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Die Wand

Roman. Nachw. v. Klaus Antes

(2)
Eine Frau will mit ihrer Kusine und deren Mann ein paar Tage in einem Jagdhaus in den Bergen verbringen. Nach der Ankunft unternimmt das Paar noch einen Gang ins nächste Dorf und kehrt nicht mehr zurück. Am nächsten Morgen stösst die Frau auf eine unüberwindbare Wand, hinter der Totenstarre herrscht. Abgeschlossen von der übrigen Welt, richtet sie sich inmitten ihres engumgrenzten Stücks Natur und umgeben von einigen zugelaufenen Tieren aufs Überleben ein.
Portrait
Marlen Haushofer wurde 1920 im oberösterreichischen Frauenstein geboren. Sie studierte Germanistik in Wien und Graz und lebte später in Steyr. 1946 veröffentlichte sie ihren ersten Text. 1963 erschien "Die Wand", 1969, als ihr letzter Roman, "Die Mansarde". Marlen Haushofer zählt heute mit Ingeborg Bachmann zu den Vorläuferinnen der modernen Frauenliteratur. Marlen Haushofer wurde mit zahlreichen Literaturpreisen geehrt: 1953 Förderungspreis des österreichischen Staatspreises, 1956 Preis des Theodor-Körner-Stiftungsfonds, 1963 Arthur-Schnitzler-Preis, 1965 und 1967 Kinderbuchpreis der Stadt Wien und 1968 Österreichischer Staatspreis für Literatur.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 14.03.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-28812-3
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 150/95/30 mm
Gewicht 207
Buch (Taschenbuch)
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„das "under the dome" der schweiz“

Geraldine Chantal Daphne Dettwiler, Buchhandlung Basel

Als Schullektüre mit Wiederwillen begonnen, musste ich schon nach der ersten Seite feststellen dass dieses Buch gar nicht so schlecht war wie gedacht. Der Schreibstil ist einfach gehalten, verschieden Wörter werden erklärt. Erzählt wird aus der Ich perspektive, wobei Ich für eine Frau mittleren Alters steht. Ihren Namen erfährt man Als Schullektüre mit Wiederwillen begonnen, musste ich schon nach der ersten Seite feststellen dass dieses Buch gar nicht so schlecht war wie gedacht. Der Schreibstil ist einfach gehalten, verschieden Wörter werden erklärt. Erzählt wird aus der Ich perspektive, wobei Ich für eine Frau mittleren Alters steht. Ihren Namen erfährt man leider bis zum Schluss nicht.
Die Geschichte, handelt von eben dieser Frau, welche ein paar Tage Urlaub bei Freunden in einer Waldhütte machen möchte. Als diese einmal in die Stadt gehen und nicht wiederkommen wird sie misstrauisch und geht sie suchen. Dabei erkennt sie, dass sie in einer Art Glaskuppel gefangen ist. Das Leben ausserhalb ist erstarrt und tot. Ausser dem Hund Luchs, der trächtigen Kuh Bella und einer Katze ist sie alleine.
Marlen Haushofer fokussiert mehr auf das Überleben und den Kampf gegen die Einsamkeit und Angst, als auf das wieso und warum der Glaskuppel. Trotzdem war das Buch sehr spannend und das einzige was mich etwas gestört hat war das Ende. Da hätte ich mir etwas mehr gewünscht. Trotzdem eine sehr gelungene Geschichte, von der ich froh bin sie gelesen zu haben.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Beeindruckend
von einer Kundin/einem Kunden am 07.09.2016

Ich selbst habe dieses Buch in den 80er Jahren gelesen und es hat mich so beeindruckt, daß ich immer noch den Inhalt fast komplett wiedergeben könnte. Spannend, beklemmend, nachdenklich. Dieses Buch sollte man unbedingt lesen !

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immer im trend
von einer Kundin/einem Kunden aus Langenzersdorf am 08.11.2016

ein sehr schönes, leicht zu lesendes, spannendes, zum nachdenken anregendes buch, dass selbst einen kleinen macho wie mir, feminismus lehrt u. respektieren lässt. einzig die, zumindest für mich, manchmal langatmigen landschaftsbeschreibungen haben das buch, meiner meinung nach, unnötig in die länge gezogen. empfehlenswert!!!!

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Die Einsamkeit einer menschenleeren Welt
von Frank Ziegler am 07.08.2011
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Nach Aussage der Literaturkritikerin Eva Demski ist es eines der Bücher, "für dessen Existenz man ein Leben lang dankbar ist": Die Wand, das Hauptwerk der österreichischen Autorin Marlen Haushofer (1920 - 1970). "Verdutzt streckte ich die Hand aus und berührte etwas Glattes und Kühles: einen glatten kühlen Widerstand an einer... Nach Aussage der Literaturkritikerin Eva Demski ist es eines der Bücher, "für dessen Existenz man ein Leben lang dankbar ist": Die Wand, das Hauptwerk der österreichischen Autorin Marlen Haushofer (1920 - 1970). "Verdutzt streckte ich die Hand aus und berührte etwas Glattes und Kühles: einen glatten kühlen Widerstand an einer Stelle, an der doch gar nichts anderes sein konnte als Luft." Eine Frau will mit ihrer Kusine und deren Mann ein paar Tage in einem Jagdhaus in den Bergen verbringen. Abends unternimmt das Ehepaar noch einen Spaziergang ins nahe gelegene Dorf. Die beiden kehren nicht zurück. Zusammen mit dem Hund macht die Frau sich auf den Weg, um sie zu suchen. Sie stößt auf ein unsichtbares Hindernis ... Die Frau, offenbar letzte Überlebende einer Zivilisationskatastrophe, will und kann aber weiterleben - so schwierig das auch sein mag. Ein Stück Urgeschichte der Menschheit wird hier von Marlen Haushofer mitten ins 20. Jahrhundert versetzt. Die Wand - ein Roman für lange Herbst- und Winterabende. Denn hat man einmal zu lesen begonnen, möchte man nicht aufhören - um zu wissen, wie die Frau ihr Leben in der absoluten Einsamkeit einer menschenleeren Welt meistert.

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In einer Ausnahmesituation
von Inge Weis aus Pirmasens am 16.10.2012
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Die Autorin hat eine moderne Robinsonade geschrieben. Eine Frau geht mit Luise und ihren Mann Hugo in die Jagdhütte. Während sie in der Hütte bleibt, begeben sich die beiden anderen noch einmal ins Dorf in die Gaststätte. Als die Frau am nächsten Morgen erwacht, wundert sie sich, dass... Die Autorin hat eine moderne Robinsonade geschrieben. Eine Frau geht mit Luise und ihren Mann Hugo in die Jagdhütte. Während sie in der Hütte bleibt, begeben sich die beiden anderen noch einmal ins Dorf in die Gaststätte. Als die Frau am nächsten Morgen erwacht, wundert sie sich, dass sie noch allein ist. Zusammen mit dem Jagdhund Luchs, der bei ihr war, macht sie sich auf den Weg. Da prallt der Hund auf eine unsichtbare Wand. Sie stellt fest, dass sie von dieser Wand eingeschlossen ist. Ein Blick durch die Wand zeigt ihr eine Welt, die von einer Sekunde zur anderen erstarrt scheint. Der Sammelwut von Hugo hat sie es zu verdanken, dass sie in der Hütte alles findet, was sie zum Überleben braucht. Vor ihrem dritten Winter schreibt sie ihre Erlebnisse auf. Dieses Tagebuch darf ich lesen. Ihren Namen verrät sie nie. Sie beschreibt die ersten zwei Jahre in der Einsamkeit. Zu Luchs und ihr gesellen sich noch eine Katze und eine Kuh. Die Kuh ist trächtig. In der Jagdhütte kümmert sie sich um die Tiere. Sie erkennt Fähigkeiten an sich, die sie nie einsetzen durfte. Das Leben in der Natur ist nicht einfach. Geburt und Tod erlebt sie unmittelbar. Sehr eindrucksvoll sind der Autorin die Beschreibungen der Natur gelungen. Sie arbeitet viel mit Adjektiven und Metaphern. Auch im Zusammenleben der Frau mit den Tieren überwiegen die schönen Momente. Man spürt eine besondere Art des Einsseins. Den zweiten Sommer verbringt die Frau auf der Alm. Nur die Katze weigert sich, dorthin umzuziehen. Bildhaft wird gezeigt, dass sich ein Heimatgefühl eingestellt hat. Es bleibt die Sehnsucht nach der Jagdhütte. Im tiefsten Inneren hat die Frau immer das Gefühl, sich nicht genug um die Tiere zu kümmern. Aus ihrer Vergangenheit erfahre ich nicht viel. Dieses Leben hat sie abgestreift. Es scheint ein von außen Gesteuertes und Erzwungenes gewesen zu sein. Trotz aller Kargheit und mancher Angst ist sie jetzt ganz sie selbst. An das Phänomen Wand und seine Entstehung verschwendet sie nur selten einen Gedanken. Sie glaubt an eine Auseinandersetzung und ein Experiment, das misslungen ist und wundert sich, wo die Sieger dieser Auseinandersetzung geblieben sind. Sie lässt mich als Leser an ihrer Entwicklung teilnehmen, aber auch an ihren Ängsten. Im Laufe der Zeit verändern sich nicht nur ihre Lebensinhalte, sondern auch ihre Einstellungen. Damit bekommt das Buch zusätzlich einen philosophischen Aspekt. Es ist ein stilles Buch, das sich einer wunderbaren sprachlichen Vielfalt bedient. Im Mittelpunkt stehen meiner Meinung nach die Einheit von Mensch und Tier und die Verantwortung des Menschen, dargestellt in einer Extremsituation. Trotzdem bleibt eine Angst vor den Unwägbarkeiten. Doch die Entwicklung kann auch anders verlaufen. Der letzte Sommer auf der Alm zeigt die folgen. Die Frage nach dem „Warum“ bleibt offen… Die Autorin hat das Buch ohne Kapitel hintereinander weg geschrieben. Das macht das Lesen nicht einfach, da sich keine Pausen anbieten. Gleichzeitig zwingt es dazu, mit Bedacht zu lesen, um die Feinheiten der Sprache und der Beschreibung aufnehmen zu können.

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Ein Klassiker!
von Leni Pawelczynski aus Wiesbaden am 31.03.2012
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Eine Frau erwacht nach einer nicht näher beschriebenen Katastrophe alleine hinter einer unsichtbaren Wand. Marlen Haushofers apokalyptischer Roman ist in einer ganz nüchternen leisen Sprache geschrieben. Dieser Gegensatz zwischen der großen Katastrophe und den leisen Tönen erzeugt ein schwer fassbares Grauen beim Lesen. Für mich ist dieser moderne Klassiker... Eine Frau erwacht nach einer nicht näher beschriebenen Katastrophe alleine hinter einer unsichtbaren Wand. Marlen Haushofers apokalyptischer Roman ist in einer ganz nüchternen leisen Sprache geschrieben. Dieser Gegensatz zwischen der großen Katastrophe und den leisen Tönen erzeugt ein schwer fassbares Grauen beim Lesen. Für mich ist dieser moderne Klassiker auch digital ein einzigartiges Leseerlebnis. Großartig!

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1 0
"die Wand"
von Kathrin Wegmüller am 27.05.2011
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Die Protagonistin will mit ihrer Cousine und deren Mann einen Ausflug in ein Jagdhaus in den Bergen unternehmen. Nach der Ankunft spazieren ihre Cousine und deren Mann ins Nebendorf, um dort in einem Restaurant etwas zu trinken. Am nächsten Morgen stellt die Protagonistin fest, dass die beiden nicht zurückgekehrt... Die Protagonistin will mit ihrer Cousine und deren Mann einen Ausflug in ein Jagdhaus in den Bergen unternehmen. Nach der Ankunft spazieren ihre Cousine und deren Mann ins Nebendorf, um dort in einem Restaurant etwas zu trinken. Am nächsten Morgen stellt die Protagonistin fest, dass die beiden nicht zurückgekehrt sind. Mit ihr ist der Jagdhund zurückgeblieben. Zusammen mit ihm macht sich die Protagonistin auf die Suche und bemerkt bald, dass sich im Wald eine unüberwindbare Wand befindet. Abgeschlossen vom Rest der Welt richtet sie sich ein und richtet den Fokus auf's Überleben. Sachlich und nüchtern erzählt Marlene Haushofer diese verstörende Geschichte. Sie lässt sehr viel Raum für Interpretationen, so kann sich jeder selber Gedanken zum Buch machen und das herauspicken, was für jeden Einzelnen als Wesentliches erscheint. Ein Schicksalsroman, welcher zum Nachdenken über Mauern im eigenen Leben anregt...

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Ein Endzeitroman der vollkommen anderen Art
von Kerstin Huber aus Kaiserslautern am 12.05.2011
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Auf den ersten Blick passiert im erfolgreichsten Roman der österreichischen Schriftstellerin Marlen Haushofer nicht viel und doch geschieht eigentlich alles. Es werden die großen Fragen gestellt – nach dem Tod, nach dem Leben, Fragen danach, was der Mensch ist und kann, wenn die Natur einziger Verbündeter und Gegner zugleich... Auf den ersten Blick passiert im erfolgreichsten Roman der österreichischen Schriftstellerin Marlen Haushofer nicht viel und doch geschieht eigentlich alles. Es werden die großen Fragen gestellt – nach dem Tod, nach dem Leben, Fragen danach, was der Mensch ist und kann, wenn die Natur einziger Verbündeter und Gegner zugleich ist. Der Inhalt ist schnell skizziert: Die Ich-Erzählerin reist mit Verwandten in die Berge, um dort einige Tage auf einer Jagdhütte zu verbringen. Sie erwacht am ersten Morgen allein in der Hütte – und sie wird allein bleiben. Über Nacht ist die Welt für die Protagonistin auf ein kleines Areal zusammengeschrumpft, begrenzt durch eine unsichtbare Wand, hinter der sich anscheinend eine Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes ereignet hat. Vereinzelt haben einige Tiere überlebt, die nun zu den einzigen Gefährten werden. Ab diesem Zeitpunkt geht es schließlich nur noch um das Überleben, um das Wesentliche einer jeden Existenz. Erzählt wird das Alles in einer sehr leisen und einfachen Ausdrucksweise, die eine eigene Melodie und einen ruhigen Rhythmus entwickelt. Der reduzierten und klaren Sprache der Autorin ist es zu verdanken, dass das Buch einen unglaublichen Sog entwickelt. Grauen und Faszination gegenüber dieser Extremsituation liegen ganz nah beieinander. Und immer schwingt die Frage mit, wie ein Mensch, grundsätzlich ja ein soziales und kommunikatives Wesen, mit dieser Vereinzelung und Einsamkeit zurechtkommen kann. Ich habe ‚Die Wand‘ im letzten Jahr zum ersten Mal gelesen und war kurz überrascht, dass das Buch bereits Anfang der 1960er Jahre zum ersten Mal erschienen ist, so aktuell mutet es an. Der Roman ist in seiner Thematik zeitlos und für mich eines der Bücher, die mich lange begleiten werden.

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Tristesse par Excellence!
von einer Kundin/einem Kunden am 21.02.2011
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Dieses Buch Marlen Haushofers gehört nicht ohne Grund zu den Standards der zu kennenden Literatur. Ihre Protagonistin ist eine wahre Kämpfernatur, denn wer würde nicht aufgeben wollen, wenn er in ihrer Situation wäre: eine plötzlich erbaute unsichtbare Mauer, die einem den Weg von der Berghütte ins Dorf versperrt, dahinter... Dieses Buch Marlen Haushofers gehört nicht ohne Grund zu den Standards der zu kennenden Literatur. Ihre Protagonistin ist eine wahre Kämpfernatur, denn wer würde nicht aufgeben wollen, wenn er in ihrer Situation wäre: eine plötzlich erbaute unsichtbare Mauer, die einem den Weg von der Berghütte ins Dorf versperrt, dahinter versteinerte Menschen, Tiere - alles ohne Erklärung, ohne Aussicht auf Besserung oder gar Rettung! Am schlimmsten vermitteln sich in all der Hoffnungslosigkeit auch noch die Schicksalsschläge ihre Tiere betreffend. Tristesse par excellence...aber fesselnd bis zum Schluß!

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Antidepressivum
von engel-land am 14.08.2007
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Seit 1994 lese ich dieses Buch einmal im Jahr. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, immer am 5. November mit dem Lesen zu beginnen, da die "Namenlose" ihre Aufzeichnungen an diesem Tag beginnt. Aber das Leben folgt nicht immer einem gleichbleibenden Rhythmus und so kommt es vor, daß ich... Seit 1994 lese ich dieses Buch einmal im Jahr. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, immer am 5. November mit dem Lesen zu beginnen, da die "Namenlose" ihre Aufzeichnungen an diesem Tag beginnt. Aber das Leben folgt nicht immer einem gleichbleibenden Rhythmus und so kommt es vor, daß ich es in manchen Jahren früher oder später zu Hand nehme. Obwohl die Protagonistin sich in einer scheinbar ausweglosen Situation befindet und sich ihre Angst davor, aufzuhören Mensch zu sein, wie ein roter Faden durch das Buch zieht (Zitat: "Nicht daß ich fürchtete, ein Tier zu werden, das wäre nicht sehr schlimm, aber ein Mensch kann niemals ein Tier werden, er stürzt am Tier vorüber in einen Abgrund.") liegt Hoffnung in den Zeilen, gewachsen aus dem Gefühl der Verantwortung für die Tiere, die sich ihr anvertraut haben. Als junges Mädchen habe ich "Der kleine Prinz" mit einer ähnlichen Faszination gelesen und bereits damals hat mich die darin beschriebene Philosophie sehr berührt (Zitat: "Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast."). Ebenso ergeht es der Frau in Marlen Haushofers Buch. Sie fühlt diese Verantwortung, manchmal als Last, die sie niederzudrücken scheint, aber aus eben dieser Verantwortung schöpft sie ihre Kraft weiterzuleben. Für mich ist dieses Buch, welches im Grunde genommen den Zustand einer immer wiederkehrenden tiefen Depression beschreibt, alles andere als deprimierend. Es hilft mir dabei, mich wieder aufzurichten, wenn ich zu fallen drohe.

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Beklemmende Schönheit
von Drachenfeuer am 04.07.2016
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Marlen Haushofers Robinson Crusoe ist weiblich. In „Die Wand“ beschreibt sie die beeindruckende Geschichte einer namenlosen Frau, die auf einem Jagdausflug plötzlich von der Außenwelt abgeschnitten wird. Über Nacht taucht eine unsichtbare Wand auf, die ihr Tal von der Außenwelt trennt. Alles Leben jenseits der Wand ist tot. Nur... Marlen Haushofers Robinson Crusoe ist weiblich. In „Die Wand“ beschreibt sie die beeindruckende Geschichte einer namenlosen Frau, die auf einem Jagdausflug plötzlich von der Außenwelt abgeschnitten wird. Über Nacht taucht eine unsichtbare Wand auf, die ihr Tal von der Außenwelt trennt. Alles Leben jenseits der Wand ist tot. Nur ihr Hund Luchs, eine Katze und eine Kuh überdauern mit ihr die unfreiwillige Isolation. Der Wille, für ihre Tiere da zu sein, hält die Frau am Leben und lässt sie in der Einsamkeit große Mühen auf sich nehmen. „Die Wand“ ist ein Roman von bedrückender Schlichtheit, Stille und Schönheit. Um nicht völlig zu verrohen, beginnt die Frau, ihren Bericht zu schreiben und erzählt darin von ihrem Leben in der Isolation sowie von ihren tiefsten Ängsten und Sorgen. Sie schreibt um des Schreibens willen und um sich das Menschsein noch ein wenig länger zu bewahren. Die Wand ist dabei ein unauffälliger aber steter und auch ein wenig furchteinflößender Begleiter. Sie taucht eines Nachts auf und ist fortan der status quo. Es wird keine Erklärung geliefert, was die Wand eigentlich ist, woher sie kommt oder ob sie eines Tages wieder verschwinden wird und ob das Leben auf der anderen Seite wirklich restlos tot ist. Es ist aber auch gut, dass diese Fragen offen bleiben, denn für das Überleben der Frau spielen sie, solange sie ihre Tiere hat, keine Rolle und sie als Gefangene der Wand ist auch gar nicht in der Lage, eine Antwort zu finden. Der Stil ist hin und wieder durchsetzt von etwas aus der Mode gekommenen Wörtern, was aber ganz gut passt. Gleichzeitig berichtet die Frau sehr nüchtern von ihren Erlebnissen und Gedanken, was neben der reinen Vorstellung ihrer ungeheuerlichen Situation zusätzlich dafür sorgt, dass die Erzählung den Leser aufwühlt und in seinem Inneresten berührt. Immer wieder ist ihre Geschichte vom Tod ihrer geliebten Tiere begleitet. Nach und nach sterben die Jungen ihrer Katze, auch Luchs, ihr treuester Begleiter in der Einsamkeit, wird eines Tages nicht mehr sein, und wenn Bella, die Kuh, keine Milch mehr geben kann, wird es auch mit ihr aus sein. Auf der anderen Seite zeigt sich die Frau stark. In der Sorge um ihre Tiere lässt sie sich nicht von ihrer Verzweiflung übermannen, auch wenn sie schreibt, dass der Drang danach immer wieder stark ist. Man hofft für sie, dass es ein gutes Ende nehmen wird, und weiß doch, dass dem nicht sein kann. Das Szenario wirkt auf einen von der Zivilisation verwöhnten Menschen mitunter befremdlich und angsteinflößend. Die namenlose Frau sagt selbst, wenn sie auf ihr altes Leben zurückblickt, dass sie sich nicht mehr mit jener Frau identifizieren kann, die sie einst gewesen war. Sie ist jetzt frei von jeglichen gesellschaftlichen Zwängen und ganz für sich selbst verantwortlich. In gewisser Weise macht sie das freier, als es jeder von uns jemals sein kann. Man mag dies durchaus als harsche Gesellschaftskritik der Autorin lesen. Auf alle Fälle aber lässt der Roman einen innehalten und über das nachdenken, was man hat. Sind die Vorzüge der Zivilisation wirklich Vorzüge oder entfremden sie uns zu sehr von unseren Wurzeln in der Natur? „Die Wand“ ist keine leichte Kost, sondern arbeitet im Leser. Und das ist gut so.

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von Katharina Dammer aus Lutherstadt Wittenberg am 16.03.2016
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Spannend, nachdenklich, teilweise beklemmend aber toll zu lesen

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Eindringlicher kann man einen Roman nicht erzählen. Großartig.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Beklemmende Geschichte - denn plötzlich steht da eine unsichtbare Wand und man ist gefangen. Wie weiter leben, ohne verrückt zu werden. Eine gewaltige Geschichte.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Eine Robinsonade der ganz besonderen Art! Eindringlich, sehr aufwühlend und von tiefer Menschlichkeit durchzogen. Für mich eines der besten, deutschsprachigen Bücher überhaupt!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Fantastischer Roman über Grenzen. Alle Grenzen. Gruselig in seiner Konsequenz.

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Mutterseelenallein
von einer Kundin/einem Kunden am 20.07.2014
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Eine Frau unternimmt mit Cousine und deren Mann einen Wochenendausflug zu deren Berghütte. Das Paar kommt von einem Spaziergang nicht zurück, die namenlose Frau kommt ins leere Haus zurück und muss obendrein feststellen, dass eine gläserne Wand gewachsen ist, die sie vom Rest der Welt trennt. Einer toten Welt, wie... Eine Frau unternimmt mit Cousine und deren Mann einen Wochenendausflug zu deren Berghütte. Das Paar kommt von einem Spaziergang nicht zurück, die namenlose Frau kommt ins leere Haus zurück und muss obendrein feststellen, dass eine gläserne Wand gewachsen ist, die sie vom Rest der Welt trennt. Einer toten Welt, wie sich herausstellt. Um ihr Weiterleben erträglich zumachen, vielleicht aber auch in der Hoffnung auf eine Nachwelt schreibt sie die Dinge ihres Alltags auf, solange sie noch Papier in der Hütte findet. Dieser Roman ist großartig geschrieben!!!!Eigentlich müsste es langweilig sein, zu lesen, wie jemand verzweifelt Kräuter und Beeren sammelt und Heu erntet für die zwei noch überlebenden Kühe. Aber alles wird mit einer solch unglaublichen Intensität berichtet, dass es mich total gefesselt hat! Faszinierend zu lesen, wie nach und nach alle Bedürfnisse und Wünsche abfallen von der Frau und nur noch der Kern übrigbleibt. Großartig!

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abgrenzung
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 11.06.2014
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

inmitten einer waldreichen landschaft und eines jagdhauses wird das leben über nacht extrem eingegrenzt,, da eine wand das leben vom tod trennt. um diese nicht überschreiten zu müssen, wird die person mit einigen tieren gezwungen, ein etwas anderes leben zu führen, innerhalb der wand. um nicht verrückt zu werden,... inmitten einer waldreichen landschaft und eines jagdhauses wird das leben über nacht extrem eingegrenzt,, da eine wand das leben vom tod trennt. um diese nicht überschreiten zu müssen, wird die person mit einigen tieren gezwungen, ein etwas anderes leben zu führen, innerhalb der wand. um nicht verrückt zu werden, hat sie ihre tiere bei sich.. die an ihrem neuen leben eine grosse rolle spielen sollten. bis zu dem tag, an dem sie nicht mehr leben sollten.

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Die Wand - eine Illusion?
von Sylvia Eugenie Huber aus Steyr am 11.05.2014
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Stellen Sie sich vor, dass Sie eines Tages erwachen und feststellen, dass Sie der einzige Mensch weit und breit sind und zusätzlich noch durch eine durchsichtige Wand begrenzt sind. Wie fühlt sich das an? Erschreckend? Macht es Ihnen Angst? Anfänglich ist es sehrwohl beängstigend, doch im Buch bekommt man eine... Stellen Sie sich vor, dass Sie eines Tages erwachen und feststellen, dass Sie der einzige Mensch weit und breit sind und zusätzlich noch durch eine durchsichtige Wand begrenzt sind. Wie fühlt sich das an? Erschreckend? Macht es Ihnen Angst? Anfänglich ist es sehrwohl beängstigend, doch im Buch bekommt man eine neue Sichtweise. So schreibt die Autorin: "Es fällt mir schwer, beim Schreiben mein früheres und mein neues Ich auseinanderzuhalten, mein neues Ich, von dem ich nicht sicher bin, daß es nicht langsam von einem größeren Wir aufgezogen wird." oder auch "Ich spüre nicht mehr, wie schön es war, ich weiß es nur noch. Das ist ein schrecklicher Unterschied." auch "Seit ich langsamer geworden bin, ist der Wald um mich erst lebendig geworden." Das Buch ist tiefgründiger als es anfänglich zu sein scheint und daher sehr empfehlenswert. Das Nachwort von Klaus Antes bestätigte mir mein Gefühl während des Lesens, dass Marlen Haushofer nicht nur einen Roman schrieb, sondern von der Wand um sich herum.

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Immer wieder beeindruckend
von Brigitte Bouman-Mengering aus Lingen (Ems) am 17.05.2013
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Das Buch von Marlen Haushofer trifft mich immer wieder.Die Beschreibung der Einsamkeit,des Alleingelassenseins trifft mich jedesmal tief.Immer wieder stell ich mir vor,wie ich in einer solchen Situation reagieren würde.Und im Laufe meines Lebens komm ich immer wieder zu unterschiedlichen Ergebnissen.Schön,daß dies Buch immer wieder neu zu entdecken ist.Tun sie... Das Buch von Marlen Haushofer trifft mich immer wieder.Die Beschreibung der Einsamkeit,des Alleingelassenseins trifft mich jedesmal tief.Immer wieder stell ich mir vor,wie ich in einer solchen Situation reagieren würde.Und im Laufe meines Lebens komm ich immer wieder zu unterschiedlichen Ergebnissen.Schön,daß dies Buch immer wieder neu zu entdecken ist.Tun sie es auch.

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Immer aktuell
von Daniela Ammann aus Wien am 05.02.2013
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Zwar 2007 schon gelesen, aber wieder zur Hand genommen. Den Roman von Marlen Haushofer kann man, auch nach mehrmaligen Lesen, einfach nicht miesen. Die Geschichte ist so fesselnd und tiefgründig, dass man immer wieder darüber nachdenkt, was man selbst in dieser Situation tun würde. So bleibt es omnipräsent und... Zwar 2007 schon gelesen, aber wieder zur Hand genommen. Den Roman von Marlen Haushofer kann man, auch nach mehrmaligen Lesen, einfach nicht miesen. Die Geschichte ist so fesselnd und tiefgründig, dass man immer wieder darüber nachdenkt, was man selbst in dieser Situation tun würde. So bleibt es omnipräsent und wenn es einem mal schlecht geht, sollte man darüber nachdenken, was wäre wenn ... nämlich was wäre wenn, wenn ich von einer mysteriösen unsichtbaren Wand eingeschlossen wäre ... allein ... ohne Hilfe ... Man wird sehen, es geht einem gleich besser. Auch das Ende sehr charakteristisch für den Roman, da es keines gibt. Der Protagonisten war das Papier ausgegangen.

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