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Die unsterbliche Familie Salz

Roman

(44)

Ein Bierkeller, ein fürstliches Hotel und eine Grossmutter, die zweimal stirbt
Reich an Glanz und voller Schatten ist die Geschichte der Familie Salz - im Zentrum dabei immer: das prächtige Hotel Fürstenhof in Leipzig. Herr Salz, der ehemalige Pächter des Löwenbräukellers in München, kauft es 1914; seine Tochter, die Schauspielerin Lola aber wird es lange nicht betreten - nicht im Zweiten Weltkrieg, nicht danach, als das Hotel Staatseigentum der DDR ist und Lola mit ihrer fragilen Tochter Aveline in München lebt. Erst Kurt Salz holt es nach 1989 wieder in den Familienbesitz zurück. Lola regiert endlich über das Hotel und immer noch über eine Familie, die zerrüttet ist - vom Wandel der Zeiten und den Versuchen, ein Leben jenseits des Fürstenhofes zu führen. Der überraschende, faszinierende Roman einer höchst eigenwilligen Familie, in der sich die Schatten einer Generation auf die nächste legen - auch wenn jeder versucht, sein Leben in ein ganz neues Licht zu rücken.

Rezension
"So packend und neu erzählt, dass es unmöglich ist, diesen Roman nicht in einem Stück zu verschlingen. "
Elle 01. September 2016
Portrait

Christopher Kloeble wuchs in Oberbayern auf und studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, unter anderem den Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung für das beste Romandebüt 2008, >Unter Einzelgängern<, und für das Drehbuch zu >Inklusion< den ABU-Prize für das beste TV-Drama. Er war Gastprofessor in Cambridge (GB) sowie an diversen Universitäten in den USA, zuletzt am Dartmouth College. 2012 veröffentlichte er viel beachtet den Roman >Meistens alles sehr schnell<, der u.a. auch in Israel und den USA erschien. Derzeit arbeitet er an der Verfilmung. Kloeble lebt in Berlin und Delhi.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 440
Erscheinungsdatum 01.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-28092-1
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 216/145/35 mm
Gewicht 610
Verkaufsrang 10.918
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Eine spezielle Familie mit und ohne Schatten
von TochterAlice aus Köln am 23.08.2016

Die Familie Salz, eine Familie, die wir über ein ganzes Jahrhundert - vom Anfang des 20. bis hinein ins 21. Jahrhundert - begleiten dürfen, beinhaltet eine sehr spezifische Mischung von Charakteren, man könnte fast sagen, sie können in schwarz und weiß bzw. positiv und negativ aufteilt werden. Nun, ganz so... Die Familie Salz, eine Familie, die wir über ein ganzes Jahrhundert - vom Anfang des 20. bis hinein ins 21. Jahrhundert - begleiten dürfen, beinhaltet eine sehr spezifische Mischung von Charakteren, man könnte fast sagen, sie können in schwarz und weiß bzw. positiv und negativ aufteilt werden. Nun, ganz so klar ist es natürlich nicht, denn Autor Christopher Kloeble versteht sich durchaus darauf, Charaktere zu schaffen, wie sie skurriler und vielschichtiger nicht sein können, das hat er bereits in "Meistens alles sehr schnell" hinlänglich bewiesen. Wie mit dem erwähnten Roman hat Christopher Kloeble auch mit seinem neuen Roman ein für die deutsche Literaturgeschichte höchst ungewöhnliches Werk erschaffen, das eher an angelsächsische literarische Traditionen gemahnt. Und wieder birgt die Familiengeschichte Dunkles: Lieblosigkeit, Inzest, Verlassensein, Verstoßen - aber auch Gefühle. Doch anders als im Vorgängerroman werden wir mit einer Reihe von Figuren im Wandel der Zeiten konfrontiert, die uns durch die Familiengeschichte führen, doch eine - die ist (fast) immer dabei: Lola Salz, der wir als Kind in Wien zur Zeit des 1. Weltkriegs begegnen und von der wir uns erst im 21. Jahrhundert in Leipzig wieder trennen. Sie ist so etwas wie der Dreh- und Angelpunkt der Familie, wenn auch auf eine sehr spezielle - ich neige fast dazu, für diese schriftstellerische Extravaganz den Terminus "kloeblesk" zu kreieren - Art und Weise. Mir erschien sie zeitweise faszinierend, dann wieder beinahe abstoßend, stets jedoch von einer Kühle, von der die Hauptfiguren der Romane Kloebles durchdrungen zu sein scheinen. Nicht, dass es nicht auch warmherzige Typen gibt, doch sie sind rar und tauchen eher sporadisch auf - in diesem Roman würde ich ganz klar Lolas Mutter Rosa und ihren Gatten Alfons Ervig als solche Sympathieträger titulieren. Wesentlich mehr dagegen gibt es Figuren mit vielen negativen Eigenschaften, die ich dennoch nur selten als Unsympathen reinster Couleur titulieren würde. Doch die gibt es auch, aber ich überlasse es Ihnen, sie individuell für sich zu spezifizieren und zu identifizieren. Auf jeden Fall gibt es Figuren mit und ohne Schatten - doch lesen Sie selbst. Eine dichte, reichhaltige Geschichte, die man an einem Stück weglesen kann und die frei von Längen ist. Sprachlich hat sich Kloeble aus meiner Sicht im Vergleich zu "Meistens alles sehr schnell" klar gesteigert. Daneben verblüfft er diesmal durch gekonntes Jonglieren mit historischen Fakten und Gebäuden - neben Lola Salz gibt es nämlich eine weitere Hauptfigur in diesem Roman und zwar ein Gebäude: das Hotel Fürstenhof in Leipzig, zeitweilig im Familienbesitz der Salzens - doch lesen Sie selbst. Wie im Vorgängerroman sind die Figuren und ihr Verhältnis zueinander auf der anderen Seite gelegentlich kühl, ja fast kaltherzig dargestellt, dann wiederum kommt überraschend Wärme durch, aber nur für eine Weile. Definitiv sollte man nicht zu zartbesaitet sein, um diesen Roman lesen und vor allen Dingen genießen zu können. Doch es lohnt sich: In mir wurden viele Fragen und zwiespältige Gefühle hervorgerufen. Ein Buch, das spannend zu lesen war und eine mögliche Anregung für Rezipienten von Irving, den beiden Jonathans (Lethem und Safran Foer), aber auch den deutschsprachigen Autoren Herrndorf und Braslavsky (eine weitere vergleichbare weibliche Autorin ist mir nicht eingefallen - Ihnen vielleicht?) ist und ab und an gar in die fantastischen Welten lateinamerikanischer Autoren abglitt, was meine Sache nicht ist. Dennoch stellte der Roman für mich einen literarischen Höhepunkt dar- allerdings einen mit kleinen Abstrichen. Christopher Kloeble ist auf jeden Fall ein Autor, dem ich treu bleiben werde!

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Beeindruckender Familienroman
von einer Kundin/einem Kunden am 16.10.2016

Ein wahrlich erstaunliches Buch über die Liebe und die unerschöpfliche Kraft, die Familie in Sicherheit zu bringen. Eine teils düstere Familiengeschichte mit wunderbaren Wechseln, dennoch spannend und lesenswert.

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Eine große Familiengeschichte
von Christina am 02.10.2016

Zum Inhalt Es handelt sich um eine tragische Familiengeschichte über mehrere Generationen. Dabei schildert immer eine Frau die Vorgänge aus ihrer Perspektive. Um den Überblick behalten zu können, gibt es zu Beginn des Buches einen Stammbaum der Familie. Jede der sechs Frauen hat mit anderen Problemen zu kämpfen, außergewöhnliches wie... Zum Inhalt Es handelt sich um eine tragische Familiengeschichte über mehrere Generationen. Dabei schildert immer eine Frau die Vorgänge aus ihrer Perspektive. Um den Überblick behalten zu können, gibt es zu Beginn des Buches einen Stammbaum der Familie. Jede der sechs Frauen hat mit anderen Problemen zu kämpfen, außergewöhnliches wie Schatten oder wohl bekanntes wie Alkohol. Interessant ist, dass sich zum Beispiel das Thema Schatten durch das ganze Buch zieht und trotzdem jede der Frauen eine ganz eigene Geschichte hat. Den Inhalt zusammenzufassen ist hier schwierig, weil so viel passiert. Man könnte sagen, dieses Buch verbindet eine spannende Familiengeschichte mit deutscher Geschichte. Zum Autor Christopher Kloeble wuchs in Oberbayern auf und studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, unter anderem den Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung für das beste Romandebüt 2008, ?Unter Einzelgängern?, und für das Drehbuch zu ?Inklusion? den ABU-Prize für das beste TV-Drama. Er war Gastprofessor in Cambridge (GB) sowie an diversen Universitäten in den USA, zuletzt am Dartmouth College. 2012 veröffentlichte er viel beachtet den Roman ?Meistens alles sehr schnell?, der u.a. auch in Israel und den USA erschien. Derzeit arbeitet er an der Verfilmung. Kloeble lebt in Berlin und Delhi. (Autorenporträt) Zur Leseerfahrung Am Anfang habe ich ein bisschen gebraucht, bis ich in die Geschichte hinein gefunden habe. Am besten nimmt man sich das Buch vor, wenn man länger Zeit hat, damit man richtig eintauchen kann. Ich habe mich mit den Protagonisten sehr verbunden gefühlt und während ich mich von der aktuellen Person immer kaum trennen konnte, war ich trotzdem schon immer sehr neugierig auf die nächste. Ich war richtig traurig, als ich am Ende des Buches angekommen bin. Zum Fazit Ein sehr lesenswertes Buch, wenn man sich für Geschichte und verzweigte Familiengeschichten interessiert.

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Licht und Schatten und am Ende die Frage: Was bleibt ?
von vielleser18 aus Hessen am 27.09.2016

Die Protagonistin Lola Salz lebte von 1905 bis 2015 - ein langes Leben. In dem Roman "Die unsterbliche Familie Salz" dreht sich alles um das Leben der Familie Salz, angefangen von Lolas Eltern bis hin zu ihrer Urenkelin. Lola spielt dabei die Hauptrolle. Nicht immer, aber immer wieder geht... Die Protagonistin Lola Salz lebte von 1905 bis 2015 - ein langes Leben. In dem Roman "Die unsterbliche Familie Salz" dreht sich alles um das Leben der Familie Salz, angefangen von Lolas Eltern bis hin zu ihrer Urenkelin. Lola spielt dabei die Hauptrolle. Nicht immer, aber immer wieder geht es um ihr Leben. Dabei gibt es verschiedene Sichtweisen. Die Abschnitte werden von verschiedenen Progonisten erzählt, dabei wechselt auch der Sprachmodus, das macht es sehr authentisch. So ist es Lola selbst, ihr Ehemann, ihre Tochter, ihre Enkelin und die Urenkelin, die hier zu "Wort" kommen. Faszinierend dabei ist, dass es die Erlebnisse in jeder Generation anders interpretiert werden. Die Familie Salz hat von Anfang ein Problem: Die Familie. Es gibt viele Animositäten untereinander, die Familie ist - fast in jeder Generation - zerstritten. Es wird wenig miteinader gesprochen, jeder lebt sein Leben und gerade Lola ist es, die durch ihre schwere Kindheit und einschneidende Erlebnisse am Ende des Krieges, es auch nicht schafft ihren Kindern eine gute Mutter zu sein. Warum Lola so war, wie sie war, dass wird in den nachfolgenden Generationen nicht verstanden, weil Lola ihnen nichts erzählt und es ihnen auch nicht einfach macht. So wird vieles falsch interpretiert. Es ist eine Geschichte voller Schatten - voller dunkler Ereignisse, die ihre Schatten werfen auf die nachfolgende Generation. Aber es geht auch um die Schattenbilder der Proganisten, angefangen mit den Scherenschnitten und den Erzählungen von Lolas Mutter, ziehen sich die Schatten durch diese Geschichte wie ein roter Faden. Zitat S. 170: " Es ist vorbei....wir beide wissen: Nichts dergleichen geht je vorbei...Mann kann solche Dinge weder vergessen noch gänzlich überwinden.....Meine Methode ist eine andere: Ich schreibe. Auf Papier lässt sich Furchteinflössendes leichter bannen. Selbst Schatten werden bloß zu einem Acht-Buchstaben-Wort". Der Anfang der Geschichte zieht sich ein wenig, doch ich hatte das Gefühl, dass es wie in einem Strudel, mich - je mehr ich gelesen hatte - immer mehr in diese Geschichte hinein gezogen hat. Es geht auch um Ängste und hier darf ich mal den Satz auf Seite 257 zitieren: " Angst ist etwas, das man hat oder nicht hat. Jeder trägt sie in sich. Man muss einfach aufpassen, dass sie nicht zu groß wird. " Die meisten der Protagonisten hatben mit Angst zu kämpfen, die Ängste geben sie weiter, ertränken sie im Alkohol, sie zerbrechen daran. Am Ende jedoch gibt es einen Hoffnungsschimmer in einer neuen Generation. Am Ende bleibt die Frage: Was bleibt von einem Menschenleben ? Zitat S. 426: "Wir glauben Zusammenhänge zu erkennen, uns zu entwickeln, besser zu sein als jemals zuvor - und tappen damit in die gefährlichste aller Fallen: Wir verwechseln Glauben mit Wissen" Am Ende ist alles Geschichte. Fazit: Eine Geschichte mit wenig Licht und voller Schattenseiten. Eine Geschichte, die mich gefesselt hat. Keine einfache Geschichte, aber eine, die mich gefesselt und fasziniert hat.

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Macht der Familiengeheimnisse
von D. Brown aus München am 21.09.2016

Die hundert Jahre Geschichte der Familie Salz ist die Geschichte ihrer Frauen. Ob die Großmutter Maria Franziska deren Schwiegertochter Rosa, deren Tochter Lola, deren Tochter Aveline deren Nichte Emma und am Ende deren Tochter Tara erzählen und berichten, es ist lesenswert. Sechs Frauenschicksale und deren Zeit beschreibt der Autor... Die hundert Jahre Geschichte der Familie Salz ist die Geschichte ihrer Frauen. Ob die Großmutter Maria Franziska deren Schwiegertochter Rosa, deren Tochter Lola, deren Tochter Aveline deren Nichte Emma und am Ende deren Tochter Tara erzählen und berichten, es ist lesenswert. Sechs Frauenschicksale und deren Zeit beschreibt der Autor Christopher Kloeble manchmal sehr humorvoll, manchmal sehr ernst entsprechend der Erlebnisse. Man erfährt über die Besessenheit von Rosa mit den Schatten die alle Frauen begleitet und bewegt, ja bisweilen schier in den Wahnsinn treibt. Gespannt verfolgt der Leser die Wege die die Frauen z. Teil bis nach Indien führen. Die Hauptprotagonistin Lola erlernt von ihrer Mutter Rosa auf die Schatten der Menschen zu achten. Rosa schneidet von jedem Familienmitglied einen Schattenbriss welcher die Person bis zu ihrem Tod wie ein Portrait an der Wand zeigt, und deren Charakter symbolisiert. Lola selbst berichtet von vielen Familiengeheimnissen teilweise recht schonungslos wie z. B. der Eskapaden ihrer Tante Allie, die ihren Gatten schamlos betrügt und schließlich ihrer Zeit gemäß, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, dafür bitter büßen wird. Aus der Sicht der verschiedenen Familienmitglieder erfährt man die unterschiedlichen Sichtweisen der Ereignisse, was eine besondere Atmosphäre schafft. Zeitweise glaubt man ein Tagebuch zu lesen, was jedoch nie langweilig wird. Doch alles beherrschend bleibt Lola über drei Generationen. Besonders ihrer Tochter Aveline beschert sie ein trauriges Schicksal. Verschwiegene Geheimnisse sind die stärksten Mittel ihrer Macht über ihre Kinder und selbst über die Enkel. Ein wunderbares Buch hat Christopher Kloeble geschrieben, dass mich von der ersten bis zur letzten Seite in Bann gehalten hat. Mein Fazit: Lesenswert.

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Die Schatten der Vergangenheit
von StefanieFreigericht am 20.09.2016

Die unsterbliche Familie Salz erzählt die Geschichte ebendieser entlang hangelnd an der Geschichte Deutschlands von 1914 bis 2015. Wie ein roter Faden zieht sich dabei das Motiv der Schatten durch die gesamte Handlung: die spätere Matriarchin der Familie, Großmutter Lola, lernt als neunjährige mit ihrem Schatten zu kommunizieren, dem... Die unsterbliche Familie Salz erzählt die Geschichte ebendieser entlang hangelnd an der Geschichte Deutschlands von 1914 bis 2015. Wie ein roter Faden zieht sich dabei das Motiv der Schatten durch die gesamte Handlung: die spätere Matriarchin der Familie, Großmutter Lola, lernt als neunjährige mit ihrem Schatten zu kommunizieren, dem sie einen Namen gibt und so den abwesenden Vater erträgt, die Krankheit der Mutter – Schattenlose fürchtet sie besonders als Männer, nach den schrecklichen Erlebnissen mit ihrer Schwester im Zweiten Weltkrieg, als sie schon erwachsen ist. Schatten erzählen ihr die Wahrheit und ohne Schatten stirbt man – ihre Ängste gibt sie nach den Schrecken der Kriegsjahre weiter an ihre Kinder, besonders an die Tochter. Und während der Schatten einerseits als Schutz wirkt, lasten doch gleichzeitig die Schatten der Vergangenheit, der eigenen und der der Vorfahren, schwer auf dem Personal des Romans. „Sie alle handelten bloß getrieben von der Furcht, allein zu sein“ S. 373 Was mich zunehmend beeindruckte an dieser Familiengeschichte, die im Wechsel aus der Sicht verschiedener Familienmitglieder geschrieben ist, ist, dass die verschiedene Sicht auch einhergeht mit einem verschiedenen Stil: so berichtet zum Beispiel Lola, die Großmutter, als Ich-Erzählerin im direkten Dialog mit dem Leser aus ihrer Kindheit bis Jugend. Auch der spätere Ehemann Alfons berichtet als Ich-Erzähler, weiß jedoch gleichzeitig alles, was seiner Frau Lola und den beiden Kindern, Kurt und Aveline „Ava“ widerfährt – die Darstellung ist unterteilt durch Ortsangaben und kurze zusammenfassende Überschriften zum Inhalt im Stil von „Wo xy passierte“, eher in Form eines persönlichen Berichts. Auf mich wirkten die Kapitel unterschiedlich bindend als Leser: Während ich dem Plauderstil der alten Frau aus ihrem Krankenbett gern folgte und auch das Gefühl hatte, gut in die Zeit hinein versetzt zu werden, fremdelte ich eher mit Alfons‘ Kapitel: zu sehr sprangen mir die Erlebnisse gerade der ersten Jahre im Zweiten Weltkrieg, wirkten auf mich wie eine bloße Aufzählung: Bombenalarm, Schließung der Theater – weiter, Einberufung, Flucht vor den Bomben, Notquartier – weiter. Die vorher aufgebaute Beziehung zu den Personen ging mir fast verloren, kam erst zum Ende des Kapitels wieder und mit dem folgenden aus der Sicht von Tochter Avelina – diesmal als Du-Erzähler (ein Ich-Erzähler, der sich selbst duzt). Das Buch schließt (nun, fast…) gar mit einem Kapitel, das als Word-Dokument gelten soll. Die Erzählung läuft weitgehend chronologisch, bis auf das erste kurze Kapitel aus der Sicht von Emma Salz, der Enkelin, das 2015 angesiedelt ist, und die Geschichte einleitet sowie mit dem (vor-)letzten Kapitel eine Art Klammer um die Kapitel bildet. Dazu gibt es teils eine Art Vorgriff, wenn die jeweilige Perspektive auf eine zukünftige Konsequenz oder Handlung vorgreift – das geschieht weniger im Sinne eines übergeordneten allwissenden Erzählers, vielmehr wird weitestgehend der Eindruck heraufbeschworen, der jeweiligen Hauptperson des Kapitels beim Erzählen zuzuhören. Selten habe ich einen dergestalt meisterlichen Umgang schon allein mit der Form gelesen – der Inhalt steht dem mitnichten nach. Was wirklich geschehen ist, darf sich der Leser gelegentlich über die Seiten hin zusammenreimen – wenn es denn so eine einfache klare Wirklichkeit gibt, geben kann. Autor Christopher Kloeble schafft es, die vielen Personen der verschiedenen Generationen der Familie Salz so einzuführen, dass ich sie mühelos ein- und zuordnen kann, da er ihnen jeweils einzeln Zeit und Raum lässt. Sie alle, begonnen mit der Matriarchin Lola, haben diesen bereits erwähnten besonderen Bezug zu den Schatten – als Leser erfährt man viel über familienbezogene und historisch entstandene Verantwortlichkeit und Schuld, Liebe und Abhängigkeit, Verschweigen und Verleugnen. „…wir verstehen etwas und immer mehr. Aber eigentlich haben wir nichts verstanden. Wir glauben, Zusammenhänge zu erkennen, uns zu entwickeln, besser zu sein als jemals zuvor – und tappen damit in die gefährlichste aller Fallen: Wir verwechseln Glauben mit Wissen. Wir haben vergessen, dass wir einmal wussten, dass wir nichts wussten.“ S. 409 Dieses Buch hat mich zum Nachdenken gebracht, mich verstört, verzaubert und ergriffen – und immer wieder überrascht mit einer neuen Wendung. Ich empfehle es nachhaltig, auch wenn es vielleicht zwischendurch etwas Geduld benötigt.

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Die Schatten der Familie Salz
von einer Kundin/einem Kunden aus Belm am 13.09.2016

Nach seinem Debüt " Unter Einzelgängern " und " Meistens alles sehr schnell " ist " Die unsterbliche Familie Salz " das dritte Buch des Autors Christopher Kloeble und ich muss sagen ,dass dieses Buch eine anspruchsvolle und gelungene Familiengeschichte ist. Beginnend im Jahr 1914 erstreckt sich die Geschichte... Nach seinem Debüt " Unter Einzelgängern " und " Meistens alles sehr schnell " ist " Die unsterbliche Familie Salz " das dritte Buch des Autors Christopher Kloeble und ich muss sagen ,dass dieses Buch eine anspruchsvolle und gelungene Familiengeschichte ist. Beginnend im Jahr 1914 erstreckt sich die Geschichte der Familie Salz bis in die Zukunft und das Jahr 2027, immer von einem anderen Familienmitglied beschrieben und so erfährt der Leser nicht nur viel Zeitgeschichte, sondern bekommt einen Einblick in die Familie Salz, deren Stammbaum vorne im Buch aufgeführt ist, was schon eine große Hilfe war. Hervorstechen tuen in dieser Familie die Frauen. Allen voran Lola, deren Leben wir von 1914 bis 2015 verfolgen dürfen. Sie verliert schon mit 9 Jahren ihre Mutter, die an einer ominösen Krankheit verstirbt, oder vielleicht auch an der Lieblosigkeit, die ihr Ehemann ihr entgegenbringt. Aufgewachsen in München muss die Familie, die neben der Mutter noch 3 Kinder zählt , ihr gewohntes Umfeld verlassen und zieht nach Leipzig, wo Herr Salz den Fürstenhof übernimmt, ein Hotel gehobener Klasse. Die Familie lebt auch in diesem Hotel, muss aber während des Krieges fliehen, da die Ostfront immer weiter nach vorne rückt. Die Erlebnisse , die Lola, ihre Familie und ihre Schwester auf der Flucht erleben, prägen ihr ganzes Leben, aber auch dass ihrer Kinder und später auch das ihres Enkels. Die Schatten, die die meisten Menschen haben, denn vor Menschen , die keinen haben soll man sich in acht nehmen, spielen auch eine große Rolle in diesem Roman. Mit einigen anfänglichen Schwierigkeiten, die ich zu Anfang bei diesem Roman hatte, startete ich dieses Buch, dass ich dann man aber spätestens bei der Erzählung von Lolas Mann, einem Schauspieler, wie Lola selbst auch, nicht mehr aus der Hand legen konnte. Nicht nur die Beschreibungen der verschiedenen Zeitstränge haben mir gefallen, sondern auch die Beschreibung der Personen, egal wie unsympathisch sie auch waren, denn das hatte ja auch seinen Grund. Lola, die die Familie sehr stark geprägt hat durch ihre nicht verarbeiten Erlebnisse und ihre starke Persönlichkeit, hätte ich schon manchmal schütteln können, um ihr zu sagen " Merkst du gar nicht , was du da anrichtest ", doch auch die anderen Figuren waren für mich gelungen. Schön fand ich, dass der Kreislauf durchbrochen wurde und Emma ohne die Angst der Familie aufwachsen durfte . Auch der Fürstenhof spielt eine sehr wichtige Rolle in diesem Buch, der nach der Wende wieder in den Besitz der Familie zurückkommt. Ich habe dieses Buch sehr genießen können, zumal es auch in einer etwas anspruchsvolleren Sprache geschrieben wurde und sich somit von einigen anderen Familiengeschichten abhebt. volle 5 Sterne für eine tolle Familiengeschichte

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Die Schatten der Familie Salz
von Marita Robker-Rahe aus Belm am 13.09.2016

Nach seinem Debüt " Unter Einzelgängern " und " Meistens alles sehr schnell " ist " Die unsterbliche Familie Salz " das dritte Buch des Autors Christopher Kloeble und ich muss sagen ,dass dieses Buch eine anspruchsvolle und gelungene Familiengeschichte ist. Beginnend im Jahr 1914 erstreckt sich... Nach seinem Debüt " Unter Einzelgängern " und " Meistens alles sehr schnell " ist " Die unsterbliche Familie Salz " das dritte Buch des Autors Christopher Kloeble und ich muss sagen ,dass dieses Buch eine anspruchsvolle und gelungene Familiengeschichte ist. Beginnend im Jahr 1914 erstreckt sich die Geschichte der Familie Salz bis in die Zukunft und das Jahr 2027, immer von einem anderen Familienmitglied beschrieben und so erfährt der Leser nicht nur viel Zeitgeschichte, sondern bekommt einen Einblick in die Familie Salz, deren Stammbaum vorne im Buch aufgeführt ist, was schon eine große Hilfe war. Hervorstechen tuen in dieser Familie die Frauen. Allen voran Lola, deren Leben wir von 1914 bis 2015 verfolgen dürfen. Sie verliert schon mit 9 Jahren ihre Mutter, die an einer ominösen Krankheit verstirbt, oder vielleicht auch an der Lieblosigkeit, die ihr Ehemann ihr entgegenbringt. Aufgewachsen in München muss die Familie, die neben der Mutter noch 3 Kinder zählt , ihr gewohntes Umfeld verlassen und zieht nach Leipzig, wo Herr Salz den Fürstenhof übernimmt, ein Hotel gehobener Klasse. Die Familie lebt auch in diesem Hotel, muss aber während des Krieges fliehen, da die Ostfront immer weiter nach vorne rückt. Die Erlebnisse , die Lola, ihre Familie und ihre Schwester auf der Flucht erleben, prägen ihr ganzes Leben, aber auch dass ihrer Kinder und später auch das ihres Enkels. Die Schatten, die die meisten Menschen haben, denn vor Menschen , die keinen haben soll man sich in acht nehmen, spielen auch eine große Rolle in diesem Roman. Mit einigen anfänglichen Schwierigkeiten, die ich zu Anfang bei diesem Roman hatte, startete ich dieses Buch, dass ich dann man aber spätestens bei der Erzählung von Lolas Mann, einem Schauspieler, wie Lola selbst auch, nicht mehr aus der Hand legen konnte. Nicht nur die Beschreibungen der verschiedenen Zeitstränge haben mir gefallen, sondern auch die Beschreibung der Personen, egal wie unsympathisch sie auch waren, denn das hatte ja auch seinen Grund. Lola, die die Familie sehr stark geprägt hat durch ihre nicht verarbeiten Erlebnisse und ihre starke Persönlichkeit, hätte ich schon manchmal schütteln können, um ihr zu sagen " Merkst du gar nicht , was du da anrichtest ", doch auch die anderen Figuren waren für mich gelungen. Schön fand ich, dass der Kreislauf durchbrochen wurde und Emma ohne die Angst der Familie aufwachsen durfte . Auch der Fürstenhof spielt eine sehr wichtige Rolle in diesem Buch, der nach der Wende wieder in den Besitz der Familie zurückkommt. Ich habe dieses Buch sehr genießen können, zumal es auch in einer etwas anspruchsvolleren Sprache geschrieben wurde und sich somit von einigen anderen Familiengeschichten abhebt. volle 5 Sterne für eine tolle Familiengeschichte.

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Unsterbliche Schatten
von solveig am 09.09.2016

Das Leben von vier Generationen einer Familie und ihre Schicksale in einem Zeitraum von einhundert Jahren - was gerät in Vergessenheit, verschwindet; was wird weitergegeben und „unsterblich“, so wie es der Titel formuliert? Christopher Kloeble geht diesen Fragen auf sehr eindrucksvolle und unterhaltsame Weise in seinem neuen Roman... Das Leben von vier Generationen einer Familie und ihre Schicksale in einem Zeitraum von einhundert Jahren - was gerät in Vergessenheit, verschwindet; was wird weitergegeben und „unsterblich“, so wie es der Titel formuliert? Christopher Kloeble geht diesen Fragen auf sehr eindrucksvolle und unterhaltsame Weise in seinem neuen Roman nach, in dem er seinen Lesern einen ausführlichen Einblick in das Leben der Mitglieder der Familie Salz gewährt. Der Roman beginnt mit der Erzählung Lolas, der Tochter von Rosa und Herrn Salz (wie Lola ihren Vater stets nennt), dem Erwerber des Hotels „Fürstenhof“ in Leipzig. Sie, die als alte Frau viele Jahre im Wachkoma in besagtem Hotel zubringt, schildert ihr Leben einem imaginären Zuhörer. Mit den Schattenrissen ihrer Familie aufgewachsen, die ihre Mutter liebevoll anfertigt, lässt die Existenz menschlicher Schatten und deren Bedeutung sie zeitlebens nicht los. Ihre These „Schatten verraten immer die Wahrheit“ dominiert ihr ganzes Dasein. Und nicht nur das: Auch durch die Lebensläufe ihrer Kinder, Enkel, sogar Urenkel zieht sich das Thema „Schatten“ in jeweils unterschiedlichen Ausprägungen und beeinflusst deren Leben. Doch auch der „Fürstenhof“ hinterlässt Spuren, bei Lola wie auch ihren Nachkommen. So wird schnell deutlich, warum die Familie Salz „unsterblich“ ist: der Einfluss vorhergehender Generationen, ihr vererbter „Schatten“, lässt sich nicht so einfach abschütteln, sondern wirkt auf die eine oder andere Weise auf das Leben der Nachgeborenen ein. Kloeble schlägt einen leichten Erzählton an, schildert komische und tragische Ereignisse emotional, ohne rührselig zu sein. Stets ist eine Spur Humor dabei zu spüren, manchmal Galgenhumor. Doch die Leichtigkeit seiner Schreibweise täuscht nicht darüber hinweg, dass sein Roman keinesfalls banal oder „leichte Kost“ ist. Der Autor beleuchtet die lange Geschichte der Familie aus diversen Perspektiven; zu Wort kommen mehrere Familienmitglieder unterschiedlicher Generationen, deren Sicht der Dinge am Ende des Romans ein komplettes, klares Bild ergibt. Seine Protagonisten wirken echt, ebenso menschlich und glaubwürdig erscheinen ihre Probleme, die den Leser unmittelbar berühren. Zusätzliche Lebendigkeit und Authentizität verleiht dem Roman der Apekt, dass die schicksalhaften Ereignisse im Leben der Familie Salz mit einem konkreten historischen Hintergrund verwoben sind. „Die unsterbliche Familie Salz“ ist für mich einer beeindruckendsten Familienromane, die in diesem Jahr erschienen sind.

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Lesenswerte Chronik einer außergewöhnlichen Familie
von einer Kundin/einem Kunden aus Brachbach am 05.09.2016

„Meine Großmutter starb zwei Mal. Nur war sie nach dem ersten Mal nicht tot.“ So beginnt Emma Salz aus der dritten Generation der unsterblichen Familie Salz 2015 ihre Erzählung auf die Sicht der Dinge und eröffnet damit die Familienchronik,... „Meine Großmutter starb zwei Mal. Nur war sie nach dem ersten Mal nicht tot.“ So beginnt Emma Salz aus der dritten Generation der unsterblichen Familie Salz 2015 ihre Erzählung auf die Sicht der Dinge und eröffnet damit die Familienchronik, die sich über 100 Jahre spannt. Dreh- und Angelpunkt ist das Leipziger Prachthotel Fürstenhof, das „Herr“ Salz 1914 kauft. Der Autor Christoph Kloeble hat mit dem Roman „Die unsterbliche Familie Salz“ ein außergewöhnliches Portät einer weiß Gott nicht heterogenen Familie geschaffen, das zu lesen sich unbedingt lohnt. Neben Emma Salz lässt er die einzelnen Kapitel aus der Perspektive weiterer Familienmitglieder schildern, um letztlich den Erzählbogen wieder mit Emma Salz und ihrem erneuten „Meine Großmutter starb zwei Mal …“ abzurunden. Alle Protagonisten erhalten die Möglichkeit, die Entwicklung und Ereignisse um diese zerrüttete Familie in der Ich-Perspektive darzustellen. Lediglich die labile Aveline Salz berichtet aus ihrer Sicht konsequent in der zweiten Person – wie ich finde, ein genialer Schachzug des Autors. Dazwischen macht der Leser Bekanntschaft mit der äußerst wechselvollen Geschichte der Familie vor dem Hintergrund der epochalen deutschen und europäischen Historie des vorigen Jahrhunderts. Das ist im weiteren Verlauf zugegebenermaßen nicht immer einfache Kost und stellt gewisse Anforderungen an den Leser. Aber gerade das macht die Qualität von Inhalt und Sprache des Romans aus. Ich habe es selten erlebt, dass es einem Schriftsteller so hervorragend gelingt, Charaktere und Geschichten prägnant in einen Raum zu stellen. Das Umschlagbild greift eine zentrale Frage des Romans auch bildlich auf: Welche Schatten werfen wir auf die Generationen nach uns? Dazu kommt im Roman der Schatten selbst zu Wort als „Das Gebiet hinter einem beleuchteten Körper, in das kaum Licht eindringt“. Auch das eine ausgezeichnete Idee innerhalb der Romankomposition. Ich habe unterhaltsame, kurzweilige Lesestunden hinter mir, dank Christoph Kloebles unsterblicher Familie Salz mit all ihren Widersprüchen, Eigenheiten und Eigenwilligkeiten. Für mich einer der besten Romane des Jahres!

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Sehr eindringliche und berührende Familiengeschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Brake am 04.09.2016

"Ihr Leben reichte so weit zurück, dass die meisten Jahre davon längst in den Geschichtsbüchern standen. Sie war ein lebendes Beispiel dafür, wie wenig von dem, was wir sind, übrig bleibt. Nicht umsonst bezeichnen wir das Früher als Geschichte. Mehr als eine Geschichte, die sich die Lebenden über die... "Ihr Leben reichte so weit zurück, dass die meisten Jahre davon längst in den Geschichtsbüchern standen. Sie war ein lebendes Beispiel dafür, wie wenig von dem, was wir sind, übrig bleibt. Nicht umsonst bezeichnen wir das Früher als Geschichte. Mehr als eine Geschichte, die sich die Lebenden über die Toten erzählen, ist es nämlich nicht." (Seite 382) Wir begleiten die Familie Salz durch ein ganzes Jahrhundert. Angefangen 1914 bis 2015 und sogar darüber hinaus. Wir erleben zwei Weltkriege, die Teilung und Wiedervereinigung Deutschlands. Und mittendrin immer die Familie Salz. Es gibt im Buch mehrere Abschnitte die jeweils in einer anderen Zeit spielen. Außerdem wechseln in jedem Abschnitt die Erzähler und auch der Erzählstil. Zu Anfang war dies ungewohnt, da man sich erstmal an die neue Person und deren Stil gewöhnen musste. Im Mittelpunkt des Ganzen steht aber immer wieder Lola Rosa Salz. Gerade der erste und zweite Abschnitt haben mir unglaublich gut gefallen. Zu Anfang wird die Geschichte von Lola selbst erzählt. Sie schildert wie sie nach einigen Schicksalsschlägen mit Ihrer Familie von München nach Leipzig zieht. Dort erwerben sie den legendären Fürstenhof und dieser wird dann zum Mittelpunkt der Familie Salz. Doch auch dort erfährt Lola in Ihrer Kindheit einige traumatische Erlebnisse und wird anschließend von Ihrem Vater in ein Erziehungsheim gesteckt. Im zweiten Abschnitt befinden wir uns in den Anfängen des zweiten Weltkrieges Man erfährt sehr viel über die damalige Zeit und ganz besonders über den Krieg. Schonungslos erzählt uns hier der Autor wie es damals zuging und wie Aussichtslos doch die Lage für die Menschen damals war. Und leider prägte diese Zeit Lola ganz besonders. Ihre Wesensveränderung fand ich glaubwürdig und ja, auch nachvollziehbar. Trotzdem ist es schwer zu verstehen das sie später so ist wie sie ist und Ihre Kinder nicht wirklich Liebe von Ihr erfahren. "In Deutschland sprinte man rückwärts zum Ziel und mache sich das Leben unnötig schwer. Niemand widme sich so ausgiebig der eigenen Vergangenheit wie die Deutschen" (Seite 392) Insgesamt hat mir "Die unsterbliche Familie Salz" sehr gut gefallen. Wir lernen im Laufe der Zeit sehr viele Familienmitglieder kennen und erfahren aus deren Blickwinkeln den Werdegang der Familie. Über diese hat sich ein Schatten aus gelegt, den keiner wirklich anschütteln konnte. Abschließend kann man sagen das es keinen Zusammenhalt innerhalb der Familie gab. Keiner hat dem anderen wirklich Liebe gegeben und hat welche bekommen. Eine sehr traurige Familiengeschichte die einen wirklich nachdenklich zurück lässt. Ich glaube die Familie Salz wird mir nicht so schnell aus dem Kopf gehen. "Angst nicht etwas, das man hat oder nicht hat. Jeder trägt sie in sich. Man muss einfach aufpassen, dass sie nicht zu groß wird." (Seite 257)

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Fesselnder Familienroman
von einer Kundin/einem Kunden am 30.08.2016

„Die unsterbliche Familie Salz“ erzählt die Familiengeschichte eben jener Familie Salz vom Jahr 1914 bis zum Jahr 2027. Nach einem kurzen Prolog macht Lola Rosa den Anfang und berichtet vom Jahr 1914. Sie ist damals gerade 9 Jahre alt und mit ihr Familie von München nach Leipzig gezogen um... „Die unsterbliche Familie Salz“ erzählt die Familiengeschichte eben jener Familie Salz vom Jahr 1914 bis zum Jahr 2027. Nach einem kurzen Prolog macht Lola Rosa den Anfang und berichtet vom Jahr 1914. Sie ist damals gerade 9 Jahre alt und mit ihr Familie von München nach Leipzig gezogen um das Hotel Fürstenhof zu übernehmen. Sie erzählt aber aus der Sicht der alten Lola Rosa, die schon seit etlichen Jahren im Koma liegt. Die Familie Salz ist zerrüttet, es herrscht eine große emotionale Kälte. Es ist eine Art Lebensbeichte, sie möchte berichten, wie es dazu kommen konnte: „Sie hören mir noch zu? Ich hoffe - um ehrlich zu sein: erwarte es! Alles, alles müssen Sie sich merken. Keine Ausflüchte! Machen Sie sich meinetwegen Notizen. Für Wiederholungen bleibt keine Zeit. Wenn meine Kinder verstehen sollen wer ich bin, müssen sie erfahren, wie alles begann.“ (S. 36) Auch wenn später andere Familienmitglieder zu Wort kommen und die Rolle der Protagonisten übernehmen: Dreh- und Angelpunkt der Geschichte sind immer Lola Rosa und der Fürstenhof. Der Aufbau des Romans ist sehr interessant. Jeder Abschnitt ist eine Art Lebensbericht, der meist an die Nachkommen gerichtet ist. Dabei wechselt nicht nur der Erzähler, sondern mit ihm auch der Erzählstil. Jeder Erzähler hat ganz deutlich seine eigene Stimme und Art zu erzählen. Und natürlich ist seine Sichtweise nicht objektiv. Das macht den Roman äußerst interessant zu lesen! Allerdings bringt es auch Schwierigkeiten mit sich. Nach jedem Abschnitt muss man sich erst auf den neuen Erzähler einstellen und nicht alle haben mir gleich gut gefallen. Durch den Abschnitt von Aveline Salz musste ich mich ein wenig durchkämpfen und ich war froh, als er vorbei war. Der Abschnitt, in dem Lola Rosa erzählt (gleich zu Beginn), hat mir am Besten gefallen. Ich war ganz verzaubert und habe Lola Rosa als Erzählerin das ganze Buch über ein bisschen nachgetrauert. Hier ein Beispielsatz: „In der Ferne stieg schwarzer Rauch aus Schornsteinen und vermischte sich mit dem Nachthimmel. Als würde in den Fabriken Dunkelheit hergestellt.“ (S. 51) Das große Thema des Romans habe ich noch gar nicht erwähnt: es sind die Schatten der Menschen. Aber darauf möchte ich gar nicht weiter eingehen, dass soll sich jeder selbst erlesen! Ich finde diesen „roten Faden“ der sich durch das Buch zieht, sehr gelungen. Ein richtig toller Roman, der mich sehr gefesselt hat! Genial konstruiert bis zum Schluss. Gerade die letzten paar Seiten haben einen tollen und berührenden Schlusspunkt gesetzt. Da kann ich über den etwas schwächeren Part im Mittelteil hinwegsehen und gebe trotzdem 5 Sterne. Leseempfehlung!

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Den Wandel der Geschichte eindrucksvoll erzählt
von einer Kundin/einem Kunden aus Waldkirchen am 29.08.2016

Das Buch hat mich sehr beeindruckt und nachdenklich gestimmt. Es ist meiner Meinung nach sehr gut beschrieben, wie schwer und entbehrungsreich das Leben während des Krieges und zum Ende des Krieges gewesen ist. Die Flucht quer durchs Land und die Teilung 1945 in Ost und West ist sehr schön... Das Buch hat mich sehr beeindruckt und nachdenklich gestimmt. Es ist meiner Meinung nach sehr gut beschrieben, wie schwer und entbehrungsreich das Leben während des Krieges und zum Ende des Krieges gewesen ist. Die Flucht quer durchs Land und die Teilung 1945 in Ost und West ist sehr schön anhand der Familie Salz beschrieben. Wie eine Familie durch diese turbulente und schwere Zeit zerbricht und getrennte Wege geht, wo sie sich doch eigentlich braucht. Einzelne Schicksale versuchen ihre schlimmen Erfahrungen an die nächste Generation weiterzugeben und merken nicht, dass sie eigentlich alles viel schlimmer machen. So wie die Familie Salz über viele Generationen hinweg mit den geschichtlichen Ereignissen zu kämpfen hat, immer von der Sicht des jeweiligen Familienmitgliedes aus, kann sicherlich jeder Leser Parallelen zu seinem eigenen Leben und das seiner Vorfahren ziehen.

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Ein sehr vielschichtiger Roman
von einer Kundin/einem Kunden am 28.08.2016

Meinung: Dieses Buch ist sehr vielschichtig. Ein typisches Buch für Analysen in der Oberstufe oder der Universität. Der Text beinhaltet viel mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Es gibt ein paar Leitmotive, wie die Schattenthematik, die sich durch das ganze Buch zieht und einfach mehr zu sagen... Meinung: Dieses Buch ist sehr vielschichtig. Ein typisches Buch für Analysen in der Oberstufe oder der Universität. Der Text beinhaltet viel mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Es gibt ein paar Leitmotive, wie die Schattenthematik, die sich durch das ganze Buch zieht und einfach mehr zu sagen hat. Es erinnerte mich teilweise an eine modernere Version der Buddenbrooks, wenn auch nicht mit den selben Themen. Jedoch werden auch hier geschichtliche Ereignisse gekonnt mit einer Familiengeschichte verwoben. Wir begleiten die Familie durch die verschiedenen Generationen, in denen wir durchgehend den Wertewandel miterleben. Jeder Charakter ist auf seine Art ganz besonders. Anhand des Schreibstils gibt der Autor jeder Figur eine individuelle Stimme. Auch, wenn die meisten Figuren unsympathisch sind und man keine emotionale Verbindung mit ihnen aufbauen kann, sind sie nicht minder interessant. Man möchte wissen, was mit ihnen geschieht. Der Erzählstil hat mich besonders angesprochen. Er hat etwas ganz Eigenes, was ich sehr schätze, gerade bei derlei Literatur. Am besten man liest einmal in die Leseprobe hinein, um diesen kennenzulernen. Er ist sicherlich nicht für Jedermann etwas, jedoch passt er hervorragend zur Geschichte. Es ist kein Buch, dass man mal eben an einem Stück wegliest. Vielmehr sollte man ein wenig Zeit reinstecken und auch mal auf die intertextuellen Bezüge schauen, sowie die Symbolik und Motivik näher betrachten. Die Handlung an sich ist fesselnd. Spannend möchte ich nicht unbedingt sagen, denn das wäre wohl die falsche Beschreibung. Die Geschichte hat vielmehr den Effekt eines Sogs. Man fängt einmal an die Charaktere kennenzulernen und möchte dann auch wissen, wie ihr Leben verläuft. Neugierig wäre eine bessere Beschreibung. Zusammenfassend ist es ein gelungenes und vielschichtiges Buch, über das ich sicherlich noch ein wenig nachdenken werde. Es lohnt sich hier auch ein mehrmaliges Lesen.

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Eine neue Familiensaga
von einer Kundin/einem Kunden aus Gotha am 26.08.2016

Ich habe vor einiger Zeit ein anderes Buch von Christopher Klöble kennengelernt; 'Unter Einzelgängern' und ich war begeistert. Deshalb war ich neugierig auf den neuen Roman. Das Leipziger Hotel Fürstenhof gelangt 1914 in den Besitz der Familie Salz. Es ist ein prächtiges luxuriöses Hotel, mit einer interessanten Geschichte. Der Stammbaum der... Ich habe vor einiger Zeit ein anderes Buch von Christopher Klöble kennengelernt; 'Unter Einzelgängern' und ich war begeistert. Deshalb war ich neugierig auf den neuen Roman. Das Leipziger Hotel Fürstenhof gelangt 1914 in den Besitz der Familie Salz. Es ist ein prächtiges luxuriöses Hotel, mit einer interessanten Geschichte. Der Stammbaum der Familie zu Beginn des Buches erleichtert uns das Zurechtkommen. Eine wichtige Rolle in dieser Geschichte spielen Schatten, bereits in zwei Eingangszitaten aus “Die Brüder Karamasow“ und "Peter Pan" taucht dieses Thema auf. Und die „Schatten“ einer Generation legen sich auf die nächste; sie haben Namen, ein Entkommen ist schwer, sie ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Familie Salz. Darauf weist auch das gelungene Cover hin. Es handelt sich um eine Familiensaga. Die Familie Salz ist schon etwas Besonderes, nicht alle Mitglieder sind mir sympathisch, aber alle haben etwas Besonderes. Sie werden vom Autor sehr lebendig gezeichnet. Alle leben eigentlich nebeneinander her, aneinander vorbei , sie kennen sich nicht wirklich . Lokal spielt das prächtige Hotel Fürstenhof in Leipzig die Hauptrolle. Nachdem die Salzs ihre ursprüngliche Heimat München zugunsten von Leipzig aufgegeben haben, wird ihr Hotel dort schnell zum Aushängeschild der Familie. Ausgangspunkt der eigentlichen Saga ist der Sturz Lolas vom Dach des Hotels. Sie ist 85 Jahre alt und liegt im Koma. Der Autor erzählt aus den verschiedenen Blickwinkeln der Familienmitglieder. Wir begleiten diese durch die Wirren der Zeit, die tiefe Spuren hinterlassen , Schatten auf die Familie werfen. Man kann sich durchaus in die Salzs hineinversetzen, es gibt sehr berührende Szenen, aber auch Heiteres. Der Roman fasziniert durch die eingängige Sprache und die klare Verortung und durch die miteinander verwobenen Erzählebenen. Ein lesenswerter Familienroman mit geschichtlich gut recherchiertem Hintergrund.

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Die unsterbliche Familie Salz
von miss.mesmerized am 26.08.2016

Die beste Adresse am Platz: das Hotel Fürstenhof in Leipzig. Herr Salz bringt dafür seine Frau und die beiden Töchter Lola und Gretl von München nach Leipzig. Als die Mutter nach der Geburt des dritten Kindes immer mehr zerfällt, vereinsamen und die Töchter und schließlich kommt es durch mysteriöse... Die beste Adresse am Platz: das Hotel Fürstenhof in Leipzig. Herr Salz bringt dafür seine Frau und die beiden Töchter Lola und Gretl von München nach Leipzig. Als die Mutter nach der Geburt des dritten Kindes immer mehr zerfällt, vereinsamen und die Töchter und schließlich kommt es durch mysteriöse Umstände zum Tod der Mutter. Lola muss das Hotel verlassen und wird es erst viel später wiedersehen. Zunächst muss sie als Schauspielerin den Ersten Weltkrieg alleine mit zwei kleinen Kindern überleben und eine Odyssee durch Deutschland mitmachen. Die Erlebnisse prägen sie schwer und auch ihre Tochter Ava wächst so unter bescheidenen Bedingungen auf. Jung schon verliebt sie sich und wird schwanger – doch der Vater des Kindes verlässt sie 1960 und so muss auch sie alleine sich durch die Welt schlagen. Erst die Wendezeit ermöglicht den Nachkommen wieder Zugang zum Hotel und Lola sieht sich bereits als Herrscherin über den Fürstenhof. Ein Roman mit Zeitsprüngen, eine Familie mit einem Schicksal – alle sind sie durch Lolas Tat oder Vision in jungen Jahren geprägt und müssen diese Last tragen. Ob der Autor eine Art erbliche psychische Erkrankung nahelegt, ist nicht ganz klar, denn die Symptome sind nicht eindeutig, aber zumindest das Schicksal hat einiges für die Familienmitglieder bereitgehalten. Der Roman kann vor allem in den ersten beiden Episoden über die junge Lola und die Kriegswirren überzeugen. Hier ist er sprachgewaltig und überzeugend werden auch kleine Nuancen eingebaut. Danach lässt er für mich aber mehr und mehr nach und auch das Handeln der Figuren kann mich nicht mehr in dem Maße gewinnen wie die zuvor der Fall war. Vor allem Ava ist hier für mich nicht stimmig in ihrer Sucht, dabei hätte sie eine tolle, starke Frauenfigur werden können. Auch die junge Liebe um die Wendezeit ist mir eher suspekt als glaubwürdig zu wirken, die Figur Margots erscheint mir nicht authentisch, sondern stark konstruiert. Das Gesamturteil fällt daher verhalten aus, nach sehr starkem Beginn leider ein ebenso starker Abfall, wenn auch durchaus insgesamt lesenswert.

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Fesselnde Familiensaga
von inya am 23.08.2016

Die Geschichte der Familie Salz reicht von 1914 bis in die Zukunft das Jahr 2027. Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist Lola Salz, die in München geboren wird und ihre ersten Kinderjahre glücklich im Kreis ihrer Eltern zusammen mit ihrer kleineren Schwester Gretl in München erlebt. Nachdem der Vater... Die Geschichte der Familie Salz reicht von 1914 bis in die Zukunft das Jahr 2027. Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist Lola Salz, die in München geboren wird und ihre ersten Kinderjahre glücklich im Kreis ihrer Eltern zusammen mit ihrer kleineren Schwester Gretl in München erlebt. Nachdem der Vater einige Probleme in München angehäuft hat und ihre Tante Alli stirbt flüchtet die Familie Salz sozusagen nach Leipzig in den legendären Fürstenhof, ein prunkvolles Hotel, welches unter der Leitung von Herrn Salz zu neuem Ruhm gelangt. Leider beginnt hier nicht auch das Glück für Lola, im Gegenteil, ihre "Leidensgeschichte" findet hier nach der Erkrankung und Tod ihrer Mutter ihren Anfang. Mit viel Gefühl und sehr ergreifend werden nach den Jahren in Leipzig auch die Kriegsjahre geschildert, in denen Lola mit ihren Kindern durch ganz Deutschland flüchten muss und viel Ablehnung, aber auch Momente der Hoffnung erleben wird. Nach dem Krieg findet die Familie Salz leider auch keine Ruhe und verliert sich immer mehr. Die Geschichte der Familie Salz wird mit sehr viel Feingefühl von Christopher Klöble beschrieben. Vor allem machen die verschiedenen Erzählperspektiven der verschiedenen Familienmitglieder das Buch spannend. Es ist faszinierend, wie nah Menschen zusammenleben können und sich doch so fremd sind, dies ist ein Hauptthema in dem Buch. Für mich ist ein kleines Highlight des Buches, dass viele der Familienmitglieder eine Leidenschaft für Bücher und Literatur haben und die heilende Wirkung von Literatur eine immer wieder kehrende Stimmung der Geborgenheit erzeugt. Für mich ist dieses Werk durch und durch gelungen und eine wirklich spannende Reise durch die Zeit mit einer ganz speziellen Familie, die viele Geheimnisse birgt.

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Eine Familie im Lauf der Zeit
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 11.11.2016

1914 erwirbt die Familie Salz das prächtige Hotel Fürstenhof in Leipzig. Mit diesem Gebäude verbindet die Familie lange eine ganz besondere Geschichte – auch wenn Lola, die Tochter des Herrn Salz, es lange nicht betreten wird, nachdem dieser sie in ein Erziehungsheim steckte. Das Hotel hält den Wirren des... 1914 erwirbt die Familie Salz das prächtige Hotel Fürstenhof in Leipzig. Mit diesem Gebäude verbindet die Familie lange eine ganz besondere Geschichte – auch wenn Lola, die Tochter des Herrn Salz, es lange nicht betreten wird, nachdem dieser sie in ein Erziehungsheim steckte. Das Hotel hält den Wirren des Krieges stand, um später von den Machthabern der DDR betrieben zu werden. Auch die Familie Salz wird vom Krieg durcheinandergewirbelt, Lola muss mit ihren beiden Kindern flüchten, später beschreibt ihre Tochter Aveline das Leben in den Sechziger Jahren. Nach der Wende bemüht sich Kurt Salz darum, das Hotel in den Familienbesitz zurückzuholen. Seine Tochter Emma sucht nach ihrem Schatten und nach der Wahrheit. Christopher Koelble entwirft einen Roman um eine Familie und begleitet sie während mehrerer Generationen. Dabei lässt er über die Jahrzehnte immer wieder neue Familienmitglieder erzählen, so dass der Leser ein umfassendes Bild der Familiengeschichte erhält. Geschickt verwebt er dabei die Erlebnisse der Familie mit dem geschichtlichen Hintergrund. Wenn auch in der Familie selbst manches Geheimnis dabei verloren geht, der Leser kennt es weiterhin. Damit ist dem Autor eine besondere Familiengeschichte gelungen. Die Familienmitglieder werden mit ihren Ecken und Kanten dargestellt, so wie es sie nun mal in jeder Familie gibt. Der Leser bleibt zum Schluss etwas nachdenklich, denn das Buch wirft die Frage auf, was wir unseren Nachkommen vererben und ob das, was wir uns für sie wünschen, auch so ankommt. Das aber muss jeder für sich selbst herausfinden. Mich hat die Geschichte trefflich unterhalten, es ist ein gelungener Querschnitt einer Familie im Verlauf des letzten Jahrhunderts bis weit in die Zukunft voraus.

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Eine Familie im Lauf der Zeit
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 11.11.2016

1914 erwirbt die Familie Salz das prächtige Hotel Fürstenhof in Leipzig. Mit diesem Gebäude verbindet die Familie lange eine ganz besondere Geschichte – auch wenn Lola, die Tochter des Herrn Salz, es lange nicht betreten wird, nachdem dieser sie in ein Erziehungsheim steckte. Das Hotel hält den Wirren des... 1914 erwirbt die Familie Salz das prächtige Hotel Fürstenhof in Leipzig. Mit diesem Gebäude verbindet die Familie lange eine ganz besondere Geschichte – auch wenn Lola, die Tochter des Herrn Salz, es lange nicht betreten wird, nachdem dieser sie in ein Erziehungsheim steckte. Das Hotel hält den Wirren des Krieges stand, um später von den Machthabern der DDR betrieben zu werden. Auch die Familie Salz wird vom Krieg durcheinandergewirbelt, Lola muss mit ihren beiden Kindern flüchten, später beschreibt ihre Tochter Aveline das Leben in den Sechziger Jahren. Nach der Wende bemüht sich Kurt Salz darum, das Hotel in den Familienbesitz zurückzuholen. Seine Tochter Emma sucht nach ihrem Schatten und nach der Wahrheit. Christopher Koelble entwirft einen Roman um eine Familie und begleitet sie während mehrerer Generationen. Dabei lässt er über die Jahrzehnte immer wieder neue Familienmitglieder erzählen, so dass der Leser ein umfassendes Bild der Familiengeschichte erhält. Geschickt verwebt er dabei die Erlebnisse der Familie mit dem geschichtlichen Hintergrund. Wenn auch in der Familie selbst manches Geheimnis dabei verloren geht, der Leser kennt es weiterhin. Damit ist dem Autor eine besondere Familiengeschichte gelungen. Die Familienmitglieder werden mit ihren Ecken und Kanten dargestellt, so wie es sie nun mal in jeder Familie gibt. Der Leser bleibt zum Schluss etwas nachdenklich, denn das Buch wirft die Frage auf, was wir unseren Nachkommen vererben und ob das, was wir uns für sie wünschen, auch so ankommt. Das aber muss jeder für sich selbst herausfinden. Mich hat die Geschichte trefflich unterhalten, es ist ein gelungener Querschnitt einer Familie im Verlauf des letzten Jahrhunderts bis weit in die Zukunft voraus.

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Eine Familie im Lauf der Zeit
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 11.11.2016

1914 erwirbt die Familie Salz das prächtige Hotel Fürstenhof in Leipzig. Mit diesem Gebäude verbindet die Familie lange eine ganz besondere Geschichte – auch wenn Lola, die Tochter des Herrn Salz, es lange nicht betreten wird, nachdem dieser sie in ein Erziehungsheim steckte. Das Hotel hält den Wirren des... 1914 erwirbt die Familie Salz das prächtige Hotel Fürstenhof in Leipzig. Mit diesem Gebäude verbindet die Familie lange eine ganz besondere Geschichte – auch wenn Lola, die Tochter des Herrn Salz, es lange nicht betreten wird, nachdem dieser sie in ein Erziehungsheim steckte. Das Hotel hält den Wirren des Krieges stand, um später von den Machthabern der DDR betrieben zu werden. Auch die Familie Salz wird vom Krieg durcheinandergewirbelt, Lola muss mit ihren beiden Kindern flüchten, später beschreibt ihre Tochter Aveline das Leben in den Sechziger Jahren. Nach der Wende bemüht sich Kurt Salz darum, das Hotel in den Familienbesitz zurückzuholen. Seine Tochter Emma sucht nach ihrem Schatten und nach der Wahrheit. Christopher Koelble entwirft einen Roman um eine Familie und begleitet sie während mehrerer Generationen. Dabei lässt er über die Jahrzehnte immer wieder neue Familienmitglieder erzählen, so dass der Leser ein umfassendes Bild der Familiengeschichte erhält. Geschickt verwebt er dabei die Erlebnisse der Familie mit dem geschichtlichen Hintergrund. Wenn auch in der Familie selbst manches Geheimnis dabei verloren geht, der Leser kennt es weiterhin. Damit ist dem Autor eine besondere Familiengeschichte gelungen. Die Familienmitglieder werden mit ihren Ecken und Kanten dargestellt, so wie es sie nun mal in jeder Familie gibt. Der Leser bleibt zum Schluss etwas nachdenklich, denn das Buch wirft die Frage auf, was wir unseren Nachkommen vererben und ob das, was wir uns für sie wünschen, auch so ankommt. Das aber muss jeder für sich selbst herausfinden. Mich hat die Geschichte trefflich unterhalten, es ist ein gelungener Querschnitt einer Familie im Verlauf des letzten Jahrhunderts bis weit in die Zukunft voraus.

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