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Die rote Couch

Roman

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Ernest Lash, ein junger Psychoanalytiker aus San Francisco, glaubt an die Wirksamkeit seines Tuns, ist aber andererseits davon überzeugt, dass die klassischen Therapien dringend einer Erneuerung bedürfen. Eines Tages beauftragt ihn die Ethikkommission seines Fachbereichs mit der Untersuchung eines prekären Falls: Er soll die Arbeitsweise eines älteren, sehr berühmten Kollegen namens Seymour Trotter überprüfen, der angeklagt ist, ein Verhältnis mit einer vierzig Jahre jüngeren Patientin gehabt zu haben. Trotter beharrt darauf, dass Sex das einzige Mittel gewesen sei, um die junge Frau vor ihrem selbstzerstörerischen Verhalten zu retten. Zunächst ist Ernest entrüstet. Doch je mehr er sich mit der Sache beschäftigt, desto mehr fasziniert ihn die Idee, jedem Patienten bzw. jeder Patientin eine fallspezifische Behandlung zuteil werden zu lassen.



Portrait
Irvin D. Yalom wurde 1931 als Sohn russischer Einwanderer in Washington, D.C. geboren. Er gilt als einer der einflussreichsten Psychoanalytiker in den USA und ist vielfach ausgezeichnet. Seine Fachbücher gelten als Klassiker. Seine Romane wurden international zu Bestsellern und zeigen, dass die Psychoanalyse Stoff für die schönsten und aufregendsten Geschichten bietet, wenn man sie nur zu erzählen weiss.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 544
Erscheinungsdatum 01.10.1998
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-72330-0
Verlag btb
Maße (L/B/H) 190/123/39 mm
Gewicht 432
Originaltitel Lying on the Couch, dtsch. Ausgabe
Verkaufsrang 1.595
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen


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Psychiater sind auch nur Menschen
von Ariane Schalk aus Innsbruck am 22.01.2011

Ernest, ein Psychiater der versucht eine neue Form der Therapie zu begründen, basierend auf absoluter Ehrlichkeit seinen Patienten gegenüber. Sein Kollege und guter Freund Paul, der sich entschließt in absoluter Einsamkeit zu leben. Und ein erfolgreicher Psychiater, seines Zeichens Supervisor von Ernest, der sich schon auf dem Olymp der... Ernest, ein Psychiater der versucht eine neue Form der Therapie zu begründen, basierend auf absoluter Ehrlichkeit seinen Patienten gegenüber. Sein Kollege und guter Freund Paul, der sich entschließt in absoluter Einsamkeit zu leben. Und ein erfolgreicher Psychiater, seines Zeichens Supervisor von Ernest, der sich schon auf dem Olymp der Psychoanalyse sieht. Leider haben diese drei ihre Pläne gemacht, ohne mit sturen, berechnenden und bösartigen Patienten zu rechnen. Sie werden alle immer wieder aufs Neue mit Menschen und Situationen konfrontiert, die sie dazu zwingen ihre Sichtweise zu ändern und auch ihre Methoden. Je mehr sie sich dagegen wehren, desto schwerer wird es für sie. Und entgegen ihrer Ansichten über die Psychoanalyse, können auch sie viel von ihren Patienten lernen. Die Rote Couch ist ein Buch das sich nicht kurz und bündig zusammenfassen lässt, da es zu viele verstrickte Beziehungen und vielschichtige Persönlichkeiten enthält. Diese verstrickten, vielschichtigen Perspektiven machen es allerdings zu einem spannenden Buch das Einblicke in die Tiefen der menschlichen Psyche gewährt. Einsichten die das landläufige Bild einer Beziehung zwischen Patient und Psychiater in ein anderes Licht rückt. Es ist auf jeden Fall ein empfehlenswertes Buch, das zu lesen es sich wirklich lohnt. Vor allem, wenn man ein gewisses Interesse an Psychoanalyse hat.

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Fantastisches Leseerlebnis
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 04.07.2005

Eines der besten Bücher, die ich jemals gelesen habe. Selten eine so gelungene Mischung aus therpeutischem Fachwissen und literarischem Können gesehen. Absolut empfehlenswert !!!

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Ich bin sehr zwiegespalten bezüglich einer Bewertung
von Katja Kaygin aus Hamburg / Oberhausen am 25.11.2007

Meiner Meinung nach fing das Buch ganz phantastisch an. Der Prolog, in dem der Protagonist des Romans Dr. Ernest Lash, Psychoanalytiker aus San Francisco, seinen älteren Kollegen Dr. Seymor Trotter für die Ethikkommission seines Fachbereiches über die Arbeitsweise Dr. Trotters ausfragen soll, ist absolut brilliant geschrieben und machte Lust... Meiner Meinung nach fing das Buch ganz phantastisch an. Der Prolog, in dem der Protagonist des Romans Dr. Ernest Lash, Psychoanalytiker aus San Francisco, seinen älteren Kollegen Dr. Seymor Trotter für die Ethikkommission seines Fachbereiches über die Arbeitsweise Dr. Trotters ausfragen soll, ist absolut brilliant geschrieben und machte Lust darauf, mehr zu erfahren. Trotter ist angeklagt, ein Verhältnis mit einer vierzig Jahre jüngeren Patientin gehabt zu haben, wobei dieser darauf besteht, dass eine sexuelle Beziehung zwischen den beiden das einzige Mittel gewesen sei, um die Frau, eine Borderlinerin, vor ihrem selbstzerstörerischen Handeln zu bewahren. Was Ernest aus diesem Gespräch mit nimmt, ist die Idee, zukünftig mit jedem Patienten absolut ehrlich umzugehen. Die erste Patientin, auf die Ernest trifft und die quasi sein Experiment sein soll, ist Carol. Eine Anwältin, die erfahren hat, dass ihr Ehemann, der sie für eine andere, viel jüngere Frau verlassen hat, bei Ernest in Therapie war und den sie für das Handeln ihres Mannes verantwortlich macht. Von schweren Rachegefühlen gegenüber Ernest gebeutelt, der ihren Mann so dermaßen aufgewiegelt hat, nimmt sie eine Therapie bei Ernest auf, mit dem Ziel, ihn zu verführen und ihm wegen sexueller Belästigung seine Zulassung zu entziehen.... Soweit so gut, die ersten 184 Seiten sind wirklich spannend und die Erotik in den Gesprächen zwischen Carol und dem „armen“ Ernest, der sich wirklich wacker schlägt, ist zum Greifen nah. Aber dann plötzlich hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte kippt und plötzlich nicht mehr Ernest und Carol die Protagonisten sind, sondern Marshal Streider, der Supervisor von Ernest, und sein Klient namens Mr. Macondo. Auch der Teil, in dem Marshal vor der Kommission spricht und einen Kollegen für sein Verhalten verurteilt, war mir viel zu langatmig. Ich mußte mich wirklich zwingen, weiter zu lesen. Immer in der Hoffnung, ich würde bald wieder etwas über Ernest und Carol lesen. Damit von der Geschichte nicht zu viel verraten wird, möchte ich mich hier mit weiteren detaillierteren Kommentaren zurück halten, aber die Geschichte zwischen Ernest und Carol verliert sich irgendwann mehr und mehr im Hintergrund. Ich hätte es gerne gesehen, dass die beiden ihre Therapie etwas mehr auskosten, die Spannung noch höher steigt, Carol nur wirklich sehr langsam von ihren Rachegelüsten befreit wird. Letzteres ging mir einfach zu schnell für den hohen Erregungsgrad bezüglich ihrer Rachegefühle, die sich bei ihr aufgebaut hatten. Auch wirkte das Ende der Geschichte, welche sich dann zwischen Carol und Marshal abspielte, auf mich völlig unglaubwürdig. Hier wurden die Rollen plötzlich völlig vertauscht und das wirkte absolut nicht authentisch auf mich. Davon abgesehen bietet das Buch dem Leser bzw. der Leserin, der oder die sich zugegebenermaßen schon für die Psychoanalyse interessieren sollte, da dieses Buch stark therapielastig ist, viele witzige, ironische und interessante Themen. Am Anfang beginnt das Buch unglaublich spannend, aber der Mittelteil, als auch das Ende haben mich nicht wirklich gepackt, daher gibt es nur 3 Sterne von mir.

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