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Die Reise des Elefanten

Roman. Aus d. Portugies. v. Marianne Gareis

(2)
Nach einer wahren Geschichte


Elefant Salomon ist als Besitz von Johann III. von Portugal nur noch gelitten. Das exotische Tier aus den fernen Kolonien fristet ein trostloses Dasein, bis die Königin auf die Idee kommt, ihn ihrem Vetter, dem Grossherzog Maximilian aus Wien, zum Geschenk zu machen. Mit einem grossen Tross wird Salomon samt seinem Mahut auf eine abenteuerliche Reise geschickt, an deren Ende die eindrucksvolle Überquerung der italienischen Alpen steht ...



Portrait
José Saramago, geboren am 16. November 1922 in Azinhaga in der portugiesischen Provinz Ribatejo, entstammt einer Landarbeiterfamilie. Nach dem Besuch des Gymnasiums arbeitete er als Maschinenschlosser, technischer Zeichner und Angestellter. Später war er Mitarbeiter eines Verlags und Journalist bei verschiedenen Lissabonner Tageszeitungen. Ab 1966 widmete er sich verstärkt der Schriftstellerei. Während der Salazar- Diktatur gehörte er zur Opposition. Der Romancier, Erzähler, Lyriker, Dramatiker und Essayist erhielt 1998 den Nobelpreis für Literatur. Er starb am 18. Juni 2010 auf Lanzarote.
Marianne Gareis, geboren 1957 in Illertissen, lebt als Übersetzerin, u. a. von José Saramago, in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 250
Erscheinungsdatum 09.01.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-74287-5
Verlag btb
Maße (L/B/H) 185/118/20 mm
Gewicht 221
Originaltitel El viagem do elefante
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen


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Reise quer durch Europa
von einer Kundin/einem Kunden am 16.05.2012

Portugal im 16.Jahrhundert: König Johann ist der stolze Besitzer eines indischen Elefanten mit Namen Salomon. Leider hat der Monarch in letzter Zeit zunehmend das Interesse an seinem exotischen Haustier verloren. Da kommt ihm die Idee, das Tier Großherzog Maximilian von Österreich zum Geschenk zu machen. Und so begibt sich... Portugal im 16.Jahrhundert: König Johann ist der stolze Besitzer eines indischen Elefanten mit Namen Salomon. Leider hat der Monarch in letzter Zeit zunehmend das Interesse an seinem exotischen Haustier verloren. Da kommt ihm die Idee, das Tier Großherzog Maximilian von Österreich zum Geschenk zu machen. Und so begibt sich der Elefant nebst seinem indischen Mahut, einer ganzen Kompanie Soldaten und anderen Begleitpersonen zu Fuß auf die Reise von Portugal nach Wien. Das ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Der Nobelpreisträger Saramago erzählt seinen Roman, der auf einer wahren Begebenheit beruht, mit großer Sprachfertigkeit und Ironie und schickt seinen Leser auf eine interessante und abenteuerliche Reise quer durch Europa.

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Die Reise des Elefanten
von einer Kundin/einem Kunden am 15.01.2012

Inspiriert durch eine Holzschnitzerei in einem Café, entstand dieser Roman. Saramagos Stilmittel sind lange Sätze und das einzige was dieser Autor kennt, sind Kommas. Absolut alles wird mit Kommas getrennt. Egal ob es sich um wörtliche Rede handelt oder nicht. Dies hat mich sehr viel Kraft gekostet beim Lesen.... Inspiriert durch eine Holzschnitzerei in einem Café, entstand dieser Roman. Saramagos Stilmittel sind lange Sätze und das einzige was dieser Autor kennt, sind Kommas. Absolut alles wird mit Kommas getrennt. Egal ob es sich um wörtliche Rede handelt oder nicht. Dies hat mich sehr viel Kraft gekostet beim Lesen. Das gebe ich zu. Es handelt sich um die historisch hinterlegte Reise eines Elefanten von Portugal nach Österreich. Wer Jose Saramago kennt, wird es lieben.

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Mahut Fritz
von NiWa aus Euratsfeld am 04.03.2016
Bewertetes Format: Format: eBook (ePUB)

Es ist die wahre Geschichte eines Elefanten, der sich im Jahr 1551 als Hochzeitsgeschenk auf den Weg von Lissabon nach Wien gemacht hat. Amüsant, süffisant und meisterhaft erzählt José Saramago davon, wie Mahut Fritz auszog, um Elefant Salomon nach Wien zu überführen. In diesem Buch habe ich ein wahres Kleinod... Es ist die wahre Geschichte eines Elefanten, der sich im Jahr 1551 als Hochzeitsgeschenk auf den Weg von Lissabon nach Wien gemacht hat. Amüsant, süffisant und meisterhaft erzählt José Saramago davon, wie Mahut Fritz auszog, um Elefant Salomon nach Wien zu überführen. In diesem Buch habe ich ein wahres Kleinod entdeckt. Ich habe nie zuvor davon gehört, dass dem Erzherzog von Österreich einst ein Elefant zur Hochzeit geschenkt wurde. Wenn man bedenkt, dass dies im Jahr 1551 war und so ein Elefant gar nicht so einfach zu überführen ist, war ich auf eine besondere Geschichte gespannt. Der Elefant - ich nenne ihn jetzt beim Namen - Salomon bzw. Soliman wurde vom portugiesischen Königspaar an den Erzherzog verschenkt. Wahrscheinlich deshalb, weil sie ihn schon 2 Jahre ihr eigen nannten, aber kaum mehr Interesse an ihn hatten. Ein Elefant ist gut und schön, doch wer einen Elefanten hat, braucht den passenden Mahut dazu. Der Mahut ist sozusagen der Tierpfleger, der die Bedürfnisse seines Schützlings kennt und weiß, was er ihm zumuten kann. Obwohl dieser Mahut eigentlich ein Inder namens Subhro ist, wird er im Lauf der Geschichte Fritz genannt. Den Grund dafür, den muss man schon selbst erfahren. So machen sich Fritz und Salomon auf den Weg nach Österreich und haben es mit vielen Herausforderungen zutun. Einmal ist es die Wüste, dann sind es die Alpen, und auch das Meer müssen sie in einem Schiff überqueren. Da ist es nur gut zu wissen, dass sie von Ochsenkarren und einer Militäreskorte begleitet werden, die leider kaum mit Elefanten umzugehen weiß. Sicher kann man sich vorstellen, dass so ein Elefant zur damaligen Zeit ein außergewöhnliches Lebewesen war und die meisten Menschen keine Ahnung davon hatten. So säumen herrlich amüsante Begebenheiten den Weg von Lissabon nach Wien. Manche treten dem fremden Wesen mutig entgegen, andere verstecken sich lieber in ihren Häusern und manch christlicher Würdenträger versucht sogar, dem Dickhäuter den Teufel auszutreiben oder ihn zu göttlichen Wundern zu bewegen. Die Besonderheit der Geschichte wird von Saramagos außergewöhnlichem Schreibstil umrahmt. Ironisch, spitzzüngig und stets heiter, erzählt er von Mahut Fritz und dem Elefanten Soliman, immer darauf bedacht, dem Leser ein Schmunzeln auf die Lippen zu zaubern: ? ? schließlich waren sie erbitterte Verfechter einer Regel, die so alt ist wie der Dom von Braga und besagt, dass es für jede Sache einen festen Platz geben muss, damit jede Sache ihren Platz hat, auf dem sie dann verleiben kann. Als Grundprinzip einer effizienten häuslichen Ordnung mag das ja durchaus löblich sein, schlimm wird es nur, wenn man Menschen auf dieselbe Art in Schubladen steckt.? (S. 115) Ich habe Soliman und Fritz gerne auf ihrer langen Reise von Lissabon nach Wien begleitet und war sehr überrascht, dass dieses außergewöhnliche Paar 1551 sogar einen Zwischenstopp in meiner Heimatstadt gemacht hat. Es ist die Geschichte eines extravaganten Hochzeitsgeschenks und der wohl ungewöhnlichsten Überführung im 16. Jahrhundert, die José Saramago auf meisterhafte Weise erzählt, und mir bestimmt in guter Erinnerung bleiben wird.

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Elefant sein in Wien, das ist schon was!
von einer Kundin/einem Kunden am 19.08.2011
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Im 16. Jahrhundert, da begab es sich, dass ein Elefant auf spektakuläre Weise, über Land und See, und über alle möglichen Hindernisse hinweg, die Reise von Lissabon nach Wien antrat. Begleitet von seinem findigen Mahut, so wird der Elefantenführer genannt, erleben die Beiden - wenn man dem Autor Glauben... Im 16. Jahrhundert, da begab es sich, dass ein Elefant auf spektakuläre Weise, über Land und See, und über alle möglichen Hindernisse hinweg, die Reise von Lissabon nach Wien antrat. Begleitet von seinem findigen Mahut, so wird der Elefantenführer genannt, erleben die Beiden - wenn man dem Autor Glauben schenken darf, und dagegen spricht nicht viel - ein Abenteuer der Luxussonderklasse. Sprachgewaltig, mit einer Aura von Schelmenhaftigkeit versehen, verknüpft Saramago in seinem Roman Realität und Fiktion. Mehr als unterhaltsame Historie, genussvoller Zeitvertreib!

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Das letzte Meisterwerk des Nobelpreisträgers
von Helga Rom aus Innsbruck am 27.07.2010
Bewertetes Format: Einband: Kunststoff-Einband

Vor fast 500 Jahren wird ein indischer Elefant von Portugal nach Wien geschickt. Kein leichtes Unterfangen zur damaligen Zeit und ein Großereignis für die Zeitgenossen, für die ein Elefant etwas komplett Unbekanntes war. Doch dieser Elefant bewegt sich, wie die gesamte Erzählung, leichtfüßig und elegant. Saramago fabuliert meisterhaft über... Vor fast 500 Jahren wird ein indischer Elefant von Portugal nach Wien geschickt. Kein leichtes Unterfangen zur damaligen Zeit und ein Großereignis für die Zeitgenossen, für die ein Elefant etwas komplett Unbekanntes war. Doch dieser Elefant bewegt sich, wie die gesamte Erzählung, leichtfüßig und elegant. Saramago fabuliert meisterhaft über Kultur, Landschaft und Zwischenmenschliches. Die Leserin begleitet den Elefanten, dessen gewitzten Mahut und den gesamten Tross von Portugal nach Spanien, durch Italien über den Brenner bis Innsbruck, Linz und schließlich Wien. Saramago würzt die Reise mit reichlich Spott auf die damalige und die heutige Gesellschaft und schenkt dazu leicht verdauliche, aber fundierte Geschichtskenntnisse ein. Ein Buch, das ich allen empfehlen möchte, die gehobene Unterhaltung lieben und die spitze Zunge des Nobelpreisträgers mögen. Wie schade, dass dies das letzte Buch Saramagos ist!

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"Statt unserer Stärken verkörpern wir in zunehmendem Maße die uns eigenen Schwächen"
von Sabrina Wallant aus Erlangen am 01.07.2010
Bewertetes Format: Einband: Kunststoff-Einband

Treffender als mit diesem Zitat kann man Saramagos Bücher kaum beschreiben. Dieses erzählt die traurige und wahre Geschichte eines Elefanten, der mehr als Statussymbol denn als lebendiges Wesen von seiner Umgebung wahrgenommen wird. Geschickt vermischen sich Witz und Ernst, wirklich eine sehr gutes Buch!

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Schade, dass dies der letzte Roman Saramago's ist
von einer Kundin/einem Kunden am 28.06.2010
Bewertetes Format: Einband: Kunststoff-Einband

Ein schön geschriebener Roman, der einem sehr viel Wärme zwischen dem Elefanten Salomon und seinem Mahur schildert. Man erlebt die geistreiche Art des Mahuts, wie er den Weg für sich und den Elefanten meistert. Unterwegs spiegelt Saramago nicht nur die Eigenheiten und Vorlieben des Elefanten, sondern auch die der... Ein schön geschriebener Roman, der einem sehr viel Wärme zwischen dem Elefanten Salomon und seinem Mahur schildert. Man erlebt die geistreiche Art des Mahuts, wie er den Weg für sich und den Elefanten meistert. Unterwegs spiegelt Saramago nicht nur die Eigenheiten und Vorlieben des Elefanten, sondern auch die der Menschen und der Gesellschaft um ihn. Saramago's Schreibweise vermittelt einem viel Witz und Ruhe. Es hat sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen.

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Schelmenroman
von einer Kundin/einem Kunden am 28.09.2010
Bewertetes Format: Einband: Kunststoff-Einband

Anfangs sprachlich etwas gewöhnungsbedürftig (Saramago hat seine eigene Sichtweise auf Punkt, Komma und gesprochene Rede), umfängt die Geschichte auf ganz eigene Art und Weise den Leser. Irgendwie meint man immer ein verschmitztes Lächeln des Autors zu spüren, wenn er von der Reise des Elefanten, einem Geschenk des portugiesischen Königs... Anfangs sprachlich etwas gewöhnungsbedürftig (Saramago hat seine eigene Sichtweise auf Punkt, Komma und gesprochene Rede), umfängt die Geschichte auf ganz eigene Art und Weise den Leser. Irgendwie meint man immer ein verschmitztes Lächeln des Autors zu spüren, wenn er von der Reise des Elefanten, einem Geschenk des portugiesischen Königs an den österreichischen Erzherzog, erzählt. Man kann kaum sagen, dass Saramago irgendeine seiner Figuren vorführt, irgendwie hat das, was sie tun, eine wohlberechtigten Grund. Denn Saramago lässt uns immer die zwei Seiten der Medaille betrachten: Die Seite dessen, der etwas tut und die Seite dessen, der es dann ertragen muss. Und so schafft er es menschliche, bürokratische, monarchische, religöse Verhaltensweisen unter die Lupe zu nehmen. Lesenswert.

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Ein modernes Märchen
von einer Kundin/einem Kunden am 09.07.2010
Bewertetes Format: Einband: Kunststoff-Einband

José Saramago beweist in seinem letzten Roman ein großes Talent als Geschichtenerzähler und zieht seine Leser in einen Bann, ähnlich wie Rafik Schami es mit seinen Büchern vermag. Gespickt mit feinsinnigem Humor nimmt er uns als Erzähler mit auf die Reise des Elefanten Salomon. Dieser ist ein Geschenk des Königs... José Saramago beweist in seinem letzten Roman ein großes Talent als Geschichtenerzähler und zieht seine Leser in einen Bann, ähnlich wie Rafik Schami es mit seinen Büchern vermag. Gespickt mit feinsinnigem Humor nimmt er uns als Erzähler mit auf die Reise des Elefanten Salomon. Dieser ist ein Geschenk des Königs von Portugal an den Großherzog von Wien und macht sich nun, gefolgt von einer Heerschar von Männern, auf eben diese Reise. Die Sympathien des Lesers gelten in erster Linie dem Elefanten Salomon und seinem indischen Mahut, der ein sensibles Sprachrohr für die Gefühle des Elefanten ist, und alle Menschen die ihnen auf der langen Reise begegnen für sich einzunehmen weiß. Und auch die Umbenennung seines Namens durch den Großherzog in "Fritz"(da sein indischer Name so schwer zu merken und auszusprechen ist) nimmt er gelassen hin, denn früher oder später wird schon alles einen Sinn ergeben...

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Man muss es mögen!
von Petra Baumgartner aus Basel am 23.11.2010
Bewertetes Format: Einband: Kunststoff-Einband

Saramago schreibt sehr eigenwillig und nicht immer einfach. Die Sätze sind gewöhnungsbedürftig, hat man aber einmal den Bogen raus, ist es ein sehr spannendes Buch.Die Geschichte passt mit dem historischen Hintergrund wunderbar zusammen.

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