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Die Holunderschwestern

Roman

(1)
München 1918. Die junge Fanny – Franziska – sitzt im Zug nach München und will der Provinz entfliehen. Ihre sensible Zwillingsschwester Friederike musste sie zurücklassen. Als die reiche Witwe Dora mit ihren beiden Kindern zusteigt, ahnt Fanny noch nicht, dass ein tragisches Schicksal seinen Anfang nimmt. München 2015. Katharina erhält einen Brief aus London: In einem Archiv wurden Tagebücher ihrer Urgrossmutter Franziska gefunden. Katharina wird neugierig. Wie kommt es, dass die Aufzeichnungen ihrer Urgrossmutter, einer einfachen Köchin, in London verwahrt werden?


Rezension
"Eine brillant erzählte Familiengeschichte. Sehr emotional, unterhaltsam und fesselnd bis zum Schluss, mit perfekt gezeichneten Charakteren die einfach „leben“."
Portrait
Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 512, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 13.06.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783641168131
Verlag Heyne
Verkaufsrang 656
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Kundenbewertungen


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Die Holunder Schwestern
von einer Kundin/einem Kunden aus Rüfenacht am 22.11.2016

Ich finde das Buch sehr gut geschrieben und es hat mir sehr gefallen. Kann es nur weiter empfehlen.

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von einer Kundin/einem Kunden am 20.11.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Wunderbare Familiengeschichte für ein gemütliches Wochenende auf der Couch. Spannend und herzlich geschrieben - mit einer schönen Lovestory.

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..wundervoll...
von einer Kundin/einem Kunden am 29.10.2016
Bewertetes Format: Einband: Klappenbroschur

In diesem wundervollen Roman wird ein Familiengeheimnis gelüftet, dass Katherinas Leben völlig verändert. Den Schreibstil fand ich sehr fesselnd. Wer spannenden Lesestoff sucht ist hier genau richtig. Für Fans von Kate Morton und Katherina Webb.

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Ein aufregendes Familiengeheimnis
von zauberblume am 20.09.2016
Bewertetes Format: Einband: Klappenbroschur

Die Autorin Teresa Simon hat mich mit ihrem Roman "Die Holunderschwestern" restlos begeistert. Ich bin sofort eingetaucht in diese Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Ein atemberaubendes Familiengeheimnis, mein absolutes Lieblingsgenre. Die Geschichte: Wir befinden uns in München. Hier betreibt die talentierte Restauratorin Katharina... Die Autorin Teresa Simon hat mich mit ihrem Roman "Die Holunderschwestern" restlos begeistert. Ich bin sofort eingetaucht in diese Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Ein atemberaubendes Familiengeheimnis, mein absolutes Lieblingsgenre. Die Geschichte: Wir befinden uns in München. Hier betreibt die talentierte Restauratorin Katharina Raith zusammen mit ihrer besten Freundin Isi eine eigene Werkstatt. Eines Tages taucht ein smarter Engländer auf und überreicht ihr zwei Tagebücher ihrer Urgroßmutter Fanny. Sie reichen bis ins Jahr 1918 zurück. In diesem Jahr hat Fanny, nachdem ihre Mutter verstorben ist, ihren Heimatort Weiden verlassen und nach München zu gehen. Hier hat sie bei einer jüdischen Familie als Köchin gearbeitet und sich auch in vornehmen Kreisen einen Namen gemacht. Ihre sensible Zwillingsschwester Fritzi blieb in Weiden zurück. Doch eines Tages steht sie plötzlich vor Fannys Tür. Und die Dinge nehmen ihren Lauf ....... Schade, dass meine Reise in die Vergangenheit so schnell zu Ende ging. Aber ich konnte dieses absolute Traumbuch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil der Autorin hat mich begeistert. Die Geschichte ist spannend, unterhaltsam, aber auch sehr berührend. Ich lerne die Protagonistin Katharina kennen. Sie hat sich ihren Traum von der eigenen Werkstatt erfüllt. Ich sehe die alten Möbel vor mir, haben den Geruch in der Nase. Und dann erstrahlen die alten Möbelstücke plötzlich wieder zu neuem Glatz. Eine tolle Aufgabe. Ich sehe Katharina vor mir, wie sie ihre Nase in die Tagebücher steckt. Ich bin genauso fasziniert wie sie und befinde mich auch plötzlic wieder in München um 1918. Das Leben war zu dieser Zeit für Fanny und ihre Zwillingsschwester Fritzi hart. Es gab nichts geschenkt. Und auch die politischen Ereignisse haben nicht gerade zu einem friedlichen Leben beigetragen. Ich finde es toll, dass die Autorin dem Leser auch die Geschichte der damaligen Zeit wieder näher bringt. Ich habe Fanny in ihrer Gastwirtschaft besucht. Sie hat es ja wirklich nicht leicht gehabt. Und Josef, na ja, das ist ja auch so ein Kapitel für sich. Schön das auch die Liebe in der Geschichte eine Rolle spielt. Und Katharina taucht immer weiter in die Geschichte ein und will das Familiengeheimnis lösen. Und dann ist da noch der smarte Engländer. Schön ist dieses Knistern zwischen Katharina und Alex. Ob die Liebe der beiden eine Chance hat, wird nicht verraten. Für mich ist diese atemberaubende Geschichte ein absolutes Lesehighlight. Gerne würde ich mehr as 5 Sterne vergeben. Freue mich, wieder eine so tolle Autorin kennengelernt zu haben. Das zauberhafte Cover ist für mich auch ein echter Hingucker. Es lädt den Leser zum Träumen ein.

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Zwillingsbande
von Eliza am 24.08.2016
Bewertetes Format: Einband: Klappenbroschur

Nach „Die Frauen der Rosenvilla“ ist dies der zweite Roman aus der Feder von Teresa Simon und die Autorin hat mich so unglaublich gefesselt, sodass ich das Buch in zwei Tagen ausgelesen habe. Denn wir Leser bekommen einen wundervollen Roman geboten, der uns in seinen Bann zieht und süchtig... Nach „Die Frauen der Rosenvilla“ ist dies der zweite Roman aus der Feder von Teresa Simon und die Autorin hat mich so unglaublich gefesselt, sodass ich das Buch in zwei Tagen ausgelesen habe. Denn wir Leser bekommen einen wundervollen Roman geboten, der uns in seinen Bann zieht und süchtig macht. Das Cover finde ich sehr hübsch, es hat etwas Romantisches und dennoch wirkt es nicht kitschig. Die Geschichte, die die Autorin uns präsentiert ist einfach fantastisch. Wer Familiengeheimnisse mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Eine Geschichte die insgesamt vier Generationen umfasst und durch die Zeiten geht, von 1918 (Fanny und Fritzi) bis 2015 (Katharina). Die zwei Zeitebenen werden geschickt durch die Tagebücher miteinanderverwoben und beide Erzählstränge bekommen ihren Raum, um sich entfalten zu können. Was mir an dem Roman so unglaublich gut gefallen hat, war die Verbindung von Einzelschicksalen zu einer gesamten Einheit, die Verbindung zwischen Historie und Liebe in all ihren Facetten. Die Protagonisten agieren als überzeugende Figuren in dem Roman, die Autorin erweckt sie zum Leben. Geschichte wird hier an den Protagonisten lebendig, denn sie werden wie selbstverständlich zu Akteuren in ihrer Zeit, aber auch zum Spielball der Macht. Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar leicht zu lesen, ohne dass er in die Umgangssprache abdriftet. Die Zeichnung der Charaktere geschieht nicht nur durch Worte sondern, vor allen Dingen durch Taten und dies macht es für mich noch authentischer. Das hat zur Folge, dass wir Leser uns nicht durch lange Beschreibungen und erzählende Passagen hindurchkämpfen müssen, sondern uns direkt auf die Reise begeben können. Die Geschichte von Fanny und Fritzi ist logisch aufgebaut, man kann der Autorin zu jedem Zeitpunkt in dem Roman folgen und rätselt mit, was die beiden Zwillingsschwestern entzweit hat und welches Geheimnis sie verbindet. Aber auch mit Katharina fiebern wir mit, hat die Liebe in ihrem Leben noch eine Chance? Diesen Roman kann ich nur allen Lesern empfehlen, die gerne Familiensagas lesen und einen historischen Background schätzen. Mich hat dieser Roman sehr berührt, denn er vermittelt auch ein klein wenig Lebensweisheiten und aus der Geschichte kann man immer lernen… Am Ende des Buches befinden sich eine Reihe von Rezepten die Fanny aufgeschrieben hat, wer also selber zum Kochlöffel greifen möchte, kann dies gerne tun, denn Hunger bekommt man bei diesem Roman ganz sicher, soviel wie bei Fanny und Katharina gekocht wird. Für mich eine ganz klare Leseempfehlung, die perfekte Lektüre für Urlaub, Garten, Balkon oder Couch, ein Buch das man so schnell nicht wieder aus der Hand legt. Ein Buch mit Happy-End-Garantie!

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Emotional und Genial
von Lesemaus am 17.07.2016
Bewertetes Format: Einband: Klappenbroschur

Ein sehr schöne Geschichte, welche auch gut geschrieben ist. Sicher es passt alles irgendwie zusammen - Tagebuch - der alte Laden - das Bild - die fehlenden Seiten. Auch dass alle Enkel und was auch immer der Hauptakteure plötzlich zusammenfinden oder irgendwo in der Welt gefunden werden. Aber nun... Ein sehr schöne Geschichte, welche auch gut geschrieben ist. Sicher es passt alles irgendwie zusammen - Tagebuch - der alte Laden - das Bild - die fehlenden Seiten. Auch dass alle Enkel und was auch immer der Hauptakteure plötzlich zusammenfinden oder irgendwo in der Welt gefunden werden. Aber nun ja, das macht eine schöne Geschichte ja aus.

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Unterhaltsam, geheimnisvoll und spannend!
von Monika Schulte aus Hagen am 15.07.2016
Bewertetes Format: Einband: Klappenbroschur

Die Restauratorin Katharina Raith bekommt eines Tages Besuch von Alex Bluebird aus London. Im Gepäck hat er die Tagebücher ihrer Urgroßmutter Fanny. Katharina beginnt zu lesen und wird sofort in den Bann des Geschriebenen gezogen. Fanny war einst Köchin und hatte eine Anstellung in einem jüdischen Haushalt. Die Tochter... Die Restauratorin Katharina Raith bekommt eines Tages Besuch von Alex Bluebird aus London. Im Gepäck hat er die Tagebücher ihrer Urgroßmutter Fanny. Katharina beginnt zu lesen und wird sofort in den Bann des Geschriebenen gezogen. Fanny war einst Köchin und hatte eine Anstellung in einem jüdischen Haushalt. Die Tochter des Hauses wurde ihr zur besten Freundin. Fannys Kochkünste sprechen sich herum und so bekocht sie nebenbei auch große Gesellschaften in Künstlerkreisen. Paul und Lily Klee, Rainer Maria Rilke - Fanny ist auf einmal in einer ganz anderen Welt Zuhause, doch nie vergisst sie den Holunderstrauch von Zuhause, ein Stück Heimat, an das sie immer wieder gerne zurückdenkt. Doch nicht nur Fanny verändert sich. Deutschland verändert sich. Die Nazis gewinnen immer mehr die Oberhand. Und dann steht plötzlich auch noch Fannys Zwillingsschwester Fritzi vor der Tür. Katharina taucht immer mehr in die Geschichte ihrer Urgroßmutter und deren Zwillingsschwester ein, doch es ranken sich Geheimnisse um die beiden Frauen. Katharina stellt Fragen, doch ihre Familie will ihr keine Antworten geben. Was ist damals passiert, das niemand über Fritzi sprechen will? "Die Holunderschwestern" - eine fesselnde und tief bewegende Geschichte, unterhaltsam, geheimnisvoll und unendlich spannend. Die Erzählung wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Dem Leser begegnen vielschichtige und interessante Persönlichkeiten. Die Autorin achtet liebevoll auf Details, so dass der Leser das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein. Die Autorin versteht es auch zu gut, den Personen Leben einzuhauchen. "Die Holunderschwestern" - eine gefühlvolle und tragische Familiengeschichte. Vor meinem inneren Auge lief ein Film ab. Dieses Buch hat mich die Stunden nur so vergessen lassen. Eine wunderbare und packende Lektüre, die man sich nicht entgehen lassen sollte! Absolute Lese-Empfehlung!

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Eine Ode an die Menschlichkeit
von hasirasi2 aus Dresden am 23.06.2016
Bewertetes Format: Einband: Klappenbroschur

Mich hat lange kein Buch mehr so gefesselt wie „Die Holunderschwestern“ – bereits die ersten 160 Seiten habe ich an einem Tag regelrecht verschlungen. Einmal angefangen, konnte ich es kaum mehr aus der Hand legen, es ist spannender als mancher Krimi! Die zwei Hauptpersonen Fanny und Katharina wagen jeweils... Mich hat lange kein Buch mehr so gefesselt wie „Die Holunderschwestern“ – bereits die ersten 160 Seiten habe ich an einem Tag regelrecht verschlungen. Einmal angefangen, konnte ich es kaum mehr aus der Hand legen, es ist spannender als mancher Krimi! Die zwei Hauptpersonen Fanny und Katharina wagen jeweils einen Neuanfang. Fanny geht 1918 nach dem Tod der Mutter ohne ihre eifersüchtige Zwillingsschwester Fritzi nach München, um als Köchin zu arbeiten. Katharina erfüllt sich 2015 einen großen Traum und eröffnet zusammen mit ihrer Geschäftspartnerin Isi eine Restaurationswerkstatt. Die Verbindung zwischen den Beiden bilden Fannys Tagebücher, welche Katharina von dem Engländer Alexander Bluebird bekommt, denn Fanny war ihre Urgroßmutter. Wie Alex an die Tagebücher gekommen ist verrate ich hier natürlich nicht, denn das ist ein weiterer wichtiger Teil der Geschichte. Kurz darauf taucht auch noch eine Ladeneinrichtung aus den 20er Jahren auf, die wohl Fritzi gehört hat ... Katharina wird von Fannys Tagebüchern fast magisch angezogen, versinkt immer tiefer in ihnen. Sie beschreiben die schwierige Zeit zwischen 1918 und 1936: das Ende des 1. WK, die Weltwirtschaftskrise und die Machtergreifung der Nazis. Fannys beste Freundin in dieser ganzen Zeit ist ausgerechnet die adelige Jüdin Alina. Dies ist nicht nur Fritzi ein Dorn im Auge, aber Fanny steht zu ihr, auch als es immer schwieriger wird. Dieser Teil der Geschichte hat besonders gut gefallen hat - zeigt er doch sehr eindrucksvoll, was echte Freunde bereit sind, füreinander zu tun. Fanny lernt durch ihre Arbeit als Köchin bedeutende Künstler und Politiker kennen. Sie ist immer am Puls der Zeit, ihre Kochkunst wird geschätzt. Das ermöglicht ihr endlich ein eigenes, relativ freies Leben. Da taucht ihre Zwillingsschwester Fritzi in München auf: die kann einfach nicht loslassen und ist es gewohnt, im Mittelpunkt zu stehen, gönnt Fanny ihren Erfolg nicht. Also drängt sie sich überall dazwischen und das Unheil nimmt seinen Lauf. Die Persönlichkeiten im Buch sind sehr facettenreich. Fritzi ist nicht nur eifersüchtig, egozentrisch und flatterhaft, sondern in wichtigen Momenten mutig und gewitzt; Fanny hingegen aufopfernd, pflichtbewusst und rücksichtsvoll – die Schwestern sind als Zwillinge natürlich eng verbunden, aber eher wie 2 Seiten einer Medaille. Es scheint gleichzeitig schön und kompliziert, ein Zwilling zu sein. Auch in Katharinas Leben bewegt sich durch die Tagebücher und die Bekanntschaft mit Alex etwas. Die Beiden knüpfen zarte Bande, obwohl er vergeben ist. Und je weiter sie in die Tagebücher eindringt, desto mehr erfährt sie über die Geheimnisse ihrer Familie und wird in einen regelrechten Strudel aus Verrat und Schuld gezogen. Noch immer wird ein Teil der Familiengeschichte totgeschwiegen, obwohl ihre Eltern und ihre Tante zumindest Fragmente davon wissen. Und über all das wacht der Holunderstrauch, dem die Frauen der Familie eine große Bedeutung zumessen ... Leider war die Geschichte trotz über 500 Seiten dann viel zu schnell erzählt und ich habe das Buch nur ungern aus der Hand gelegt. Es hat mich sehr beeindruckt. „Die Holunderschwestern“ ist schon das zweite Buch von Teresa Simon (hinter dem Pseudonym versteckt sich eine für ihre historischen Romane und Krimis berühmte und von mir sehr verehrte deutsche Autorin). Ich fand es toll, dass sie hier immer wieder Hinweise auf den ersten Band „Die Töchter der Rosenvilla“ versteckt hat – es war meine persönliche Schnitzeljagd, sie möglichst alle zu entlarven. Die Bücher sind aber völlig autark, man muss sie nicht nacheinander lesen – aber glaubt mir, dann entgeht Euch was! Ich muss ehrlich sagen, die Bücher haben Suchtpotential und Teresa hat verraten, dass es nächstes Jahr einen weiteren Band geben wird – also ich bin schon angefixt! Volle Punktzahl und eine unbedingte Leseempfehlung!

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Geheimnisse der Zwillingsschwestern
von Klaudia K. aus Emden am 20.06.2016
Bewertetes Format: Einband: Klappenbroschur

Nach dem großen Erfolg "Frauen der Rosenvilla" konnte Teresa Simon mit ihrem Werk "Die Holunderschwester" erneut mit einem sehr bemerkenswerten Roman überzeugen. Ich konnte das Erscheinen dieses Romans kaum erwarten. Die Erwartung hat sich mehr als erfüllt, denn das Buch hat mich mindestens genauso begeistert wie sein Vorgänger. 2015; Katharina... Nach dem großen Erfolg "Frauen der Rosenvilla" konnte Teresa Simon mit ihrem Werk "Die Holunderschwester" erneut mit einem sehr bemerkenswerten Roman überzeugen. Ich konnte das Erscheinen dieses Romans kaum erwarten. Die Erwartung hat sich mehr als erfüllt, denn das Buch hat mich mindestens genauso begeistert wie sein Vorgänger. 2015; Katharina und ihre Freundin Isi betreiben eine Restaurationswerkstatt, in der eines Tages der smarte Engländer Alex Bluebird auftaucht und Katharina die Kladde ihrer Urgroßmutter Fanny übergibt. Der Inhalt dieses Büchleins ermöglicht einen tieferen Einblick in das schwere Leben, welches ihre Urgroßmutter Fanny in München führen musste. Katharina vertieft sich nun in die Tagebücher, um endlich etwas mehr über ihre Ahnin zu erfahren. 1919; Die junge Fanny flüchtet aus dem eher provinziell angehauchten Ort Weiden zu ihrem Bruder Georg, der in München ansässig ist. Zuerst arbeitet sie bei der strengen und lieblosen Adele Barth als Weißnäherin bis es einmal zu einem heftigen Disput kommt und Fanny daraufhin eine Neueinstellung sucht. Sie erinnert sich in dieser Notlage an die Bekanntschaft mit Alina Rosengart, die sie während Ihrer Zugfahrt nach München kennen lernte und begibt sie sich zu ihr. An ihrem Haus angekommen wird sie prompt als Hauswirtschfterin und Köchin engagiert. Alina und Fanny werden zu besten Freundinnen und gehen fortan durch dick und dünn. Als die Zwillingsschwester Fritzi, die ihre geliebte Schwester Fanny so sehr vermisst, plötzlich vor der Tür steht, nimmt deren Schicksal ihren Lauf. Fritzi ist so ganz anders, viel lebendiger, hübscher und auf die Freundschaft ihrer Schwester mit Alina unglaublich, zu tiefst eifersüchtig. Teresa Simon brilliert durch ihre Liebe zum Detail und die sprachliche Dichte ihrer Beschreibungen. Die unbeschwerte Sprache des Romans garantiert eine leichte und sehr unterhaltsame Lektüre. Die vielen emotionalen Momente des Werkes halten den Leser über die gesamte Geschichte hinweg in Atem und lassen es nur sehr schwer fallen, das Buch aus der Hand zu legen. Die Handlung wird in zwei Zeitebenen abwechselnd geschrieben wobei das Hauptgeschehen wunderbar die beiden Zeitachsen verwebt. Die Autorin schafft es historische Fakten mit einer unglaublich spannenden Familiengeschichte zu verknüpfen. In diesem Roman erfährt der Leser obendrein auch sehr viele interessante Details über die Kunst der Holzrestauration alter Möbel. Sehr detailliert und mit viel Wissen vermittelt die Autorin dies auf leichte und unterhaltsame Art. Deswegen liebe ich die Romane von Teresa Simon sehr, denn jedesmal lernt man etwas Interessantes dazu. In meinen Augen ist es eine Gabe einen Roman derart unterhaltsam und informativ zu schreiben und dabei auch noch die Atmosphäre der heutigen und historischen Zeit einzufangen und miteinander schlüssig zu verknüpfen. Die Charaktere sind sehr perfekt gewählt. Durch ihre lebensecht vielfältigen Facetten leben diese auf und über ihre typischen "Macken" fühlt man sich mit ihnen sehr verbunden. Ein weiteres sehr hübsches Detail dieser Ausgabe ist, dass am Ende des Buches einige leckere Genussrezepte zu finden sind, die tatsächlich von der Urgroßmutter der Autorin stammen. Ich werde sie ganz sicher einmal ausprobieren, denn sie machen Appetit auch auf den Genuß einer längst vergangenen Zeit. Danke liebe Teresa dafür. "Die Hulunderschwestern" ist in meinen Augen ein einmalig fesselnder Familienroman der viele Geheimnisse, menschliche Emotionen um Eifersucht und Liebe sowie historische Ereignisse verbindet. Ein ganz vorzügliches Lesevergnügen, dank Teresa Simon . Für alle, die dieses Genre lieben ist es ein Buch das man gelesen haben muss und sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

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Teresa Simon haben wir mit ihrem Erstling entdeckt und waren gleich begeistert. So war es klar, dass wir auch diesen Roman lesen mussten. Das Buch wird auf zwei Handlungsschienen erzählt, die eine im hier und jetzt und die andere spielt zwischen den beiden Weltkriegen. Wie schon im ersten Roman gelang... Teresa Simon haben wir mit ihrem Erstling entdeckt und waren gleich begeistert. So war es klar, dass wir auch diesen Roman lesen mussten. Das Buch wird auf zwei Handlungsschienen erzählt, die eine im hier und jetzt und die andere spielt zwischen den beiden Weltkriegen. Wie schon im ersten Roman gelang es der Autorin die besondere Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen. Es waren durchaus nicht einfache Zeiten aber die Figuren haben das Beste aus der Situation gemacht. Sehr gut gefielen mir auch dieses Mal wieder die sehr plastische Beschreibung der Figuren, sowie deren Dialoge, die mir persönlich sehr Authentisch erschienen. Sehr schön auch die Briefe von Fanny an ihre Schwester. Wunderschön auch die Beschreibung der Schauplätze und der Einblick in die Münchner Künstlerszene der damaligen Zeit. Mit jeder Seite, mit jeder Zeile und mit jedem Wort spürt man, dass dieses Buch der Autorin ganz besonders am Herzen gelegen hat. Entsprechend gut ist es auch gelungen und der Leser spürt diese Liebe. Ganz klare 5 Sterne von mir.

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ein sehr schönes und fesselndes Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Düsseldorf am 19.06.2016
Bewertetes Format: Einband: Klappenbroschur

Meine Meinung: Da mir das Buch "Die Frauen der Rosenvilla" gefallen hat, war ich gespannt und neugierig auf ein weiteres Buch der Autorin. Zumal mich auch diesmal das wunderschöne Buchcover sofort ansprach. So kam es dann dazu, dass ich ein weiteres Mal in die Vergangenheit entführt wurde, diesmal war es... Meine Meinung: Da mir das Buch "Die Frauen der Rosenvilla" gefallen hat, war ich gespannt und neugierig auf ein weiteres Buch der Autorin. Zumal mich auch diesmal das wunderschöne Buchcover sofort ansprach. So kam es dann dazu, dass ich ein weiteres Mal in die Vergangenheit entführt wurde, diesmal war es in München, wo deutsche Geschichte geschrieben wurde. Katharina bekommt eines Tages Besuch aus London, Alex bringt ihr Tagebücher, die ihrer Uroma Fanny gehört haben. Nun ist die Neugierde geweckt, wie kommen die Bücher nach London und was steht darin? Ich war natürlich genauso neugierig wie Katharina und konnte durchaus verstehen, dass sie am liebsten immer und so schnell wie möglich alles lesen wollte. Aber der Alltag fordert uns alle und so mussten wir beide Geduld aufbringen. Teresa Simon hat es wunderbar verstanden und mich an das Buch gefesselt. Im Wechsel habe ich von Katharina in der Gegenwart und von Fanny in der Vergangenheit lesen können. Wobei ich die Erlebnisse ab 1918 in München ungemein interessant fand. Es hat mir die Zeit und auch einen Teil der deutschen Geschichte noch einmal näher gebracht. Aber es ging nicht nur darum, zu erfahren, was damals im Allgemeinen so passiert ist. Die Geschichte von Fanny macht auch nachdenklich, wie hätten wir reagiert, wenn wir mitten in diesem Strudel gelandet wären. Sehr wichtig war die Freundschaft, die schwere Zeiten durchstehen musste. Mir tat Fanny etwas leid, umgeben von Menschen, die sich den Aufrufen verschiedener Personen anschlossen und von denen wir wissen, dass sie nichts gutes bewirkt haben, hat sie an ihrer Freundschaft zu Alina Rosengart festgehalten. Selbst ihre Schwester Fritzy, die mir eigentlich gar nicht so sympathisch war, hat sich von den Parolen verführen lassen und es Fanny gar nicht leicht gemacht. Auf der anderen Seite habe ich auch erfahren, dass es für Zwillinge nicht immer leicht ist, sich von dem anderen zu lösen. Aber nicht nur Fanny hat aufregende Zeiten erlebt, auch für Katharina hat sich einiges geändert. Allerdings möchte ich darauf nicht weiter eingehen, ich müsste dann zu viel vom Inhalt verraten. Auf jeden Fall hat mich die Autorin mit ihrem Buch begeistern können. Wie ich schon erwähnte, wollte ich genau wie Katharina wissen, was in den Tagebüchern stand und konnte es ebenfalls kaum erwarten, Antworten auf Fragen zu bekommen. Katharina und auch Fanny haben sehr gerne gekocht, wobei Katharina auf die Rezeptsammlung von Fanny zurück greifen konnte. Einen Teil der Rezepte befinden sich am Ende des Buches und geben einem so die Möglichkeit das eine oder anderen nachzukochen. Ich erwähnte ja bereits, dass mir das Buchcover sehr gut gefallen hat. Es passt sehr gut zu dem Cover der Rosenvilla. Passend ist auch der Buchtitel, was ja nicht immer bei allen Büchern der Fall ist. Der Zusammenhang wird im Buch erklärt und der Holunder spielt denn auch eine wichtige Rolle in der Geschichte. Fazit: Gerne empfehle ich dieses Buch weiter. Mich hat es begeistert und da die Autorin anscheinend gerne in die Vergangenheit reist, freue ich mich auf weitere Bücher von ihr.

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Ein außergewöhnliches Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Bitz am 18.06.2016
Bewertetes Format: Einband: Klappenbroschur

Mit dem Zitat von Jean Paul (Buch Seite 497) „Heimat ist nicht nur, woher man kommt, sondern auch wohin man geht“ möchte ich diese Rezension beginnen. Denn in diesem Zitat steckt sehr viel Wahrheit, aber auch sehr viel von diesem Buch… Fanny, eine tapfere und mutige junge Frau aus Weiden hält es... Mit dem Zitat von Jean Paul (Buch Seite 497) „Heimat ist nicht nur, woher man kommt, sondern auch wohin man geht“ möchte ich diese Rezension beginnen. Denn in diesem Zitat steckt sehr viel Wahrheit, aber auch sehr viel von diesem Buch… Fanny, eine tapfere und mutige junge Frau aus Weiden hält es zu Hause nicht mehr aus. Sie hat genug von der Provinz und von Fritzi, ihrer Zwillingsschwester, die sie ziemlich einengt. So plant sie, mit der Hilfe ihres Bruders, ihr Elternhaus zu verlassen und nach München zu reisen, um sich ein neues Leben aufzubauen. Das wäre ja nicht weiter außergewöhnlich, wenn es nicht 1918 wäre. Eine schwierige Zeit, vor allem für Frauen. Fanny hat es in München nicht wirklich leicht und kämpft sich durchs Leben. Allerdings wäre Fannys Leben um einiges leichter, wäre Fritzi nicht plötzlich in München aufgetaucht… München 2015: Katharina, Fannys Urenkelin, bekommt eines Tages überraschenden Besuch von Herrn Bluebird, der ihr die alten Tagebücher ihrer Uroma überreicht. Ab diesen Zeitpunkt taucht sie in die Welt ihrer Uroma und Ahnen ein und lässt uns an der Familiengeschichte, die aus Freundschaft, Freud, Liebe aber auch aus Eifersucht und Leid besteht, teilhaben. Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Teresa Simon hat mit ihrem Schreibstil und mit der ganzen Liebe, die sie in dieses Buch gesteckt hat, ein außergewöhnlich tolles Buch geschaffen. Man spürt beim Lesen, wie sehr ihr diese Geschichte am Herzen liegt. Die Charaktere sind herrlich beschrieben, so dass ich keine Probleme hatte, mir diese vorzustellen. Die Tagebucheinträge sind in einer anderen Schrift gehalten und ich konnte sie daher gut vom Rest des Buches unterscheiden. Ihre Recherchen über die Stadt, die Epoche und deren Geschehnisse hat sie in einer besonderen Art und Weise in das Buch miteinfließen lassen, so dass man das Gefühl hatte, man steht mittendrin und sieht alles mit eigenen Augen. Dieses Buch lässt einen nicht mehr so schnell los. Und wenn man denkt, nach dem so liebevollem Nachwort ist das Buch zu Ende, dann kann ich euch mit Freude sagen, definitiv NEIN. Als kleines Schmankerl hat Teresa Simon Fannys Rezepte mit ins Buch gelegt, damit ihr nicht nur von den köstlichen Dampfnudeln, dem leckeren Braten und der anderen wunderbaren Rezepte lesen, sondern sie auch gleich probieren könnt. Meine Lieblingsrezepte sind die Dampfnudeln mit Vanillesoße und euers? Ein wundervolles Buch über Freundschaft, Freud, Leid, Eifersucht und Liebe, das ich jedem ans Herz legen kann.

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Ein Buch mit Nährwert, das bei der Autorin lange reifen durfte. Man merkt es.
von Stefan Wichmann am 17.06.2016
Bewertetes Format: Einband: Klappenbroschur

Prolog, 24 Kapitel, Epilog, Rezeptsammlung,... Moment. Rezepte? Ja, das Buch ist detailreich genug auch dies zu bieten! Und - es passt! Die Holunderschwestern ist ein Frauenroman, so möchte man meinen. Soll ich es wagen diesen Ausflug in die Zeit ab 1918 zu lesen? Ich habe es gewagt! Cover Das Cover passt zu... Prolog, 24 Kapitel, Epilog, Rezeptsammlung,... Moment. Rezepte? Ja, das Buch ist detailreich genug auch dies zu bieten! Und - es passt! Die Holunderschwestern ist ein Frauenroman, so möchte man meinen. Soll ich es wagen diesen Ausflug in die Zeit ab 1918 zu lesen? Ich habe es gewagt! Cover Das Cover passt zu einer Geschichte, die in der beschriebenen Zeit spielt. Mit einem Blick ist erahnbar worum es geht und selbst die Zeichnung des Covers zeigt auf, dass dies ein Buch ist, in dem viel Herzblut fließt und in das viel Herzblut geflossen ist. Inhalt, Aufteilung und Stil des Buchs Das Buch enthält einen Prolog, 24 Kapitel, ein Epilog und ein Nachwort und eine Rezeptsammlung,... Moment. Rezepte? Ja, das Buch ist detailreich genug, auch dies zu bieten! Erzählt wird die Geschichte der Köchin Fanny. Ihr Leben, sowie ihr Durchbeißen in der Zeit zwischen 1918 und 1938. Das besondere an dem Werk ist, dass es sich um fiktive Tagebücher handelt, die ihrer Nachfahrin in die Hände gespielt werden. Die Geschichte entwickelt sich rasant. Bereits der Prolog reißt den Leser an sich und mündet schnell am ersten Kapitel, dass 79 Jahre später spielt und trotzdem den Leser gleich wieder einfängt. Doch ehe der Leser sich in der Frage verliert, was dieser Zeitsprung bringt und warum das sein muss, ist er/sie bereits wieder gefangen von der interessanten Erzählweise, die sich durch das ganze Buch zieht. Detailreich und ausformuliert vermag es die Autorin nicht nur ?Fanny?s? Blick einer Handlung folgen zu lassen. Im Verlaufe des Buches wird dem Leser mit den aus dem ersten Kapitel bekannten Dampfnudeln der Mund wässrig gemacht, dann folgt eine nette Ausführung zum Anrichten von ?bemoosten? Karpfen. Auch hier wirkt es, als stünde der Leser mitten im Geschehen und durchlebt es selbst. Doch die Ausflüge in die Kochkünste sind kurz. Auch an anderer Stellen wird die Geschichte interessant erzählt und vermag es den Leser förmlich einzusaugen beziehungsweise den teils kurzen aber doch ausreichend einfühlsam beschriebenen Szenen mit Spannung zu folgen. Im historischen Nachwort erwähnt die Autorin alles, was geschichtlich interessant genug ist, ohne sich in Auswertungen zu verlieren. Das ist sehr angenehm. Fazit: Auf den ersten Blick verstörte mich die an einigen Stellen genutzte kursive Schrift, da diese doch etwas schwerer lesbar ist, aber die entsprechenden Kapitel sind kurz und grenzen Vergangenheit und Gegenwart gut ab. Das Buch hinterlässt einen soliden Eindruck, sowohl vom äußeren als auch von inneren her. Die Seiten sind gewohnt griffig, sodass ein Umblättern auch mit einer Hand leicht fällt. Wann blättert man mit einer Hand um? Z.B. beim Frühstück, Mittagessen, Abendbrot. Kurzgefasst: Es liest sich leicht weg! Nachtrag: Wenn ich schreibe, man merkt, dass das Buch reifen durfte: Ich konnte bei einer Leserunde der Autorin nach der Entstehungsgeschichte fragen...

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Zwiegespalten
von Layla (Bücher in meiner Hand) am 25.11.2016
Bewertetes Format: Einband: Klappenbroschur

Fanny und Fritzis Geschichte spielt zwischen 1918 und 1937 in München. Fanny will in der Stadt alleine und ohne Fritzi ein neues Leben anfangen, doch da hat sie die Rechnung ohne Fritzi gemacht. Es wird turbulent in allen Bereichen. Die Geschichte der Zwillingsschwestern bekommt der Leser durch ein Tagebuch mit,... Fanny und Fritzis Geschichte spielt zwischen 1918 und 1937 in München. Fanny will in der Stadt alleine und ohne Fritzi ein neues Leben anfangen, doch da hat sie die Rechnung ohne Fritzi gemacht. Es wird turbulent in allen Bereichen. Die Geschichte der Zwillingsschwestern bekommt der Leser durch ein Tagebuch mit, welches die Restauratorin Katharina von einem Engländer überreicht bekommt. Eine der Schwestern ist Katharinas Urgrossmutter und sie freut sich über die unerwartete Lektüre. Der Engländer, Alex Bluebird, hat es ihr auch angetan... Der Roman hinterlässt mich zwiegespalten. Einerseits lese ich nicht gerne Romane, die in Kriegszeiten oder der Nazizeit angesiedelt sind. Ich merkte erst zu spät, dass diese in der vorliegende Geschichte ein Hauptthema ist. Deshalb blieb das Buch monatelang ungelesen auf meinem SuB. Als ich dann endlich zu lesen anfing, kam ich auch nicht wirklich vorwärts. Mal abgesehen von den Kriegswirren fand ich Fannys eifersüchtige Zwillingsschwester Fritzi extrem unsympathisch. Ihr Charakter zeigte schon auf den ersten Seiten welche Richtung die Geschichte annimmt. Viel zu offensichtlich - und eben weil sie mir so unsympathisch war, hatte ich nicht viel Lust weiterzulesen und verbrachte eine gefühlte Ewigkeit mit dem Buch. Und in Katharinas Geschichte interessierten mich die zu ausführlichen Restaurationsarbeiten nicht wirklich. Es zeigt, dass die Autorin zwar sehr gut recherchiert hat, aber die zu vielen Details störten meinen Lesefluss. Andererseits gefiel mir Fanny sehr gut. Sie ist sich nicht zu schade zum Arbeiten und hilft wo sie nur kann. So kochte sie neben ihrer regulären Arbeit bei einer jüdischen Familie zusätzlich einige Abende bei Gesellschaften im Hause des Malers Paul Klee. Ein Bild von Paul Klee spielt dann auch eine grosse Rolle im Roman. Mir hätte eine komplette Geschichte im Umfeld der Klees samt ihren Freunden wie Rainer Maria Rilke wohl viel besser gefallen, als der Schwesternzoff zur Kriegszeit als Ausgangslage. Am Ende tauchte ein Brief taucht auf und wirft neue Fragen auf. Leider blieben die Fragen unbeantwortet, bzw. wird der Text einfach nur so hingenommen. Was sehr schade ist, denn die Mutmassungen konnte ich absolut nicht nachvollziehen. Stattdessen wurde eilig ein Schluss konstruiert, der mir zu kitschig war. Fazit: Sehr gut recherchierte Geschwistergeschichte, die mich emotional aber nicht abholen konnte. 3.5 Punkte.

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Schönes Buch für zwischendurch
von einer Kundin/einem Kunden aus %3B505031984854217 am 10.08.2016
Bewertetes Format: Einband: Klappenbroschur

Katharina Raith betreibt eine Werkstatt als Möbelrestauratorin gemeinsam mit ihrer Kollegin Isi. Sie entstammt einer Linie stolzer Frauen, am bekanntesten die Urgroßmutter Fanny von der alle mit großer Hochachtung sprechen und deren Erbe noch immer in der Familie spürbar ist. Als plötzlich ein charmanter Engländer vor Katharinas‘ Tür steht... Katharina Raith betreibt eine Werkstatt als Möbelrestauratorin gemeinsam mit ihrer Kollegin Isi. Sie entstammt einer Linie stolzer Frauen, am bekanntesten die Urgroßmutter Fanny von der alle mit großer Hochachtung sprechen und deren Erbe noch immer in der Familie spürbar ist. Als plötzlich ein charmanter Engländer vor Katharinas‘ Tür steht und ihr verschollene Tagebücher ihrer Urgroßmutter übergibt, droht das hohe Podest der Urgroßmutter zu bröckeln. Katharina erfährt durch die Tagebücher die ungeahnte Geschichte einer Frau, die in den „zerrissenen Jahren“ – den Jahren zwischen den großen Kriegen jung war und ihr Leben versuchte zu meistern. Ihre Partnerin Isi hat ein Talent überteuerte Möbelruinen anzuschleppen, aber als sie eine Ladenzeile aus den 1920er Jahren auftut ahnen beide Frauen noch nicht wie eng ihr Schicksal mit dieser verwoben sein wird… Teresa Simon verzauberte uns vor einem Jahr mit ihrem Debütroman „Die Rosenblütenvilla“. Ihr zweiter Roman ist ungefähr in der gleichen Zeitepoche angesiedelt und wieder geht es um eine Familiengeschichte, die ihre Schatten von der Mitte des vergangenen Jahrhunderts bis weit in die Gegenwart zu werfen vermag. Liebevoll ausgearbeitete Charaktere bewegen sich in einer hervorragend recherchierten Umgebung. Vergangenheit und Gegenwart fließen völlig natürlich ineinander. Katharina ging in ihren eigenen Weg aus dem Schatten einer überkritischen Mutter heraus, die wie sich später herausstellt, durch übertriebenen Ehrgeiz ihre Unsicherheit und Selbstzweifel besiegen wollte, dass dabei die Beziehung zur einzigen Tochter auf der Strecke bleibt, stellen die beiden Frauen beinahe zu spät fest. Interessant ist auch die Verbindung von Fanny und Fritzi den ungleichen Zwillingsschwestern. Während Fanny sich dem Leben stellt und ihm mit Kraft und Durchhaltevermögen begegnet, scheint Fritzi wie ein Blättchen im Wind vom Schicksal durchgewirbelt zu werden. Was die Schwestern verbindet, scheint sie auch zu trennen, denn sie neiden einander die Eigenschaften der jeweils anderen. Die zerrissenen Jahre, also die Zeit zwischen den zwei großen Kriegen, werden erschreckend gut dargestellt, die aufkeimende Hoffnung der Menschen nach Ende des ersten Weltkrieges sowie die bittere Enttäuschung dieser Hoffnungen lässt die Leserinnen oft erdrückt innehalten. Mehr als einmal wünscht man sich einen alternativen Ausgang als die steile Karriere Hitlers, die mit seiner Machtergreifung ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Was Simon vor allem im letzten Drittel des Buches fehlt, ist eine klare Linie, die sie verfolgt um offene Erzählstränge zu einem stimmigen Ende zu bringen. Der Ausgang verschiedener Teilgeschichten bleibt völlig im Dunkeln. Zwar mutmaßen die ProtagonistInnen zu einigen Ereignissen über einen möglichen Ausgang, aber auch das wird nur halbherzig verfolgt. Der obligatorische Kitsch-Schluss, den offensichtlich alle Frauenromane haben müssen hilft da leider auch nicht um die Leserin befriedigt zurück zu lassen. Trotzdem für Regenstunden oder einen Tag am Strand ein durchaus geeigneter und sehr schöner Roman.

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