orellfuessli.ch

Mit eBooks in weniger als einer Minute mit dem Lesen beginnen. Sie haben noch keinen tolino?

Es wird keine Helden geben

(1)
Berührend, fesselnd, unfassbar: Wenn nichts mehr ist, wie es war.
Kurz, nachdem es zur Pause geläutet hat, hört Miriam einen Schuss. Zunächst versteht niemand, was eigentlich passiert ist, aber dann herrschen Chaos und nackte Angst. Matias, ein Schüler aus ihrer Parallelklasse, schiesst um sich. Auch Miriams Freund Tobi wird tödlich getroffen. Miriam überlebt - aber sie fragt sich, ob das Leben ohne Tobi und mit den ständig wiederkehrenden Albträumen überhaupt noch einen Sinn hat. Waren sie und ihre Mitschüler Schuld an der Katastrophe?
Das grossartige Debüt von Anna Seidl, die erst 16 Jahre alt war, als sie diese aufwühlende Geschichte geschrieben hat: eine intensive Auseinandersetzung mit den Folgen eines Amoklaufs für die Überlebenden, mit Schuld und Trauer, schonungslos erzählt.
Portrait
Anna Seidl, 1995 in Freising/Bayern geboren, dachte sich schon als Schulkind eigene Geschichten aus. Heute ist sie freie Autorin und lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen in der Nähe von Frankfurt.
… weiterlesen
Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 256, (Printausgabe)
Altersempfehlung ab 14
Erscheinungsdatum 20.01.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783862747917
Verlag Verlag Friedrich Oetinger
eBook (ePUB)
Fr. 9.00
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
In der Cloud verfügbar
Premium Card
Fr. 9.00 Umsatz sammeln
Weitere Informationen

Andere Kunden interessierten sich auch für

  • 40942299
    Rain – Das tödliche Element
    von Virginia Bergin
    eBook
    Fr. 11.50
  • 42722810
    Bodyguard - Das Lösegeld
    von Chris Bradford
    eBook
    Fr. 10.90
  • 31204379
    Young Sherlock Holmes 1
    von Andrew Lane
    (1)
    eBook
    Fr. 10.50
  • 39275269
    Dann bin ich seelenruhig
    von Kerstin Dombrowski
    eBook
    Fr. 8.90
  • 38224178
    Wenn ihr uns findet
    von Emily Murdoch
    (2)
    eBook
    Fr. 15.90
  • 45769149
    Blindes Misstrauen
    von Swantje Oppermann
    eBook
    Fr. 5.90
  • 40157411
    Obsidian, Band 2: Onyx. Schattenschimmer (mit Bonusgeschichten)
    von Jennifer L. Armentrout
    (4)
    eBook
    Fr. 16.50
  • 41162446
    Der Tag wird kommen
    von Nina Vogt-Østli
    eBook
    Fr. 10.00
  • 32276437
    Crazy Moon
    von Sarah Dessen
    eBook
    Fr. 4.90
  • 32394550
    Ich knall euch ab!
    von Morton Rhue
    eBook
    Fr. 7.90

Unsere Buchhändler-Tipps

  • 32394550
    Ich knall euch ab!
    von Morton Rhue
    eBook
    Fr. 7.90
  • 38224178
    Wenn ihr uns findet
    von Emily Murdoch
    (2)
    eBook
    Fr. 15.90
  • 23699067
    Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie
    von Lauren Oliver
    (9)
    eBook
    Fr. 10.00
  • 24491029
    Die Welle
    von Morton Rhue
    (1)
    eBook
    Fr. 7.90
  • 39231887
    Hörst du den Tod?
    von Andreas Götz
    (2)
    eBook
    Fr. 11.50
  • 41162446
    Der Tag wird kommen
    von Nina Vogt-Østli
    eBook
    Fr. 10.00
  • 40047538
    Wie ein flammender Schrei
    von Mats Wahl
    eBook
    Fr. 18.00
  • 39581319
    #rausmitderdicken
    von Sophia Bennett
    (1)
    eBook
    Fr. 13.00
  • 32587747
    Neunzehn Minuten
    von Jodi Picoult
    (2)
    eBook
    Fr. 12.50
  • 40779358
    Scherbenmädchen
    von Liz Coley
    (2)
    eBook
    Fr. 14.00
  • 36508717
    Die Liga der Guten
    von Rüdiger Bertram
    eBook
    Fr. 11.00
  • 36508478
    Nenn mich einfach Superheld
    von Alina Bronsky
    eBook
    Fr. 10.50

Kundenbewertungen


Durchschnitt
1 Bewertung
Übersicht
0
1
0
0
0

Tragisch....
von einer Kundin/einem Kunden am 24.12.2014

In Miriams Schule dreht ein Mitschüler völlig durch. Er schießt wahllos durch die Menge. Miriams Freund Tobi ist unter den Opfern und stirbt vor ihren Augen. Hätte sie Tobi retten können? Wäre er noch am Leben, wenn Miriam eingegriffen hätte? Schuldgefühle, Trauer, Hilflosigkeit sind nur ein paar Themen, die... In Miriams Schule dreht ein Mitschüler völlig durch. Er schießt wahllos durch die Menge. Miriams Freund Tobi ist unter den Opfern und stirbt vor ihren Augen. Hätte sie Tobi retten können? Wäre er noch am Leben, wenn Miriam eingegriffen hätte? Schuldgefühle, Trauer, Hilflosigkeit sind nur ein paar Themen, die in diesem Buch vorkommen. Ein Buch das zum Nachdenken anregt. Ab 14 Jahren.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Ein großartiges, nachhaltiges Buch
von lesenundmehr am 18.01.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Man kann über dieses Buch sicherlich zweierlei Meinung sein. Ich glaube es wird Leser geben, die die Geschichte als sehr einseitig empfinden und vielleicht auch das Gefühl haben, dass sich Miriam fast die ganze Zeit nur im Kreis dreht. Andere Leser werden sich auf die Geschichte und seine Figuren einlassen und... Man kann über dieses Buch sicherlich zweierlei Meinung sein. Ich glaube es wird Leser geben, die die Geschichte als sehr einseitig empfinden und vielleicht auch das Gefühl haben, dass sich Miriam fast die ganze Zeit nur im Kreis dreht. Andere Leser werden sich auf die Geschichte und seine Figuren einlassen und Gefühle, Gedanken und Taten, zumindest bis zu einem gewissen Punkt, nachvollziehen können. Sie werden gespannt weiter lesen und viele wundervolle Sätze finden, die zum Nachdenken anregen. Ich gehöre definitiv zur zweiten Gruppe. Die Geschichte hat mich schockiert, berührt und gefesselt zu gleichen Teilen. Ich fand die Figuren sehr authentisch dargestellt, und das betrifft die Darstellung der unbeschwerten Jugend, sowie auch die Reaktionen während des Amoklaufes und Entwicklung der Protagonisten danach. Jeder verarbeitet solch ein Ereignis natürlich anders. Auch das ist in diesem Roman Thema, wird aber nur am Rande angeschnitten. Hauptsächlich geht es hier um Miriams Geschichte, ihre Verzweiflung, Trauer, Wut, Rast- und Ratlosigkeit – schlicht um alles, was sie in der Zeit während und nach den dramatischen Ereignissen bewegt. Ich persönlich fand ihre Gefühlswelt sehr gut dargestellt und glaubwürdig. Sie durchlebte die Phasen der Trauer und Schicksalsverarbeitung in sehr nachvollziehbarer Weise. Immer wieder treten auch ihre Erinnerungen an frühere Erlebnisse zu Tage, die sie aushalten und verarbeiten muss, und manches versucht sie auch neu zu deuten. Dass man die ganze Geschichte dabei aus ihren Augen sieht, lässt alles umso näher erscheinen. Ich habe selten ein Jugendbuch gelesen, welches so tief ging und so viele schöne, tiefgreifende, nachhaltige Sätze enthielt. Sie regten an zum Innehalten und stimmten mich nachdenklich. Manchmal schockierten sie mich sogar, weil ich mich (leider) an einigen Stellen selbst wieder fand. Viele Themen werden in diesem Buch angesprochen, die einer Eigeninterpretation und Reflexion unterzogen werden können und sollten. Man wird über Freundschaft, Toleranz, Ausgrenzung, Mobbing, Waffengewalt, Trauer/Trauerverarbeitung, Hilflosigkeit und viele weitere Themen lesen und hoffentlich auch darüber nachdenken. Dieses Buch wäre sicherlich auch ganz hervorragend als Schullektüre geeignet, weil sich dadurch viele Themen verbinden lassen, über die es sich zu diskutieren lohnt. Ein großartiges, nachhaltiges Werk! Für mich ist es kein reines Jugendbuch, sondern ein All Ager.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
1 0
Ein Amoklauf schafft keine Helden, sondern Opfer
von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: Einband: Kunststoff-Einband

Dieser Roman ist so beeindruckend und ergreifend! Die Protagonistin schildert einen Amoklauf, ihre eigene Feigheit, die ihr das Leben rettet, und das Leben danach. Weder sie noch die anderen Überlebenden feiern sich; im Gegenteil, sie kämpfen darum, das Erlebte zu verarbeiten, zu vergessen. Einigen gelingt es besser, andere kapitulieren... Dieser Roman ist so beeindruckend und ergreifend! Die Protagonistin schildert einen Amoklauf, ihre eigene Feigheit, die ihr das Leben rettet, und das Leben danach. Weder sie noch die anderen Überlebenden feiern sich; im Gegenteil, sie kämpfen darum, das Erlebte zu verarbeiten, zu vergessen. Einigen gelingt es besser, andere kapitulieren vor dem Schmerz, der Angst und den Albträumen... Wow! Eins der besten Bücher, die ich bisher zum Thema Amoklauf an Schulen gelesen habe!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
von einer Kundin/einem Kunden am 13.06.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Erschreckend wie echt die junge Autorin die Gefühle und Gedanken ihrer Protagonisten rüber bringt. Ganz so als hätte sie es selbst wirklich erlebt. Gänsehaut!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Erschütternd, wie die Willkür eines Einzelnen ganze Welten zerstört! Die traumatisierte Miriam erlernt das Leben mit ungeheurer Stärke neu. Doch wer trägt die Schuld der Tragödie?

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein Buch das unter die Haut geht! Wir erhalten tiefe Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt von Miriam. Ein schonungsloses Buch mit kraftvollem Schreibstil!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Es jagt einem regelrecht Angst ein! Aber wirklich ein sehr gutes Buch!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
von Kezia Kriegler am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Endlich mal ein Buch, das sich ohne Schnulz und ganz realistisch mit den Gefühlen eines Menschen auseinander setzt, der einen Amoklauf miterlebt. Tolles Debüt!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein junger Mann schießt um sich in der Schule uns viele sterben. Die Überlebenden fragen sich nun wie es weiter gehen soll und ob sie Mitschuld sind. Schockierend und bewegend.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Sind wir schuld?
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 08.11.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

„Irgendjemand verbindet mein Bein und versorgt meinen Arm. Mein Dad ist da. Er will mir helfen. Tobis Mom kommt. Tobi ist tot. Bei der OP gestorben. All das bekomme ich nur durch einen Nebel mit. Ich sollte um ihn weinen. Irgendeine Reaktion zeigen. Aber ich kann es nicht. Alles kommt... „Irgendjemand verbindet mein Bein und versorgt meinen Arm. Mein Dad ist da. Er will mir helfen. Tobis Mom kommt. Tobi ist tot. Bei der OP gestorben. All das bekomme ich nur durch einen Nebel mit. Ich sollte um ihn weinen. Irgendeine Reaktion zeigen. Aber ich kann es nicht. Alles kommt mir so unwirklich vor, so falsch. Ist es wirklich Wirklichkeit? Ich begreife nicht, wie das sein kann. Es ist doch ein ganz normaler Tag, so wie jeder andere auch. Alles ist doch so wie immer, sollte zumindest so wie immer sein. Was nur ist passiert? Joanne geht. Ihre Eltern bringen sie von hier weg. Dad nimmt mich in den Arm. Oma und Opa kommen, umarmen mich ebenfalls. Aber auch das fühlt sich falsch und unecht an. Eine Menge Kameras und Journalisten sind inzwischen da. Sie halten uns ihre Mikrofone hin, filmen die Schule. Ich schalte einfach ab. Ich sehe gar nichts mehr, ich höre nichts mehr. Ich fühle nichts mehr. Gar nichts. Nicht einmal das Schlagen meines Herzens. Kein Entsetzen, keine Angst. Nichts mehr. Auch die Schmerzen in meinem Bein spüre ich nicht. Auch nicht Omas Hand, die auf meiner Schulter ruht. Sie könnten mich einfach hier stehen lassen, für den Rest meines Lebens, es wäre mir egal. Es ist alles so egal.“ Es war ein ganz normaler Montagmorgen. Ein ganz normaler Montagmorgen, an dem Miriam fast verschlief, sich in die Schule schleppte, mit ihren Freundinnen quatschte, sich mit ihrem Freund verabredete… Ganz normal, bis zu dem Moment, als Schüsse die Luft zerrissen und das Schreien einsetzte… Danach ist alles anders. Miriam hat überlebt, aber ihr Freund Tobi wurde ein Opfer des Todesschützen. Und als der erste Schock nachlässt muss sie feststellen, dass nichts in ihrem Leben mehr so ist, wie es war… Auch wieder so ein Buch, das ich in einem Rutsch durchlesen musste! Es ließ sich einfach nicht mehr aus der Hand legen ;-) Der Leser stürzt direkt hinein in den Amoklauf. Er kommt genauso abrupt, wie er in das Leben von Miriam und ihren MitschülerInnen eindringt. Zusammen mit Miriam erlebt man die schrecklichen Minuten mit, die sich zu Stunden auszudehnen scheinen. Wer nun glaubt, dass sie Glück hatte, zu überleben, der wird sehr schnell eines besseren belehrt. Denn von Glück ist in der Folgezeit bei ihr nichts mehr zu merken. Miriam muss nicht nur den Tod ihres Freunds beklagen, auch das Verhältnis zu ihren Freundinnen ist ein anderes geworden - denn jede von ihnen hat sich geändert. Das Buch ist komplett aus Miriams Perspektive geschrieben. Als Leser fühlt man sich ihr dadurch natürlich sehr nah. Und ist ganz nah dran an Angst, Verzweiflung, Frustration, Hass und Wut. Jedoch ist das Buch keineswegs einseitig. Miriam ist in einer Extremsituation – und extrem ist auch ihr Verhalten einigen Menschen gegenüber, die ihr helfen möchten. Gemeinsam mit ihr versucht man, das Erlebte zu verarbeiten. Am Anfang steht die Fassungslosigkeit: „Ein Amoklauf. Nein, das kann es nicht gewesen sein. Das klingt so irreal. Amoklauf klingt nach Amerika. Immer wieder hört man davon, dass es in Amerika Amokläufe gibt. Es kann doch nicht wirklich einen Amoklauf an meiner Schule gegeben haben. So etwas passiert nicht in echt. Und warum sollte ausgerechnet ich so etwas erleben? Was ist gestern nur passiert?“ Was folgt ist ein irrer Mix aus starken Emotionen. Tiefe Trauer wird abgelöst durch Wut auf die Mutter, die sich jahrelang nicht blicken ließ und ausgerechnet jetzt auftaucht, um helfen zu wollen. Was dahinter nun wieder steckt, lässt sich für den Leser leicht ahnen. Überhaupt erkennt man an Miriam ganz deutlich dieses ganze Gefühlschaos, in dem schon ein „normaler“ und nicht durch Extremerfahrungen belasteter Jugendlicher regelmäßig steckt. Ich glaube, in dieser Phase des Lebens sind alle Empfindungen noch eine Spur extremer, als sie im späteren Leben sind. Miriam wirkt da sehr authentisch. Man begleitet sie durch viele Erinnerungen, zu Psychologen-Terminen und zu den Gräbern ihrer Freunde. Und man erlebt ihre Entwicklung mit. Der Weg in eine neue Zukunft ist nicht einfach. Darf es eine neue Zukunft überhaupt geben? Miriam wird von Schuldgefühlen gequält, beispielsweise ihrem toten Freund gegenüber. Und da ist noch mehr, ein weiteres Gefühl von Schuld, das sie sich lange nicht eingestehen will. Und das berechtigt zu der Frage führt, ob man den ganzen Amoklauf nicht hätte verhindern können… Ein Punkt, der in einem solchen Buch nicht fehlen darf, ist die Beschäftigung mit dem Täter. Die Frage, nach dem „Warum“ wird gestellt – wie so oft, kann sie nicht abschließend beantwortet werden. Aber es finden sich Anhaltspunkte, mögliche Gründe und Auslöser. Dabei kommt man erwartungsgemäß an den Themen Mobbing, Ausgrenzung und Anderssein nicht vorbei. Ich halte Bücher wie dieses für sehr wichtig, da Mobbing usw. leider zum Schulalltag gehören. Natürlich (und zum Glück!) wird nur aus wenigen gemobbten Menschen ein Amokläufer, aber es schadet ganz bestimmt nicht, sich mal mit den psychischen Belastungen aller Beteiligten auseinanderzusetzen. Fazit: Ein tolles Buch zu einem wichtigen Thema. Sehr intensiv und emotional geschrieben. Ich vergebe eine volle Leseempfehlung für (wenigstens) alle Jugendlichen, Eltern und Lehrer. „Es ist nicht wie in den Filmen, wo alle schon wissen, was geschehen wird, weil sie die Vorschau gesehen haben. Und es gibt auch keine Helden. Denn in der realen Welt denkt man nur an sich.“

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Mitreißende Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus NRW am 29.07.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Puh, dieses Buch hat mich ganz schön berührt. Wer mich kennt weiß das ich sehr empathisch bin, so hat diese Buch alles in mir aufgewühlt. Anna Seidel schreibt in der Perspektive von Miriam, welche eine ganz normale Schülerin war. Gleich zu Anfang kommt der erste Knaller, der Amoklauf. Als... Puh, dieses Buch hat mich ganz schön berührt. Wer mich kennt weiß das ich sehr empathisch bin, so hat diese Buch alles in mir aufgewühlt. Anna Seidel schreibt in der Perspektive von Miriam, welche eine ganz normale Schülerin war. Gleich zu Anfang kommt der erste Knaller, der Amoklauf. Als Matias mit gezogener Waffe vor ihr steht hielt ich die Luft an. So schnell und plötzlich wie der Amoklauf begann, so endete er auch. Doch der wirkliche Horror der Schüler begann erst jetzt. Hier hat Anna Seidel sehr authentisch rüber gebracht welchen Horror Miriam nun mit mach, aber man erahnt auch was die anderen mitmachen. Tobi, Miriams Freund ist nach den Amoklauf an seinen Verletzungen gestorben, das muss das junge Mädchen nun erst mal verdauen, nun kommt auch noch wie aus den nichts ihre Mutter wieder, die sie als Kind verlassen hat. Gefühlschaos pur. Sie verschließt sich, fühlt sich allein gelassen, auch von ihren Freundinnen, eine zieht weg und will keinen Kontakt, Joanne redet mit keinen mehr, die andere flüchtet sich in die Drogen Welt, besser berauscht als über den scheiß nachzudenken. Nur eine ist einigermaßen “normal” und hält zu Miriam. Es ist schwer für sie, die Eltern schicken sie zu einer Psychologin, sie fühlt sich einfach verlassen und merkt nicht das auch ihre Freundinnen zu kämpfen haben, gerade Joanne, welche nur einen Satz sagt “Sind wir Schuld?” Erst da erfährt der Leser langsam das Mirijam, Tobi und ihre Freunde, Matias gemobbt haben und irgendwie wirklich Schuld an seinen Ausraster haben. Man geht mit Miriam durch hoch und Tiefs, hasst sie und versteht sie wieder, hat Mitleid und dann wiederum nicht. Das Buch wühlt alle Gefühle in einen auf die man kennt. Ich habe lange gebraucht über dieses Buch hier zu schreiben, weil ich einfach nicht wusste wie ich das alles in Worte fassen sollte. Ich bin jedoch begeistert wie Anna Seidel dieses Schwere Thema aufgefasst hat und beschrieben hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass junge Leute genau SO reagieren. Auch mal an sich denken und egoistisch sind. Sich verschließen auch gegenüber Leuten denen man sonst immer Vertraute. Jeder geht mit Trauer eben anders um, mit Angst und Verlust. Da dieses Buch eben aus Miriams Sicht geschrieben ist, finde ich gut das man wenig bis gar nichts über die anderen Sichtweisen, Gefühlen usw erfährt, dafür hätte eine andere Erzählperspektive gewählt werden müssen. Daher war es gut wie es ist. Ich weiß nur eins, hätte ich eher gewusst wie dieses Buch mich mit nimmt, hätte ich es NICHT in der Bahn gelesen xD Heulen kommt da definitiv nicht gut!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Eine neue Klassenlektüre?
von einer Kundin/einem Kunden am 01.07.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Die sechzehnjährige Autorin Anna Seidl schildert in diesem Roman sehr plastisch den Schulamoklauf, bei dem die fünfzehnjährige Miriam u. a. ihren Freund verliert. Es wird nie wieder so sein wie zuvor, alle verändern sich danach grundlegend, manche halten die Situation nicht aus. Und doch gibt es auch Hoffnung und... Die sechzehnjährige Autorin Anna Seidl schildert in diesem Roman sehr plastisch den Schulamoklauf, bei dem die fünfzehnjährige Miriam u. a. ihren Freund verliert. Es wird nie wieder so sein wie zuvor, alle verändern sich danach grundlegend, manche halten die Situation nicht aus. Und doch gibt es auch Hoffnung und neue Chancen, wenn man sie sich erlaubt. Aber auch die Frage nach der Mitschuld, denn der Attentäter wurde von den Mitschülern gemobbt. All diese Aspekte beleuchtet dieses anspruchsvolle Jugendbuch.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Erschütternd und Bewegend
von MissRichardParker am 05.03.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ein ganz normaler Tag an einer ganz normalen Schule... Doch dann: Schüsse... ! Und die ganze Schule bricht in Panik aus. Die 15-jährige Miriam erlebt den Amoklauf hautnah. Hilflos muss sie mit ansehen wie ihr Freund erschossen wird. Sie versteckt sich mit Ihrer besten Freundin in der Toilette und erlebt... Ein ganz normaler Tag an einer ganz normalen Schule... Doch dann: Schüsse... ! Und die ganze Schule bricht in Panik aus. Die 15-jährige Miriam erlebt den Amoklauf hautnah. Hilflos muss sie mit ansehen wie ihr Freund erschossen wird. Sie versteckt sich mit Ihrer besten Freundin in der Toilette und erlebt dort grausame Minuten. Nichts ist mehr wie es war. Ihr Freundeskreis löst sich beinahe ganz auf und Miriam muss lernen, mit den schrecklichen Erinnerungen zu leben und vorallem mit der quälenden Frage: Sind wir Schuld...? Denn der Amokläufer war ein Schüler, der von allen gehänselt und gemobbt wurde. Auch von Miriam und Ihren Freunden.... Schon die ersten paar Seiten habe ich mit angehaltenem Atem gelesen. Man wird von Anfang an brutal in die fassungslose Tat des Amoklaufs geworfen und kann nicht anders als immer weiter zu lesen. Viele Fragen werden aufgeworfen die einem sehr nachdenklich stimmen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und in kurzen Sätzen. Mir gefiel das sehr gut weil es zu der jungen Erzählerin gepasst hat. Als ich das Buch fertig hatte musste ich weinen. Die Geschichte geht einem so tief unter die Haut. Es berührt wahnsinnig! Ein grandioses Jugendbuch. Und ich war auch richtig sprachlos, als ich gelesen habe, wie jung die Autorin ist. Hut ab! Ich bin begeistert und dieses Buch verdient einen grossen Respekt! Ich hoffe von Anna Seidl wird es noch einige Bücher mehr geben. Eigentlich möchte und könnte ich viel viel viel mehr darüber erzählen... doch ich finde, das sollten alle, die das Buch noch nicht gelesen haben, selber rausfinden. Unbedingt lesen!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Erschütternd
von mabuerele am 24.02.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Miriam ist 15 Jahre. Sie geht mit ihrer Freundin in die Pause. Da fällt der erste Schuss. Die Geschichte wird von Miriam selbst erzählt. Sie erlebt den Amoklauf eines Mitschülers, sieht ihren Freund in seinem Blut liegen und eine Pistole auf sich gerichtet. Das Buch ist bewegend und erschütternd. Deutlich... Miriam ist 15 Jahre. Sie geht mit ihrer Freundin in die Pause. Da fällt der erste Schuss. Die Geschichte wird von Miriam selbst erzählt. Sie erlebt den Amoklauf eines Mitschülers, sieht ihren Freund in seinem Blut liegen und eine Pistole auf sich gerichtet. Das Buch ist bewegend und erschütternd. Deutlich wird herausgearbeitet, wie unterschiedlich die Schüler auf das Geschehen reagieren. Miriam schreibt von Angst und Egoismus, von Mobbing und Schuld. Der Amoklauf verändert ihr Leben nachhaltig. Sie zieht sich zurück, hinterfragt den Sinn des Lebens und erinnert sich. Unter den Toten ist ihr Freund Tobi. Tanja, eine Freundin, ist nach Berlin verzogen und hat sich aus sämtlichen sozialen Netzwerken gelöscht. Alles, was war, zerbricht von einem Augenblick zum anderen. Auch die Angehörigen wissen nicht, wie sie mit den traumatisierten Kindern und Jugendlichen umgehen sollen. Woher auch? Immer wieder schweifen Miriams Gedanken in die Vergangenheit. Diese Teile des Buches werden durch eine andere Schriftart von den üblichen Texten abgesetzt. Erinnerungen an das Zusammensein mit Tobi, gemeinsame Stunden mit den Freunden und – nach einiger Zeit – Unfreundlichkeiten gegenüber dem späteren Amokläufer wechseln sich ab. Miriam lebt mit ihrem Vater allein. Die Mutter hatte die Familie verlassen. Jetzt kehrt sie zurück. Auch damit kann Miriam anfangs nicht gut umgehen. Miriam erzählt ungefähr ein Jahr ihres Lebens. Ich darf als Leser miterleben, wie sie nach und nach in den Alltag zurückfindet. Doch es wird nie wieder wie zuvor. Miriam ist schlagartig erwachsen geworden. Nicht nur ihr Leben, auch ihr Denken ist ernsthafter. Der Schriftstil ist dem Thema und der Zielgruppe angemessen. Wut und Trauer, bewusstes Schweigen und stilles Fragen, alle Facetten des Lebens werden gekonnt in Worte gefasst. Trotzdem wirkt keine Szene gestellt. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es enthält Gedanken, die muss man zwei Mal lesen. Der Roman hat mich erschüttert. Er wirkt so authentisch, als hätte die Autorin die Geschichte selbst erlebt.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Aufrüttelnd und bewegend
von Hope am 16.02.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Man kann die Angst riechen. Man kann nach ihr greifen. Er ist unter uns. Wir können sie hören, die Schüsse. Sie sind laut. Viel zu laut. So beginnt der Klappentext von Anna Seidls Debütroman. Was die betroffene Miriam erlebt, lässt einem beim Lesen die Nackenhaare aufstellen vor Entsetzen. Ein Amoklauf in... Man kann die Angst riechen. Man kann nach ihr greifen. Er ist unter uns. Wir können sie hören, die Schüsse. Sie sind laut. Viel zu laut. So beginnt der Klappentext von Anna Seidls Debütroman. Was die betroffene Miriam erlebt, lässt einem beim Lesen die Nackenhaare aufstellen vor Entsetzen. Ein Amoklauf in der Schule. Hier an einem Ort der Schutz und Sicherheit geben soll, geht plötzlich das Grauen um. Miriam muss miterleben wie ihr Freund Tobi von dem Amokläufer erschossen wird und mit ihm insgesamt 7 Personen das ganze mit dem Leben bezahlen müssen. Miriam ist traumatisiert und mit ihr viele andere Schüler, Schülerinnen und Lehrer. Miriam braucht lange, doch dann fängt sie behutsam an, sich das Leben Schritt für Schritt neu zu erobern. Während der Schilderung ihres Kampfes zurück ins Leben gewährt Miriam auch immer wieder Rückblicke in ihr "altes" Leben. Ihre unbeschwerte Zeit mit Tobi und ihrer Mädchenclique. Sie erzählt einiges von früher und den Charakteren ihrer Freundinnen vor und nach dem Amoklauf. Jedes dieser Mädchen versucht auf ihre Art mit der Situation klar zukommen, Einigen gelingt es, anderen leider nicht. Miriam hinterfragt sich aber auch selbst äußerst kritisch. Hätte sie sich in dem Moment des Amoklaufes anders verhalten sollen? Hätte sie Tobis Tod verhindern können? Tragen sie und andere Schüler eine Mitschuld, dass der Täter Amok gelaufen ist? Aus der unbedarften 15-jährigen ist durch ein überaus schmerzvolles Ereignis ein reiferes Mädchen geworden, das vieles nun kritischer überdenkt aber auch sensibler und verletzlicher geworden ist. Anna Seidl hat hier etwas ganz wunderbares geschaffen. Eine Tragödie die man keinem auch nur im Entferntesten wünscht, die aber auf sehr beeindruckende und sensible Weise zeigt, wie verschieden jeder Einzelne mit so einer Situation umgeht. Für eine 16-jährige ist es grandios mit wie viel Fingerspitzen Gefühl sie sich mit dieser Geschichte auseinandersetzt. Anna Seidls Eltern haben immer an sie geglaubt, selbst wenn sie es nicht tat. Ich denke nach diesem gelungen Start wird eine große Leserschaft an sie glauben.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Es wird keine Helden geben
von dorli am 30.01.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Die 15-jährige Miriam sitzt wie an jedem anderen Tag auch in der Schule. Plötzlich fallen Schüsse. Miriam und ihre Freundin Joanne verstecken sich. Als Miriam einen Blick aus ihrem Schlupfwinkel wagt, sieht sie nicht nur ihren Freund Tobi verletzt am Boden liegen, sondern gerät auch selbst in das Visier... Die 15-jährige Miriam sitzt wie an jedem anderen Tag auch in der Schule. Plötzlich fallen Schüsse. Miriam und ihre Freundin Joanne verstecken sich. Als Miriam einen Blick aus ihrem Schlupfwinkel wagt, sieht sie nicht nur ihren Freund Tobi verletzt am Boden liegen, sondern gerät auch selbst in das Visier des Amokschützen… In ihrem Buch „Es wird keine Helden geben“ schildert Anna Seidl, welche Auswirkungen ein Amoklauf auf die Überlebenden haben kann. Die Autorin stellt dabei die Gedanken, Gefühle, Erlebnisse und Erinnerungen der 15-jährigen Miriam in den Fokus und man begleitet das Mädchen Schritt für Schritt zurück in ein „normales“ Leben. Gleichzeitig macht Anna Seidl aber auch deutlich, dass die schrecklichen Ereignisse von den Überlebenden ganz unterschiedlich verarbeitet werden und dass es nicht jedem gelingt, in den Alltag zurückzufinden. Es hat mich beeindruckt, dass es einer so jungen Autorin gelingt, die ganze Flut an unterschiedlichen Gefühlen, die über Miriam hereinbricht, nicht zu einem Wirrwarr für den Leser werden zu lassen. Ganz im Gegenteil, Anna Seidl beschreibt das Auf und Ab, das Miriam in den Tagen, Wochen und Monaten nach dem Amoklauf erlebt, durchweg verständlich und nachvollziehbar. Auch zeigt Anna Seidl, dass Familienangehörige oft nicht wissen, wie sie dem Betroffenen helfen sollen bzw. nicht in der Lage sind, den Betroffenen zu unterstützen und ihm Halt zu geben. Mit teilweise verheerenden Folgen. Im Fall von Miriam sind viele unterschiedliche Menschen an dem Prozess beteiligt, der sie wieder auf die Beine kommen lässt – Familie, Freunde, Psychologen und sogar ein völlig Fremder versuchen ihr zu vermitteln, dass es irgendwie weitergehen wird. Miriam pendelt zwischen guten und schlechten Tagen – am Ende der Geschichte überwiegen für das Mädchen die guten Momente und sie kann hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. „Es wird keine Helden geben“ ist gelungenes Debüt mit einem bewegenden und nachdenklich machenden Thema.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Anna Seidl verdient meinen größten Respekt für diese eindringliche Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Aldenhoven am 23.01.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Schicksal! Das ist wohl das Wort, das mir gleich zu Beginn, bereits nach den ersten 3 Sätzen in den Sinn kam. Ich gehöre wohl zu den Menschen, die an Schicksal glauben. Verkettungen unglücklicher Zufälle nennen es die anderen vielleicht, Für mich jedoch geschieht nichts im Leben „einfach nur... Schicksal! Das ist wohl das Wort, das mir gleich zu Beginn, bereits nach den ersten 3 Sätzen in den Sinn kam. Ich gehöre wohl zu den Menschen, die an Schicksal glauben. Verkettungen unglücklicher Zufälle nennen es die anderen vielleicht, Für mich jedoch geschieht nichts im Leben „einfach nur so“. Aber war es wirklich Schicksal? Diese Frage beschäftigte mich während des gesamten Romans ... und auch noch lange danach ... Schon auf der ersten Seite war ich erstaunt über die kraftvollen und ausdrucksstarken Worte der (zu dem Zeitpunkt) 16 jährigen Autorin Anna Seidl. Rückblenden als Erinnerungen an Ereignisse vor dem Amoklauf zeigten mir den ganz normalen, grundsätzlich glücklichen Teenageralltag der Protagonistin Miriam. Immer wieder wird man zurück gerissen in die Gedanken und Gefühle die Miriam nun nach diesem schrecklichen Amoklauf beschäftigen. Ein heftiger Kontrast, der mich als Leser in ein regelrechtes Gefühlschaos zog. So glücklich diese Erinnerungen auf den ersten Blick scheinen, man lernt Miriam und ihre Freunde, insbesondere natürlich ihrer toten Freund Tobi auch von einer hin und wieder doch gemeinen Seite kennen und so regten sich bei mir schnell die gleichen Gedanken, wie sie die Protagonistin mit sich tragen muss. Wieso kam es zu dem Amoklauf? wer trägt Schuld daran? Schuld – das ist eine der großen Fragen, die es für Miriam zu beantworten gilt. Doch nicht nur für sie ... Die tiefen Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt der Protagonistin, wie auch die Handlungen ihrer Freunde wirkten auf mich gleichermaßen realistisch und verstörend. Wie Episoden wechseln sich in diesem Roman die Rückblicke in das Leben VOR dem Amoklauf mit dem Hier und jetzt im Schatten der Tragödie ab und tief berührt erlebte ich, wie sich Miriam Schritt für Schritt ein wenig Glück und Normalität zurückerkämpft. Im Hinterkopf wie jung die Autorin ist muss ich gestehen, dass ich schwer beeindruckt von der Intensität dieser Geschichte war. DAS hätte ich nicht erwartet. Mir war klar, dass dieses Thema mich nicht unbeeindruckt zurücklassen würde ... auf diese Emotionen war ich allerdings nicht gefasst. Hier geht es nicht um ein Einzelschicksal und auch nicht um richtig und falsch. Wenige Minuten verändern nicht nur das Leben eines Menschen oder einiger Schüler ... Hier geht es um soviel mehr, jeder für sich kämpft …. Gewinnt ... oder verliert. Gibt es irgendetwas, das mich an diesem Roman nicht beeindruckt hat? Die Antwort ist ein ganz klares NEIN! Ich war vom kraftvollen und sicheren Schreibstil der jungen Autorin ebenso beeindruckt, wie ich von der Story ergriffen und erschüttert war. Die Figuren dieses Romans, allen voran natürlich die Protagonistin Miriam, sind nicht nur sehr gut ausgearbeitet, sondern auf fast erschreckende Art realistisch und ihre Angst, Sorge, Verzweiflung und Hoffnung nahezu spürbar. „Es wird keine Helden geben“ ist ein Roman, der mich durch seine Intensität noch nachhaltig beschäftigt hat. Eindringlich wird man hier mit einem Thema konfrontiert, dass man sonst nur aus den Nachrichten kennt und kommt nicht umhin, auch seine eigenen Gedanken zu diesem Thema zu vertiefen. Anna Seidl verdient meinen größten Respekt für diese eindringliche Geschichte.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Sehr bewegend
von MacBaylie am 20.01.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

--- Ist es wirklich erst fünf Stunden her, dass ich den Tag schlimm fand, nur weil ich um sechs Uhr aufstehen musste? Es ist alles so unwirklich. Als wäre es nur ein Film. Und das Schreckliche ist, dass ich diesen Film auch noch gerne gesehen hätte. --- (Zitat S. 23) Berührend,... --- Ist es wirklich erst fünf Stunden her, dass ich den Tag schlimm fand, nur weil ich um sechs Uhr aufstehen musste? Es ist alles so unwirklich. Als wäre es nur ein Film. Und das Schreckliche ist, dass ich diesen Film auch noch gerne gesehen hätte. --- (Zitat S. 23) Berührend, fesselnd und unfassbar real, schildert Anna Seidl einen Amoklauf an einer Schule und Miriams Martyrium als Überlebende. Sie findet Worte für das, was man mit Worten eigentlich gar nicht beschreiben kann. Nach einem Ereignis wie diesem kann nichts mehr so sein, wie es vorher war. Trauer, Schuldgefühle, Wut, Hass und Hilflosigkeit wechseln sich ab und lassen Miriam nicht mehr ruhig schlafen. Da sie uns Leser als Ich-Erzählerin hautnah an ihrem Leben, ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben lässt, wirkt das Szenario um so realer und sehr bedrückend, sodass es mir des Öfteren den Atem verschlagen hat. Unglaublich intensiv wirken die verschiedensten Gedankengänge, Erinnerungen oder bloße Erinnerungsfetzen. Hätte sie ihrem Freund Tobi helfen können - ihm helfen müssen? Hätte sie sich Matias gegenüber anders verhalten müssen? Hätte sie das Ganze verhindern können? Wird sie jemals wieder ruhig schlafen können? ... Nicht mal als Leser kann man sich dieser drückenden Atmosphäre entziehen, wie mag es dann erst denjenigen ergehen, die solch eine schlimme Erfahrung in Wirklichkeit machen mussten. Sehr beeindruckend finde ich, dass die Autorin erst 16 Jahre alt war, als sie diese aufwühlende Geschichte geschrieben hat. Da fragt man sich, wo hat diese junge Dame das Einfühlungsvermögen her, eine derartige Geschichte mit so viel Authentizität zu Papier zu bringen. Wenn man das Buch zuschlägt fällt einem unweigerlich das oben genannte Zitat wieder ein. Wir lesen das Buch, sehen den Film, und wünschen uns, dass niemand so etwas in Wirklichkeit erleben und ertragen muss. Fazit: Eine unglaublich emotionale Geschichte über Leben, Tod, Trauer, Wut, Hass, Schuld und Hilflosigkeit. Beklemmend und aufwühlend. Zum Nachdenken, Umdenken und Überdenken. Eine Geschichte, die für viel Gesprächsstoff sorgt.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Beängstigend und verstörend
von einer Kundin/einem Kunden aus Reutlingen am 19.01.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Es ist ein ganz normaler Schultag für Miriam, der mit einer SMS ihres Freundes Tobi beginnt, der sie an den Schulbeginn erinnert. Dieser Schultag endet in einem Albtraum. Miriam flüchtet mit einer Freundin in die Jungentoilette. Sie ignoriert den panisch schreienden Klassenkameraden Philipp. Sie sieht ihren Freund verletzt auf... Es ist ein ganz normaler Schultag für Miriam, der mit einer SMS ihres Freundes Tobi beginnt, der sie an den Schulbeginn erinnert. Dieser Schultag endet in einem Albtraum. Miriam flüchtet mit einer Freundin in die Jungentoilette. Sie ignoriert den panisch schreienden Klassenkameraden Philipp. Sie sieht ihren Freund verletzt auf dem Flur liegen und kann ihm nicht helfen. Den Streifschuss, den sie abbekommen hat, spürt sie nicht. Wir nehmen teil an Miriams Leben nach dem Amoklauf, das sich grundlegend von ihrem alten Leben unterscheidet. Plötzlich sind Shoppen, Party, FB und der Alltag nicht mehr wichtig. Miriam steht unter Schock. Sie hat Albträume und kann über ihr Erlebnis erst einmal nicht sprechen. Mit ihrer Familie schon gar nicht. Es macht es auch nicht besser, dass ihre Mutter, die vor fünf Jahren die Familie verlassen hat, zurückkehrt. Miriam ist wütend. Auf sich selbst, weil sie Philipp nicht geholfen hat, weil sie Tobi auf dem Flur liegen gelassen hat, auf ihre Familie, auf den Täter Matias und auf die ganze Welt. Mit ihren Freundinnen kann sie nicht reden. Tanja ist weggezogen, Joanna spricht nicht mehr und Sophie ist nun in der Haschisch-Clique. Nur Vanessa kommt langsam wieder auf Miriam zu. Auch die Psychologin, zu der sie von ihren Eltern geschickt wird, kommt erst einmal nicht an Miriam heran. Doch irgendwann setzt bei Miriam ein Prozess ein, die Wut, den Schock und die Trauer bewältigen zu wollen. Anna Seidls Debüt-Roman hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Die Geschichte klingt sehr realistisch. Ihre Protagonistin Miriam ist ein sehr starker, lebendiger Charakter. Es ist für uns nachvollziehbar, dass Miriam mit ihren Erlebnissen so umgeht. Wir erleben, wie sich Miriam ganz langsam verändert, sie wird erwachsen und kann mit dem Erlebten umgehen. Eine starke, bewegende Geschichte, die aktuelle Themen wie Mobbing, Freundschaft, Schuld und Trauer, behandelt. Das Buch ist vom Verlag für die Altersgruppe 14 - 17 empfohlen. Ich kann dieses Buch aber auch erwachsenene Lesern nahelegen, die sich mit den genannten Themen auseinandersetzen möchten. 5/5 Sterne für dieses großartig erzählte Debüt. Absolute Leseempfehlung. Das Buch würde sich gut als Unterrichtslektüre eignen, da es genügend Diskussionsstoff bietet.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Ein Buch, das zum Nachdenken anregt
von einer Kundin/einem Kunden aus Aachen am 19.01.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Es sollte ein Schultag wie jeder andere sein. Doch in der Pause verändert sich das Leben der fünfzehnjährigen Miriam schlagartig: Schüsse fallen. Ein Junge ihrer Parallelklasse läuft Amok. Miriam versteckt sich mit ihrer besten Freundin in einer Toilettenkabine, muss mitanhören, wie vor der Kabine ein Junge erschossen wird. Als... Es sollte ein Schultag wie jeder andere sein. Doch in der Pause verändert sich das Leben der fünfzehnjährigen Miriam schlagartig: Schüsse fallen. Ein Junge ihrer Parallelklasse läuft Amok. Miriam versteckt sich mit ihrer besten Freundin in einer Toilettenkabine, muss mitanhören, wie vor der Kabine ein Junge erschossen wird. Als sie sich auf den Gang hinauswagt, entdeckt sie ihren Freund Tobi schwer verletzt am Boden, für ihn kommt jede Hilfe zu spät. Nach Minuten, die wie Stunden erscheinen, ist alles vorbei. Nicht aber für Miriam, deren persönlicher Albtraum gerade erst begonnen hat… Nach einem kurzen Prolog, in dem Miriam nachdenklich auf die Ereignisse zurückblickt, beginnt das Buch mit den schockierendsten Seiten, die ich seit langer Zeit gelesen habe: Aus Miriams Perspektive wird geschildert, wie sie den Amoklauf an ihrer Schule erlebt. Der eindringliche Schreibstil sorgte dafür, dass ich diese schrecklichen Minuten durch Miriams Augen hautnah miterlebte und nachvollziehen konnte, wie Miriam sich fühlen muss. 12 Seiten später ist alles vorbei, der Amoklauf ist beendet. Doch damit geht dieses Buch eigentlich erst so richtig los. Miriams Leben ist völlig auf den Kopf gestellt, das Gesehene und die Tatsache, dass ihr Freund tot ist, haben sie gänzlich aus der Bahn geworfen. Ohnmacht, Wut, Trotz, eine verzweifelte Suche nach Antworten – in den Tagen nach dem Amoklauf durchlebt Miriam die verschiedensten Gefühle. Wie stark haben die Ereignisse sie verändert? Und wie kann es für sie weitergehen? Wird sie ihren Weg zurück in den Alltag finden? Nicht nur Miriams Gefühlswelt wird in diesem Buch eindringlich und berührend geschildert, sondern auch der Umgang mit ihrem Umfeld. Zum einen ist da Miriams Familie. Ihre Mutter hat die Familie vor Jahren verlassen und ist nun zurückgekehrt. Nun wird es für ihre Familie zur Herausforderung, einen richtigen Umgang mit Miriam zu finden, die wiederum Probleme damit hat, mit der Reaktionen ihrer Eltern umzugehen. Zum anderen wird auch thematisiert, wie Miriams Freunde mit dem Amoklauf umgehen. Jeder reagiert hier völlig anders. Dies führt zu intensiven und auch sehr traurigen Szenen, die nicht spurlos an mir vorbeigegangen sind. Dieses Buch wirft letztendlich eine Vielzahl an Fragen auf, die den Leser nachdenklich zurücklassen. Wie kann man mit seiner Trauer umgehen? Wer trägt die Schuld an einem Amoklauf? Wie weit geht man für Menschen, die man liebt? Wie wichtig ist es in so einer schweren Situation, seinen Freunden vertrauen zu können? Das sind nur einige der Fragen, die thematisiert werden und dafür sorgten, dass mir dieses Buch für lange Zeit nicht auf dem Kopf gehen wird. „Es wird keine Helden geben“ ist mehr als die Beschreibung eines Amoklaufs. Durch die Ich-Perspektive und den einnehmenden Schreibstil gelingt es Anna Seidl, den Leser die Welt durch Miriams Augen sehen zu lassen, spricht eine Vielzahl an Themen an und wirft Fragen auf, die mich zum nachdenken brachten. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0

Wird oft zusammen gekauft

Es wird keine Helden geben

Es wird keine Helden geben

von Anna Seidl

(1)
eBook
Fr. 9.00
+
=
Das Blut des Verräters

Das Blut des Verräters

von James Rollins

(1)
eBook
Fr. 10.90
+
=

für

Fr. 19.90

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen

Kundenbewertungen