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Die Unfreiheit des Arbeitslosen

Vier Jahre im Kölner Hartzodrom

Vermitteln 'Agenturen für Arbeit' junge Frauen an Bordelle? Führen 'Jobcenter' Krieg gegen ihre 'Kunden'? Macht eine Kümmerer-Mafia Milliarden mit meschuggen 'Massnahmen'? Bedeutet Arbeitslosigkeit Verlust von Grundrechten? Und was verbirgt sich eigentlich hinter all' den wohlklingenden Phrasen aktueller Arbeitslosenfürsorge? Der Insiderreport deckt schonungslos auf und liest sich wie ein Tagebuch aus dem Tollhaus. - "Gut ist als erstes die Tatsache, dass einer überhaupt über diese Unverschämtheiten unserer Gesellschaft berichtet. Die Fakten allein so auf Papier zu sehen, ist doch der erste grosse Erfolg. Und dann ist Dresslers Schreibstil natürlich sehr unterhaltsam. Ich finde es sehr gekonnt, wie er kritische Themen (er klagt schliesslich vieles offensiv an) mit einer Mischung aus Humor und Unglaube, d. h. Entsetzensbekundungen, behandelt und sich dabei selbst als Soldat im Kampf gegen die Ungerechtigkeit präsentiert. Aber eben auch mit der gewissen, schmackhaften Prise Selbstironie. Was, denke ich, viele junge Leser irritieren könnte, ist die Detailgenauigkeit. Die präzisen Erläuterungen, wie viele Anträge in welchem Schreiben wo dabei sind, lässt die Spannung sinken und stillt nicht den Durst des Lesers nach weiteren Skandalen. Andererseits passt es zum Stil dieser Reportage und zeigt [es] Dresslers grosses Bemühen um Klarheit im Vergleich mit der Schlamperei der Arbeitsagentur. Deswegen fällt es mir schwer, diesen Umstand einfach so anzuprangern." (Salalamander, m. frdl. Genehm.) / "Trotz deprimierender Erlebnisse als Arbeitsuchender gelingt dem Autor dank seines gewandten sprachlichen Ausdrucks eine unterhaltsame, kurzweilige und angenehm ironische Schilderung eines Lebensabschnitts. Man kann dem Verfasser herzlich wünschen, dass er mit seinem Talent zu schreiben eine Arbeitsstelle finden wird, in die er diese Kompetenzen einbringen kann." (Allabasta, m. frdl. Genehm.) - Aufwendig ausgestattete, aktualisierte und ergänzte Neuauflage eines Schockers zur Arbeitslosenfürsorge "Hartz IV", gegen die sich die römische Sklavenfürsorge geradezu human ausnimmt: Während nämlich hier ein "dominus" (Herr) einen philosophisch gebildeten Sklaven im Hinblick auf dessen Würde keine Treppe fegen lassen durfte, sagt dort eine "Integrationsfachkraft" des "Jobcenters Köln" einem Kunsthistoriker ungeniert ins Gesicht: "Ich würde Sie auch zum Putzen einteilen" ... "O tempora, o mores - O [ihr] Zeiten, o [ihr] Sitten!" (M. Tullius Cicero, Vier Reden gegen Catilina 1, 1, 2 u. a.)
Portrait
Enno E. Dressler studierte von 1983 bis 1989 in München und Würzburg Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Ägyptologie (Abschluss: Magister Artium). Danach wurde er Zeitungsreporter, Hörfunkredakteur und PR-Journalist.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 352, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 02.10.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783739278117
Verlag Books on Demand
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