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Die Pest

Roman

(5)
«Camus irrt sich nicht in seinem Roman. Das Drama sind nicht die, die durch die Hintertür zum Friedhof entwischen – und für die die Angst vor der Pest endlich vorbei war –, sondern die Lebenden, die in ihren stickigen Schlafzimmern Blut schwitzten, ohne der belagerten Stadt entfliehen zu können.» (Gabriel García Márquez)
Die Stadt Oran wird von rätselhaften Ereignissen heimgesucht. Die Ratten kommen aus den Kanälen und verenden auf den Strassen. Kurze Zeit später sterben die ersten Menschen an einem heimtückischen Fieber: Die Pest wütet in der Stadt. Oran wird hermetisch abgeriegelt. Ein Entkommen ist nicht möglich. Albert Camus’ erfolgreichster Roman gehört zu den Klassikern der Weltliteratur. In ihm seziert er hellsichtig das menschliche Handeln im Angesicht einer Katastrophe.
Portrait
Am 7. November 1913 wurde Albert Camus in Mondovi/Algerien als Sohn eines elsässischen Landarbeiters und einer Spanierin geboren. 1932 begann er in Algier Philosophie zu studieren. Er erlitt wiederholt Tuberkuloseanfälle. Nach Theatertourneen mit der Truppe von Radio-Alger und dem Ausschluss vom Staatsexamen - aus gesundheitlichen Gründen - gründete er 1937 das "Théâtre de l'Equipe". Als Jornalist prangerte er die kolonialen Ungerechtigkeiten in Algerien an. 1939 meldete er sich als Freiwilliger für den Kriegsdienst, wurde aber aus gesundheitlichen Gründen abgelehnt. 1940 wurde er aus Algerien ausgewiesen und ging als Reporter der Zeitung "Paris-Soir" nach Paris. Noch im gleichen Jahr kehrte er nach Algerien zurück, zog aber 1942 wieder nach Frankreich, wo er der Widerstandsgruppe "Combat" beitrat. 1943 wurde er von "Combat" nach Paris geschickt, wo er als Lektor beim Verlag Gallimard arbeitete. Hier wurde er Mitbegründer der illegalen Zeitung "Combat". 1947 verliess er die inzwischen legale Zeitung, da das Blatt den Besitzer und die politische Linie wechselte. 1957 wurde er Direktor im Pariser Verlag Gallimard und erhielt den Nobelpreis für Literatur für seine "bedeutende literarische Schöpfung, die mit klarsichtigem Ernst die Probleme des menschlichen Gewissens in unserer Zeit beleuchtet". Der Schriftsteller, Dramatiker und Journalist starb am 4. Januar 1960 bei einem Autounfall in der Nähe von La Chapelle Champigny in Frankreich.
Uli Aumüller ist Übersetzerin, Journalistin und Filmemacherin. Seit 1978 übersetzt sie Belletristik, Hörspiele, Drehbücher, Theaterstücke aus dem Französischen und Englischen, u.a. Jean-Paul Sartre, Albert Camus, Milan Kundera und Siri Hustvedt. Für ihre Übersetzungen erhielt sie den Paul-Celan-Preis und den Jane Scatcherd-Preis.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 349
Erscheinungsdatum 01.12.1998
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-22500-0
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 190/140/27 mm
Gewicht 281
Originaltitel La Peste
Auflage 83. Neuübersetzung
Verkaufsrang 10.223
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen


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Wirklich große Literatur
von einer Kundin/einem Kunden am 07.11.2013

Das Buch ist wirklich ein Meisterwerk der Literatur. Ich liebe die Werke von Camus und seine Weltansehung. Ich staune nur immer wieder darüber, dass es Leute gibt, die sowas als Meisterwerk der Literatur - aber als Meisterwerk DEUTSCHER Literatur bezeichnen. Camus stammt aus Algerien und hat in Paris gelebt. Es... Das Buch ist wirklich ein Meisterwerk der Literatur. Ich liebe die Werke von Camus und seine Weltansehung. Ich staune nur immer wieder darüber, dass es Leute gibt, die sowas als Meisterwerk der Literatur - aber als Meisterwerk DEUTSCHER Literatur bezeichnen. Camus stammt aus Algerien und hat in Paris gelebt. Es handelt sich um französische Weltliteratur!

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Ein Meisterwerk!
von einer Kundin/einem Kunden am 30.09.2013

Ich habe dieses Buch nach vielen Jahren wieder gelesen und finde es genauso aktuell wie damals. Es ist eine zeitlose Parabel auf das menschenliche Handeln in extremen Situationen.

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Sisyphos oder der Umgang mit Leid und Bösartigkeit
von Hartmut Zimmer aus Alzenau am 01.01.2011

Albert Camus ruft auf zur täglichen Pflichterfüllung: Einem Arzt gleich, der niemals die Gewissheit hat, den von ihm so sehr angestrebten Heilungserfolg zu erzielen, der mit einem ihn unendlich erschöpfenden Streben nach Linderung, mit seinem guten Willen, häufig mit seinem bloßen Bemühen zufrieden sein muss. Pflichtbewusst wie Sisyphos täglich bemüht, seinen... Albert Camus ruft auf zur täglichen Pflichterfüllung: Einem Arzt gleich, der niemals die Gewissheit hat, den von ihm so sehr angestrebten Heilungserfolg zu erzielen, der mit einem ihn unendlich erschöpfenden Streben nach Linderung, mit seinem guten Willen, häufig mit seinem bloßen Bemühen zufrieden sein muss. Pflichtbewusst wie Sisyphos täglich bemüht, seinen Stein nach oben zu rollen, wissend, dass er wieder hinabstürzen wird. Im Angesicht einer unentrinnbar, wie Camus sagen würde, von Leid und Bösartigkeit "verpesteten" menschlichen Existenz.

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Lebensanschauungen
von Stefanie Strachotta aus Berlin am 15.09.2010

Sehr anschaulich geschildert, mit Ekeleffekten und auch ohne das Wissen über den Hintergrund des Existenzialismus' ein spannender Roman. Ein tolles Werk, das auch gerade durch seine Dialoge besticht.

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Der schwarze Tod
von Sophie Bergmann aus St.Johann am 24.07.2009

Camus erzählt hier eine Geschichte, die äusserst präzise auf die menschliche Uneinsicht und Gleichgültigkeit unangenehmen Themen gegenüber eingeht. Die Handlung trägt sich in einer kleinen französischen Stadt an der algerischen Küste zu. Zu Beginn kommt es immer häufiger zu Begegnungen zwischen Menschen und Ratten... toten Ratten... immer mehr und... Camus erzählt hier eine Geschichte, die äusserst präzise auf die menschliche Uneinsicht und Gleichgültigkeit unangenehmen Themen gegenüber eingeht. Die Handlung trägt sich in einer kleinen französischen Stadt an der algerischen Küste zu. Zu Beginn kommt es immer häufiger zu Begegnungen zwischen Menschen und Ratten... toten Ratten... immer mehr und mehr tote Ratten häufen sich, in der Hitze stinkend auf den Straßen. Die Stadtbewohner glauben jedoch an eine einfache Rattenseuche, die einzig und allein die Tiere dahinrafft. Auch als unter anderem der Arzt den Gedanken an die Pest aufbringt, ziehen die Leute dies nicht in Erwägung, ja sind zum Teil sogar empört. Dann überschlagen sich die Ereignisse und die ersten Menschen erliegen der tödlichen, längst in der Stadt wütenden Krankheit... die Stadt wird hermetisch abgeriegelt.... niemand darf sie verlassen... oder sie betreten.

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von Michaela Gehrke aus Essen am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

In einer nordafrikanischen Stadt bricht die Pest aus, und Camus stellt die Fragen nach Solidarität, Terror, Bürokratie und dem Absurden in Zeiten der Not.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
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Gutes Buch :)

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein essentielles Buch über die menschliche Natur. Wie hätte man selbst gehandelt? Camus Stimmung kann man sich nicht entziehen.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Das wohl wichtigste Werk Camus'. Behandelt die Eigendynamik, die sich entwickelt, wenn Menschen in Extremsituationen kommen. Beeindruckend und nachdenklich stimmend.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Alle dachten, dass die Pest ausgerottet sei. Bis ein Städtchen in Frankreich von genau jener heimgesucht wird. Sie wird abgesperrt. Psychologisch, literarisch und beschreibend.

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Einzigartig und intensiv!
von einer Kundin/einem Kunden am 28.02.2012
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Die nordafrikanische Stadt Oran wird von der Pest heimgesucht, und daraufhin auf Anweisung der Regierung hermetisch von der Außenwelt abgeriegelt. Währenddessen arbeiten der Arzt Bernhard Rieux und andere unermüdlich daran die Pest zu bekämpfen. Wie reagieren die Menschen auf das Eingesperrtsein, wie gehen sie mit dem Verlust von Kontakten um... Die nordafrikanische Stadt Oran wird von der Pest heimgesucht, und daraufhin auf Anweisung der Regierung hermetisch von der Außenwelt abgeriegelt. Währenddessen arbeiten der Arzt Bernhard Rieux und andere unermüdlich daran die Pest zu bekämpfen. Wie reagieren die Menschen auf das Eingesperrtsein, wie gehen sie mit dem Verlust von Kontakten um und wie leben sie angesichts einer tödlichen Bedrohung ? All das wird in dem Roman beschrieben, in einem eher emotionslosen und reportagehaften Stil, der die Wirkung der Geschichte noch verstärkt. Ein sehr beeindruckendes Buch !

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