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Die Judenbuche

Ein Sittengemälde aus dem gebirgigten Westphalen. Anmerkungen v. Walter Huge

(7)

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Der 1842 erschienenen Novelle ′Die Judenbuche′ von Annette von Droste-Hülshoff liegt eine wahre Begebenheit zugrunde. Es ist die Geschichte des aus verarmten Verhältnissen stammenden Friedrich Mergel, dessen Mord an dem Juden Aaron erst Jahrzehnte nach der Tat aufgedeckt werden kann. Das grosse Interesse an Annette von Droste-Hülshoffs bekanntester Erzählung hat nicht nur mit dem Stoff zu tun: ein historisch verbürgter Kriminalfall, das westfälische Dorfmilieu und das Zeitkolorit (der Untertitel lautet: "Ein Sittengemälde aus dem gebirgigten Westfalen"); es ist vor allem die Darstellungsweise, die durch scheinbare oder tatsächliche Dunkelheit oder Mehrdeutigkeit eine Vielzahl von Deutungen und Deutungsebenen möglich macht. Diese Kunst der Darstellung macht Droste-Hülshoffs ′Judenbuche′ zu einem herausragenden Beispiel der Novellistik des 19. Jahrhunderts.
Text in neuer Rechtschreibung. - Mit Anmerkungen und einer Nachbemerkung von Walter Huge.
Portrait
Annette von Droste-Hülshoff wurde am 10., 12. oder 14. Januar 1797 auf Schloss Hülshoff bei Münster geboren. Ab 1804 verfasste sie lyrische Texte, sie stand in Kontakt zu Friedrich Leopold zu Stolberg und Wilhelm Grimm und beteiligte sich an der Sammlung von Märchen und Volksliedern. Sie unterhielt engen Kontakt zu dem blinden katholischen Theologen Christoph Bernhard Schlüter, der 1838 ihre erste Gedichtsammlung herausgab. 1841 erschien die Novelle Die Judenbuche. Annette von Droste Hülshoff, die als eine der bedeutendsten deutschen Autorinnen des 19. Jahrhunderts gilt, starb am 24. Mai 1848 in Meersburg am Bodensee.
Abseits des literarischen Lebens und so auch der literarischen Modeströmungen ihrer Zeit schuf sie ein schmales Werk zwischen Biedermeier und poetischem Realismus.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 69
Erscheinungsdatum 2001
Serie Reclam Universal-Bibliothek
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-15-001858-3
Verlag Philipp Reclam Jun.
Maße (L/B/H) 148/98/8 mm
Gewicht 43
Verkaufsrang 8.532
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen


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nicht "mein Ding"
von Blacky am 18.04.2009

Kurzbeschreibung 1842 gestaltet das Schicksal eines Außenseiters. Friedrich Mergel, der Sohn armer Eltern, wächst in einem Klima der Lieblosigkeit und Mißachtung auf. Er reagiert mit übersteigertem Geltungsstreben auf sein druckendes Minderwertigkeitsgefühl und verwickelt sich in Diebstahl, Totschlag und Mord. Nur vom Wunsch nach gesellschaftlicher Anerkennung beseelt, zerbricht er, als... Kurzbeschreibung 1842 gestaltet das Schicksal eines Außenseiters. Friedrich Mergel, der Sohn armer Eltern, wächst in einem Klima der Lieblosigkeit und Mißachtung auf. Er reagiert mit übersteigertem Geltungsstreben auf sein druckendes Minderwertigkeitsgefühl und verwickelt sich in Diebstahl, Totschlag und Mord. Nur vom Wunsch nach gesellschaftlicher Anerkennung beseelt, zerbricht er, als die Gesellschaft ihn endgültig zurückstößt. Sein Freitod ist Ausdruck der grenzenlosen Ohnmacht eines zutiefst Einsamen, die Bankrotterklärung verkümmerten Selbstwertgefühls, eines bis zur Selbstvernichtung gesteigerten Hasses gegen das eigene, lebensunfähige Ich. Sehr düster verfasste Geschichte. Nicht ganz "mein Ding"

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3 0
Tradionelle Schullektüre
von Stefan Waldkirch aus Altrip am 01.05.2008

Die Frau vom alten 20 Mark-Schein. Sicherlich ein Buch das zum Standartprogramm gehört, vom Hocker gehauen hat es mich jedoch nicht.

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1 0
Gewöhnungbedürftig
von einer Kundin/einem Kunden aus Stallikon am 12.08.2013

Habe es damals in der Schule lesen müssen, und bin immer noch mit einigen Punkten nicht einverstanden. Die Geschichte ist zum Teil gewöhnungsbedürftig, da man judenbezogene Geschichten erst zur Zeit des 2. Weltkriegs erwartet. Nichts desto trotz ein empfehlenswertes Buch.

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0 0
ein sprachlicher Genuss
von einer Kundin/einem Kunden aus Jena am 14.02.2007

Eine gelungene Novelle, deren Inhalt einen klaren Handlungsverlauf verfolgt und den Leser nie unterfordert, sondern vielmehr Fragen und geheimnisvolle Rätsel aufwirft, die jeder natürlich bestrebt ist zu lösen. Der kompakte Aufbau mit reichlich Personen und Relationen untereinander trägt zum stetigen Spannungsaufbau bei, wobei die Klärung der Geschehnisse am Ende... Eine gelungene Novelle, deren Inhalt einen klaren Handlungsverlauf verfolgt und den Leser nie unterfordert, sondern vielmehr Fragen und geheimnisvolle Rätsel aufwirft, die jeder natürlich bestrebt ist zu lösen. Der kompakte Aufbau mit reichlich Personen und Relationen untereinander trägt zum stetigen Spannungsaufbau bei, wobei die Klärung der Geschehnisse am Ende recht kurz abgehandelt wird und nachdenklich stimmt. Die sprachliche Gewandtheit ebenso wie detailreiche Natur- und Personenschilderungen erzeugen eine starke Bildhaftigkeit und somit Greifbarkeit.

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0 0
KLASSE
von einer Kundin/einem Kunden am 16.12.2005

Ein Buch genau passend zum Schulunterricht. Nicht nur religiöse Hintergründe, sondern auch aus der Familie Droste-Hülshofs. Viele Stellen zum Nachdenken und Interpretieren. Also perfekt für den Deutschunterricht.

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0 1
O weh!
von Daniel Erni aus Basel am 13.09.2010

O weh mir! warum hab ich nicht gehört auf meine Erinnerung aus der Schulzeit! Wusste ich doch wohl, dass dies Sittengemälde aus dem gebirgigten Westfalen der Langeweile genug enthält. So büsste ich auch heuer die Lektüre der Judenbuche mit manch grossem Gegähne.

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0 2
Schreklich
von einer Kundin/einem Kunden am 13.02.2006

Wir mussten dieses Buch im Deutschunterich lesen. Es war einfach grässlich. Es ist wohl das langweiligste Buch das ich je gelesen habe. Wie bringt man es fertig, Morde so langweilig zu schreiben? Ich rate allen ab dieses Buch zu lesen.

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0 2
von einer Kundin/einem Kunden am 13.06.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Sehr treffend...

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0 0
von einer Kundin/einem Kunden am 13.06.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Eine sehr anspruchsvolle Lektüre, welche beim Lesen viel Ruhe bedarf.

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0 0
von einer Kundin/einem Kunden am 13.06.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Beklemmende, sachlich-nüchterne Kriminalgeschichte, die sich tatsächlich zugetragen haben soll. Vor allem die Naturbilder erzeugen eine magische, unheimliche Atmosphäre.

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