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Ein liebender Mann

Roman

(9)
Der 73-jährige Goethe - Witwer und so berühmt, dass sein Diener Stadelmann heimlich Haare von ihm verkauft - liebt die 19-jährige Ulrike von Levetzow. 1823 in Marienbad werden Blicke getauscht, Worte gewechselt, die beiden küssen einander auf die Goethe'sche Art. Er sagt: Beim Küssen kommt es nicht auf die Münder, die Lippen an, sondern auf die Seelen. "Das war sein Zustand: Ulrike oder nichts." Aber sein Alter holt ihn ein. Auf einem Kostümball stürzt er, und bei einem Tanztee will sie ein Jüngerer verführen. Der Heiratsantrag, den er Ulrike trotzdem macht, erreicht sie erst, als ihre Mutter mit ihr nach Karlsbad weiterreisen will. Goethe, mal hoffend, mal verzweifelnd, schreibt die "Marienbader Elegie". Zurück in Weimar, lässt ihn die eifersüchtige Schwiegertochter Ottilie nicht mehr aus den Augen. Martin Walsers neuer Roman erzählt die Geschichte einer unmöglichen Liebe: bewegend, aufwühlend und zart. Die Glaubwürdigkeit, die Wucht der Empfindungen und ihres Ausdrucks - das alles zeugt von einer Kraft und (Sprach-)Leidenschaft ohne Beispiel.
Portrait
Martin Walser, geboren 1927 in Wasserburg/Bodensee, lebt heute in Nussdorf/Bodensee. 1957 erhielt er den Hermann-Hesse-Preis, 1962 den Gerhart-Hauptmann-Preis und 1965 den Schiller-Gedächtnis-Förderpreis. 1981 wurde Martin Walser mit dem Georg-Büchner-Preis, 1996 mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg und 1998, dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels und dem Corine - Internationaler Buchpreis; Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten 2008 ausgezeichnet. 2015 wurde Martin Walser der Internationale Friedrich-Nietzsche-Preis für sein Lebenswerk verliehen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 284
Erscheinungsdatum 02.11.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-25350-8
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 191/115/21 mm
Gewicht 234
Auflage 3
Buch (Taschenbuch)
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„Es gibt das Paradies: Swei füreinander. Es gint die Hölle: Einer fehlt...“

Désirée Hasler, Buchhandlung Schönbühl

Marienbad, 1823. Goethe - Witwer und so berühmt, dass sein Diener heimlich Haare von ohm verkauft - liebt die junge Ulrike von Levetzow. Martin Walser erzählt die Geschichte dieser unmöglichen Liebe aufwühlend und zart zugleich.

Eine sehr schöne, romantische, traurige und zarte Geschichte
Marienbad, 1823. Goethe - Witwer und so berühmt, dass sein Diener heimlich Haare von ohm verkauft - liebt die junge Ulrike von Levetzow. Martin Walser erzählt die Geschichte dieser unmöglichen Liebe aufwühlend und zart zugleich.

Eine sehr schöne, romantische, traurige und zarte Geschichte

Kundenbewertungen


Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
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leidender und liebender Goethe
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 11.02.2011

Goethe einmal anders - mit Zweifeln, leidend, wartend, sich trauend, verliebt und doch oft enttäuscht. Ein wundervolles Buch, dass den großen Dichter und Denker als Mensch nahe bringt.

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Ein Muss für jeden Goethe-Liebhaber
von Verena Thye aus Rheine am 22.09.2010

Wie der Titel vermuten lässt, geht es in diesem Roman um Liebe. Aber es geht nicht um irgendeine Liebe! Nein, die Geschichte handelt von Goethes letzter Liebe, die Liebe zu einem um viele Jahre jüngeren Mädchen, Ulrike. Und gerade der enorme Altersunterschied macht diese Liaison zu einer unerhörten Liebe. Martin... Wie der Titel vermuten lässt, geht es in diesem Roman um Liebe. Aber es geht nicht um irgendeine Liebe! Nein, die Geschichte handelt von Goethes letzter Liebe, die Liebe zu einem um viele Jahre jüngeren Mädchen, Ulrike. Und gerade der enorme Altersunterschied macht diese Liaison zu einer unerhörten Liebe. Martin Walser erzählt hier aus dem letzten Stück von Goethes Lebzeiten. Er erzählt aber nicht nur die letzte Liebesgeschichte Goethes, er schildert sie nahezu in den Worten Goethes. Somit ist dieses Buch ein Muss für jeden Goethe-Liebhaber, denn er erfährt hier ein Stück Leben des großen, deutschen Dichters und kommt in den Genuss einer zarten, detaillierten Sprache.

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Walser und Goethe
von Asti am 30.08.2010

Ein grandioses Meisterwerk von Walser! Brillant erzählt er die Liebesgeschichte des alternden Goethe, der sich in die 19jährige Ulrike verliebt. In unglaublich zarter Sprache wird das Buhlen des alten Mannes um das junge Mädchen erzählt, die Geschichte einer Liebe, die unter ungleichen Voraussetzungen ganz langsam und wunderbar romantisch beginnt... Ein grandioses Meisterwerk von Walser! Brillant erzählt er die Liebesgeschichte des alternden Goethe, der sich in die 19jährige Ulrike verliebt. In unglaublich zarter Sprache wird das Buhlen des alten Mannes um das junge Mädchen erzählt, die Geschichte einer Liebe, die unter ungleichen Voraussetzungen ganz langsam und wunderbar romantisch beginnt und dennoch ein tragisches Ende nimmt

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1 1
Goethes Reflexionen und Schwärmereien
von Katja Burke aus Lingen (Lookentor-Passage am 25.03.2010

Der große Herr Walser schreibt hier über den alten Goethe, der sich, nach einem Wiedersehen in Marienbad, in die 19 Jahre junge Ulrike von Levetzow verliebt. Goethe und Ulrike flanieren und sprechen auf eine sehr poetische und kluge Art zu zweit oder mit anderen, allen voran Ulrikes Familie. Auch... Der große Herr Walser schreibt hier über den alten Goethe, der sich, nach einem Wiedersehen in Marienbad, in die 19 Jahre junge Ulrike von Levetzow verliebt. Goethe und Ulrike flanieren und sprechen auf eine sehr poetische und kluge Art zu zweit oder mit anderen, allen voran Ulrikes Familie. Auch Goethes Reflexionen sind sehr interessant zu lesen. Auf hohem Niveau geschrieben und zu genießen. Man kann sich blind eine Stelle aus dem Text herausnehmen und erinnert sich schwelgend an die schönen Lesestunden.

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Ein begnadeter Dichter....
von einer Kundin/einem Kunden am 18.01.2010

Goethe, dieser begnadete Dichter, verfallen der Liebe zu einem 50 Jahre jüngeren Mädchen, Ulrike von Levetzow. Man möchte den Mann wachrütteln oder trösten oder auch für einen Narren halten! Und doch war diese unerfüllte Liebe unausweichlich und Walsers Buch eine echte Bereicherung für alle Goethe-Liebhaber.

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Herr Goethe?
von einer Kundin/einem Kunden am 18.11.2009

Welche Vorstellung haben Sie von Goethe? Schon allein die Tatsache, lediglich von „Goethe“ zu reden, zu schreiben, zu denken, und nicht von „Herrn Goethe“, spricht Bände… - und selbst 177 Jahre nach seinem Tod füllen sein Leben und Schaffen immer noch dieselben. Wer ist Goethe?: Dichter. Dichterfürst. Mann. Weltmann. Geheimrat.... Welche Vorstellung haben Sie von Goethe? Schon allein die Tatsache, lediglich von „Goethe“ zu reden, zu schreiben, zu denken, und nicht von „Herrn Goethe“, spricht Bände… - und selbst 177 Jahre nach seinem Tod füllen sein Leben und Schaffen immer noch dieselben. Wer ist Goethe?: Dichter. Dichterfürst. Mann. Weltmann. Geheimrat. Wissenschaftler. Lebemann. Ehemann. Vater. Liebhaber. Einfühlsamer Freund. Selbstbewusster Staatsmann. Sensibler Künstler. Interessierter Weltenbummler. Gelehrter. Eleganter Gesellschafter. Naturfreund. Berühmter Mensch seiner Zeit. Star bis heute. Bitte behalten Sie diese Charakteristika als Hintergrund im Kopf - und dann lassen Sie sich ein auf Martin Walsers „Ein liebender Mann“: Erleben Sie mit, wie die 19-jährige Ulrike von Levetzow ihn, den gereiften 73-Jährigen, wie Espenlaub erzittern, wie Wachs zerbröseln, schmelzen, dann doch aufstrahlen und zuletzt vor erzwungener Vernunft wieder atmen lässt. Fantastisch! - - - Aber wohin ist all die Weisheit und Erfahrung dieses gestandenen Mannes? - Beinahe tut mir der so geschilderte „alte“(?) Goethe Leid. Jedoch nur so lange, bis mir bewusst wird, dass wir alle altern und die ferne Zukunft vielleicht gar nicht so fern ist… Dann mischt sich Hoffnung in meine Gefühle: möglicherweise gar nicht so schlecht, …die ferne Zukunft?! Auf jeden Fall für dieses Buch gilt: Wunderschön!! Schöner - und sprachlich ideenreicher - kann man eine unmögliche Liebe kaum beschreiben…! Danke, Herr Walser! - oder besser: Danke Walser!

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unglückliche Liebe
von einer Kundin/einem Kunden am 30.06.2010

Der alte Goethe, bereits über siebzig verliebt sich in ein junges gebildetes Mächen namens Ulrike, sie könnte seine Enkelin sein! Martin Walser schreibt aus der Perspektive des großen Dichters über die Liebe, die nicht erfüllt werden kann, sehr einfühlsam, poetisch und stilsicher. Im letzten Teil entwirft der Autor fiktive... Der alte Goethe, bereits über siebzig verliebt sich in ein junges gebildetes Mächen namens Ulrike, sie könnte seine Enkelin sein! Martin Walser schreibt aus der Perspektive des großen Dichters über die Liebe, die nicht erfüllt werden kann, sehr einfühlsam, poetisch und stilsicher. Im letzten Teil entwirft der Autor fiktive Briefe, die etwas zu dick und unglaubwürdig aufgetragen sind. Ansonsten aber eine sehr berreichende Lektüre.Für Goethliebhaber hochinteressant.

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Von Zeit zu Zeit seh` ich den Alten gern.......
von Lorenz Laudenberg aus Bergisch Gladbach am 29.10.2009

.............auch, wenn es sich hier um eine Episode aus Goethes Leben handelt, die eigentlich schon zu oft aufgewärmt, beleuchtet und beschrieben wurde. Ulrike, bis ins hohe Alter unverheiratet, schrieb später über die Beziehung zum 73- Jährigen: " Keine Liebschaft war es nicht". Das hat Goethe sicher anders gesehen.... .............auch, wenn es sich hier um eine Episode aus Goethes Leben handelt, die eigentlich schon zu oft aufgewärmt, beleuchtet und beschrieben wurde. Ulrike, bis ins hohe Alter unverheiratet, schrieb später über die Beziehung zum 73- Jährigen: " Keine Liebschaft war es nicht". Das hat Goethe sicher anders gesehen. 1821, während eines Aufenthalts in Marienbad, hatte er die 17 Jahre alte Ulrike von Levetzow kennengelernt, später seine "leidenschaftliche Neigung" zu ihr erkannt, widmete ihr Gedichte, ließ von seinem Freund Carl August um ihre Hand anhalten. In der " Marienbader Elegie" erkennen wir sein Leid über die Abweisung. Walser versucht, in seinem Roman den "Menschen Goethe" darzustellen, mit all seinen Unzulänglichkeiten, Widersprüchen und Leidenschaften, trotz des Wissens um die Genialität des schon damals weltberühmten Dichters und seine einzigartige Stellung in der deutschen Literaturgeschichte. Es gelingt nur zum Teil. Der Versuch, die Sprache ausdrucksstark und poetisch zu halten, gerät nicht immer, es fehlt der "Große Stil", der dem Stoff angemessen wäre. Der Roman ist aber allemal lesenswert, allein schon, weil das Thema " Goethe im Alter" immer einen besonderen Reiz hat!

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Große Männer, Große Liebe
von einer Kundin/einem Kunden am 06.03.2008
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Da hat sich Martin Walser ein großes Ziel gesetzt: Niemanden geringeren als Johann Wolfgang von Goethe lässt er in seinem Roman wieder aufleben. Genauer gesagt: Goethes "Marienbader" Liebe zu Ulrike von Levetzow. Jahrzehnte liegen zwischen dem Dichterfürsten und der jungen Frau. Wie war das damals wirklich? Gab es den... Da hat sich Martin Walser ein großes Ziel gesetzt: Niemanden geringeren als Johann Wolfgang von Goethe lässt er in seinem Roman wieder aufleben. Genauer gesagt: Goethes "Marienbader" Liebe zu Ulrike von Levetzow. Jahrzehnte liegen zwischen dem Dichterfürsten und der jungen Frau. Wie war das damals wirklich? Gab es den Heiratsantrag? Was wurde aus dieser "unmöglichen" Liebe? Walser beschreibt zart und bewegend.

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2 0
Ein liebender Mann - ein schreibender Mann
von Buechermaxe aus München am 10.09.2008
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Martin Walser bleibt seinem Altersthema treu. Der vermeintliche Nationaldichter übt sich weiterhin in literarischer Einsilbigkeit und zeigt, dass ihm nicht mehr einfällt, als er schon (fast) immer getan hat: die senile Liebe zu den zu jungen Frauen literarisch zu fassen. Doch diesmal nimmt er sich eines fast per se schon... Martin Walser bleibt seinem Altersthema treu. Der vermeintliche Nationaldichter übt sich weiterhin in literarischer Einsilbigkeit und zeigt, dass ihm nicht mehr einfällt, als er schon (fast) immer getan hat: die senile Liebe zu den zu jungen Frauen literarisch zu fassen. Doch diesmal nimmt er sich eines fast per se schon literarischen Themas an: Der Altersliebe des Nationaldichters Goethe. Mir scheint, dass er dabei zu hoch ausgreift und zu tief ansetzt: sprachlich wie bildlich. Ich hätte Walser mehr literarische Größe zugetraut. Aber sein Buch bleibt im Mainstream dessen zurück, was man von ihm kennt. Daher ist dieses Buch aus meiner Sicht nicht bemerkenswerter als all die anderen, die er in fast schon larmoyant bissiger Regelmäßigkeit von sich gibt. Ich hätte Martin Walser größeren literarischen Charakter zugetraut, vor allem nach seinem formidablen Buch "Das geschundene Tier", das mir sehr gefiel. Er bleibt aus meiner Sicht hinter seiner ihm möglichen Form zurück.

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