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Die Liebhaberinnen

(7)
Auch in diesem Roman der österreichischen Autorin fasziniert das buchstäblich unheimliche Talent, Alltagsgeschichten auf den Grund zu gehen. Welche Entfaltungsmöglichkeiten hat eine Arbeiterin? Sie kann einen Mann heiraten, der ihr den gesellschaftlichen Aufstieg garantiert. Doch wie andere Möglichkeiten, so sind auch sozial attraktive Männer rar, und die attraktivsten sind schon vergeben. So setzt zwischen zwei «Liebhaberinnen» ein Konkurrenzkampf auf Leben und Besserleben ein, der mit Wucht ausgetragen wird.
«Beide ‹Liebhaberinnen› sind die Betrogenen. ‹wenn einer ein schicksal hat, dann ist es ein mann. wenn einer ein schicksal bekommt, dann ist es eine frau.› ... Bestechend an dieser Schriftstellerin ist die Genauigkeit und Schärfe, mit der sie in eine Welt falscher Glücksvorstellungen eindringt.» (Frankfurter Rundschau)
Portrait
Elfriede Jelinek, 1946 geboren, hat für ihr literarisches Werk zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Georg-Büchner-Preis und den Franz-Kafka-Literaturpreis. 2004 wurde ihr der Nobelpreis für Literatur verliehen. Ihr Theaterstück „Winterreise“ (2011) zählt mit bisher über 20 Inszenierungen zu den meistgespielten deutschsprachigen Stücken der letzten Jahre.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 208, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.10.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783644464612
Verlag Rowohlt E-Book
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Die Hasserinnen
von Susanne Haenlein aus Wien am 14.06.2015

Einblicke in alltägliche weibliche Welten auf nicht alltägliche Weise. Die offenbarten Gefühlswelten der Protagonistinnen verwandeln die vor der Lektüre allenfalls vorhandenen vagen Vermutungen über eine mögliche Interpretation des weiblichen Lebenszwecks in Erkenntnisse. Das Nicht-Verständnis zwischen Licht-Liebe und Schatten-Hass wird nachvollziehbar und differenziert gesellschaftliche Unter-Ebenen weiter aus.

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Frauen im Systemzwang - glänzend charakterisiert!
von einer Kundin/einem Kunden am 31.12.2005
Bewertet: Taschenbuch

„Wenn einer ein Schicksal hat, dann ist es ein Mann. Wenn einer ein Schicksal bekommt, dann ist es eine Frau“, dieser Satz umreisst treffend, worum es in diesem Buch geht: Es sind die veralteten, aus Tradition und Vorurteil gewachsenen Genderrollen, in die uns die Gesellschaft hineinzwängt, es ist jener... „Wenn einer ein Schicksal hat, dann ist es ein Mann. Wenn einer ein Schicksal bekommt, dann ist es eine Frau“, dieser Satz umreisst treffend, worum es in diesem Buch geht: Es sind die veralteten, aus Tradition und Vorurteil gewachsenen Genderrollen, in die uns die Gesellschaft hineinzwängt, es ist jener Raster, der über jeden und alle richtet, und der keinen Verstoss gegen seine rigiden Regeln duldet. Es ist die Strukturgewalt, die all jene zermalmt, die sich ihr in den Weg stellen. Erschreckend finde ich die Aktualität der Grundproblematik: 30 Jahre nach Erscheinen dieses Buches sehen sich die Töchter der beschriebenen Mütter-Generation denselben Problemen gegenüber: Gewalt und Unterdrückung ist geblieben, nur die Form hat sich verändert. Elfriede Jelinek, neben Thomas Bernhard die heftigste Kritikerin Österreichs, immer wieder als Nestbeschmutzerin beschimpft, legt in diesem frühen Roman den Grundtenor ihres Schaffens offen. Mit dem Roman „Die Klavierspielerin“ zu Weltruhm gelangt, erhielt sie 2004 den Nobelpreis.

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Eine Offenbarung!
von raubkatzal aus Wien am 02.03.2007
Bewertet: Taschenbuch

Es ist die Geschichte von zwei Mädchen aus einem Milieu, in dem der Entscheidungsfreiheit dauernd unsichtbare Grenzen gesetzt sind. Die Autorin ist, um ihren Stoff zu finden, wie neuerdings so viele aus der Stadt hinaus aufs Land gegangen. Doch im Gegensatz zu anderen Schriftstellern hat sie nicht den archaischen... Es ist die Geschichte von zwei Mädchen aus einem Milieu, in dem der Entscheidungsfreiheit dauernd unsichtbare Grenzen gesetzt sind. Die Autorin ist, um ihren Stoff zu finden, wie neuerdings so viele aus der Stadt hinaus aufs Land gegangen. Doch im Gegensatz zu anderen Schriftstellern hat sie nicht den archaischen Einklang der Menschen mit der Natur entdeckt, auch nicht das harte, einfache Leben der Mägde und Knechte. n einem besonders idyllischen Tal der Steiermark steht eine Fabrik, in der Miederwaren hergestellt werden. Es ist symbolisch, daß in diesem Unfrieden einer entlegenen Region die Produktion eines Zivilisationsguts vonstatten geht, das auf die äußere weibliche Natur im Interesse der Mode Zwang ausübt. Die Fabrik floriert, weil sie die Löhne besonders niedrig halten kann. Welche Entfaltungsmöglichkeiten hat eine Arbeiterin, die Büstenhalter im Akkord näht? Sie kann einen Mann heiraten, der ihr den gesellschaftlichen Aufstieg garantiert. Elfriede Jelinek hat all diese Themen in ein packendes Buch gesteckt, eine feine Struktur geschaffen, die alles miteinander verbindet. Illusionen werden zerstört, die Sprache ist brutal und offen, sie zeigt ganz deutlich, das wir alle eigentlich nur das sehen sehen, was wir sehen wollen.

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