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Engel im Schnee

(1)
1974 in der Kleinstadt Butler, Pennsylvania; ein verschneiter Winternachmittag. Der fünfzehnjährige Arthur Parkinson übt mit seiner Highschool-Band. Plötzlich knallen Schüsse. Was Arthur da hört, ist der Mord an Annie Marchand, seiner früheren Babysitterin und dem Objekt seiner ersten erotischen Begierden. Annie ist eine hübsche junge Frau, der nichts im Leben gelingen will, nicht einmal, ihre Liebsten vor Schaden zu bewahren.
Sie liebt ihren Mann Glenn und treibt ihn in den Alkoholismus; sie vergöttert ihre kleine Tochter Tara und misshandelt sie beim geringsten Anlass. Auch in Arthurs Leben geht manches schief. Seine Eltern lassen sich scheiden, seine Mutter fängt an zu trinken, er selbst wird zum Psychiater geschickt. Trotz seines fassungslosen Staunens über die unverständliche Erwachsenenwelt fängt er an, um sein Glück zu kämpfen, und wird mit der Liebe einer Schulfreundin belohnt.
Indessen wenden sich die zerstörerischen Kräfte, die Annie gerufen hat, allmählich gegen sie selbst und ziehen sie in einen Strudel der Gewalt. Menschliche Ohnmacht und Unzulänglichkeit sind die treibenden Kräfte dieses bewegenden Romans. O'Nan schildert Annie Marchands unausweichliche Tragödie mit einer zarten Poesie, die unsentimentales Mitgefühl und genaueste Beobachtung verbindet.
Portrait
Stewart O’Nan wurde 1961 in Pittsburgh/Pennsylvania geboren und wuchs in Boston auf. Er arbeitete als Flugzeugingenieur und studierte an der Cornell University Literaturwissenschaft. Heute lebt er wieder in Pittsburgh. Für seinen Erstlingsroman Engel im Schnee erhielt er 1993 den William-Faulkner-Preis.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 256, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 19.07.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783644023215
Verlag Rowohlt E-Book
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gehört zu meinen Lieblingsautoren
von einer Kundin/einem Kunden am 29.09.2013

Stewart oNan schreibt Geschichten über Menschen, ihre Handlungen und die Konsequenzen und Auswirkungen auf alle daran Beteiligten. Er tut das in einer unnachahmlichen, eigenen Art und Weise. Seine Wortwahl, seine Schlussfolgerungen, seine Geschichten sind genau,wunderbar, berührend, tragisch, unvergleichlich. Für Engel im Schnee hat er den William Faulkner Preis bekommen.

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Winterliche Tragödie
von Polar aus Aachen am 28.04.2008
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Stewart O'Nans Erstling zeichnet schon alles aus, was viele seiner späteren Romane so lesenswert machen. Sein Feld ist die Kleinstadt, eine Handvoll Leute, die er in ihrem Umfeld, in ihrem Alltag zeigt. Er vermittelt den Eindruck, als würde er die Stadt, deren Bewohner seit langem kennen. Sie ihm ihr... Stewart O'Nans Erstling zeichnet schon alles aus, was viele seiner späteren Romane so lesenswert machen. Sein Feld ist die Kleinstadt, eine Handvoll Leute, die er in ihrem Umfeld, in ihrem Alltag zeigt. Er vermittelt den Eindruck, als würde er die Stadt, deren Bewohner seit langem kennen. Sie ihm ihr Leben anvertrauen. Die Perspektivlosigkeit vieler seiner Figuren, die oft selbstverschuldet erscheint, manchmal sich einer äußeren Kraft wie der Schließung eines Diners in Die Letzte Nacht gegenübersieht, zeichnet menschliche Schicksale nach, die sich Luft verschaffen müssen. Egal ob ihr Leben beschaulich aussieht, sie sich am Rande eines Nervenzusammenbruchs bewegen, sie alle stehen unter Hochdruck. Längst ist ihnen bewußt, dass das nicht das Leben ist, das sie eigentlich haben führen wollen. Die ermordeten Annie Marchand entschied sich blind fast immer für die falsche Lösung. Sei es auf der Suche nach dem kurzen Glück, sei es aus Rache. Dass sich das Schicksal irgendwann gegen einen selber wendet, ist grausam, aber erscheint folgerichtig bei O’Nan. Er ist selbst dann noch auf der Suche nach Verständnis bei seinen Helden, wo andere sie längst ablehnen. Dem Autor ist mit Engel im Schnee ein Roman gelungen, dessen rücksichtsloses Scheitern schwer zu ertragen ist, dem aber eines gelingt, er zeigt Menschen wie Annie Marchand im verzweifelten Kampf wenigstens für sich und nur für sich das Gesicht zu wahren. Sei es in Mitten von Lügen, von Betrug, von Gewalt. Dass der Autor dabei einen fünfzehnjährigen Jungen als außenstehenden Beobachter einsetzt, läßt ein Gefühl von Ohnmacht aufkommen, zumal der Junge in seinem eigenen Leben demselben Chaos unter anderen Vorzeichen ausgesetzt ist. Stewart O'Nan ist ein Meister des groben wie des feinen Strichs. Und Gewalt ist bei ihm Gewalt und kommt nicht ohne Schmerz aus. Dass O'Nan seine Leser all das erfahren läßt, ist seine große Kunst.

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Ein echter O'Nan!
von Luisa Andrä aus Neuss am 07.03.2011
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

O’Nan beweist vor allem in der Beschreibung allzu alltäglicher Situationen große erzählerische Kraft und schafft es, den Leser, durch Detailbeobachtungen mitzuziehen. Glaubwürdig wirken seine Charakterbeschreibungen, die Entwicklungen, die die einzelnen Protagonisten beschreiben, immer nachvollziehbar. Und wieder wird der Leser in den Bann gezogen von gewöhnlichen Umständen. Diese eskalieren manchmal... O’Nan beweist vor allem in der Beschreibung allzu alltäglicher Situationen große erzählerische Kraft und schafft es, den Leser, durch Detailbeobachtungen mitzuziehen. Glaubwürdig wirken seine Charakterbeschreibungen, die Entwicklungen, die die einzelnen Protagonisten beschreiben, immer nachvollziehbar. Und wieder wird der Leser in den Bann gezogen von gewöhnlichen Umständen. Diese eskalieren manchmal allzu plötzlich, dann wieder erschreckend vorhersehbar und führen direkt ins Seelenleben der Menschen. Dabei wird die Reflexion des Lesers gefordert, die das ein oder andere Mal auch an die Grenzen gehen kann - so wie die Facetten des Lebens und des menschlichen Schaffens. Detailreich, ehrlich und nah dran. Doch nichts für schwache Nerven oder Kurzweil-Suchende.

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Kälte
von einer Kundin/einem Kunden am 06.04.2014
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"Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie dagegen ist unglücklich auf ihre eigene Art." L. Tolstoi Zwei Familien sind miteinander verwoben, zwei Familien und ihre Geschichte - Arthur ist 14 als sein Vater die Familie verlässt. Sein Schwester lebt und arbeitet in Deutschland, so bleibt er mit der Mutter... "Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie dagegen ist unglücklich auf ihre eigene Art." L. Tolstoi Zwei Familien sind miteinander verwoben, zwei Familien und ihre Geschichte - Arthur ist 14 als sein Vater die Familie verlässt. Sein Schwester lebt und arbeitet in Deutschland, so bleibt er mit der Mutter allein, auf sich gestellt. Das Verschwinden der kleinen Tara, der Tochter seiner ehemaligen Babysitterin Annie stellt sein Leben auf den Kopf, alles verändert sich. Glenn zerbricht am Ende der Ehe mit Annie und um so mehr am Tod der gemeinsamen Tochter Tara. Eingeschlossen in seinem eigenen Lebenskomos ist er verunsicherter denn je und tödlich verletzt - für ihn gibt es nur einen Ausweg und eine Schuldige. Stewart O`Nan schreibt einmal mehr bewegend über das Ende der Kindheit, über Schmerz und Trauer, über gescheiterte Beziehungen, Lügen und Gewalt.

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