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Die Nacht schweigt

Kriminalroman

(1)

Eine junge Wiener Studentin recherchiert im Burgenland den Mord an fast 200 jüdischen Zwangsarbeitern kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs. Rechnitz ist ein Ort mit einem dunklen Fleck in der Geschichte. Als die Studentin spurlos verschwindet, wird dem Ermittler Hài klar: Einige Verbindungen von damals scheinen noch intakt. Und selbst über 70 Jahre nach dem Massenmord hat jemand ein Interesse daran, dass die Geheimnisse der Vergangenheit verborgen bleiben.

Portrait

Sobo Swobodnik ist aufgewachsen auf der Schwäbischen Alb und absolvierte sein Abitur in Aalen, studierte anschliessend Schauspiel in München und arbeitete als Regisseur an mehreren deutschen Theatern sowie als Rundfunk-Redakteur bei verschiedenen Hörfunkanstalten. Er hat mittlerweile über 25 Bücher veröffentlicht, darunter eine mehrteilige Krimireihe. Dafür erhielt er zahlreiche Preise und Auszeichnungen u. a. den Mimi-Krimi Publikumspreis des deutschen Buchhandels. Als Filmemacher hat er verschiedene Dokumentarfilme fürs Kino gedreht und erhielt hierfür u. a. den Max-Ophüls-Preis für den besten Dokumentarfilm sowie den BR-Publikumspreis beim Filmfest München.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 281
Altersempfehlung ab 16
Erscheinungsdatum 03.02.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8392-1892-1
Reihe Zeitgeschichtliche Kriminalromane im GMEINER-Verlag
Verlag Gmeiner Verlag
Maße (L/B/H) 198/118/25 mm
Gewicht 287
Auflage 2016
Buch (Taschenbuch)
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Grausames Verbrechen
von leseratte1310 am 23.02.2016

Linda Prohaska, eine junge Studentin aus Wien, verschwindet bei Recherchen im Burgenland. Sie wollte mehr über den Mord an fast 200 jüdischen Zwangsarbeitern kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs herausfinden. Die Mutter vermutet ein Verbrechen, doch darauf gibt es keine Hinweise und damit auch keine Ermittlung durch die Polizei.... Linda Prohaska, eine junge Studentin aus Wien, verschwindet bei Recherchen im Burgenland. Sie wollte mehr über den Mord an fast 200 jüdischen Zwangsarbeitern kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs herausfinden. Die Mutter vermutet ein Verbrechen, doch darauf gibt es keine Hinweise und damit auch keine Ermittlung durch die Polizei. Daher wird der Detektiv Hài von der Familie engagiert, um Linda zu finden. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Die Kapitelüberschriften zeigen an, aus welcher Perspektive erzählt wird: Ich, Du, No und Es. Hài berichtet uns seine Sicht in der Ich-Form. Noras Kapitel sind mit „No“ überschrieben. Sie ist Lindas Schwester. Lindas Sicht erfahren wir in der ungewöhnlichen Du-Form und die Vergangenheitsberichte sind mit „Es“ überschrieben. Ich habe mich sehr schwer damit getan, weil ich es sehr verwirrend fand, auch wenn ich mich mit der Zeit daran gewöhnte. Sprachlich war mit einiges einfach zu direkt. Was in der Vergangenheit geschehen ist, wird sehr neutral und sachlich – eben als Bericht – geschrieben. Margit von Batthyány hatte ein Fest für verschiedene Gruppen von Nationalsozialisten veranstaltet, bei dem die Zwangsarbeiter erschossen wurden. Dieses Verbrechen wurde nie aufgeklärt, die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft gezogen und sehr viele der Opfer nicht gefunden. Linda ist eingesperrt in einem dunklen Keller und erfährt durch Umhertasten, dass sie eingemauert ist. Sie weiß, dass sie lebt, solange sie noch atmet. Sie reagiert für mich untypisch, denkt nach und ist ziemlich ruhig. Überhaupt dauert es, bis Spannung aufkommt. Die Charaktere sind mir alle nicht sympathisch, jeder hat seine Probleme. Nora schläft wild durch die Gegend und hängt an Drogen, aber auch Hài holt sich seinen Kick bei den Prostituierten in Wien. Sein Vorgehen ist oft bedenklich. Konstantin unterstellt seiner Schwester, dass sie ihm mit ihrem Verschwinden schaden will. Es geht um grausame historische Fakten, doch die Geschichte Drumherum hat mich nicht überzeugt. Mir fehlte da Tiefe. Aber vielleicht waren auch nur meine Erwartungen zu groß.

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Zu viel Drumherum
von Katrin Roisz aus Wien am 16.02.2016
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Hài ist ein Detektiv aus Deutschland, der vom Anwalt der Familie Prohaska engagiert wird die verschwundene Linda zu finden. Bis auf die Mutter der Familie glaubt eigentlich niemand an ein Verbrechen, daher ermittelt auch die Polizei nicht. Der Bruder der Verschwundenen, Konstantin, ist sich sogar sicher, dass Linda aus... Hài ist ein Detektiv aus Deutschland, der vom Anwalt der Familie Prohaska engagiert wird die verschwundene Linda zu finden. Bis auf die Mutter der Familie glaubt eigentlich niemand an ein Verbrechen, daher ermittelt auch die Polizei nicht. Der Bruder der Verschwundenen, Konstantin, ist sich sogar sicher, dass Linda aus Absicht verschwunden ist um seinen Wahlkampf zu sabotieren. Aufgebaut ist das Buch dabei in vier Ebenen mit unterschiedlichen Erzählperspektiven. Zum einen haben wir die Ebene des „Es“. Hier wird die Geschichte von 1945 neutral erzählt. Ohne großen Gefühle oder anderem Beiwerk erfährt der Leser nach und nach wie sich die Ereignisse damals angeblich zugetragen haben. Dann haben wir die Ebene des „Du“. Hier wird Lindas Geschichte erzählt. Sie ist eingesperrt in einem Keller und ihre Version ist auch in der Du-Form geschrieben, was anfangs sehr gewöhnungsbedürftig ist zu lesen. Die dritte Ebene “Ich“ ist jene von Hài. Dieser Strang ist in der Ich-Form geschrieben, genauso wie der vierte von Nora, „No“, Lindas Schwester. Durch die unterschiedlichen Perspektiven hatte ich anfangs meine Schwierigkeiten in das Buch zu finden. Nach rund 30 Seiten war das aber kein Problem mehr. Der Autor lässt dem Leser Zeit sich mal einzufinden, daher passiert in den ersten Seiten auch nichts nennenswertes, aber dann könnte es eigentlich losgehen mit der Spannung. Leider dauert es bis Seite 80 bis Spannung wirklich aufkommt. Das ist bei einem Buch von nur 280 Seiten einfach zu lang, da muss früher schon Action passieren. Und nun zu meiner Hauptkritik: Anscheinend hat der Autor sehr schnell gemerkt, dass die Story von 1945 einfach keinen ganzen Roman trägt. Daher baut er extrem viel Beiwerk in die Story rein, die ich für störend und teils unnötig fand. Hài zum Beispiel ist ein sexsüchtiger Mann, der sich neben seinen Ermittlungen mit den Prostituierten in Wien vergnügt. Nora ist anscheinend schizophren, die zu ihrer Drogensucht auch noch für jeden Typen die Beine breit macht und der schwule Sohn des Anwalts lebt mit seinem Freund zusammen was dem Papa gar nicht passt. Mir war da einfach zu viel Sexuelles in dem Buch, das irgendwie total unnötig war. Wie Hài die Ermittlungen gegen Ende des Buches führt fand ich auch noch sehr unrealistisch. Das Ende an sich ist dann wieder halbwegs ok. Allerdings hätte ich mir ein Nachwort gewünscht in dem die Fakten von der Fiktion getrennt werden, denn vor allem am Schluss weicht der Autor sehr von den belegbaren Fakten ab.

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