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Extrem laut und unglaublich nah

Roman

(59)
Extrem gut und unglaublich gelungen – der neue Roman von Jonathan Safran Foer Wie wunderbar er erzählen kann, hat Jonathan Safran Foer schon in seinem ersten Roman Alles ist erleuchtet bewiesen. Mit der unvergesslichen Geschichte des kleinen Oskar Schell, der am 11. September den Vater verloren hat, zeigt Foer erneut sein literarisches Können. Ein mutiges Buch, gefühlsstark, traurig und komisch zugleich.
Oskar Schell ist neun Jahre alt. Wie er auf seiner Visitenkarte mitteilt, ist er Pazifist, Erfinder, Schmuckdesigner, Tamburinspieler. Vor allem aber ist er tief traurig und verstört über den Tod seines Vaters. Mit dem Tamburin läuft Oskar durch New York, auf der Suche nach einem Türschloss, in das ein geheimnisvoller Schlüssel aus den Hinterlassenschaften des Vaters passen könnte. Auf dieser Odyssee begegnet Oskar, der den Grund für den sinnlosen Tod des Vaters herausfinden will, vielen ungewöhnlichen Menschen und gerät in aberwitzige Abenteuer. Verbunden mit Oskars Geschichte ist die seiner deutschen Grosseltern, die nach der Bombardierung Dresdens, gezeichnet von Trauer und Verlust, nach New York geflüchtet sind. Drei Schicksale, drei Stimmen.
Foer gelingt es, das bewegende Schicksal einer Familie darzustellen und zu zeigen, dass Schmerz und Komik, Sprachlosigkeit und Absurdität unglaublich nah beieinander liegen. Der Text ist durchzogen von Bildern, die Oskars Vorstellungen illustrieren und vertiefen. Extrem laut und unglaublich nah ist ein literarisches Ereignis.
Extrem laut und unglaublich nah erscheint in über 12 Ländern.
Der Titel erscheint als Hörbuch im Argon Verlag.
Portrait
Jonathan Safran Foer wurde am 21. Februar 1977 in Washington D.C. geboren und wuchs dort als Mittlerer von drei Söhnen auf. Als Enkel von Holocaust-Überlebenden kam Foer früh mit jüdischen Traditionen, der Kultur und dem jüdischen Glauben in Berührung und zeigte besonderes Interesse für Literatur jüdischer Autoren, wie Joseph Roth. 1995 begann er das Studium der Philosophie in Princeton, wo er einen Kurs in Creative Writing bei der US-amerikanischen Schriftstellerin Joyce Carol Oates belegte, die sein Talent entdeckte und ihn ermutigte weiter zu schreiben. Schon in dieser Zeit entstand die Idee zu seinem Debüt. Mit 19 Jahren reiste Jonathan Safran Foer in die Ukraine, um, wie der Protagonist seines Romans Alles ist erleuchtet, nach der Frau zu suchen, die seinen Grosseltern zur Flucht verhalf.
Seit seinem Debütroman Alles ist erleuchtet zählt er zu den wichtigsten US-amerikanischen Schriftstellern seiner Generation. 2010 wurde er neben Literaturstars wie Chimamanda Ngozi Adichie und Nicole Krauss in die angesehene Liste »20 Under 40« aufgenommen. Darin listet das Magazin The New Yorker etwa alle zehn Jahre junge vielversprechende Autorinnen und Autoren auf.
Seit der Recherche für das Buch Tiere essen ist Foer konsequenter Vegetarier. Er lebt und arbeitet in New York. Von 2004 bis 2014 war er mit der Schriftstellerin Nicole Krauss verheiratet, mit der er zwei Söhne hat.
WerkJonathan Safran Foers Romane zeichnen sich durch ein Nebeneinander verschiedener Handlungsstränge und komplexe Erzählstrukturen aus. So erzählt der Autor in seinem ersten Roman die Geschichte eines jungen Amerikaners, der in die Ukraine reist um nach einer Frau namens Augustine zu suchen. Sie soll gegen Ende des 2. Weltkrieges seinen Grossvater vor den Nazis gerettet haben. Parallel dazu wird die Geschichte des Ortes Trachimbrod, der Heimat seiner Familie, rekonstruiert, in dem 1942 bei einem Massaker etwa 1200 Juden ermordet wurden. 2005 wurde der Roman mit Elijah Wood in der Hauptrolle verfilmt. Auch in Extrem laut und unglaublich nah verbindet Foer die Geschichte des kleinen Oskar Schell, der bei den Anschlägen vom 11. September seinen Vater verloren hat, mit der seiner deutschen Grosseltern, die nach der Bombardierung Dresdens, gezeichnet von Trauer und Verlust, nach New York geflüchtet sind. Auch Extrem laut und unglaublich nah kam 2011 in die Kinos; Tom Hanks und Sandra Bullock spielten die Hauptrollen.In seinem 2010 erschienen Sachbuch Tiere essen setzt sich Foer, ausgehend von seiner persönlichen Situation – der Geburt seines ersten Sohnes –, mit der Massentierhaltung und der industriellen Verarbeitung von Tierprodukten auseinander. Neben klassischen Publikationen hat Jonathan Safran Foer bereits in einigen Veröffentlichungen seine Vorliebe für aussergewöhnliche Projekte bewiesen. In seinem Buch Tree of Codes, das 2010 in den USA erschienen ist, kreierte er aus der Kurzgeschichtensammlung von Bruno Schulz, Street of Crocodiles, durch Auslassungen eine neue Erzählung.
Jonathan Safran Foers Romane sind vielfach ausgezeichnet worden. 2007 nahm ihn die Literaturzeitschrift Granta in die Liste der Best of Young American Novelists 2 auf. Im gleichen Jahr war er Stipendiat der American Academy in Berlin, wo er an The New American Haggadah arbeitete.
Auszeichnungen 2004 Robert-Bingham-Stipendium (zusammen mit Will Heinrich und Monique Truong)2003 Rolf Heyne Buchpreis für Alles ist erleuchtet2003 Young Lions Fiction Award für Alles ist erleuchtet2003 New York Public Library’s Young Lions Fiction Award für Alles ist erleuchtet2002 Guardian First Book Award für Alles ist erleuchet2001 National Jewish Book Award für Alles ist erleuchet
Publikationen
Romane/Prosa• Alles ist erleuchtet, aus dem Amerikanischen von Dirk van Gunsteren, Kiepenheuer & Witsch 2003. (OT: Everything is Illuminated, 2002)• Extrem laut und unglaublich nah, aus dem Amerikanischen von Henning Ahrens, Kiepenheuer & Witsch 2005. (OT: Extremely Loud and Incredibily Close, 2005)• Tree of Codes, Visual Editions Ltd 2010.• Escape From Children’s Hospital, Hamish Hamilton vrs. 2014.• Hier bin ich, aus dem Amerikanischen von Henning Ahrens, Kiepenheuer & Witsch 2016 (OT: Here I Am)
Sachbücher• Tiere essen, aus dem Amerikanischen von Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Kiepenheuer & Witsch 2010. (OT: Eating Animals, 2009)
Herausgaben• A Convergence Of Birds: Original Fiction and Poetry Inspired by the Work of Joseph Cornell, D.A.P./Distributed Art Publishers, Inc. 2001.• The Future Dictionary of America, zusammen mit Dave Eggers, Nicole Krauss und Eli Horowitz, Common Assets Action Fund 2004.• The New American Haggadah, Little, Brown and Company 2012.
Kurzgeschichten• The Very Rigid Search, (aus Alles ist erleuchtet) in The New Yorker 2001.• If the Aging Magician Should Begin to Believe, in A Convergence of Birds 2001.• A Primer for the Punctuation of Heart Disease, in The New Yorker 2002.• The Sixth Borough, in New York Times 2004. • About the Typefaces Not Used in This Edition, in The Guardian 2002.• The Unabridged Pocketbook of Lightning, Penguin Books Ltd 2005. • Room After Room, in Granta 97 2007.• Rhoda, in The Book of Other People 2008.• Let Them Eat Dog, in The Wall Street Journal 2009.• Here We Aren’t, So Quickly, in The New Yorker 2010.• Too Near Real, in New Jersey Noir 2011.
Essays• Andy Warhol, ten portraits of Jews of the 20th century: Collages, Ausstellungskatalog, Jablonka-Galerie 2008.
Hörbücher• Alles ist erleuchtet, Deutsche Grammophon 2003.• Extrem laut und unglaublich nah, autorisierte Lesefassung, Argon Verlag 2005/2012.• Tiere essen, Random House Audio 2010.• Alles ist erleuchtet, Hörspiel SWR 2004.
Verfilmungen• Alles ist erleuchtet, mit Elijah Wood, 2005.• Extrem laut und unglaublich nah, mit Tom Hanks und Sandra Bullock, 2011.
Sonstiges• Emptiness, in Playboy Magazine 2004.• Vorwort zu The Fixer, von Bernard Malamud, Farrar, Straus and Giroux 2004.• Breakdownable, in Masters of American Comics (hrsg. v. John Carlin) Yale Univ Pr 2005.• A Beginner’s Guide to Hanukkah, in The New York Times 2005.• Dokumentarfilm If this is Kocher…, 2006. • Joe, photographs by Hiroshi Sugimoto, designed by Takaaki Matsumoto (2006) Text by Foer• My Life as a Dog, in The New York Times 2006.• What We Say We Are, in The Diary of Petr Ginz, hrsg. v. Chava Pressburger Grove Press 2007.• Vorwort zu The Street of Crocodiles and Other Stories, von Bruno Schultz, Penguin Classics Edition 2008.• La Vie on Pose, in Vogue 2008.• Sybille Hamtil, Sarah Legler: Kochbuch für eingefleischte Vegetarier, mit einem Vorwort von Jonathan Safran Foer, Kiepenheuer & Witsch 2011.
Zitat
#ÈJonathan Safran Foers zweiter Roman erf'llt all unsere Erwartungen. Er ist ehrgeizig, brillant, geheimnisvoll und vor allem in der Schilderung des verwaisten Oskar zutiefst bewegend. Eine ungewÜhnliche Leistung.Ç Salman Rushdie
ÈJonathan Safran Foer ist eine ungewÜhnliche neue Stimme - virtuos, visionèr, naiv, urkomisch und herzzerrei°end.Ç The Village Voice
ÈTemperamentvoll, eindringlich und wunderbar unterhaltsam bringt Foer den Leser dazu, die Welt mit all ihrem Grauen und all ihren MÜglichkeiten aus der Perspektive eines Kindes neu zu sehen.Ç National Post
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 472, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 04.07.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783462304893
Verlag EBook by Kiepenheuer&Witsch
Verkaufsrang 7.913
eBook
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
59 Bewertungen
Übersicht
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Einer meiner Auf-ewig-Lieblingsbücher!
von einer Kundin/einem Kunden am 20.03.2013

Oskar ist ein kleiner Junge, der in New York bei seiner Mutter aufwächst. Sein Vater starb am 11. September 2001 in den Trümmern des World Trade Centers. Warum, weiß niemand so genau – denn eigentlich hätte der Vater an diesem verhängnisvollen Vormittag in seinem kleinen Laden in der Bronx... Oskar ist ein kleiner Junge, der in New York bei seiner Mutter aufwächst. Sein Vater starb am 11. September 2001 in den Trümmern des World Trade Centers. Warum, weiß niemand so genau – denn eigentlich hätte der Vater an diesem verhängnisvollen Vormittag in seinem kleinen Laden in der Bronx sein sollen. Oskar, ein hochtalentiertes Wunderkind mit Hang zu fantasievollen Erfindungen, kann den Tod des Vaters nicht überwinden. Seine sensible Seele ist arg verstört und eine unbeschwerte Kindheit scheint unmöglich. Doch dann entdeckt Oskar etwas merkwürdiges im Schrank des Vaters: einen Briefumschlag mit der Aufschrift „BLACK“ und einem seltsamen Schlüssel. In der Annahme, es müsse sich um einen Namen handeln, besucht der Knirps über Wochen und Monate hinweg alle New Yorker Einwohner mit Nachnamen Black, in der Hoffnung, den einen zu finden, der ihm etwas über seinen Vater erzählen kann... Jonathan Safran Foer wurde nicht umsonst als „das neue Wunderkind der amerikanischen Literatur“ gefeiert. Schon mit Ende 20/Anfang 30 schrieb er Romane, die sich hinter einem Updike, Roth oder Franzen nicht verstecken müssen. „Extrem laut und unglaublich nah“ ist da keine Ausnahme. Derartig kraftvolle und berührende Literatur auf hohem Niveau kommt nicht so oft vor. Deshalb: ein potenzielles Lieblingsbuch! Und was der Titel zu bedeuten hat: Stellen Sie sich vor, Sie stehen in einem Hochhaus an einem Fenster und ein Passagierjet rast genau auf Sie zu. Oskar malt sich aus, dass die letzten Gedanken seines Vaters vor seinem Tod wahrscheinlich waren: „Dieses Flugzeug ist aber extrem laut und unglaublich nah.“ Und genauso intensiv ist auch der Rest des Buches. So ein gutes Buch findet man tatsächlich ungefähr einmal im Jahr – wenn überhaupt.

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Extrem schnell fertig gelesen!
von einer Kundin/einem Kunden am 22.07.2011

Ein unglaublicher Roman! Oskar ist mit seinen neun Jahren schlauer als mancher neunzig jährige! Sein Vater stirbt am 11. September und Oskar fällt in eine Art Depression, doch er verarbeitet sie ganz anders als andere Menschen. Er sieht Zeichen von seinem Vater und reist durch ganz New York um... Ein unglaublicher Roman! Oskar ist mit seinen neun Jahren schlauer als mancher neunzig jährige! Sein Vater stirbt am 11. September und Oskar fällt in eine Art Depression, doch er verarbeitet sie ganz anders als andere Menschen. Er sieht Zeichen von seinem Vater und reist durch ganz New York um ein Geheimnis zu entschlüsseln. Es gibt zwei Erzählstränge, neben Oskars Abenteuer wird auch die Geschichte des Opas von Oskar, einem Holocaust-Überlebenden, erzählt. Mit Bildern, Witz und Tragik wird diese Geschichte erzählt wie keine andere... wundervoll und berührend.

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Schön-Traurig...
von Kerstin Hirth aus Coesfeld am 09.03.2010
Bewertet: Taschenbuch

Am 11.September verliert der neun jährige Oskar Schell seinen Vater. Die Beiden hatten mehr als ein Vater-Sohn-Verhältnis, sondern eher eine Freundschaft, wissenschaftliche Entdeckungen wurden gemacht, mathematische Formeln ausprobiert und das alles meist in Bildern, Musik und Kunst zum Ausdruck gebracht. In den Hinterlassenschaften seines Vaters findet Oskar einen Schlüssel... Am 11.September verliert der neun jährige Oskar Schell seinen Vater. Die Beiden hatten mehr als ein Vater-Sohn-Verhältnis, sondern eher eine Freundschaft, wissenschaftliche Entdeckungen wurden gemacht, mathematische Formeln ausprobiert und das alles meist in Bildern, Musik und Kunst zum Ausdruck gebracht. In den Hinterlassenschaften seines Vaters findet Oskar einen Schlüssel und macht sich auf die Suche nach dem Schloss. Er lernt dabei viele Menschen, beeindruckende Schicksale und fremde Orte kennen. Er hört und liest z.B. die Geschichte seiner deutschen Großeltern, die nach der Bombardierung Dresdens nach New York geflohen waren. Dicht und brillant erzählt, mit vielen Bildern, Zeichnungen und Notizen ergänzt. Foer ist ein trauriges, lustiges, sehr tapferes aber auch Mut machendes Buch gelungen.

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