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Die Haarteppichknüpfer

Roman

(9)
In einer fernen Zeit ... Schon seit je fertigen die Haarteppichknüpfer für den Kaiser Teppiche, die aus den Haaren ihrer Frauen bestehen. Von dem Erlös eines Teppichs kann eine ganze Generation der Knüpfer leben. Doch eines Tages landet ein Raumschiff auf der Welt, um dem Geheimnis der Haarteppiche auf den Grund zu gehen - einem Geheimnis, das alle Vorstellungskraft übersteigt.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz
Seitenzahl 320, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 12.10.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783838719221
Verlag Bastei Entertainment
eBook
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Unerwartetes Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 17.10.2014

Eine Kollegin erzählte mir von diesem Buch, und obwohl ich mich weder für Fantasy noch für Science Fiction begeistern kann, hat sie mich neugierig gemacht. Wegen der seltsam anmutenden Geschichte, aber insbesondere wegen der Erzählstruktur: Jedes Kapitel wird aus der Sicht einer anderen Person erzählt, die mal mehr und... Eine Kollegin erzählte mir von diesem Buch, und obwohl ich mich weder für Fantasy noch für Science Fiction begeistern kann, hat sie mich neugierig gemacht. Wegen der seltsam anmutenden Geschichte, aber insbesondere wegen der Erzählstruktur: Jedes Kapitel wird aus der Sicht einer anderen Person erzählt, die mal mehr und mal weniger miteinander verstrickt sind. Deren Sinn erschließt sich teilweise erst viel später und man muss als Leser ein bisschen Geduld mit sich bringen, denn erst ganz am Ende löst sich das Rätsel rund um die Tradition der Haarteppichknüpfer. Für mich persönlich gab es ein paar Kapitel, die mir zu stark SF-lastig waren, aber begeistert hat mich die Art, wie dieser Roman aufgebaut war, und auch die teilweise sehr abrupten Wendungen. Manchmal zahlt es sich halt doch aus, wenn man sich ab und an auf ein anderes Genre einlässt.

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Ein Werk von philosophischer Dimension
von einer Kundin/einem Kunden aus Kottingbrunn, Niederösterreich am 27.12.2006
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In einer anderen Welt. Hier existiert eine uralte Tradition, die von einigen Meistern beherrscht wird. Die Gildenmitglieder knüpfen aus den Haaren ihrer Frauen und Töchter feine Teppiche. Diese Arbeit ist so intensiv, anstrengend und vor allem langwierig, dass nur jeder Meister ein einziges Werk in seinem Leben schaffen kann.... In einer anderen Welt. Hier existiert eine uralte Tradition, die von einigen Meistern beherrscht wird. Die Gildenmitglieder knüpfen aus den Haaren ihrer Frauen und Töchter feine Teppiche. Diese Arbeit ist so intensiv, anstrengend und vor allem langwierig, dass nur jeder Meister ein einziges Werk in seinem Leben schaffen kann. Diesen Teppich vermacht er dann seinem Sohn. Mit dem Antritt des Vermächtnisses, tritt dieser auch in einen Bund ein, der ihn verpflichtet genauso zu handeln und ebenfalls einen Teppich für seinen Sohn zu machen, der diesem dann sein Leben sichern soll. Wird ihm mehr als ein Sohn geboren, so muss er diesen töten, da das Geld nur für eine Familie reichen wird. Eines Tages jedoch tauchen immer mehr Gerüchte auf die besagen, dass das Kaiserhaus gestürzt wurde. Jener Kaiser der gottgleich ist, der unsterblich geworden ist und der immer alle Haarteppiche kaufte. Dennoch läuft alles mehr oder weniger seinen alten Gang. Nur langsam enthüllt sich dem Leser die ganze Wahrheit die hinter all diesen seltsamen Bräuchen und Vorgängen steckt. Das gesamte Werk ist eher eine Zusammenstellung von lose zusammenhängenden Kurzgeschichten, denn ein Roman aus einem Guss. In neunzehn Episoden wird eine höchst interessante Gesellschaft präsentiert, und nur langsam wächst der Leser in das Werk hinein das keinen Protagonisten braucht. Es geht darum diese Welt zu portraitieren und nur langsam - und teilweise in Rückblenden - ihr dunkles Geheimnis zu offenbaren. Stilistisch kann man das Werk als außergewöhnlich gut gelungen bezeichnen. Gerade die gewählte Darstellung gibt einen guten Eindruck der entworfenen Kultur und spornt dazu an, das Geheimnis das all diese Themen umgibt lüften zu wollen. Mit der Lösung aber auch immer wieder dazwischen, fordert Eschbachs Text Reflexion ein - eben ein Buch von philosophischer Dimension. Sprachlich legte Eschbach mit seinem Erstling ein Werk vor, das sich doch deutlich von der Masse abhebt. Dies gilt umso mehr, als die Geschichte selbst hochinteressant und hervorragend ausgearbeitet ist. Die Charakterzeichnung tritt letztlich in den Hintergrund, da die meisten Figuren nur kurz gezeigt werden, aber wenn es darauf ankommt, dann sind die Personen ordentlich und glaubhaft entwickelt und keine billigen Klischees. Insgesamt also ein absolut gut gelungenes Buch, das man sich jedenfalls zu Gemüte führen sollte. Es ist Science Fiction in der besten Tradition, der großen Schriftsteller dieser Stilrichtung. Man kann durchaus so weit gehen und dieses Werk mit jenen von Stanislaw Lem vergleichen. Eine Auszeichnung die von mir nur sehr wenigen Autoren zuerkannt wird.

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Subversiv!
von Leni Pawelczynski aus Wiesbaden am 05.12.2012
Bewertet: Hörbuch (CD)

Einst ergriff der unbekannte Eschbach mit einer Kurzgeschichte namens " Die Haarteppichknüpfer" die Chance erstmals veröffentlicht zu werden. Später dann baute er diese Geschichte in Episoden zu einem Kosmos aus, der in einem extrem gelungenem und überraschendem Ende gipfelt. Ein Hörbuch das mich nicht nur mit seinem Ende, sondern... Einst ergriff der unbekannte Eschbach mit einer Kurzgeschichte namens " Die Haarteppichknüpfer" die Chance erstmals veröffentlicht zu werden. Später dann baute er diese Geschichte in Episoden zu einem Kosmos aus, der in einem extrem gelungenem und überraschendem Ende gipfelt. Ein Hörbuch das mich nicht nur mit seinem Ende, sondern vor allem mit seinem subversivem Blick auf Macht, Religion und Revolution beeindruckt hat. Wie schon bei Quest liest Sascha Rotemund ausgezeichnet.

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