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Doldinger

Rezension
Zu seinem 80. Geburtstag hat Klaus Doldinger sich und seinen Fans mit seinem 35. Album eine denkwürdige Songkollektion geschenkt. Denn der Saxophonist verbindet hier mühelos die eigene Vergangenheit mit der brodelnden Gegenwart. Klaus Doldinger ist kein Mann fürs Museale. Obwohl er daheim über ein bewundernswertes Archiv verfügt, aus dem er für eine aktuelle TV-Dokumentation erstmals nach der Aufnahme die erste gemeinsame Session von ihm und einem jungen Drummer namens Udo Lindenberg wieder hervorholte, war Deutschlands erfolgreichster Jazzkünstler immer jemand, der nach vorn geschaut hat. Und das tut er auch auf seiner neuen Aufnahme. Zwar hat er dafür überwiegend Stücke aus seinem reichhaltigen Werk ausgesucht, diese aber komplett neu arrangiert, neu interpretiert und mit Gastkünstlern wie Helge Schneider, Sasha, Max Mutzke, Nils Landgren und Dominic Miller sowie seinen beiden Bands - Passport und Passport Classic - neu aufgenommen. Wüsste man nicht, dass hier ein Künstler zugange ist, der Jazzgeschichte geschrieben hat, so könnte man meinen, dass hier eine junge, frische Band es richtig krachen lässt - so hungrig, energetisch und mitreissend klingen etwa die neuen Interpretationen von Klassikern wie "Abracadabra" oder "Jadoo". Die Sänger Max Mutzke und Sasha sorgen dann auch für herausragende Gesangseinlagen auf dem Album. Während Sasha "New Moon", im Original auf dem 1982 erschienenen Passport-Album "Earthborn" zu hören, veredelt, haben sich Doldinger und Max Mutzke den Marvin-Gaye-Klassiker "Inner City Blues" vorgenommen. Eine weitere berührende Aufnahme ist die Fassung des Traditionals "St. James Infirmary", bei dem Helge Schneider unter Beweis stellt, dass auch er längst zu den Grössen der deutschen Jazzszene gehört. Und auch wenn das Album letztlich eine glänzende Kollektivleistung ist, trägt die CD den Namen "Doldinger" nicht ganz zu Unrecht. Denn es ist das so melodische wie rhythmische Tenorsaxophon von Klaus Doldinger, das auch dieses Album im Innersten zusammenhält. Für eine ganz besondere Note sorgt indes Udo Lindenberg: Mit seinem alten Lehrmeister hat er eine jazzig-swingende Version des Lindenberg-Songs "Der Greis ist heiss" aufgenommen (eigentlich ein Song aus seinem Comebackalbum "Stark wie zwei"). Denn heiss ist dieser Klaus Doldinger immer noch. Dietmar Schwenger (Quelle/Copyright: G+J Entertainment Media)
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Anzahl 1
Erscheinungsdatum 29.04.2016
EAN 5054197057021
Musik (CD)
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