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Eine Frau bei 1000°

Roman Aus den Memoiren der Herbjörg María Björnsson

(3)

Ein heisses Leben
Herbjörg ist achtzig Jahre alt und bester Dinge. Angesichts ihres nahen Todes hat sie nicht nur ihre eigene Einäscherung organisiert, sondern auch ihre Memoiren niedergeschrieben: Neun Männer, drei Söhne - keine schlechte Bilanz. Sie hat die Welt bereist, jetzt kommt die Welt zu ihr auf den Bildschirm. In ihrer gemütlichen Garage surft sie auf den Spuren ihres bewegten Lebens und begleicht letzte Rechnungen ...

Portrait
Hallgrímur Helgason, 1959 geboren, ist einer der meistgelesenen Autoren Islands. Zahlreiche Lesereisen führten ihn nach seinem Studium in München auch immer wieder nach Deutschland.
Mit seinem Roman "101 Reykjavík", der auch als Film in ganz Europa ein Erfolg wurde, gelang ihm international der Durchbruch.
Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet er als Zeichner.
Karl-Ludwig Wetzig, geboren 1956, lehrte Skandinavistik an der Universität Göttingen und lebte sechs Jahre als Hochschullektor in Island. Seitdem arbeitet er als freier Autor und Übersetzer aus den nordischen Sprachen und ist seit Jahren ausgewiesener Kenner der isländische Literatur.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 01.06.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-21449-0
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 190/123/27 mm
Gewicht 307
Originaltitel Konan við 1000°C
Buch (Taschenbuch)
Fr. 14.90
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
3 Bewertungen
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Skurril und einfach wunderbar!
von Katharina Fälschlein aus Augsburg am 17.07.2013

Hallgrimur Helgason hat sich mit diesem Buch selbst übertroffen! Nach dem (auch großartig verfilmten) Roman "101 Reykjavik" sowie der völlig verrückten Geschichte rund um ein Mafiamitglied,dass sich nach Island verirrt ("Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen"),hat er mit Herbjörg María Björnsson eine Figur... Hallgrimur Helgason hat sich mit diesem Buch selbst übertroffen! Nach dem (auch großartig verfilmten) Roman "101 Reykjavik" sowie der völlig verrückten Geschichte rund um ein Mafiamitglied,dass sich nach Island verirrt ("Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen"),hat er mit Herbjörg María Björnsson eine Figur geschaffen,die man verrückt,verschroben,unsympathisch und einfach schrecklichen finden kann,die mir aber im Laufe des Buches auch immer mehr ans Herz gewachsen ist. Ein Buch,wie es wohl nur ein Isländer schreiben kann-rau,hart,voll schwarzem,bitterbösen Humor und gleichzeitig voll Lebendigkeit,Lebenslust und Tiefgang. Für alle Fans von John Irving!

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Eine Lebensgeschichte mit vielen Wendungen
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 28.02.2015

Die 80jährige Herbjörg Maria Björnsson wohnt nach einem ereignisreichen Leben schwerkrank in einer Garage. Mit ihrem Laptop surft sie durch das Internet und ihre verschiedenen virtuellen Identitäten, während sie unter ihrer Decke eine alte Handgranate aus dem Krieg aufbewahrt. Doch nun ist es genug, sie macht ihren Termin für... Die 80jährige Herbjörg Maria Björnsson wohnt nach einem ereignisreichen Leben schwerkrank in einer Garage. Mit ihrem Laptop surft sie durch das Internet und ihre verschiedenen virtuellen Identitäten, während sie unter ihrer Decke eine alte Handgranate aus dem Krieg aufbewahrt. Doch nun ist es genug, sie macht ihren Termin für die Einäscherung fest. Vorher erzählt sie noch ihre Lebensgeschichte. Ihr loses Mundwerk zieht dabei manches ins Lächerliche, anderes wird erst dadurch beim Lesen erträglich. Vieles hat sie mitgemacht, und die Abgeklärtheit in ihren Erzählungen lässt sich nur durch ihre Erlebnisse verstehen. Anfangs fällt es noch schwer, sie bis in letzter Konsequenz sympathisch zu finden, doch spätestens als ihre Erlebnisse aus der Kriegszeit kommen, ändert sich der Ton der Erinnerungen, und man kann nur noch Verständnis empfinden für ihr weiteres Leben, das lange nicht so verlief, wie sie es sich vorstellte. Und doch kann sie auf ein erfülltes Leben blicken, mit mancherlei Freud und Leid. Mit dem Lebensweg dieser taffen alten Frau ist Hallgrímur Helgason eine äußerst interessante Protagonistin gelungen, die für manches Verständnis erheischt, aber auch polarisieren wird. Sie ist keine einfache Frau, diese Frau, die ihre drei Söhne zu ihrer Mutter abgeschoben hat und nun allein in einer Garage wohnen muss, mit nur einer Handgranate als Erinnerung und dem Laptop als Verbindung zur Welt. Doch sie ist eben eine Frau mit vielen Facetten.

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Eine Frau bei 1000°
von raschke64 aus Dresden am 03.07.2014

Ein Buch aus Island. Die 80-jährige Herbjörg (Spitzname Herr) wohnt in einer Garage, ist schwerkrank und wird gepflegt. Die Zeit vertreibt sie sich mit Rauchen und im Internet Surfen und Chatten. Sie bestellt im Krematorium den Termin für ihre Verbrennung und erzählt ansonsten aus ihrem Leben. Das Buch beginnt... Ein Buch aus Island. Die 80-jährige Herbjörg (Spitzname Herr) wohnt in einer Garage, ist schwerkrank und wird gepflegt. Die Zeit vertreibt sie sich mit Rauchen und im Internet Surfen und Chatten. Sie bestellt im Krematorium den Termin für ihre Verbrennung und erzählt ansonsten aus ihrem Leben. Das Buch beginnt mit viel schwarzem Humor, sehr schräg und auch witzig. Leider ging der Humor bei mir nach spätestens einen Viertel des Buches verloren. Mich störte nicht nur die vulgäre Ausdrucksweise, sondern auch der ständige Wechsel in den Kapiteln. In einem erzählt die Hauptfigur aus ihrem eigenen Leben in den 60ern mit den Beatles, im nächsten fabuliert sie über die "Tüchtigkeit" der Männer verschiedener Länder, im nächsten erzählt sie aus dem Leben ihrer Großeltern, dann wieder wird über die verschiedenen europäischen Sprachen sinniert, um danach in die Gegenwart zu wechseln oder zum Leben ihrer Mutter. Dabei erinnerte mich die Sprache eher an einen Mann als an eine Frau. Vielleicht lag es daran, dass sowohl der Autor wie der Übersetzer Männer sind? Oder war es so gewollt, denn die Frauenfigur auf dem Cover könnte genau so gut ein Mann sein. Ebenso der Spitzname Herr. Insgesamt habe ich mich etwa ab Seite 100 doch mehr durch das Buch gequält und merkte, dass ich immer mehr in die Versuchung kam, die Seiten quer zu lesen. Das Buch traf nicht meinen Geschmack.

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Etwas kantig, sehr isländisch
von einer Kundin/einem Kunden am 24.10.2011
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Wer noch keine Erfahrungen mit isländischen Büchern hat und wer die Isländer nicht kennt, wird möglicherweise ein Problem haben, in das Buch einzusteigen. Es ist zu kantig, man muß es sich erarbeiten. Aber es lohnt sich, durchzuhalten. An den Stil gewöhnt man sich bald und dann nimmt man nur... Wer noch keine Erfahrungen mit isländischen Büchern hat und wer die Isländer nicht kennt, wird möglicherweise ein Problem haben, in das Buch einzusteigen. Es ist zu kantig, man muß es sich erarbeiten. Aber es lohnt sich, durchzuhalten. An den Stil gewöhnt man sich bald und dann nimmt man nur noch die Geschichte auf. Wer Isländer kennt, wird schnell merken, dass das Buch sehr genaue Schilderungen liefert, dass es wirklich aus dem Leben gegriffen und keine Phantasie ist. Über die Erzählungen der Protagonistin, einer absolut ungewöhnlichen Frau, lernt man viel über das Leben in Island während des letzten Jahrhunderts. Es geht allerdings nicht um das Leben eines Bauern oder Arbeiters sondern um das Leben einer Frau aus der isländischen "Aristokratie", sie ist die Enkelin des ersten Präsidenten Islands und führt damit doch ein etwas anderes Leben, als der durchschnittliche Isländer dieser Zeit. Die Frau hat ihr Leben gelebt, genossen und erlitten und sie erzählt sehr offen und schonungslos darüber. In mir entstand der Wunsch, dass ich diese Frau gerne kennengelernt hätte. Eine starke Frau, eine kantige Frau, ein Frau die viele Fehler gemacht hat und offen über diese spricht. Und auch eine Frau, die vieles gemacht hat, was sich seinerzeit viele mit Sicherheit noch nicht zu tun trauten. Man muß sich auf das Buch und den Stil einlassen, tut man das, wird man mit einem sehr guten Buch belohnt.

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Eine Biographie im 20. Jahrhundert
von leserattebremen aus Bremen am 25.09.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

„Ich lebe allein in einer Garage, zusammen mit einem Laptop und einer alten Handgranate. Wir haben es wahnsinnig gemütlich.“ Wem dieser Anfang schon skuril erscheint, der wird im Laufe der Lektüre feststellen, dass der Autor dies noch um einiges weiter treiben kann. Herbjörg ist 80 Jahre alt, sie ist die... „Ich lebe allein in einer Garage, zusammen mit einem Laptop und einer alten Handgranate. Wir haben es wahnsinnig gemütlich.“ Wem dieser Anfang schon skuril erscheint, der wird im Laufe der Lektüre feststellen, dass der Autor dies noch um einiges weiter treiben kann. Herbjörg ist 80 Jahre alt, sie ist die Enkelin eines ehemaligen isländischen Präsidenten und hat eine bewegte Lebensgeschichte, auf die sie in diesem Roman zurückblickt. In Island, Dänemark, Deutschland und Argentinien hat sie Zeit verbracht, die furchtbaren Seiten des Zweiten Weltkriegs am eigenen Leib miterleben müssen, vier Kinder geboren, von denen nur drei überlebt haben. Besuch bekommt sie jetzt mit 80 in ihrer Garage aber kaum noch, nachdem die Kinder ihr Haus verkauft haben und versuchten, sie in ein Pflegeheim abzuschieben, aus dem sie abgehauen ist. Und so liegt sie jetzt da, mit ihrem Laptop und der Handgranate, die ihr Vater ihr vor Jahren gab, um sich im Notfall verteidigen zu können, und lässt ihr Leben für uns Leser Revue passieren. All dies beschreibt Hallgrímur Helgason mit einer bildhaften und gleichzeitig harten Sprache, die einen beim Lesen immer wieder schlucken lässt, wenn die krebskranke Frau den Angriff der Krankheit auf ihre Organe mit dem Vorrücken der deutschen Wehrmacht vergleicht und von Vergewaltigungen während ihrer Flucht im Krieg berichtet. Herbjörg ist ganz sicher keine nette ältere Dame von nebenan, im Gegenteil, sie ist ziemlich durchtrieben, wenn sie zum Beispiel das Mailpostfach ihrer Schwiegertochter hacken lässt, um rauszufinden, ob die ihren Sohn betrügt. Dennoch fühlt man mit ihr auf ihrer Reise durchs Leben, die skurile alte Dame wächst einem während der Lektüre ans Herz und um so stärker wirken ihre Erlebnisse. Der Stil des Autors ist einzigartig und die sprachlichen Elemente, der Reichtum an Bildern und Metaphern beeindruckend. Obwohl die Geschichte nicht chronologisch erzählt wird sondern wild durch das 20. Jahrhundert springt, kann man ihr problemlos folgen. Die Geschichte von Herbjörg ist sicher kein Buch, dass man beendet hat, wenn die letzte Seite gelesen ist, sondern eines, das einen begleiten kann und in dem bei erneutem Lesen immer neue Dinge ins Auge springen, so facettenreich ist das Leben dieser isländischen alten Dame.

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Ein hervorragendes Buch aus Island, das lange nachwirkt
von J.G. aus Berlin am 25.10.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Die Buchrückseite zeigt folgendes Zitat des Buches: "Ich lebe allein in einer Garage, zusammen mit meinem Laptop und einer alten Handgranate. Wir haben es wahnsinnig gemütlich." Für viele ist das vielleicht schon zu schräg und sie werden das Buch beiseite legen, aber manch andere macht das Buch bestimmt neugierig.... Die Buchrückseite zeigt folgendes Zitat des Buches: "Ich lebe allein in einer Garage, zusammen mit meinem Laptop und einer alten Handgranate. Wir haben es wahnsinnig gemütlich." Für viele ist das vielleicht schon zu schräg und sie werden das Buch beiseite legen, aber manch andere macht das Buch bestimmt neugierig. So wie mich und ich wurde keineswegs enttäuscht, ganz im Gegenteil sogar!!! Denn so schräg ist es gar nicht, es ist eine sehr traurige Geschichte. Herbjörg Maria Björnsson ist eine 80-jährige, schrullige Frau, die aus ihrer Garage heraus mit dem Leser eine Reise in die Vergangenheit macht. Sie schreibt ihre Memoiren und erzählt dem Leser von Erlebnissen aus dem Zweiten Weltkrieg, von ihren Liebschaften und vielen Bekanntschaften, von ihrem Leid, dass sie erfahren musste, von ihren drei Söhnen, zu denen sie keinen wirklichen Kontakt hat sowie von ihrem bevorstehenden Tod. Hallgrimur Helgason ist meines Erachtens ein ziemlich genialer Schriftsteller, der sein Buch sehr facettenreich gestaltet hat. Dieses Buch ist zugleich komisch, aber auch sehr tragisch. Auf der einen Seite muss man laut lachen, auf der nächsten Seite kommen einem die Tränen. Mit Herbjörg Maria Björnsson hat er einen sehr vielschichtigen Charakter geschaffen, den man zu Anfang sehr schrullig und schräg findet, manchmal sogar für verrückt erklärt, mit dem man aber gegen Ende nur noch Mitleid empfindet. Was hat diese Frau in ihrem Leben durchgemacht... Den Großteil des Buches befinden wir uns in der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Hallgrimur Helgason schildert den Zweiten Weltkrieg aus einer ganz anderen Perspektive, weder aus der Perspektive eines Deutschen noch aus der Perspektive eines Juden, sondern aus der Perspektive einer Isländerin. Interessant war dabei die geschichtliche Entwicklung Islands, bspw. die Abnabelung der Islands von Dänemark, die Besetzung durch die Amerikaner, usw. Wissenswertes für die Allgemeinbildung... Der Autor widmet einige Kapitel der Gesellschaft, betrachtet diese sehr sozialkritisch und stellt dabei sehr interessante Thesen auf. Das hat wohl dazu beigetragen, dass man dieses Buch nicht in einem Rutsch lesen konnte. Mich hat dieses Buch in vielerlei Hinsicht sehr zum Nachdenken angeregt. Zu guter Letzt möchte ich ein großes Kompliment an den Übersetzer aussprechen, der, soweit ich das beurteilen kann, durch hervorragende Wortwahl die Intentionen des Autors an den Leser weitergeben konnte. Ein hervorragendes Buch aus Island.

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1 0
Eine Frau bei 1000°
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankfurt am Main am 21.02.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ich habe ein besonderes Buch gelesen. Erzählt wird die Geschichte der 80-jährigen Herbjörg Maria Björnsson, die krebskrank in einer Garage haust und auf ihren Tod wartet. In ein Pflegeheim will sie nicht, sondern den Rest ihrer Tage selbstbestimmt verbringen. In der Garage lebt sie, weil ihre Söhne und Schwiegertöchter ihr... Ich habe ein besonderes Buch gelesen. Erzählt wird die Geschichte der 80-jährigen Herbjörg Maria Björnsson, die krebskrank in einer Garage haust und auf ihren Tod wartet. In ein Pflegeheim will sie nicht, sondern den Rest ihrer Tage selbstbestimmt verbringen. In der Garage lebt sie, weil ihre Söhne und Schwiegertöchter ihr Haus im Hinblick auf den baldigen Tod verkauft und das Geld unter sich aufgeteilt haben. Besuchen kommen sie die alte Dame nicht. Die aber spioniert deren Leben mit Hilfe ihres Computers und des Internets aus. Alles was ihr sonst noch bleibt ist eine Handgranate (ein Ei aus Hitlers Zeit), die sie von ihrem Vater während des Zweiten Weltkrieges bekommen hatte, als dieser sie auf einem Bahnhof in Deutchland allein zurücklassen mußte. Allein gelassen, läßt Herbjörg ihr Leben Revue passieren in wechselnden Zeitabschnitten, was jedoch gut zu verfolgen war, weil jedes Kapitel mit einer Jahreszahl versehen ist. Erst nach und nach kan man sich in die Gedankenwelt von Herbjörg hineinfinden. Zunächst konnte man denken, es handelt sich um eine alte zynische Person, aber weit gefehlt. Mit einem sicheren Blick auf ihr Leben, erzählt sie die Wahrheiten, wie sie eben das Leben so schreibt. Manchmal komisch, manchmal ironisch, manchmal zynisch, aber nicht so verbittert, wie man es ihr aufgrund des Lebenslaufes zugestehen möchte. Ein Großteil des Buches ist der Zeit im Zweiten Weltkrieg gewidmet. Dies ist auch der berührendste Teil des Buches, leidet man doch mit dem 14-jährigen Mädchen, das sich allein durchschlagen muß und die ganze Härte des Krieges zu spüren bekommt. Das Buch wird mich noch eine ganze Weile beschäftigen, und es wird auch nicht das letzte Buch von Hallgrimur Helgason sein. Ich bin gespannt, was für Geschichten er noch erfunden hat.

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1 0
von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Lebhaft, lustig und leidenschaftlich sind die Memoiren der Herbjörg Maira Björnsson. Ein Buch das nicht gewöhnlich ist, für alle die skurrile Vorbilder suchen.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Total abgefahrenes Porträt der isländischen Gesellschaft anhand der Lebensgeschichte einer Frau.

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Eine Frau bei 1000°
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankfurt am Main am 01.04.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Erzählt wird die Geschichte der 80-jährigen Herbjörg Maria Björnsson, die krebskrank in einer Garage haust und auf den Tod wartet. In ein Pflegeheim will sie nicht, sondern den Rest ihrer Tage selbstbestimmt verbringen. In der Garage lebt sie, weil ihre Söhne und Schwiegertöchter ihr Haus im Hinblick auf den... Erzählt wird die Geschichte der 80-jährigen Herbjörg Maria Björnsson, die krebskrank in einer Garage haust und auf den Tod wartet. In ein Pflegeheim will sie nicht, sondern den Rest ihrer Tage selbstbestimmt verbringen. In der Garage lebt sie, weil ihre Söhne und Schwiegertöchter ihr Haus im Hinblick auf den baldigen Tod verkauft und das Geld unter sich aufgeteilt haben. Besuchen kommen sie die alte Dame aber nicht. Die aber spioniert deren Leben mit Hilfe ihres Computers und des Internets aus. Alleingelassen läßt Herbjörg ihr Leben Revue passieren in wechselnden Zeitabschnitten, was jedoch gut zu verfolgen war, weil jedes Kapitel mit einer Jahreszahl versehen ist. Nach und nach kann man sich in die Gedankenwelt von Herbjörg hineinfinden. Zunächst könnte man denken, es handelt sich um eine alte zynische Person, aber weit gefehlt. Mit einem sicheren Blick auf ihr Leben erzählt sie die Realitäten, wie sie das Leben so schreibt. Manchmal komisch, manchmal ironisch, manchmal zynisch, aber nicht verbittert, wie man es ihr aufgrund des Lebenslaufes zugestehen möchte. Der Großteil des Buches ist der Zeit im Zweiten Weltkrieg gewidmet. Dies ist auch der berührendste Teil des Buches, leidet man doch mit dem 14-jährigen Mädchen, das sich allein durchschlagen muß und die ganze Härte des Krieges zu spüren bekommt. Ich finde, dies ist ein ganz besonderes Buch.

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Tragikomik par excellence
von Luise Schitteck aus Osnabrück am 05.11.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ich habe diesen Roman erstmal nur wegen des Covers in die Hand genommen und schon nach der ersten Seite war es um mich geschehen. Die 80-jährige Protagonistin, Herbjörg genannt Herrchen oder Herra, wartet in einer notdürftig umgebauten Garage in Reykjavik auf den Tod. Der hätte sie laut ärztlicher Meinung... Ich habe diesen Roman erstmal nur wegen des Covers in die Hand genommen und schon nach der ersten Seite war es um mich geschehen. Die 80-jährige Protagonistin, Herbjörg genannt Herrchen oder Herra, wartet in einer notdürftig umgebauten Garage in Reykjavik auf den Tod. Der hätte sie laut ärztlicher Meinung dank ihres Lungenödems schon vor etlichen Jahren holen sollen, doch noch chattet sie via Facebook munter mit Männern in aller Welt und erfindet sich immer dann ein neues Alter Ego, wenn einer der Verehrer ihr zu aufdringlich wird. Mit viel Humor und Zynismus erzählt sie von ihrer Kindheit und Jugend. Ein großes Thema ist dabei das 3.Reich, da der Vater der halbwüchsigen Herra sich mit großer Begeisterung der NSDAP anschliesst und ihr eine Granate zur Selbstverteidigung schenkt, die sie bis an ihr Lebensende bei sich tragen wird. Eine faszinierende Frau, ein amüsant bis tragischer Lebenslauf, merkwürdige Begegnungen und herrlich abstruse Szenen machen diesen Roman meiner Meinung nach zu einem echten Highlight in diesem Bücherherbst.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
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Mit dieser Oma legt man sich besser nicht an. Bitterböse Satire mit viel Humor. Einfach toll.

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Eine Handgranate begleitet das Leben einer Frau
von Elisabeth Wiederin aus Innsbruck am 30.07.2012
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Am liebsten würde man die 80-jährige Frau in ihrer Garage besuchen und den Erzählungen ihrer spannenden Lebensgeschichten zuhören. (Wobei nicht sicher ist, ob man bei ihr überhaupt erwünscht wäre!) Ihre telefonische Anmeldung zur eigenen Einäscherung ist der Höhepunkt dieses absolut skurillen Romans des Isländers Helgason. Sehr interessant die verschiedenen geschichtlichen Zeitabschnitte... Am liebsten würde man die 80-jährige Frau in ihrer Garage besuchen und den Erzählungen ihrer spannenden Lebensgeschichten zuhören. (Wobei nicht sicher ist, ob man bei ihr überhaupt erwünscht wäre!) Ihre telefonische Anmeldung zur eigenen Einäscherung ist der Höhepunkt dieses absolut skurillen Romans des Isländers Helgason. Sehr interessant die verschiedenen geschichtlichen Zeitabschnitte und historischen Einblicke aus Sicht eines jungen Mädchens und späteren Frau. Eine Kundin hat mir diesen Roman empfohlen und ich danke ihr für die Reise nach Island und für die Zeitreise in die Geschichte der Kriegsjahre!

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Scharfzüngig, schlüpfrig, skurril - gute Unterhaltung!
von Xirxe aus Hannover am 25.01.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Herbjörg, 1929 geboren, todkrank mit einem Laptop und einer Handgranate in einer Garage in Islands Hauptstadt lebend, lässt ihr Leben noch einmal Revue passieren. Während zu Beginn ihre Erinnerungen noch gewöhnungsbedürftig schnell zwischen verschiedenen Jahren und der Gegenwart hin und her springen, liegt der Schwerpunkt nach dem ersten Viertel... Herbjörg, 1929 geboren, todkrank mit einem Laptop und einer Handgranate in einer Garage in Islands Hauptstadt lebend, lässt ihr Leben noch einmal Revue passieren. Während zu Beginn ihre Erinnerungen noch gewöhnungsbedürftig schnell zwischen verschiedenen Jahren und der Gegenwart hin und her springen, liegt der Schwerpunkt nach dem ersten Viertel des Buches auf ihrer Zeit als Jugendliche im II. Weltkrieg. Von ihrer Mutter als Zwölfjährige auf Amrum aus Sicherheitsgründen allein gelassen, schlägt sie sich bis zum Kriegsende alleine durch das kämpfende Europa. Es ist eine grauenvolle Zeit. Und auch danach wird es für Herbjörg kaum leichter. Obwohl ihr Leben mehr von Entsetzlichkeiten als von schönen Dingen geprägt ist, lässt einen die besondere Sprache Helgasons immer wieder lächeln, aber auch erschreckt innehalten. Er arbeitet viel mit Bildern, die ebenso eingängig wie auch gewöhnungsbedürftig sind. Beispielsweise der Exkurs über die Sprachen der Völker (Deutsch ist ungekünstelt, es wird benutzt wie ein Hammer um Häuser für das Denken zu zimmern. Italienisch macht jeden zu einem Imperator usw.) oder der Vergleich Herbjörgs Krankheit mit dem Vorstoss der deutschen Wehrmacht. Helgason bzw. Herbjörg nimmt kein Blatt vor den Mund und da ihr Leben häufig von brutalem Sex geprägt wurde, fällt auch ihre Sprache öfters entsprechend aus. Vier Punkte gibt es deshalb, da ich mich mit den zu Beginn vielen Zeitenwechseln schwer tat. Die Kapitel sind meist recht kurz, vielfach sogar nur ein bis zwei Seiten lang - für mich zu wenig um richtig in das Buch 'reinzukommen', was nach dem ersten Viertel jedoch deutlich besser wurde.

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Ein bewegtes Leben
von sternthaler75 aus Hannover am 08.11.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Was ist schief gelaufen, wenn eine alte Frau mit 80 Jahren in Island in ihrem Krankenbett in einer Garage wohnt? Ich denke mal, einiges. Herbjörg Maria Björnsson ist soweit: Sie will endlich sterben. Schluss - Aus - Ende. Doch vorher erfahren wir ihre Lebensgeschichte. Und die hat es in... Was ist schief gelaufen, wenn eine alte Frau mit 80 Jahren in Island in ihrem Krankenbett in einer Garage wohnt? Ich denke mal, einiges. Herbjörg Maria Björnsson ist soweit: Sie will endlich sterben. Schluss - Aus - Ende. Doch vorher erfahren wir ihre Lebensgeschichte. Und die hat es in sich, denn Herbjörg hat einiges erlebt und zudem mittlerweile Haare auf den Zähnen. Das war jedoch nicht immer so. Als Kind hat sie den 2. Weltkrieg ziemlich nah mitbekommen. Ihr einziges Andenken aus dieser Zeit ist eine Handgranate, die ihr Vater ihr gab für den Fall, dass sie einmal in Not gerät. Bis heute hat sie dieses Ding immer bei sich. Tag und Nacht. Überall. Und jetzt auch im Bett. Sie nennt es liebevoll ihr Hitlerei. Um den Kontakt zur Welt zu haben, beschäftigt sie sich viel mit ihrem Laptop, ist sogar bei Facebook, allerdings mit mehreren Profilen und auch nicht immer ganz ehrlich. Drei Söhne hat sie, aber keiner der Herren hält es mal für nötig, sie zu besuchen, oder sich wenigstens nach ihr zu erkundigen. Ach ja, den Termin für ihre Verbrennung hat sie auch schon klar gemacht, aber schön heiß bitte. Meine Meinung Ich hatte mich schon sehr auf das Buch gefreut, weil es nicht das erste des Autors ist, das ich gelesen habe. Und auch hier habe ich seinen Schreibstil sehr genossen. Mit teilweise ziemlich losem Mundwerk nimmt die Protagonistin Herbjörg Maria den Leser mit durch ihr sehr bewegtes Leben, gespickt mit jeder Menge Steine im Weg. Es gab viele Haltestellen in ihrem Leben und von jeder erfahren wir etwas. Leider erfährt der Leser von einem Ereignis meines Erachtens ein wenig zu viel: Vom 2. Weltkrieg. Der wird förmlich von Anfang bis Ende begleitet, leider. Denn ich hätte lieber mehr aus Herbjörgs Jetzt-Zeit erfahren. Natürlich ist es ein ebenso wichtiger Abschnitt in ihrem Leben wie auch zum Beispiel ihre Erfahrungen mit ihren Ehemännern, immerhin hatte sie 4 davon. Allerdings war der letzte sicherlich nicht der Beste. Gesoffen, geschlagen und vergewaltigt, das ist nicht das, was "Frau" sich von der Ehe wünscht. Viele Erinnerungen werden festgehalten in diesem biographischen Werk, bis sie endlich ihr Ziel zu sterben erreicht. Familie, Krieg, Wirtschaftskrise, hier kommt nichts und niemand zu kurz. Hallgrimur Helgason zeigt hier das Leben einer Frau auf, die einerseits hart und direkt durch ihr Leben gegangen ist, andererseits aber auch sehr sensibel und mitfühlend dargestellt wird. Sie ist in meinen Augen ein wenig wie ihre Handgranate: Harte Schale, weicher Kern, wobei ich keine Ahnung habe, ob eine Handgranate innen weich ist . . . Insgesamt sehr detailreich, herrlich schrullig, aber auch sehr sensibel, so würde ich es kurz beschreiben. Unterm Strich Zu viel Krieg, wenn es nach mir ginge, aber trotzdem lesenswert, wenn man es ironisch und direkt mag.

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Island/Gastland/fremdes Land
von Helga Mitterhauser aus Seiersberg am 07.11.2011
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Halgrimur Helgason war das Liebkind auf der heurigen Frankfurter Buchmesse. Mit seinem Roman "Eine Frau bei 1000 Grad" hat er sein Land auch trefflich vertreten. Was für eine Lebensgeschichte. Herbjörg ist 80, lebt in einer Garage, hat ein Bett, Toilette und ... einen Computer. Und mit dem alles, was... Halgrimur Helgason war das Liebkind auf der heurigen Frankfurter Buchmesse. Mit seinem Roman "Eine Frau bei 1000 Grad" hat er sein Land auch trefflich vertreten. Was für eine Lebensgeschichte. Herbjörg ist 80, lebt in einer Garage, hat ein Bett, Toilette und ... einen Computer. Und mit dem alles, was sie braucht. Das Leben war nicht einfach für sie, und so hält sie sich jetzt schadlos an der Gesellschaft, die sie ein bisschen zum Narren hält. Sie erfindet sich in der virtuellen Welt neu und narrt die Männer, die auch SIE genarrt haben. 3 Söhne von neun Männern, Kriegstage, ein Leben in einer viel zu überschaubaren, kleinen Gesellschaft wie Island, das nicht mehr Menschen als Bielefeld hat. Aber nach seinen eigenen Gesetzen lebt. Der Roman sollte mit Muße gelesen werden, denn er enthält ein wesentliches November-Thema: die eigene Vergänglichkeit. Herbjörg ist da mutig: (Einäscherungs-Institut) "Guten Tag, ich möchte gerne einen Termin". "Für einen Angehörigen?" "Nein, für mich." Ein Nachdenk-Roman für Mutige, ein Entdeckungs-Roman für Ethno-Leser.

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Modell 1929
von Stefan Mayrhofer am 03.08.2012
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Herbjörg Maria Björnsson, Jahrgang 1929, lebt in einer Garage und wartet auf den Tod. Ihre ständigen Begleiter sind Zigaretten, ein Laptop und eine Handgranate, die ihr im zweiten Weltkrieg "in die Hände gefallen" ist. Neben den täglichen Besuchen von zwei Pflegerinnen hält sie mit dem Laptop Kontakt zur Außenwelt... Herbjörg Maria Björnsson, Jahrgang 1929, lebt in einer Garage und wartet auf den Tod. Ihre ständigen Begleiter sind Zigaretten, ein Laptop und eine Handgranate, die ihr im zweiten Weltkrieg "in die Hände gefallen" ist. Neben den täglichen Besuchen von zwei Pflegerinnen hält sie mit dem Laptop Kontakt zur Außenwelt (Facebook lässt grüßen); auf Sauerstoffversorgung verzichtet sie, da ihr die tägliche Nikotindosis wichtiger ist. In mehreren nicht chronologischen Zeitsprüngen lässt sie ihr Leben vorbei ziehen und berichtet in ihrer sehr direkten, teils derben und ordinären Sprache von diversen Begegnungen und Begebenheiten, die sie und ihr Leben geprägt haben. Die Erlebnisse des zweiten Weltkrieges nehmen dabei eine herausragende Stellung ein. Dieses Buch lässt mich etwas ratlos zurück. Nach dem fulminanten Einstieg mit dem ersten Kapitel waren die Erwartungen an dieses Buch entsprechend hoch. Diese konnten jedoch nur zum Teil erfüllt werden. Wer nach dem ersten Kapitel ein Feuerwerk an skurrilem Humor erwartet, wird nach dem Lesen wohl etwas enttäuscht sein. Aufgrund der Leseprobe und des Klappentextes erwartet man die Lebensgeschichte einer Frau, die Zeit ihres Lebens nichts anbrennen ließ. Stattdessen lernt man eine Frau näher kennen, die anscheinend jedes Unglück magisch anzuziehen scheint. Besonders die detailliert geschilderten Schrecken des zweiten Weltkrieges verlangen dem Leser einiges ab. Und so weicht dieser skurrile Humor der alten Dame mit der Zeit einer Mischung aus Kampfeslust, Selbstmitleid und Resignation. Die nicht chronologischen Zeitsprünge und Rückblenden haben mir den Zugang zu diesem Werk erschwert, und so fiel es mir schwer, den roten Faden zu erkennen und zu verfolgen. Zudem tauchen immer wieder neue Personen auf, deren für uns ungewohnte Namen zusätzlich für Verwirrung sorgen. Und nicht zuletzt legt der Autor seiner Protagonistin eine derart derbe und ordinäre Sprache in den Mund, die man einer bettlägerigen 80jährigen Frau nicht so ohne weiteres zutraut. „Eine Frau bei 1000°“ ist definitiv kein einfaches Buch. Trotz der beschriebenen Schwächen im Aufbau eine Lebensgeschichte, die einen nicht kalt lässt.

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"Werde ein Mensch. Aber keine Frau."
von leselampe2 aus Wittstock am 07.01.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Der Autor Halligrímur Helgason schreibt in seinem Roman über Herbjörg Maria Björnsson. Sie ist eine starke Persönlichkeit und hat ein langes und bewegtes Leben hinter sich. Seit 18 Jahren ist sie nun schon an Krebs erkrankt, lebt in einer Garage mit einem Laptop, einer Handgranate und Zigaretten. Ihr Kontakt zur... Der Autor Halligrímur Helgason schreibt in seinem Roman über Herbjörg Maria Björnsson. Sie ist eine starke Persönlichkeit und hat ein langes und bewegtes Leben hinter sich. Seit 18 Jahren ist sie nun schon an Krebs erkrankt, lebt in einer Garage mit einem Laptop, einer Handgranate und Zigaretten. Ihr Kontakt zur Außenwelt ermöglicht ihr nur Facebook, ansonsten leistet ihr nur der tägliche Pflegedienst Gesellschaft. Verschiedene Kapitel im Buch stellen sprunghaft die Lebensabschnitte von "Herr" das. Island, Dänemark, Deutschland und Argentinien - überall hier hat sie Zeit verbracht. Die furchtbaren Zeiten des Zweiten Weltkriegs am eigenen Leib miterleben und nun lässt sie ihr Leben Revue passieren. Der Autor beschreibt Herbjörg mit einer bildhaften und zugleich schonungslosen harten Sprache. Sie wirkt auf den Leser "kratzbürstig"und schon etwas verwirrt, denn ihre Erinnerungen wirken etwas ungeordnet und überschlagen sich in ihrem Kopf teilweise während sie mit sich und anderen abrechnet. Der Schreibstil eignet sich eher für Leser, die Zynismus und schwarzen Humor mögen. An dem Buch gefällt mir der realistische Eindruck der Protagonistin. Nach einer kleinen Eingewöhnungsphase (für Ortsfremde bestimmt schwierig und viele Namen am Anfang) war der Inhalt recht unterhaltsam. Der große sprachliche Witz war auch schön zu lesen. Manko: manche Passagen waren mir zu langatmig und wie gesagt, waren die Namen etwas schwierig für einen zügigen Einstieg ins Buch. Im Ganzen sind meine Erwartungen (nicht ganz) erfüllt worden.

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"Werde ein Mensch. Aber keine Frau."
von leselampe2 aus Wittstock am 06.01.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Der Autor Halligrímur Helgason schreibt in seinem Roman über Herbjörg Maria Björnsson. Sie ist eine starke Persönlichkeit und hat ein langes und bewegtes Leben hinter sich. Seit 18 Jahren ist sie nun schon an Krebs erkrankt, lebt in einer Garage mit einem Laptop, einer Handgranate und Zigaretten. Ihr Kontakt zur... Der Autor Halligrímur Helgason schreibt in seinem Roman über Herbjörg Maria Björnsson. Sie ist eine starke Persönlichkeit und hat ein langes und bewegtes Leben hinter sich. Seit 18 Jahren ist sie nun schon an Krebs erkrankt, lebt in einer Garage mit einem Laptop, einer Handgranate und Zigaretten. Ihr Kontakt zur Außenwelt ermöglicht ihr nur Facebook, ansonsten leistet ihr nur der tägliche Pflegedienst Gesellschaft. Verschiedene Kapitel im Buch stellen sprunghaft die Lebensabschnitte von "Herr" das. Island, Dänemark, Deutschland und Argentinien - überall hier hat sie Zeit verbracht. Die furchtbaren Zeiten des Zweiten Weltkriegs am eigenen Leib miterleben und nun lässt sie ihr Leben Revue passieren. Der Autor beschreibt Herbjörg mit einer bildhaften und zugleich schonungslosen harten Sprache. Sie wirkt auf den Leser "kratzbürstig"und schon etwas verwirrt, denn ihre Erinnerungen wirken etwas ungeordnet und überschlagen sich in ihrem Kopf teilweise während sie mit sich und anderen abrechnet. Der Schreibstil eignet sich eher für Leser, die Zynismus und schwarzen Humor mögen. An dem Buch gefällt mir der realistische Eindruck der Protagonistin. Nach einer kleinen Eingewöhnungsphase (für Ortsfremde bestimmt schwierig und viele Namen am Anfang) war der Inhalt recht unterhaltsam. Der große sprachliche Witz war auch schön zu lesen. Manko: manche Passagen waren mir zu langatmig und wie gesagt, waren die Namen etwas schwierig für einen zügigen Einstieg ins Buch. Im Ganzen sind meine Erwartungen (nicht ganz) erfüllt worden.

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Eine Frau?
von anyways aus Greifswald, Hansestadt am 11.09.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Sie ist und war alles, alte Frau auf einem Abstellgleis, wohnhaft in einer umgebauten Garage mit Internetzugang und Pflegedienst, glückliches Kind, behütetes Kind, plötzlich neureiches und angesehenes Kind in der politischen Welt Islands, verzogene Göre, verunsicherter und später geschändeter Teenager, verruchte Hure, liebevolle und lieblose Mutter mit ebenso lieblosen... Sie ist und war alles, alte Frau auf einem Abstellgleis, wohnhaft in einer umgebauten Garage mit Internetzugang und Pflegedienst, glückliches Kind, behütetes Kind, plötzlich neureiches und angesehenes Kind in der politischen Welt Islands, verzogene Göre, verunsicherter und später geschändeter Teenager, verruchte Hure, liebevolle und lieblose Mutter mit ebenso lieblosen Kindern und geldgierigen Schwiegerkindern. Sie hat ein multiples Leben hinter sich und den Tod vor sich. Achtzigjahre reflektiert, wovon ein Großteil die Kriegsjahre 1941-45 einnehmen. Alle anderen kommen ein wenig zu kurz. Eine Person die Länder und Männer bereiste. Aus einem unglücklichen Zufall in den Kriegswirren von ihren Eltern getrennt ist sie danach mehr als zwei Jahrzehnte auf einer Odyssee- nur nach was oder wem erschließt sich mir nicht. Der Sprachstil des Autors ist ebenso schwer einzuordnen. Mal ist er distanziert und nur auf Fakten versessen, dann appelliert er an mein Mitgefühl, meist jedoch ist er laut, schnell, sprunghaft, vulgär und obszön. Genauso bin ich seiner Geschichte um die, wie mir zu Anfang schien, recht toughe Großmutter, gefolgt, angezogen von Neugier, die nie wirklich ganz befriedigt wurde, meistens jedoch abgestoßen von der sehr gossenhaften Sprache. Viele Erzählstränge wurden für mein Empfinden zu schnell abgebrochen und bei der Wiederaufnahme wurde die Geschichte nicht wirklich zu Ende erzählt sondern blieb im Dunkeln. Einzig die Einflechtung von Begegnungen mit Zeitzeugen, wie Marlene Dietrich und John Lennon, politischen Aspekten der damaligen und heutigen Zeit fand ich interessant und gut umgesetzt. Ganz ehrlich eine Frau die wirklich alles Schöne und alles Schlechte auf dieser Welt gesehen hat, die schon zu Lebzeiten in der Hölle war, hat ein Recht auf eine bildhafte Sprache, nur diese Frau deren Geschichte der Autor erzählt, ist keine Frau sondern ein Mann und als solches handelt, denkt und agiert er/sie und aus diesem Grund hat mich die Geschichte wenig berührt, sie wirkt nicht ehrlich. Ein Sache fiel mir noch auf, ohne zu viel zu verraten ,den Vorgang den der Autor auf der letzten Seite beschreibt ist schlichtweg Blödsinn, denn die Leichenstarre beginnt nach 24-48 Stunden sich wieder zu lösen, dann wäre der Gegenstand leicht zu entfernen gewesen.

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