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Die Tochter des Fechtmeisters

Historischer Roman

(7)

Rostock 1608. Von Kindesbeinen an ist Clarissa von der Kunst des Fechtens fasziniert. Für sie geht ein Traum in Erfüllung, als sie ihren Vater, einen angesehenen Fechtmeister, nach Frankfurt begleiten darf, wo sich alljährlich die besten Schwertkämpfer des Reiches messen. Doch zwischen den verfeindeten Fechtbruderschaften schwelt ein Krieg, und bei einem heimtückischen Überfall wird Clarissas Vater ermordet - und sie selbst als seine Mörderin verleumdet. Als sie von einer Verschwörung hört, die das ganze Reich ins Chaos zu stürzen droht, muss sie sich fragen: Hatte ihr Vater etwas damit zu tun? Wer sind seine wahren Mörder?
Portrait

Sabine Weiss, 1968 geboren in Hamburg, war nach ihrem Germanistik- und Geschichtsstudium als Journalistin tätig. 2007 veröffentlichte sie ihren ersten historischen Roman, der zu einem grossen Erfolg wurde und dem fünf weitere folgten. Für Die Tochter des Fechtmeisters tauschte die Autorin Schreib- gegen Stahlfeder - und wurde mit Muskelkater und tieferen Einsichten über die Fechtkunst belohnt. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nordheide.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 703
Altersempfehlung 16 - 17
Erscheinungsdatum 09.12.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-404-17481-2
Verlag Lübbe
Maße (L/B/H) 186/134/42 mm
Gewicht 615
Auflage 1. Auflage
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen


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Die Tochter des Fechtmeisters
von Erika Ritterswürden aus Dorsten am 15.01.2017

Meine Meinung: Ein sehr schöner historischer Roman. Nicht nur die Städte Frankfurt, Rostock und Prag werden hier anschaulich beschrieben auch die Fechtkunst der Marxbrüder und Federfechter. Die Religionsfreiheit kommt hier sehr gut zum Vorschein. Sowie auch die Geschichte um Kaiser Rudolf von Prag wird interessant mit geschildert. Ein sehr gut... Meine Meinung: Ein sehr schöner historischer Roman. Nicht nur die Städte Frankfurt, Rostock und Prag werden hier anschaulich beschrieben auch die Fechtkunst der Marxbrüder und Federfechter. Die Religionsfreiheit kommt hier sehr gut zum Vorschein. Sowie auch die Geschichte um Kaiser Rudolf von Prag wird interessant mit geschildert. Ein sehr gut recherchierter Roman, der nicht langweilig wurde. Die Hauptpersonen kommen sehr gut rüber und sind auf an hieb sympathisch. Das Schicksal von Clarissa und ihrer Familie wird liebevoll erzählt. Man kommt in dieser Geschichte sehr gut hinein und man kann sich die einzelnen Szenen sehr gut vorstellen. Es hat viel Spaß gemacht das Buch zu lesen, da der Schreibstil sehr flüssig ist, aber auch die Geschichte um das 17. Jahrhundert war sehr auf schlußreich.

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Eine intelligente Dame mit Kampfgeist
von * Vivi * am 15.01.2017

Anfang des 17. Jahrhunderts: Eine junge Dame kämpft sich im männlichen Metier 'Fechten' wortwörtlich durch – und das zu einer Zeit, als Frauen im christlichen Europa selten zu Wort kamen. Clarissa, die Tochter eines ehrbaren Fechtmeisters, ist eine beeindruckende Persönlichkeit mit Intelligenz und Kampfgeist. Als Hauptfigur im historischen Roman... Anfang des 17. Jahrhunderts: Eine junge Dame kämpft sich im männlichen Metier 'Fechten' wortwörtlich durch – und das zu einer Zeit, als Frauen im christlichen Europa selten zu Wort kamen. Clarissa, die Tochter eines ehrbaren Fechtmeisters, ist eine beeindruckende Persönlichkeit mit Intelligenz und Kampfgeist. Als Hauptfigur im historischen Roman „Die Tochter des Fechtmeisters“ ist sie in einer außergewöhnlichen Position. Ihre aufgeklärten Eltern gewähren ihr für die Verhältnisse des Zeitalters sehr viele Freiheiten: Sie darf fechten, reisen, letztendlich sogar eine Verschwörung aufklären und selbst als Gauklerin behauptet sie sich ausgezeichnet. Bei allen intriganten Machenschaften und beim fast undurchschaubaren politischen Wirrwarr am Vorabend des Dreißigjährigen Krieges sorgt die Autorin mit einer klaren Sprache für den Überblick. Mit detailreichen Beschreibungen und mit umfangreich und präzise dargestellten historischen Hintergründen schafft Sabine Weiß eine authentische Umgebung für ihre lebhaften Romanfiguren. Dabei sind auch die Nebenrollen herausragend besetzt. Insgesamt ist bei den Charakteren eine überdurchschnittlich große Vielfalt geboten. Darüber hinaus sind die Namen der Romanfiguren keineswegs dem Zufall überlassen. Moralische Werte werden betont: Respekt, Ehre, Kameradschaft, Anstand und Menschlichkeit unter schwersten Umständen. Das ist nicht selbstverständlich in einer Situation, wo die vorbestimmte Lage, der Stand der Individuen eine so bedeutende Rolle spielt, während im Hintergrund Machtkämpfe im Gang sind und das einfache Volk den Launen – und oft auch den kriegerischen Auseinandersetzungen – der Hochgeborenen ausgeliefert ist. Die spannenden Abenteuer enthalten außerdem anspruchsvolle Fechtszenen mit entsprechender Waffenkunde. Der Roman mit der starken Frauenfigur ist nicht nur fesselnd, er bietet sogar unter anderem stürmische Emotionen, ungeahnte Überraschungen und weise Ansätze zum Nachdenken – dieses Buch ist Lesespaß pur.

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historisches Abenteuer einer starken Frau die das Fechten liebt.
von Sabrina Schneider am 15.01.2017

Mit einem wunderschönen historischen Cover begrüsst uns Sabine Weiß mit ihrer Tochter des Fechtmeisters. Das Buch hat ungewöhnlicherweise einen runden Buchrücken das hat Leserillen vom Lesen vermieden. Auf der anderen Seite aber war innen die Klebefalz zu sehen und das finde ich nicht so schön. Natürlich ist das aber Geschmackssache. Auf 706... Mit einem wunderschönen historischen Cover begrüsst uns Sabine Weiß mit ihrer Tochter des Fechtmeisters. Das Buch hat ungewöhnlicherweise einen runden Buchrücken das hat Leserillen vom Lesen vermieden. Auf der anderen Seite aber war innen die Klebefalz zu sehen und das finde ich nicht so schön. Natürlich ist das aber Geschmackssache. Auf 706 Seiten erleben wir ein historisches Abenteuer um eine starke Frau die das Fechten in die Wiege gelegt bekommt und es liebt, aber in dieser Zeit nicht ausleben darf. Durch blöde Umstände läuft dann alles aus dem Ruder und die Protagonistin schlägt sich mit verschiedenen Weggefährten durch. Zur Zeit in der die Handlung spielt, hat das Fechten eine grosse Rolle was im Buch auch sehr bildlich und beschrieben wird. Der Schreibstil ist angenehm und nicht leicht zu lesen. Der Erzählstil ist spannend mit ein paar Längen die aber immer wieder zurückfinden, in die richtige Bahn. Es gibt verschiedene Erzählstränge zu verschiedenen Zeiten und auch Standorten die ein bisschen verwirren. Am Anfang hatte ich leichte Probleme in das Buch zu finden das legte sich aber dann. Die Charaktere sind sehr verschieden und auch farbig beschrieben. Mein Lieblingscharakter war hier Alexander der mich am Schluss noch überraschen konnte. Es gibt einen Spannungsbogen der Auf und Ab geht durch die verschiedenen Stränge, zum Ende hin führen sie zusammen und erklären sich auch. Der Inhalt ist interessant und kann am Schluß noch überraschen. Die Tochter des Fechtmeisters ist somit eine historische Geschichte die gut unterhält, nicht leicht zu lesen ist und trotzdem irgendwie fesselt. Klar ist das Konzept starker Frauen im Mittelalter nicht neu erfunden aber hier erlebt man Clarissa nicht nur stark und generelle Hilfe nimmt sie auch an. Von mir gibt es 4 Sterne da ich nicht restlos überzeugt bin, aber es mich gut unterhalten hat, interessante Lektüre ist und mit dem Fechtthema sich ein bisschen von den üblichen Mittelalterromanen abhebt.

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Mein Leseeindruck
von Diana Jacoby aus Bretten am 13.01.2017

Als ich dann endlich, pünktlich zum Erscheinungstag, das Buch in Händen halten durfte, war ich angenehm überrascht. Fühlte es sich doch so griffig an. Möglicherweise lag es daran, dass es eckig sondern eher rund verleimt ist. Aber auch das Cover hat mich begeistert. Die alte Hansestadt Rostock mit seinen... Als ich dann endlich, pünktlich zum Erscheinungstag, das Buch in Händen halten durfte, war ich angenehm überrascht. Fühlte es sich doch so griffig an. Möglicherweise lag es daran, dass es eckig sondern eher rund verleimt ist. Aber auch das Cover hat mich begeistert. Die alte Hansestadt Rostock mit seinen Schiffen, eine Frau im rotbraunen Kleid und natürlich das Schwert. Somit ist das Bild stimmig mit dem Titel. Bevor es mit der eigentlichen Story losgeht, erhält der Leser mittels einer Karte in der Klappe, einen Überblick über Rostock um 1608. Auch die umliegenden Länder und Besitztümer sind sehr schön dargestellt und bestimmt wird auch jeder Leser seine Stadt bzw. seine Landeszugehörigkeit suchen. Ich denke, dass so etwas den Leser schon mal etwas an die Geschichte bindet und gleich mit einbezieht. Im Anschluss geht es direkt weiter mit dem Personenverzeichnis, das auf jeden Fall jede Menge unterschiedlicher Charakteren verspricht. " Ihr jungen Kerle schnarcht und furzt sicher wie die Stiere." (Seite 88) Der Handlungsort ist Rostock um 1608. Dort lernt der Leser die Hauptprotagonistin Clarissa kennen. Mit ihren 18 Jahren erscheint sie sehr mutig und tough, aber gelegentlich auch etwas blauäugig. Ganz wie ihr Vater, so liebt auch sie das Kämpfen mit dem Degen. Allerdings nur als Sport für Körper und Geist, und nicht als Waffe, um zu töten. Bei diesen Fechtkämpfen macht ihr kein Mann so leicht etwas vor. Sie erscheint hierbei sogar etwas burschikos, was sie aber nicht unsympathisch wirken lässt. Aber auch Fritjoff, ihr Vater, spielt eine wesentliche Rolle. Sehr eindrucksvoll beschreibt die Autorin, den Werdegang des Fechtmeisters. Mehrfach hatte ich beim Lesen der Rückblenden einen Kloß im Hals, da es teilweise an Dramatik kaum zu überbieten war. Auch Carls Zorn beschreibt die Autorin großartig. Er agiert zwar für meine Begriffe immer sehr emotional und auch gedankenlos, aber gerade diese Charakterzüge sind es, die seine Geschichte so speziell macht. Gerade auch, als Carl seinen Freund Hans verliert, spürt man, dass hinter der rauen Schale doch ein weiches Herz klopft. Allerdings waren mir diese ganzen Marsch- und Kriegsszenen etwas zu langatmig und ich muss zugeben, dass ich dann und wann ein paar Seiten überblättert habe. Sehr gut haben mir die dialektischen Einlage der Rostocker Sprache gefallen. So fühlte ich mich den Land und Leuten während des Lesens etwas näher. Leider muss ich nun aber auch sagen, dass es sehr viele Handlungs- bzw. Nebenstränge gibt. Sie sind nicht uninteressant, lenken aber von der Hauptgeschichte (wir erinnern uns an den Titel des Buches!?) sehr ab. Fazit: Trotz der kleinen oben beschriebenen Mängel hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch lehrreich. Gerade im Bereich des Fechtens hatte ich doch sehr viele Wissenslücken, die ich nun schließen konnte. Die Protagonisten haben mir sehr gut gefallen, stellenweise hatte ich sogar das Gefühl, ich müsste in die Geschichte eingreifen und meinen Unmut gewissen Personen ins Gesicht schmettern. Aber .... es ist ja nur ein Roman. Ich würde mich sehr freuen, wenn es eine Fortsetzung mit Clarissa geben würde, da ich ihren Lebensweg gerne weiter mitverfolgen würde. Für Liebhaber historischer Romane und/oder der Fechtkunst ist dieses Buch ein wahres Schätzchen.

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Spannender Ausflug ins 17. Jahrhundert
von vielleser18 aus Hessen am 08.01.2017

Clarissa darf ihren Vater Fritjoff, seines Zeichens Fechtmeister und Fechtlehrer, mit seinen Schülern Marius und Alexander von Rostock nach Frankfurt begleiten. Dort will sie ihn unterstützen einen Buchdrucker zu finden. In Frankfurt angekommen, hat ihr Vater aber kaum Zeit für sein Buch. Was beschäftigt ihn so sehr, außer die... Clarissa darf ihren Vater Fritjoff, seines Zeichens Fechtmeister und Fechtlehrer, mit seinen Schülern Marius und Alexander von Rostock nach Frankfurt begleiten. Dort will sie ihn unterstützen einen Buchdrucker zu finden. In Frankfurt angekommen, hat ihr Vater aber kaum Zeit für sein Buch. Was beschäftigt ihn so sehr, außer die Zusammenkunft der Schwertkämpfer? Auf der Rückreise geraten sie in einen heimtückischen Überfall, bei der ihr Vater getötet wird und sie wenig später in Gefangenschaft gerät. Die Tochter des Fechtmeisters vermittelt nicht nur historisches Wissen, ganz nebenbei, es erklärt dem Leser auch die Fechtkunst. Und dies sehr spielerisch, sehr verwoben in die Geschichte, so dass man auch als Laie in diesem Gebiet keine Schwierigkeiten hat, dem zu folgen. Vor allem aber, wird auch das damalige Leben in seinen vielen Facetten dargestellt. So u.a. am Kaiserhof in Prag, als Fechtmeister in Rostock, als Pater in Passau oder als Gaukler in Frankfurt. Es sind anfangs viele Handlungsstränge, viele Personen, dennoch hatte ich keine Schwierigkeiten mich in dieses Buch hinein zu finden. Nach und nach klärt sich alles auf und wird von der Autorin bis zum Ende hin zusammengeführt. Gefallen haben mir die Hauptprotagonisten. Da ist zum einen Clarissa, die von ihrem Vater von Kindesbeinen an auch im Fechten unterrichtet worden ist und die dadurch so manche schwierige Situation in ihrem Leben meistern kann. Leander, der Gaukler, der durch eine Tat seines Vaters keine Bürgerrechte mehr besitzt und mit ihm und einigen anderen als fahrendes Volk durch die Lande zieht. Dennoch bleibt er seinem Gewissen treu und lässt sich trotz Hunger und Not nicht zu allem hinreissen. Aber auch weitere Protagonisten, die in diesem Buch wichtig sind, wachsen einen beim Lesen ans Herz und in mach einer spannenden Situation bangt man als Leser um sie. Sabine Weiß hat es geschafft, mich durch die vielen Seiten (fast 700), die dieses Buch hat, hindurch an die Handlung zu binden. Immer wieder neue Aktionen, spannnende Szenen, Hintergrundwissen, aber auch die Liebe fehlt in diesem Buch nicht. Es ist ein Buch, dass vieles an Wissen vermitteln möchte, ein detaillgetreues Bild der damaligen Zeit aufwerfen möchte und dabei dennoch die handelnden Protagonisten nicht aus dem Blick verliert. Die 700 Seiten sind schon eine Herausforderung, dennoch hat es mir die Autorin mit ihrem flüssigen Schreibstil damit leicht gemacht. Hilfreich ist auch das Personenregister am Anfang des Buches (das ich mir aber eigentlich nur vor dem Lesen angeschaut haben, das andere erklärt sich auch beim Lesen) . Interessant ist allerdings auch das Nachwort der Autorin (das bitte aber erst am Ende lesen, damit man nicht zufällig auf die letzte Seite des Buches blättert und sich einiges an Spannung nimmt). Fazit: Detaillreicher und sehr gut geschriebener Roman, in dem Liebe, (Fecht)Kampf, und Historie fein verwerbt worden sind. Für alle Fans von historischen Büchern eine Empfehlung von mir.

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Detailreich und opulent erzählt
von Gertie Gold aus Wien am 23.12.2016

Autorin Sabine Weiß nimmt uns, wie wir Leser es von ihr gewöhnt sind, auf eine Reise in die Vergangenheit mit. Diesmal nach Rostock bzw. Frankfurt in den Jahren 1608- 1610. Es ist die Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg, dessen Vorzeichen sich mehren. Die einzelnen Fürstentümer Deutschlands sind unterschiedlicher Meinung... Autorin Sabine Weiß nimmt uns, wie wir Leser es von ihr gewöhnt sind, auf eine Reise in die Vergangenheit mit. Diesmal nach Rostock bzw. Frankfurt in den Jahren 1608- 1610. Es ist die Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg, dessen Vorzeichen sich mehren. Die einzelnen Fürstentümer Deutschlands sind unterschiedlicher Meinung was die Religion, katholisch oder protestantisch, angeht. Die sieben Kurfürsten haben einen schwachen Mann, Rudolf von Habsburg, zum „Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“ gewählt. Er widmet sich in der Prager Burg lieber seinem Kuriositätenkabinett als zu regieren. Dies ist das historische Umfeld, in dem Sabine weiß ihren packenden Roman angesiedelt hat. In mehreren dicht gewebten Erzählsträngen begeben wir uns mit Clarissa, der Tochter des Fechtmeisters Fritjoff, in allerlei Gefahren. Clarissa ist eine ungewöhnlich Frau, da sie die Kunst des Fechtens beherrscht wie die Schüler ihres Vaters. Wir erfahren Wissenswertes über die Fechtkunst, ohne dass das Fachwissen aufdringlich vermittelt wird. Schwert, Rapier, Degen oder Florett – was ist die Waffe der Wahl? Welche der zahlreichen Schrittfolgen bietet die nötige Standfestigkeit, welche ist die beste Basis zum Zustechen? All dies ist elegant in die Geschichte verwoben. Fazit: Wer sich für Geschichte und dieser Epoche interessiert, wird eine Fülle von gut recherchierten Details finden. Spannung und Gefühl kommen auch nicht zu kurz. Mir hat’s gefallen, daher vier Sterne.

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Historisches Roadmovie mit leichten Längen
von hasirasi2 aus Dresden am 16.12.2016

Was der Klappentext verspricht: Rostock 1608. Von Kindesbeinen an ist Clarissa von der Kunst des Fechtens fasziniert. Für sie geht ein Traum in Erfüllung, als sie ihren Vater, einen angesehenen Fechtmeister, nach Frankfurt begleiten darf, wo sich alljährlich die besten Schwertkämpfer des Reiches messen. Doch zwischen den verfeindeten Fechtbruderschaften... Was der Klappentext verspricht: Rostock 1608. Von Kindesbeinen an ist Clarissa von der Kunst des Fechtens fasziniert. Für sie geht ein Traum in Erfüllung, als sie ihren Vater, einen angesehenen Fechtmeister, nach Frankfurt begleiten darf, wo sich alljährlich die besten Schwertkämpfer des Reiches messen. Doch zwischen den verfeindeten Fechtbruderschaften schwelt ein Krieg, und bei einem heimtückischen Überfall wird Clarissas Vater ermordet - und sie selbst als seine Mörderin verleumdet. Als sie von einer Verschwörung hört, die das ganze Reich ins Chaos zu stürzen droht, muss sie sich fragen: Hatte ihr Vater etwas damit zu tun? Wer sind seine wahren Mörder? Eine Suche, die Clarissa bis an den Kaiserhof nach Prag führt. Wie ich es empfunden habe: Vom Klappentext ausgehen hatte ich mir eine Geschichte a la „Die 3 Musketiere“ erhofft, welche sich um Clarissas Leben, das Fechten und ihren Kampf um den Beweis ihrer Unschuld dreht. Wobei ich natürlich schon gespannt war, inwieweit Frauen wirklich Fechter waren. Im Nachwort wird dies von der Autorin dann auch erklärt. Die Geschichte selbst ist dann deutlich vielschichtiger, sich eng an historischen Ereignissen orientierend und auch einen größeren Zeitraum umfassend, als erwartet. Clarissa ist nämlich nur eine der Hauptpersonen. Die eigentliche Story beginnt bereits mit der Kindheit ihres Vaters Fridjoff und der Erklärung, warum er zu dem geworden ist, der er ist. Dazu kommen dann u.a. noch 2 Fechtschüler – Alexander und Marius - und viele historisch verbürgte Persönlichkeiten. Und genau da lag mein Problem. Ich hatte leider ab und an das Gefühl, dass die Handlung zugunsten der Historie in den Hintergrund treten musste. Nach den ersten sehr spannenden 100 Seiten zog es sich zwischendrin immer mal wieder. Es kamen neue Handlungsstränge dazu, z.B. der um den Spiegelfechter Leander oder der um den Kaiser Rudolph und seine Brüder. Alle diese Stränge werden zwar spätestens am Ende aufgelöst, aber ich musste mich zwischendurch sehr konzentrieren, um den Faden nicht zu verlieren. Im Laufe der Handlung werden immer wieder neue Geheimnisse angedeutet und erst später gelüftet, aber auch das hat die Spannung nicht durchgehend halten können. Die Protagonisten haben mir gut gefallen. Fridjoff hatte eine schwere Kindheit bzw. Jugend und sich seinen Stand selbst hart erarbeitet. Er ist ein guter Schwertkämpfer und Fechtmeister, extrem selbstbewusst, sehr gerecht und ein Schwerenöter – und ein guter Vater, der Clarissa zur Selbstverteidigung (via Fechten) erzieht. Seine Frau Lievke hingegen ist zu Beginn der Handlung extrem weinerlich, beeinflusst Clarissa durch emotionale Erpressung und Schuldgefühle. Aber auch sie entwickelt sich weiter. Clarissa ist mutig und kann sich ihrer Haut erwehren, aber sie ist auch etwas blauäugig, zu gut behütet und muss förmlich über sich hinauswachsen. Zudem ist sie zwischen den beiden Schülern ihres Vaters, Alexander und Marius, hin- und hergerissen. Der Spiegelfechter Leander hat ein hartes Leben, immer auf der Straße, um jeden Groschen kämpfend und Schuld, sobald irgendetwas passiert. Dazu kommt, dass sein Vater als Leiter der Truppe das Geld oft durchbringt. Dabei würde Alexander so gern richtig Fechten lernen. Das Leben damals wird sehr anschaulich dargestellt. Für uns heute mag es zum Teil sehr abenteuerlich klingen, aber es war ein harter Überlebenskampf. Auch die Beschreibung der verschiedenen Städte und das Leben in ihnen hat mir gut gefallen. Dazu kommen die spannenden Details zur Fechtkunst und ihrer Entwicklung sowie die politischen Hintergründe und Verwicklungen. Für mich wäre aber an einigen Stellen weniger mehr gewesen. Wenn ihr jetzt wissen wollt, wie Prag in die Geschichte passt und warum (mir) das Ende (zu) dramatisch und (gleichzeitig zu) romantisch war, müsst ihr „Die Tochter des Fechtmeisters“ schon selbst lesen. Ein Personenverzeichnis, das Glossar und die Anmerkungen der Autorin helfen beim Verständnis des Buches. Ausnahmsweise möchte ich mich auch zur Ausstattung des Buches äußern. Es ist extrem hochwertig verarbeitet – durch den runden Rücken liegt es sehr gut in der Hand und man sieht keinerlei Lesespuren am Buchrücken. Auch das Cover und die Klappbroschur gefallen mir gut und bestechen durch eine wunderbar zum Thema passende Gestaltung und eine Karte im Einband. 3,5 Sterne, aufgerundet also 4.

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