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Don Troiani's Civil War

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In the world of historical painting, Don Troiani stands alone, universally acclaimed for the accuracy, drama, and sensitivity of his depictions of Americas past. His Civil War paintings and limited edition prints hang in the finest collections in the country and are noted internationally as well.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 216
Erscheinungsdatum 30.11.1995
Sprache Englisch
ISBN 978-0-8117-0341-3
Verlag Stackpole Books
Maße (L/B/H) 216/294/20 mm
Gewicht 1108
Illustratoren Don Troiani
Buch (gebundene Ausgabe, Englisch)
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Bürgerkriegskitsch
von je_touche am 14.04.2011

Don Troiani ist einer der prominentesten Vertreter jener Spielart von Gebrauchskunst, die in dieser Form heute wohl nur noch in den Vereinigten Staaten überlebt hat: der Bataillistik, die ästhetisch-künstlerisch mit beiden Füßen fest auf dem Boden des 19. Jahrhunderts stehengeblieben ist. Troiani ist nicht nur ein namhafter Schlachtenmaler, sondern auch... Don Troiani ist einer der prominentesten Vertreter jener Spielart von Gebrauchskunst, die in dieser Form heute wohl nur noch in den Vereinigten Staaten überlebt hat: der Bataillistik, die ästhetisch-künstlerisch mit beiden Füßen fest auf dem Boden des 19. Jahrhunderts stehengeblieben ist. Troiani ist nicht nur ein namhafter Schlachtenmaler, sondern auch ein ausgewiesener Kenner der amerikanischen Militärgeschichte und Besitzer einer umfangreichen Sammlung von Militaria aus dem 18. und 19. Jahrhundert mit Schwerpunkt auf dem Sezessionskrieg. In dieser Kombination hat er seine stärksten Momente, wenn er in einzelnen Figurinen oder kleinen Gruppen die Bekleidung und Ausrüstung von bestimmten Einheiten der Zeit rekonstruiert. Viele Stücke sind direkt von den Realien aus seiner Sammlung oder den Museen abgezeichnet; alles ist aus den Schrift- und Bildquellen der Zeit akribisch ermittelt. Als Sachkenner der amerikanischen Heereskunde sucht Troiani seinesgleichen. Seine Bilder sind damit eine Fundgrube für Uniformkundler, Figurenmaler und -modelleure. Zugleich nimmt Troiani aber in expliziter Abgrenzung von der Moderne für sich in Anspruch, „naturalistisch“ zu malen. Genau das tut er jedoch gerade nicht. Seine Schlachtenbilder täuschen die Authentizität des historischen Augenblickes nur vor. So liefern sie eben keine dokumentarische Wiedergabe des Krieges, denn Troiani, wiederum in der Tradition des 19. Jahrhunderts, interessiert sich ausschließlich für den heroischen Gestus, den erhabenen Moment. Nach Darstellungen von Deserteuren (sehr zahlreich auf beiden Seiten des Bürgerkriegs!) oder Feldscheren bei ihrem blutigen Handwerk sucht man bei ihm vergebens. Die Verharmlosung des Krieges geht so weit, daß man auch Tote und Verwundete nur in einer diskret-weggeduckten, ästhetisch arrangierten Form sehen wird. Abgesehen einmal von dem gelegentlichen (und in der Bataillistik offenbar obligatorischen) Kopfverband von Blut praktisch keine Spur, ganz zu schweigen von den gräßlichen Verstümmelungen, die auch die damaligen Waffen allenthalben anrichteten. Damit offenbaren Troianis Schlachtendarstellungen ihren eigentlich Charakter, nämlich als beschönigende und heroisierende Inszenierungen des Krieges, für die der Maler offenbar ein dankbares und zahlungskräftiges Publikum findet. Dazu paßt dann auch der von Brian Pohanka („one of the nation’s leading authorities on the life of the common soldier of the Civil War“, so der Klappentext) verfaßte Text, der nur so trieft von einem schier unerträglichen Pathos. Wo man hinblickt, ausschließlich Helden, die aus idealistischen Motiven (?) ihr Leben bei der Verteidigung der Regimentsfahne in die Bresche werfen (hier auch noch ein deutlicher Bias für den Süden; man wundert sich einmal mehr, wie die Konföderation eigentlich den Krieg hat verlieren können). Alle politischen Aspekte des Krieges einschließlich der Sklavereifrage (die US Colored Troops sind in einer einzigen Vignette repräsentiert, obwohl sie bei Kriegsende zehn Prozent der Unionstruppen ausmachten) werden wohlweislich ausgespart, der Krieg ist hier zum Selbstzweck geworden. Zwei Sterne für den uniformkundlichen Wert von Troianis Bildern und die gute Qualität der Reproduktionen, der Rest wird abgezogen für eine Sichtweise auf den Bürgerkrieg, mit der eine kommerzielle Gebrauchskunst und historische Publizistik ein bestimmtes Publikumsinteresse bedienen, das nicht dasjenige eines wirklich an Geschichte interessierten Menschen sein sollte.

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