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Die Schuld der anderen

Roman

(7)
Ein paar Zeilen, mehr hat der Journalist Marc Rappaport einem siebenundzwanzig Jahre zurückliegenden Mord, der jetzt durch DNA-Abgleich gelöst sein soll, eigentlich nicht zugedacht. Und doch will er mehr über die Geschichte der jungen Frau erfahren, die mit achtzehn aus der stickigen Enge ihrer französischen Industriekleinstadt nach Paris floh, um zu studieren, und dort in die Prostitution schlitterte. Dabei stösst er auf einen Skandal von schockierendem Ausmass, der die unlösbaren Verstrickungen von Wirtschaft, Geld und Politik durchscheinen lässt. Was als klassische Ermittlungsgeschichte beginnt, entpuppt sich bald als ein atmosphärisch dichter und mit souveräner Leichtigkeit erzählter Gesellschaftsroman über ein ganzes Land und unsere Gegenwart.
„Mit grossem Gespür taucht Gila Lustiger ein in die Abgründe der französischen Gesellschaft und deckt schonungslos die bleibend brüchigen Seiten des Landes auf. Gelungen ist ihr das mit Stil, Eleganz und einer dichten Sprache.“
NDR Kultur
Rezension
"Ein ungeheuer intelligentes und spannendes Buch, das die französischen Verhältnisse der jüngeren Vergangenheit offenlegt. [...]. Ein echter Literaturdiamant, der durch seine vielen Facetten unglaublich viele Perspektiven des französischen Lebens und vieles, was in Frankreich vor sich geht, verständlich macht und zudem echte Spannung erzeugt.", Eschborner Zeitung, Stephan Schwammel, 01.02.2016
Portrait
Gila Lustiger wurde 1963 in Frankfurt am Main geboren. Sie studierte Germanistik und Komparatistik an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Seit 1987 lebt sie als freie Autorin in Paris. Ihr erster Roman, »Die Bestandsaufnahme«, erschien 1995, dann 1997 »Aus einer schönen Welt«. Mit »So sind wir «(2005), einem Familienroman über die Geschichte der europäischen Juden, stand sie 2005 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. 2011 erschien ihr Roman »Woran denkst Du jetzt«, 2015 ihr hellsichtiger und vielgelobter Gesellschaftsroman »Die Schuld der anderen«, der wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste stand, und Anfang 2016 ihr preisausgezeichneter Essay »Erschütterung«, in dem sie sich mit den Gründen und Folgen der Terrorattentate in Frankreich auseinandersetzt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 496
Erscheinungsdatum 19.01.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8270-1227-2
Verlag Berlin Verlag
Maße (L/B/H) 211/118/38 mm
Gewicht 552
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Kundenbewertungen


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Abgründe der ehrenwerten Gesellschaft
von einer Kundin/einem Kunden am 25.08.2015

Wahrscheinlich gibt es das alles nicht nur in Frankreich. Bestechung, Nepatismus, Profitgier und masslose Rücksichtslolsigkeit. Die Gesundheit der Arbeiter, keinen Pfennig wert, das Geld regiert. Es wird sogar gemordet in dieser ehrenwerten Geld- und Politik-Gesellschaft. Spannend bis zum Schluss gelingt es Gila Lustinger die agierenden Akteure wirken zu... Wahrscheinlich gibt es das alles nicht nur in Frankreich. Bestechung, Nepatismus, Profitgier und masslose Rücksichtslolsigkeit. Die Gesundheit der Arbeiter, keinen Pfennig wert, das Geld regiert. Es wird sogar gemordet in dieser ehrenwerten Geld- und Politik-Gesellschaft. Spannend bis zum Schluss gelingt es Gila Lustinger die agierenden Akteure wirken zu lassen. Ein Journalist, der sich nicht zufrieden gibt mit oberflächlicher Berichterstattung, einer der wirklich recherchiert, sich auch verrent zwischendurch, aber nicht locker lässt bis er zur Wahrheit vordringt. Solchen Journalismus würde man sich wünschen, auch hierzulande. Ein wirklich empfehlenswertes Buch zum Nachdenken.

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Spannender Gesellschaftsroman aus Frankreich. Absolut lesenwert.
von einer Kundin/einem Kunden am 31.03.2015

Marc Rappaport lebt in Paris. Sein Großvater führte ein großes Geschäftsimperium, Marc hält sich aus den aktuellen Geschäften heraus uns macht sein eigenes Ding als kritischer und erfolgreicher Journalist mit vielen Freiheiten. Die Meldung über einen Mord der nach 27 Jahren aufgeklärt wurde, lässt ihn nicht... Marc Rappaport lebt in Paris. Sein Großvater führte ein großes Geschäftsimperium, Marc hält sich aus den aktuellen Geschäften heraus uns macht sein eigenes Ding als kritischer und erfolgreicher Journalist mit vielen Freiheiten. Die Meldung über einen Mord der nach 27 Jahren aufgeklärt wurde, lässt ihn nicht mehr los. Der angebliche Täter kommt ihm "falsch" vor. Er stochert in der Vergangenheit des Opfers und angeblichen Täters, findet Verbindungen und einen immensen Skandal. Gila Lustiger ist hier ein absolut spannender Roman über die französische Gesellschaft und ihre Verstrickungen gelungen. Gut recherchiert und vielschichtig.

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Gelungener Roman
von -Marley- aus Titz am 07.03.2015

Ein Roman, der uns einen Blick auf die französische Gesellschaft gewehrt. Eine Autorin, deren gute Recherchen einfach nur überzeugen und Charaktere, die authentischer und interessanter nicht sein könnten. Zusammen ergibt es ein tolles, informatives Buch, das mich am Ende sprachlos zurück gelassen hat. Gila Lustiger hat einen Schreibstil bei dem... Ein Roman, der uns einen Blick auf die französische Gesellschaft gewehrt. Eine Autorin, deren gute Recherchen einfach nur überzeugen und Charaktere, die authentischer und interessanter nicht sein könnten. Zusammen ergibt es ein tolles, informatives Buch, das mich am Ende sprachlos zurück gelassen hat. Gila Lustiger hat einen Schreibstil bei dem es trotz der vielen Informationen nicht langweilig wird, außerdem erklärt sie selbst die komplexeren Passagen wunderbar, sodass keine Verständnisprobleme aufkommen. Besonders positiv ist mir auch die Schilderung der Umgebung, der Orte aufgefallen sowie die Gabe der Autorin dem Leser die Atmosphäre näher zu bringen. Obwohl der Mord an Emilie Thevenin im Vordergrund steht wird im Zusammenhang ebenso viel von der Politik und der Wirtschaft Frankreichs erzählt und auch kritisiert. Dieser Roman ist tatsächlich nicht nur ein Krimi, sondern gleichermaßen ein Polit- und Wirtschaftsthriller. Es werden gewiss auch einige Unterschiede zu Deutschland bewusst. Mich hat vor allem die Sicht auf Affären und generell Beziehungen, Sexualität verblüfft. In ‚Die Schuld der anderen’ werden so unglaublich viele Themen und Bereiche angesprochen, dass es für manche vielleicht überladen wirken könnte, doch Gila Lustiger weiß gekonnt die eigentliche Geschichte nicht aus den Augen zu lassen und hat ein besonderes Talent dafür alles logisch miteinander zu verknüpfen und stetig Spannung aufzubauen. Keine Seite ist zu viel. Es bereitet Vergnügen mehr zu erfahren, ob es nun um das Leben der Reichen geht, Prostitution, Bandenkriege, Korruption, Ungerechtigkeit gegenüber Arbeitern, Jugendkriminalität oder das Leben im Altenheim, man bekommt einen glaubhaften Blick auf die Zustände und ich kann wahrlich behaupten, dass ich einiges dazu gelernt habe. Der Fall rund um Emilies Tod ist nicht einfach und so lernen wir mit Marc, wegen des häufigen Reisens, viel über Frankreich kennen und auch Personen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und jeder von ihnen bringt Marc mit neuen Hinweisen ein Stück näher an sein Ziel. Mit Marc Rappaport bekommt man einen vielschichtigen Charakter aus dem ich nur schwer schlau wurde. Jedes Mal wenn ich der Meinung war ich hätte ihn endlich durchschaut, machte er mir ein Strich durch die Rechnung und lehrte mich eines Besseren. Er ist kein einfacher Protagonist, das bekommt auch seine Freundin Deborah des Öfteren zu spüren, und doch ist er interessant und sympathisch. Außerdem mag ich seine Art zu denken, es gab immer wieder Sätze, die für mich herausgestochen sind. Er lebt für seine Arbeit als Journalist, auch wenn seine Familie der Meinung ist er hätte viel mehr erreichen und sogar das Unternehmen seines verstorbenen Großvaters übernehmen können. Doch ist er wirklich gut in dem was er tut und weiß wie er sich in seinem Beruf den Menschen gegenüber verhalten muss um an die wichtigen Informationen für seine Schlagzeilen zu kommen. Er gibt nicht auf und setzt alles daran die Machenschaften in diesem Fall aufzudecken. In diesem Roman gibt es viele Rückblenden mit dessen Hilfe man mehr über Marc, seine Sicht auf die Dinge und seine Familie erfährt. Besonders im Fokus steht dabei seine Beziehung zum verstorbenen Großvater und auch dass er Jude ist spielt eine gewisse Rolle, wobei vor allem das Thema Religion meiner Meinung nach etwas vertieft hätte werden können. Aber auch so kann man sich ohne Probleme aus der Sicht von Marc ein Bild von dem Ganzen machen. Ein Roman der unterhält und einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat. Fazit: Ein rundum gut ausgearbeiteter, informativer und überzeugender Roman, der uns einen Blick auf Frankreich gewährt. Mit Charakteren aus allen Schichten, schönen Schilderungen und Sätzen voller Aussagekraft lässt ‚Die Schuld der anderen’ keine Langeweile zu. Kann ich nur weiterempfehlen!

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Großartig!
von Lines Bücherwelt aus Nentershausen am 21.02.2015

Klappentext: Ein paar Zeilen, mehr hat der Journalist Marc Rappaport einem siebenundzwanzig Jahre zurückliegenden Mord, der jetzt durch DNA-Abgleich gelöst sein soll, eigentlich nicht zugedacht. Und doch will er mehr über die Geschichte der jungen Frau erfahren, die mit achtzehn aus der stickigen Enge ihrer französischen Industriekleinstadt nach Paris floh,... Klappentext: Ein paar Zeilen, mehr hat der Journalist Marc Rappaport einem siebenundzwanzig Jahre zurückliegenden Mord, der jetzt durch DNA-Abgleich gelöst sein soll, eigentlich nicht zugedacht. Und doch will er mehr über die Geschichte der jungen Frau erfahren, die mit achtzehn aus der stickigen Enge ihrer französischen Industriekleinstadt nach Paris floh, um zu studieren, und dort in die Prostitution schlitterte. Dabei stößt er auf einen Skandal von schockierendem Ausmaß, der die unlösbaren Verstrickungen von Wirtschaft, Geld und Politik durchscheinen lässt. Was als klassische Ermittlungsgeschichte beginnt, entpuppt sich bald als ein atmosphärisch dichter und mit souveräner Leichtigkeit erzählter Gesellschaftsroman über ein ganzes Land und unsere Gegenwart. Der erste Satz: Es hatte ununterbrochen geregnet, doch schon in den frühen Morgenstunden war sämtliche Feuchtigkeit wieder verdunstet. Meine Meinung: Ich hatte die Leseprobe zu diesem Buch gelesen und von da an war es um mich Geschehen. Die Autorin hat einen ganz besonderen Stil. Einfach Worte und doch poetisch und wortgewaltig. Erzählt vor der atemberaubenden Kulisse Frankreichs, teilweise kam es mir selbst so vor wäre ich selbst dort. Die Protagonisten allen voran natürlich Marc sind vollkommen authentisch beschrieben. Marc ist ein vielschichtiger Charakter der auf manchen Leser vielleicht ein wenig eigenbrötlerisch rüber kommen mag. Sein Beruf bedeutet ihm alles, er gibt nie auf und gelangt auch auf Umwegen immer an sein Ziel. Die Handlung ist mitreißend und spannend. Die Spannung baut sich immer weiter im Verlauf der Geschichte auf. Neben der eigentlichen Recherche an dem Mordfall deckt Marc immer tiefere Verstrickungen auf. Die Autorin zeigt dem Leser gleichzeitig andere Defizite Frankreiches auf, sei es Jugendkriminalität, Religion, Bestechung, Korruption. Dies sind nur einige Beispiel, sie zeigen wie vielseitig dieses Buch ist. Dieses Buch hat mich wirklich völlig überrascht. Ich hatte große Erwartungen doch diese Erwartungen wurden bei weitem übertroffen. Selten habe ich mich durch ein Buch besser unterhalten gefühlt. Dieses Buch empfehle ich uneingeschränkt, aber vor allen Leser niveauvoller, komplexer und mitreißender Bücher werden hiermit bestens bedient. Zitat: "Hatte ihm keiner gesagt, dass der Mensch, der moderne Mensch, derjenige, der alles konnte, alles durfte, nicht mehr wusste, was er wollte?" (S.125) Cover: Das Cover fiel mir sofort auf, es wirkt auf mich geheimnisvoll und mysteriös. Es passt hervorragend zur Geschichte und gefällt mir richtig gut! Fazit: Mit Die Schuld der anderen ist der Autorin ein Roman gelungen der mich vor allen durch seine komplexe und spannende Handlung überzeugen konnte. Ich bin gespannt auf weitere Titel der Autorin und werde auch diese mit Genuss lesen. Von mir gibt es daher 5 Sterne!

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Gelungene Gesellschaftskritik in Krimi-/Thriller-Elemente verpackt!
von einer Kundin/einem Kunden aus Erkelenz am 19.02.2015

Gila Lustiger legt hier ein bemerkenswertes Buch vor. Ausgangspunkt ist ein 27 Jahre zurückliegender Mord an einer Prostituierten. Der Enthüllungsjournalist Marc Rappaport möchte diesen Fall wieder neu aufrollen, da er Zweifel am überführten Täter hat. Dabei beschäftigt er sich intensiv mit dem Vorleben der ermorderten Prostituierten. Seine intensive Recherche fördert nicht nur... Gila Lustiger legt hier ein bemerkenswertes Buch vor. Ausgangspunkt ist ein 27 Jahre zurückliegender Mord an einer Prostituierten. Der Enthüllungsjournalist Marc Rappaport möchte diesen Fall wieder neu aufrollen, da er Zweifel am überführten Täter hat. Dabei beschäftigt er sich intensiv mit dem Vorleben der ermorderten Prostituierten. Seine intensive Recherche fördert nicht nur wichtige Erkenntnisse zum Mordfall zutage, sondern enthüllt einen Skandal, bei dem aus reiner Profitgier unheilbare Krankheiten bei Menschen in Kauf genommen werden. Besonders bemerkenswert ist, dass Marc´s Familie ebenfalls in diesen Fall verstrickt ist. Die Autorin Gila Lustiger entwickelt zunächst eine Geschichte mit Krimi-und Thrillerelementen, die später zu einem gesellschaftskritischen Roman wird. Dabei beleuchtet Lustiger die politischen und wirtschaftlichen Ungereihmtheiten in Frankreich. Dieser Umstand macht dieses Buch zu einem besonderen Erlebnis, da diese Hintergrundinformationen der Spannung nicht schaden. Die Stadt Paris, die Verhältnisse in Marseille (Jugendkriminalität) und das Leben in der französischen Provinz zeichnet die Autorin hervorragend nach. Die Sprache von Gila Lustiger hat mich sofort begeistert. Ihr gelingt es mit einem höchst brisanten Thema den Leser zu fesseln. Besonders zu erwähnen ist, dass sie die verschiedenen Orte, die Marc Rappaport bei seiner Recherche besucht, sprachlich sehr intensiv in Szene setzt. Dabei greift sie verschiedene Themen (Profitgier, Jugendkriminalität, Korruption, das trostlose Leben von Senioren im Altenheim) auf, die dieses Buch erst zu einem besonderen Werk machen. Mir fiel es schwer, das Buch überhaupt aus der Hand zu legen.

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Die Schuld der anderen
von miss.mesmerized am 17.02.2015

Marc Rappaport, Spross einer reichen französischen Unternehmerfamilie, recherchiert für einen Artikel über eine ermordete Prostituierte. Der Fall liegt 30 Jahre zurück und blieb bis dato ungeklärt. Ein zufälliger Gentest hat nun einen Schuldigen hervorgebracht, an dessen Täterschaft Marc nicht glaubt. Er beginnt mit seinen Nachforschungen und bald schon eröffnet... Marc Rappaport, Spross einer reichen französischen Unternehmerfamilie, recherchiert für einen Artikel über eine ermordete Prostituierte. Der Fall liegt 30 Jahre zurück und blieb bis dato ungeklärt. Ein zufälliger Gentest hat nun einen Schuldigen hervorgebracht, an dessen Täterschaft Marc nicht glaubt. Er beginnt mit seinen Nachforschungen und bald schon eröffnet sich vor ihm ein unsäglicher Sumpf von menschlicher Niederträchtigkeit, wirtschaftliche Interessen, die über das Leben gestellt werden, Affäre und Verwicklungen und Politiker, die nicht nur korrupt, sondern auch brutal sind. Dazwischen normale Menschen, denen Mittel und Wege fehlen, sich gegen die Mächtigen des Landes zur Wehr zu setzen. Marc will nicht nur die Wahrheit ans Licht bringen, sondern auch diesen Menschen helfen, nicht ahnend, dass er damit sein eigenes Weltbild und sein Dasein ebenfalls zu Fall bringen könnte. Wie viel kann man in einen Roman packen? Gila Lustiger stellt vordergründig einen Mordfall ins Zentrum ihrer Erzählung. Doch spiralförmig holt sie mehr und mehr aus und eröffnet vor dem Leser ein fundiertes und differenziertes Bild Frankreichs der letzten 30 Jahre. Die hohen Erwartungen und bisweilen kühlen Familienverhältnisse innerhalb der französischen Oberschicht, wo man sich dank der ENA und exquisiten Diners natürlich kennt. Das sich deutlich von Deutschland unterscheidende Verhältnis zur Sexualität und Affären – und auch Prostitution. Die engen Verstrickungen von Politik und Wirtschaft, gefördert durch Verstaatlichungsprozesse und Wiederprivatisierung. Dazu „der kleine Mann“ – bzw. hier sind es eher Frauen – die davon träumen dazuzugehören, aufzusteigen oder doch wenigstens ein bisschen Glück und Zufriedenheit vom Leben zu erhalten. Der Protagonist ist vielschichtig gezeichnet, bedingt durch seine Herkunft mit entsprechender Erziehung und finanziellem Rückhalt, aber auch durch den Faktor Jude zu sein und diese Kultur und Weltsicht mit über seine Annahmen bestimmen zu lassen, blickt er aus einem ganz besonderen Winkel auf die Geschehnisse und kann sich selbst nicht daraus lösen. Aber genau diese Haltung und dieser Background sind erforderlich, um Zugang zu unterschiedlichsten Personengruppen Zugang zu erhalten und so mosaikartig ein Bild unseres Nachbarlandes entstehen zu lassen. Seine Beziehungen sind schwierig und genau dies wird ebenfalls äußert differenziert dargestellt durch immer wiederkehrende Rückblicke und Episoden seiner Kindheit. Die Handlung folgt trotz der zahlreichen Exkurse letztlich dem roten Faden des Mordfalles, auch wenn es gegen Ende etwas undurchschaubar wird und die Lösung sich plötzlich präsentiert. Fazit: ein überwältigender Roman. Komplex, intensiv, überzeugend.

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Ein Blick in die französische Gesellschaft!
von einer Kundin/einem Kunden am 29.04.2015

Marc ist Journalist und hat über einen Mordfall berichtet, der nach 30 Jahren endlich aufgeklärt wurde. Doch der Journalist hat seine Zweifel und beginnt seine eigenen Nachforschungen über den Fall, in dem eine Prostituierte tot aufgefunden wurde. Der Roman beschreibt sehr gut das kritische Gesellschaftsleben von Paris. Die Geschichte... Marc ist Journalist und hat über einen Mordfall berichtet, der nach 30 Jahren endlich aufgeklärt wurde. Doch der Journalist hat seine Zweifel und beginnt seine eigenen Nachforschungen über den Fall, in dem eine Prostituierte tot aufgefunden wurde. Der Roman beschreibt sehr gut das kritische Gesellschaftsleben von Paris. Die Geschichte entwickelte sich zu Anfang meiner Meinung nach sehr langsam aber je mehr man sich in das Buch hineinließt desto mehr Geheimnisse kommen auf. Dieser zu Anfangs doch "normale" Fall bewegt sich in eine Richtung die der Journalist selbst nicht für möglich gehalten hätte. Man selbst wird überrascht welche Geschehnisse mit diesem Fall verbunden sind. Sehr gut recherchiert, super Umgesetzt und eine tolle Handlung! Für Leser die sich unter anderem gern auch mit politischen Themen beschäftigen aber auch solche, die nur einen Einblick haben wollen.

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von einer Kundin/einem Kunden am 03.11.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Toller Mix aus Gesellschaftsroman und Krimi! Französisches Flair mit politischen Anklängen, sehr lesenswert!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Elegante Spurensuche, die tief in die Geschichte der Grande Nation reicht und mehr enthüllt, als der Gerichtsjournalist Marc Rappaport zunächst wahrhaben will ... Großartig!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Großer Gesellschaftsroman mit skandalösen Verstrickungen

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von einer Kundin/einem Kunden am 15.10.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Französischer Gesellschaftsroman, politisch, aktuell und spannend wie ein Krimi.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Persönlich und leidenschaftlich geschrieben, handelt dieser Roman und Krimi von einer wohl kritischen Bestandsaufnahme französischer Geschichte, mit Zeit politischem Bezug.Lesen!

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Mit Grammatik und Rechtschreibung auf Kriegsfuss ???
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 18.09.2016
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Leider hat mich beim Anlesen gleich ein schwerer Fallfehler - "die Sekrtärin Simone und s e i n Chefredakteur" sowie die " F ü h r sorge" sehr abgelenkt. Die Satzgestaltung ist auch verbesserungswürdig. Die Autorin liebt Schachtelsätze und zeigt das unentwegt. Oder gabs kein Lektorat ???... Leider hat mich beim Anlesen gleich ein schwerer Fallfehler - "die Sekrtärin Simone und s e i n Chefredakteur" sowie die " F ü h r sorge" sehr abgelenkt. Die Satzgestaltung ist auch verbesserungswürdig. Die Autorin liebt Schachtelsätze und zeigt das unentwegt. Oder gabs kein Lektorat ??? So eine Schludrigkeit darf eigentlich nicht sein. Dadurch hat das Buch viel an Impetus verloren. Ich geb ihm zweifelnd noch eine Chance...

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