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Er ist wieder da

Der Roman

(189)

Sommer 2011. Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva, dafür unter Tausenden von Ausländern und Angela Merkel. 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende startet er gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur, sondern erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und »Gefällt mir!«-Buttons. Eine Persiflage? Eine Satire? Polit-Comedy? All das und mehr: Dieser Roman ist ein literarisches Kabinettstück erster Güte.

Portrait
Timur Vermes wurde 1967 als Sohn einer Deutschen und eines 1956 geflohenen Ungarn geboren, studierte in Erlangen Geschichte und Politik und wurde dann Journalist. Er schrieb für die "Abendzeitung" und den Kölner "Express" und arbeitete für mehrere Magazine. Seit 2007 veröffentlichte er als Ghostwriter vier Bücher, zwei weitere sind in Vorbereitung.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 398
Altersempfehlung 16 - 99
Erscheinungsdatum 08.10.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-404-17178-1
Verlag Lübbe
Maße (L/B/H) 188/123/38 mm
Gewicht 397
Auflage 7. Auflage 2014
Verkaufsrang 11.029
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
189 Bewertungen
Übersicht
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43
11
5
5

Gelungene Gesellschaftssatire.
von einer Kundin/einem Kunden am 23.10.2014

Timur Vermes ist eine wunderbare und zum Schreien komische Gesellschaftssatire gelungen. Für seine Satire bedient er sich einer der grausamsten Personen des letzten Jahrhunderts: Adolf Hitler. Manch einer wird sich hier fragen, ob man so etwas darf und hier werden sich die Geister bei so einer heiklen Person scheiden.... Timur Vermes ist eine wunderbare und zum Schreien komische Gesellschaftssatire gelungen. Für seine Satire bedient er sich einer der grausamsten Personen des letzten Jahrhunderts: Adolf Hitler. Manch einer wird sich hier fragen, ob man so etwas darf und hier werden sich die Geister bei so einer heiklen Person scheiden. Jedoch gelingt es dem Autor auf erschreckende, wie auch wundersame Weise genau durch diese Person der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten. Ich habe mich köstlich amüsiert und doch kamen mir einige Passagen mehr als erschreckend vertraut vor. Als dann Hitler auf dem Weg nach oben ist, beschleicht den Leser der erschreckende Gedanke, ob in unseren doch so "aufgeklärten Gesellschaft" so eine Person nochmals die Chance hätte die Macht zu ergreifen oder glanzlos untergehen würde.Ein bitterböses und kluges Buch, bei dem sich aber trotzdem wunderbar amüsieren darf.

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5 0
Grenzwertiges Hitlertainment
von NiWa aus Euratsfeld am 15.11.2014

Er ist wieder da. Adolf Hitler, Führer, Diktator, politisches Oberhaupt, der Massenmörder, erwacht auf einer harmlosen Wiese, ist total verwirrt und begreift schlussendlich in einem Kiosk das mittlerweile das Jahr 2011 geschrieben wird. Eva ist weg, der Fettsack Göring ist unauffindbar und nicht einmal der ergebene Propaganda-Minister Goebbels ist vor... Er ist wieder da. Adolf Hitler, Führer, Diktator, politisches Oberhaupt, der Massenmörder, erwacht auf einer harmlosen Wiese, ist total verwirrt und begreift schlussendlich in einem Kiosk das mittlerweile das Jahr 2011 geschrieben wird. Eva ist weg, der Fettsack Göring ist unauffindbar und nicht einmal der ergebene Propaganda-Minister Goebbels ist vor Ort, von Himmler ganz zu schweigen. Aber Hitler hat es schon einmal an die Spitze geschafft und auch im Jahr 2011 wird er sich nicht mit weniger begnügen. Nachdem Hitler erwacht und einen vorübergehenden Unterschlupf findet, ist es seine Art und Weise, die ihn ins Fernsehen bringt, wo er rasch die Quoten in die Höhe treibt und sich insgeheim über den vermeintlichen Sieg die Hände reibt. Bei diesem Buch fällt es mir schwer, eine Rezension zu schreiben, weil ich zugeben muss, ich habe stellenweise Tränen gelacht! Nein, ich habe nicht über Adolf Hitler gelacht, sondern mit ihm, und das ist meiner Ansicht nach schon sehr bedenklich. Die Geschichte wird aus der Perspektive des Führers erzählt. Anhand seiner Gedanken, Reden und Gespräche erlebt der Leser seinen Aufstieg im Showbusiness und ich musste aufgrund seiner Schlagfertigkeit und sehr pragmatischen Denkweise häufig laut loslachen. Hier muss man die ausgiebige Recherche des Autors loben, weil der Gesamteindruck des Charakters Adolf Hitler sehr authentisch wirkt und diversen Aufzeichnungen aus Büchern, Film und Fernsehen entspricht. Während man oft von amüsanten Gedanken zu erheiternden Gesprächen springt, wird man dazwischen mit langatmigen Monologen konfrontiert, die bekanntlich ja der historischen Person entsprechen. Allerdings ist es eben ein heikles Thema und ich bin mir nicht sicher, ob man es auf diese Weise behandeln soll. Zumindest betont Timur Vermes gleich an mehreren Stellen, dass die Judenfrage nicht witzig ist und trotzdem hat das Buch einen pietätlosen Beigeschmack für mich, den ich nicht so einfach runterspülen kann. Ich denke, dieses Buch sollte tatsächlich von jedem gelesen werden, der sich dafür interessiert, schon allein, um zu einem eigenen Eindruck zu gelangen! Und bei der Lektüre sollte man bitte immer daran denken, es geht um Adolf Hitler - Führer, Diktator, Massenmörder.

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3 0
Er ist wieder da
von meggie aus Mertesheim am 01.01.2015

Es ist Sommer im Jahre 2011. Auf einem leeren Baugrundstück liegt ein Mann und schlägt die Augen auf. Adolf Hitler ist zurück und findet sich orientierungslos mitten in Berlin wieder. Doch er passt sich erstaunlich schnell seiner neuen Situation an. Und mit seinem Geschick, Reden zu schwingen und Leute... Es ist Sommer im Jahre 2011. Auf einem leeren Baugrundstück liegt ein Mann und schlägt die Augen auf. Adolf Hitler ist zurück und findet sich orientierungslos mitten in Berlin wieder. Doch er passt sich erstaunlich schnell seiner neuen Situation an. Und mit seinem Geschick, Reden zu schwingen und Leute zu seinen Gunsten einzunehmen, schafft er es, sich eine Karriere aufzubauen, die er in früherer Zeit schon einmal hingelegt hat. Wie auch meiner Bloggerfreundin Sonja fällt mir eine Rezension zu diesem Roman recht schwer. Ihr Aussage „Darf man über Hitler lachen?“ ist durchaus gerechtfertigt. Aber auch ich bin zu dem Schluss gekommen, dass man es darf. Zumindest mit einer gesunden Portion an Verantwortungsbewusstsein. Allein die Idee, Hitler mit seinen Ansichten im heutigen Berlin auf die Leute loszulassen, finde ich eine durchaus geniale Idee. Und es ist schon lustig, Hitler dabei zu begleiten, wie er versucht, sich an das heutige Leben anzupassen. Doch dieses „Lustigsein“ hält nicht so lange an, denn bald kommen die Hasspredigen auf die Juden, das Einnehmen der Leute und die Gefolgschaft mehrerer Personen. Und so kann man sich vorstellen, wie Hitler seinen Weg nimmt. Ich persönlich war fasziniert von der Schreibweise des Autors, der in der Ich-Perspektive davon erzählt, wie Hitler auf dem Grundstück aufwacht, sich nach kurzem Orientieren einen Weg zu einem Zeitungskiosk bahnt und von dort aus alles seinen Anfang nimmt. Mit Pointen wie Blitzreinigung, die Homepage eine „Heimseite“ zu nennen und dort ein Führerhauptquartier einzurichten, sich mit „mein Führer“ anreden zu lassen und durch seine doch teilweise charmante Art die Leute für sich einzunehmen, ergibt sich letztendlich eine sehr interessante Geschichte, die zeigt, wie beeinflussbar die Menschen sind. Insgesamt schildert der Autor ein sehr mutiges Thema mit sehr, sehr ernstem Hintergrund und schafft es trotzdem, sich damit nicht ins Abseits zu stellen bzw. alles ins Lächerliche zu ziehen. Gestört hat mich allerdings schon, dass Hitler sich gar nicht damit auseinandersetzt, warum er eigentlich 2011 plötzlich auf einem verlassenen Grundstück aufwacht. Warum wacht er dort auf? Warum gerade dort? Warum gerade er? Es gibt hier viele Fragen, die von ihm aber als gegeben hingenommen werden. Er wacht auf und macht einfach dort weiter, wo er aufgehört hat. Auch das Ende ist sehr prompt und lässt zuviel Spielraum für die Fantasie, die in meinem Fall nicht so gut ausgefallen ist. Trotz allem Bedenken, muss ich dem Buch dann doch eine hohe Bewertung geben, ist allein schon die Idee, das Herantrauen an ein gewagtes Thema sowie die Umsetzung einfach nur gelungen. Fazit: Ein mit alten Ideen versehener Hitler im modernen Deutschland.

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