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Doitscha

Eine jüdische Mutter packt aus

(1)
David ist nicht nur hochintelligent, sondern auch hochpubertär. Der Einzige, auf den er hört, ist sein Patenonkel Aron. Mit diesem ist Adriana Altaras seit ihrer Jugend befreundet. Sie überlegten damals, gemeinsam auszuwandern nach Israel, das für sie ähnlich verlockend war wie für die Surfer Hawaii. Doch sie blieben und nutzen das schlechte Gewissen der Deutschen, um umsonst Bahn zu fahren oder schulfrei zu bekommen. Als Aron stirbt, spitzt sich der Generationenkonflikt in der Familie Altaras zu. David hält nichts mehr in Berlin, er verabschiedet sich kurzerhand ins Gelobte Land, und die Mutter reist hinterher – auf der Suche nach dem verlorenen Sohn zwischen Klagemauer, See Genezareth und Kibbuz.
In »Titos Brille«, von den Lesern geliebt und von der Presse gefeiert, hat sich die Autorin der Geschichte ihrer Vorfahren gewidmet. Mitreissend, witzig und herrlich turbulent erzählt sie nun mitten aus dem jüdischen Leben heute in Deutschland. Vom jüngeren Sohn, der lieber »Germany’s Next Topmodel« sähe, als zuzuschauen, wie sich seine Mutter in Talkshows über die »schönen Schmocks« ihrer Söhne äussert. Vom älteren, der die Pubertät in vollen Zügen auskostet, aber an Jom Kippur fastet wie ein Grosser. Von Identitätskonflikten, die sich an einer rissigen Salatschüssel entzünden. Von Auslandseinsätzen der besonderen Art, von Jugend damals und heute.
»Schon lange hat es keine Familiengeschichte mehr gegeben, die sich so vergnüglich und bewegend liest.« Der Tagesspiegel über »Titos Brille«
Rezension
"Altaras Buch sprüht vor Witz und ist voller tragikomischer Identitäts- und Religionskonflikte, die sich an etwas so Banalem wie einer rissigen Salatschüssel entzünden können." FRIZZ Das Magazin 20150201
Portrait
Adriana Altaras wurde 1960 in Zagreb geboren, 1964 Umzug nach Italien, ab 1967 Schulbesuch abwechselnd in Deutschland und Italien. Sie studierte Schauspiel an der Berliner Hochschule der Künste und an der New York University und ist seit 1983 in zahlreichen Filmen für Kino und Fernsehen zu sehen. Seit den 90er-Jahren inszeniert Adriana Altaras zudem regelmässig an deutschen Schauspiel- und Opernhäusern. Sie ist Mitbegründerin des Off-Theaters "Zum Westlichen Stadthirschen", war Mitarbeiterin bei Steven Spielbergs Shoah Foundation und übernahm 2002 die Künstlerische Leitung der Jüdischen Kulturtage in Berlin. Auszeichnungen u.a.: Bundesfilmpreis, Theaterpreis des Landes Nordrhein-Westfalen (zusammen mit Joachim Król), Silberner Bär für schauspielerische Leistungen (Berlinale 2000). Adriana Altaras lebt in Berlin, hat zwei Söhne und den braunen Gürtel in Karate.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 06.11.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04709-7
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 208/130/27 mm
Gewicht 395
Buch (gebundene Ausgabe)
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Wie lebt es sich in einer gemischten deutsch-jüdischen Familie?
von einer Kundin/einem Kunden am 05.11.2015

Viele von Ihnen haben wahrscheinlich schon „Titos Brille“ von Adriana Altaras gelesen. Wie so oft hatte ich leider mal wieder den Anschluss verpasst und erst mit ihrem neuen Buch „Doitscha“ begonnen. Und als Einstimmung auf diese Rezension habe ich mir das Interview mit der Autorin in der NDR Talkshow... Viele von Ihnen haben wahrscheinlich schon „Titos Brille“ von Adriana Altaras gelesen. Wie so oft hatte ich leider mal wieder den Anschluss verpasst und erst mit ihrem neuen Buch „Doitscha“ begonnen. Und als Einstimmung auf diese Rezension habe ich mir das Interview mit der Autorin in der NDR Talkshow vom 21.11.2014 angeguckt. Was für eine faszinierende Frau und was für ein Wirbelwind! Adriana Altaras, geboren in Kroatien, mit ihren Eltern nach Deutschland gegangen, wo ihre Eltern in Gießen die jüdische Gemeinde aufgebaut haben, ist eine bekannte Schauspielerin und Regisseurin, die mit ihrem deutschen Mann (Westfale) und ihren beiden Söhnen in Berlin lebt. Bereits in ihrem ersten Buch „Titos Brille“ erzählt sie von ihrer eigenen Familie, aber auch von der Geschichte ihrer Eltern. In dem aktuellen Buch geht es hauptsächlich um das Zusammenleben in ihrer eigenen kleinen Familie. Der große Sohn, David, ist in der Pubertät und liefert sich einige, zum Teil handfeste, Konflikte mit seinem Vater. Für ihn ist er der „Doitscha“ und damit ein Nachfahr der Tätergeneration. David ist auf der Suche, was er nach dem Abitur machen soll. Soll er nach Israel gehen und dort für sein Land kämpfen, oder soll er in Deutschland bleiben und sich hier eine Existenz aufbauen? Der jüngere Sohn, Sammy, sieht das Ganze etwas relaxter. Er geht allerdings auch auf eine ganz normale Schule, während sein großer Bruder eine jüdische Schule besucht hat. Der kleinere hat bisher anscheinend weniger von den jüdischen Wurzeln mitbekommen. Zu den Problemen in der Familie kommt dann auch noch, dass der Vater als Komponist und Musiker zum Teil sehr zurückgezogen lebt und die Mutter als Regisseurin und Autorin viel unterwegs ist. Adriana Altaras hat ein sehr humorvolles Buch über das Leben von Juden in Deutschland und vom Leben eines Deutschen in einer jüdischen Familie geschrieben. Sie lässt in den einzelnen Kapiteln die ganze Familie als auch Freunde zu Wort kommen. Wenn man dieses Buch oberflächlich liest, ist es eine sehr unterhaltsame Lektüre, die gängige Vorurteile gegen Juden aufrecht erhält. Aber wenn man ein wenig drüber nachdenkt, erkennt man, dass Adriana Altaras die Geschichten überzeichnet hat, um die aktuelle Situation für Juden in Deutschland darzustellen. Im Prinzip ist es eine ganz andere Art und Weise sich dem Thema Kriegstraumata zu nähern. Sie hat als Tochter von Holocaust-Überlebenden sehr viel von den Ängsten und Vorurteilen ihrer Eltern übernommen und ganz unbewusst auch an ihre Kinder weitergegeben. Dadurch, dass sie sich für einen Deutschen als Partner entschieden hat, kommt Bewegung in die Beziehung zwischen Juden und Deutschen. Doch das will erst einmal verarbeitet werden. Herausgekommen ist ein wunderbares Plädoyer für ein friedliches Miteinander.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Die Ich-Erzählerin plaudert in betont lockerer, unverblümter Sprache über ihre Familie. Das ist witzig und unterhaltsam. Stimmt auch nachdenklich. Eine jüdische Mutter packt aus!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Jeder hat Probleme mit seiner Mutter, aber jüdische Mütter sind etwas ganz besonderes. Und das ist nicht nur ein Vorurteil. Lesen sie selbst.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
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Wunderbare Fortsetzung von Titos Brille. Ein Buch voller Energie, Melancholie, Chaos und Liebe zum Leben.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Jüdische Mütter sind anders. Adriana Altaras erzählt von ihrer leicht verrückten Familie in Berlin. Tolles Buch. Unbedingt lesen.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
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Ernste und lustige Momente liegen nah beinander und schenken uns wahre Einblicke in eine temperamentvolle Familie, die zwar fiktiv, aber dadurch nicht weniger echt ist..

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