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Die Klapperschlange - Digitally Remastered

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New York im Jahr 1997. Reinzugehen ist verrückt, auszubrechen unmöglich! Ganz Manhattan ist ein Hochsicherheitsgefängnis, in dem drei Millionen Mörder, Räuber, Vergewaltiger und gefährliche Durchgedrehte ohne Wärter eingesperrt sind. Es herrscht reine Anarchie und das Recht des Stärkeren. Mitten in dieses Chaos, in Mid Town Manhattan, stürzt Air Force One, die Maschine des Präsidenten. Jemand muss in diese Hölle rein - und wieder raus - um das Leben des Präsidenten zu retten. Die Wahl für dieses Wahnsinnsunternehmen fällt auf Snake Plissken, einen hochdekorierten Ex-Lieutenant, der wegen seiner Verbrechen im Zivilleben selbst zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Bei Erfolg kann er seine Weste reinwaschen. Um sicherzustellen, dass Plissken seine Mission auch erfüllt, werden ihm kleine Sprengkörper implantiert. Snake hat weniger als 24 Stunden Zeit, den Präsidenten und sich selbst zu retten - danach explodieren die Ladungen...
RezensionBild
Die Neuauflage von Constantin Film entspricht der Qualität der Universum-Auflage, die schon eine remasterte Version beinhaltete. Das Bild entspricht dem des Masters, das Studio Canal einst anfertigen liess und das ist schlichtweg grossartig. Die Schärfe ist erstaunlich. Das Bild ist weitgehend knackig scharf und geradezu detailreich. Einige kleinere Einbussen, wie die gelegentliche Kantenschärfe, dürften zulasten von Rauschfiltern gehen. Mit den Werten aktueller Filme darf man das Ergebnis natürlich nicht vergleichen. Es gibt nur noch ein ganz leichtes Hintergrundrauschen, das aber eher der ursprünglichen Körnung entspringt. Ebenso gelungen ist der Kontrast. Der Schwarzwert ist satt und die Durchzeichnung meistens gut. Der Film ist aber generell sehr dunkel und wurde auch bewusst teilweise mit sehr wenig Licht gedreht, was die dunklen Anteile ohne Details im Hintergrund stark erhöht. An wenigen Stellen kann man Nachzieheffekte entdecken. Der Bildstand ist nicht immer ganz ruhig, aber in Ordnung. Analoge Defekte und Verschmutzungen gibt es nur eine Handvoll und die fallen nicht weiter auf. Nur die Kompression könnte besser sein, macht sie doch durch Unruhen und dezente Blockbildung auf sich aufmerksam. Über die Farbgebung des Transfers liesse sich streiten, da niemand weiss, welche Farbfilter von John Carpenter Höchstselbst favorisiert werden. Die Farbgebung hier ist mehr von einem kühlen Blau geprägt, während die UK und US-DVDs wärmer sind, teilweise mit einem Rotstich.
RezensionTon
Beide Tonspuren bekamen einen Upmix und liegen in Dolby Digital 5.1 vor und unterscheiden sich in vielen Punkten. Es gibt Soundeffekte, die in der deutschen Version auftauchen, im Original aber gar nicht existieren. Oder es werden Geräusche in der DF lauter betont. Die deutsche Synchronfassung klingt oftmals heller, die englische OF dagegen ein wenig tiefer. Über weite Teile wirken beide Fassungen ein wenig frontlastig. Dennoch gibt es viele Gelegenheiten für die Rears sich zu beweisen. Auch der Subwoofer bekommt immer mal wieder etwas zu tun. Beide Tonspuren haben Vor- und Nachteile. Mal klingt die eine räumlicher, mal die andere. In der Synchronfassung kommen die Dialoge aus allen drei Frontboxen, was ziemlich merkwürdig klingt. Insgesamt ist deshalb die englische OF letztendlich ein wenig besser. Sie ist nicht nur oftmals kräftiger und dynamischer, sondern auch vielfach räumlicher und natürlicher. Es gibt optionale deutsche Untertitel.
RezensionBonus
Die Neuauflage bietet neben dem bekannten Bonusmaterial ein neues Extra: Einen deutschsprachigen Audiokommentar von den beiden Filmjournalisten Kai-Oliver Derks und Alexander Büttner, die einen zwar faktenreichen Kommentar abliefern, der aber durchaus mit Fehlern behaftet ist oder redundant daherkommt, wenn man die beiden anderen kennt.
Die anderen Extras besehen aus: Einem Audiokommentar von John Carpenter und Kurt Russell, einem Audiokommentar von Produzentin Debra Hill und Produktionsdesigner Joe Alves, der Featurette Rückkehr zur Klapperschlange (ca. 23 min), der Original Eröffnungsszene (ca. 10 min), zwei Teaser, einem Trailer und Snake Bites (nur Filmausschnitte, ca. 3 min). Dazu gibt es sieben Darstellerinfos in Form von Filmographien. Nur die Audiokommentare, die Featurette und die Eröffnungsszene liegen in Englisch mit optionalen Untertiteln vor. Alles andere nur in Englisch ohne jedwede UTs.
Die originale Eröffnungssequenz hat hier leider keinen Audiokommentar von John Carpenter und Kurt Russell, wie er sich auf den UK und US-DVDs befindet.
Zitat
Auch wenn das Wort überstrapaziert und oftmals auch noch falsch verwendet wird, für diesen Film gilt es sicher zu recht: KULT.
ESCAPE FROM NEW YORK (Originaltitel; USA; 1981) von Regisseur John Carpenter (THE FOG, HALLOWEEN) ist ein Klassiker, der sich bis heute einer grossen Fangemeinde erfreut. Dabei war es ein langer und steiniger Weg zum finalen Film. Das Drehbuch wurde von Carpenter bereits 1974 geschrieben. Und in den Siebzigern und Anfang der Achtziger Jahre war New York ein Moloch an Dreck und Kriminalität, wie Carpenter selbst feststellen konnte. Dieser Zustand inspirierte auch andere Schreiber und erzeugte ein Umfeld für Filme mit härteren Lösungsvorschlägen. Nicht umsonst entstanden in der Zeit Werke wie die DIRTY HARRY mit Clint Eastwood oder die DEATH WISH-Reihe mit Charles Bronson. Carpenters Dystopie trieb den Zustand dabei auf die Spitze und entwickelte ein Konzept, dass die Polizei in einer radikalen Lösung allen Kriminellen den Krieg erklärt und Manhattan einfach zu einer Gefängnis-Insel macht, die abgeriegelt wird. Die eigentliche Handlung ist darin aber beinahe nebensächlich, basiert sie doch nicht zuletzt auf einem MacGuffin, also einem Mittel, das nur als Antrieb für die Handlung dient, selbst aber niemals eine grosse Rolle spielt. Hier ist es das Tonband, über das man aber nie mehr erfährt oder das man nie hört (siehe auch z. B. der Koffer in RONIN oder diverse Bestandteile in Hitchcock-Filmen: Das Geheimnis in THE 39 STEPS, das Lied in THE LADY VANISHES, etc.). Besonderes Glanzstück ist aber zum Schluss das zynische Ende, das die ganze vorherige Aktion herrlich eindrucksvoll ad absurdum führt. Wie so oft bei Carpenter geht es letztendlich auch mehr um „Style over Substance“. Und auch ein anderes Faible kommt hier deutlich durch. ESCAPE ist ein latenter Western, das Lieblingsgenre von Carpenter, dem erklärten Howard Hawks-Bewunderer. ASSAULT ON PRECINCT 13, VAMPIRES und GHOSTS OF MARS sind auch verkappte Western, mal mehr mal weniger offensichtlich. Schliesslich ist gerade ASSAULT ein Quasi-Remake von Howard Hawks RIO BRAVO (1959).
Handwerklich ist ESCAPE natürlich erstklassig in Szene gesetzt worden. Hier stimmt fast alles: Das Setdesign, die Kameraarbeit, der Schnitt und die Musik von Carpenter (zusammen mit Alan Howarth) selbst. Ihnen gelang dieser minimalistische, hypnotische Synthi-Score, der unglaublich atmosphärisch ist und einem sofort ins Ohr geht. Die Filmemacher haben einfach das Beste aus dem bescheidenem Budget von ca. 6 Millionen Dollar geholt. Es war Carpenters damals teuerster Film und trotzdem nach Hollywood-Massstäben ein Low Budget-Film. Mit dem darauf folgenden THE THING und einem 15 Millionen Budget setzt er gleich noch einen drauf.
Carpenter gelang es auch eine interessante Besetzung zusammenzustellen. Wenn Plissken mehr oder weniger freiwillig von Lee Van Cleef, Tom Atkins und Charles Cyphers in die abgeriegelte Stadt geschickt wird, um den US-Präsidenten (Donald Pleasence) zu retten, trifft er dort auf illustre Gestalten wie den Taxifahrer Cabbie (Ernest Borgnine), Maggie (Adrienne Barbeau) und „Brain“ (Harry Dean Stanton), Romero (Frank Doubleday) und natürlich den „Duke“ (Isaac Hayes). Alle sind mit Spielfreude dabei und verleihen dem Film das gewisse Etwas.
Snake Plissken ist ein Prototyp des coolen Typen und eine Paraderolle für Kurt Russell, der sich damit auch von seinem braven und sauberen Disney-Image lösen konnte, denn die Hauptfigur taugt nur als Anti-Held. Er ist ein egoistischer Loner, nichts und niemandem verpflichtet, ausser sich selbst. Er ist wortkarg, höchstens mal ein One-Liner, aber er definiert sich durch seine Attitüde. Ein Mann der Tat. Mit dem TV-Film ELVIS (1979) begann eine lebenslange Freundschaft zwischen Kurt Russell und John Carpenter, aus der insgesamt fünf gemeinsame Arbeiten hervorgingen.
DIE KLAPPERSCHLANGE ist ein dunkler, düsterer Film und das nicht nur weil er fast nur nachts spielt. Seine ganze Inszenierung ist ebenso simpel wie gelungen. Auch wenn Carpenter seinen Ruf mit der Fortsetzung ESCAPE FROM L.A. (Flucht aus L.A., 1996) aufs Spiel setzte, ESCAPE FROM NEW YORK bleibt für sich ein kleines Meisterwerk.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium DVD
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 16 Jahren
Erscheinungsdatum 05.11.2015
Regisseur John Carpenter
Sprache Deutsch, Englisch
EAN 4011976873884
Genre Action
Studio Universal Pictures Customer Service Deutschland/Österreich
Originaltitel Escape from New York
Spieldauer 98 Minuten
Bildformat 16:9 anamorph
Tonformat Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Englisch)
Film (DVD)
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KLASSIKER
von einer Kundin/einem Kunden am 07.04.2010

Dieser Film ist ein wahrer Klassiker und darf in keine DVD-Sammlung fehlen. Um so besser, dass er nun in einer Remastered-Version erscheint. Eine klare Kaufempfehlung daher!

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