Schülerin, eine unter vielen! Dann hat er eine neue „Favoritin“ und Charlotte ist gebrochen, enttäuscht, sauer. Doch statt endlich nach Hause zu fahren, drängt sie sich ihm regelrecht auf und hat damit Erfolg. Aber er spielt auch weiter nur Pingpong mit ihren Gefühlen. Hoffentlich klingt das jetzt nicht zu hart, aber ich finde, Charlotte kommt hier nicht gut weg. Sie wird mir zu sehr als läufige Hündin dargestellt, die sich Heger an den Hals wirft und versucht, seine Ehe zu zerstören bzw. auf den Tod seiner Frau hofft, um ihren Platz einnehmen zu können. Charlotte lässt sich 2 Jahre hinhalten, bis sie endlich kündigt (nach einem Selbstmordversuch? – so richtig deutlich wird das im Buch leider nicht) und nach Hause zurückkehrt. Auch von dort schreibt sie weiter unbeantwortete Briefe an Monsieur, der sich in ihrer Bewunderung sonnt. Erst Jahre später verarbeitet sie ihre Erlebnisse in „Jane Eyre“. Alles in allem hat mir „Die geheime Liebe der Charlotte Brontë“ gut gefallen. Für mich hat der Roman einige Schwächen in der Art, wie er geschrieben ist: die überschwängliche Sprache ist meines Erachtens zu deutlich an Brontë angelehnt. Und die sehr bildlichen, eloquenten Beschreibungen der Bewohner und örtlichen Gegebenheiten waren mir manchmal etwas zu viel des Guten. Dazu kam die belehrende Stimme des Erzählers aus dem Off, so dass es anmutete, als würde er einen Film für Blinde synchronisieren. Die direkte Ansprache des Leser wirkt zum Teil, als sollte man von der Handlung abgelenkt werden. Sehr gelungen finde ich dagegen den Nebenstrang mit Arcadie Claret, der berühmten Mätresse von Leopold I. von Belgien. Auch ihre Geschichte ist historisch belegt. Ihr Vater war ein kleiner Beamter, Schatzmeister der Pensionskasse für Witwen und Waisen der belgischen Armee. Die ganze Familie stieg durch Arcadies mehr als 20jährige Beziehung zum König in der Gesellschaft auf. Ob sie und Charlotte sich aber wirklich begegnet sind, ist nicht verbürgt. Im vorliegenden Roman ist Arcadie der Anker für Charlottes Eifersucht und Neid gegenüber einer Jüngeren, Hübscheren und Reicheren. An ihrem Beispiel wird gezeigt, wie weit es eine Geliebte bringen kann, wenn sie sich nicht von der vorherrschenden Moral einschüchtern lässt. Aber auch, wie eine junge Frau von ihren Eltern in eine bestimmte Richtung gedrängt wird. Fazit: Ein interessantes Buch über Charlottes Jahre in Brüssel, das sprachlich etwas schwächelt.

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Große Gefühle aber wenig Substanz
von Daniela am 31.01.2016

Die junge Gouvernante und angehende Schriftstellerin Charlotte Brontë träumt davon, eine Schule zu errichten. Um ihre Französisch-Kenntnisse aufzubessern, begeben sie sich nach Brüssel ins Pensionat Heger. Trotz des großen Kulturschocks bemüht sich Charlotte bemüht, die Stadt zu erkunden und erhält viel Hilfe von ihrem Lehrer Constantin Heger, dem Mann... Die junge Gouvernante und angehende Schriftstellerin Charlotte Brontë träumt davon, eine Schule zu errichten. Um ihre Französisch-Kenntnisse aufzubessern, begeben sie sich nach Brüssel ins Pensionat Heger. Trotz des großen Kulturschocks bemüht sich Charlotte bemüht, die Stadt zu erkunden und erhält viel Hilfe von ihrem Lehrer Constantin Heger, dem Mann der Leiterin des Pensionats. Je mehr Wochen und Monate vergehen, desto intensiver werden Charlottes Gefühle für „Monsieur“. Hin und her gerissen steht sie zwischen ihren Gefühlen und einer Liebe, die nicht sein darf und die letztendlich unerwidert bleiben wird. Dennoch wird diese Erfahrung ihre größte schriftstellerische Inspiration darstellen. Zu Beginn war ich sehr überrascht, dass Jolien Janzing ein heutzutage ungewöhnliches stilistisches Mittel verwendet: den Erzähler, der dem Leser Dinge zeigt, bevor die Charaktere dazu kommen. Die Autorin nähert sich damit den Autoren im 19. Jahrhundert an, was mir ausgezeichnet gefiel. Leider verliert sich die Erzählerperspektive mit zunehmender Dauer der Handlung. Nach diesem ungewöhnlichen Einstieg lernt der Leser nicht nur die Brontë-Schwestern kennen, sondern auch die junge Arcadie Claret, deren Mutter ihre Schönheit ausnutzen möchte, um gesellschaftlich aufzusteigen. Arcadie soll nämlich die Mätresse des belgischen Königs Leopold werden. Diese Nebenhandlung wechselt sich immer wieder mit der Haupthandlung ab, so dass man den Eindruck gewinnt, dass diese Handlungsstränge sich letztlich zu einem einzigen fügen werden. Dies geschieht aber enttäuschenderweise nicht und man fragt sich, ob Janzing nicht nur Seiten füllen wollte. Die Handlung um Charlotte Brontë wird recht gut aufgebaut, was den Unterschied zwischen dem protestantischen England und dem mondänen Brüssel betrifft. Immer wieder werden Details und kulturelle Unterschiede der damaligen Zeit eingebracht. Dies gefiel mir gut. Dies gefiel mir gut. Überhaupt nicht nachvollziehen konnte ich aber, was Charlotte an Constantin Heger so gefiel, dass sie sich auf das heftigste in ihn verliebte. Jolien Janzing schreibt sehr poetisch und gefühlvoll. Sie hat den inneren Konflikt von Charlotte vortrefflich dargestellt. Leider fehlt es aber an der zugrundeliegenden Handlung, eines roten Fadens als Substanz. Es gibt plötzliche Zeitsprünge und Reaktionen bzw. Motivationen der Charaktere, die man nicht nachvollziehen kann (s.o.). Meiner Meinung nach hätte die Autorin ruhig etwas mehr ihre dichterische Freiheit nutzen können, um ihren Roman lebhafter zu gestalten. So blieb ich als Leser sehr distanziert zur Protagonistin. Auch die Handlung um den flämischen Arbeiter Emile, dem man als Leser 3-4mal kurz begegnet, der aber im Klappentext als Heiratsoption für Charlotte Brontë genannt wird, hätte die Autorin ruhig mehr ausschmücken können. „Die geheime Liebe der Charlotte Brontë“ beginnt äußerst vielversprechend, kann aber letztlich keinen strukturierten Handlungsaufbau aufweisen. Auch die Charaktere bleiben blass und distanziert. Ich nehme als Leser in etwa so viel mit, als wenn ich einen Wikipedia-Artikel über Charlotte Brontë lese. Dank durchaus positiver Aspekte wie der poetischen Wortwahl vergebe ich drei Sterne.

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