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Die Gutachterin

Roman

Nach einer halb verbüssten Jugendstrafe wird Ludwig Ladowsky wegen guter Führung auf freien Fuss gesetzt. Prompt begeht er dasselbe Verbrechen noch einmal, er vergewaltigt und tötet ein junges Mädchen, die sechzehnjährige Evi Fellgrub. Die erfolgreiche junge Psychologin Isabella ist erschüttert: Gegen ihren eigenen Lehrer, der sie seitdem anfeindet, hatte sie sich dafür eingesetzt, dass Ladowsky therapiefähig sei. Die Zweifel an ihrem Urteil stellen ihr ganzes Leben auf den Kopf. Ihre Beziehung zu dem attraktiven Richard gerät in Gefahr, denn Isabella kommt von dem Mörder nicht los. Die Beschäftigung mit ihm wird zum Zwang, und ihre eigenen Gefühle stellen sie vor die grösste Herausforderung ihres Lebens.






Nachwort der Herausgeberin Dagmar Konsalik zu »Die Gutachterin«


Mein Vater hat es nie besonders geschätzt, ein Exposé zu seinen Romanen schreiben zu müssen. Das füllte höchstens zwei Seiten. Das Personenverzeichnis war viel wichtiger für ihn. Und das schrieb er grundsätzlich immer zuerst mit der Hand und nicht mit der Schreibmaschine. Er lebte mit seinen Personen, er beobachtete und begleitete sie. „Woher soll ich vorher wissen, wie die spätere Handlung verläuft? Immer machen sich meine Personen selbstständig, sie zwingen mich, ihren Wünschen und Vorstellungen zu folgen.“ Daraus ergaben sich also auch andere Situationen und andere Dialoge, als er ursprünglich geplant hatte. „Nicht ich schreibe das Buch; das Buch schreibt sich durch mich“, hat er immer wieder betont. Das führte natürlich dazu, dass er sich permanent in einer anderen Welt befand, was unsere Mutter und uns Kinder oft aufregte. Wir hatten einfach nicht viel von unserem Vater. Und wenn er für ein hochaktuelles Thema brannte, war er so gut wie nicht ansprechbar und brummte: „Ich schreibe.“ Das war klar und hiess: Lasst mich in Ruhe.


So schrieb er auch Die Gutachterin nach einer wahren Geschichte, die ihn durch die Presseberichterstattung wochenlang regelrecht verfolgt hatte: Eine junge Psychologin hatte einen Sexualverbrecher als therapiefähig erklären lassen, er wird zum Wiederholungstäter, doch die Therapeutin kommt weder von dem Fall noch von dem Mörder los.


Portrait
Heinz G. Konsalik, Jahrgang 1921, stammte aus Köln. Nach dem Abitur studierte er in Köln, München und Wien Theaterwissenschaften, Literaturgeschichte und Germanistik. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er an der Ostfront schwer verwundet. Nach 1945 arbeitete Konsalik zunächst als Dramaturg und Redakteur, seit 1951 war er als freier Schriftsteller tätig. Seit dem »Arzt von Stalingrad« wurde jedes seiner Bücher ein Bestseller. Bis zu seinem plötzlichen Tod am 5. Oktober 1999 schrieb Heinz G. Konsalik 154 Romane, die in 46 Sprachen übersetzt und mehr als 88 Millionen Mal verkauft wurden. Damit ist Konsalik der national und international meistgelesene deutschsprachige Schriftsteller der Nachkriegszeit.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Erscheinungsdatum 14.04.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783641134594
Verlag Heyne
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