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F

Roman

(10)
Es ist der Sommer vor der Wirtschaftskrise. Martin Friedland, katholischer Priester ohne Glauben, trifft sich mit seinem Halbbruder Eric. Der hochverschuldete Finanzberater hat unheimliche Visionen, teilt davon jedoch keinem etwas mit. Schattenhafte Männer, sogar zwei Kinder warnen ihn, nur: Gelten diese Warnungen wirklich ihm, oder ist sein Zwillingsbruder Iwan gemeint, der Kunstkenner und Ästhet? Daniel Kehlmann erzählt von drei Brüdern, die – jeder auf seine Weise – Betrüger, Heuchler, Fälscher sind. Sie haben sich eingerichtet in ihrem Leben, doch plötzlich klafft ein Abgrund auf.
Ein Roman über Lüge und Wahrheit, über Familie, Fälschung und die Kraft der Fiktion – vielschichtig, geheimnisvoll und kühn.
Rezension
Beeindruckend, wie "F" mit jeder Veränderung der Perspektive an Rasanz und Dichte gewinnt. So nah kamen sich philosophischer Roman und Pageturner noch nie. Die Welt
Portrait
Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren, lebt in Berlin. Sein Werk wurde u. a. mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem WELT-Literaturpreis, dem Per-Olov-Enquist-Preis, dem Kleist-Preis und dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet. Der Roman «Die Vermessung der Welt», in bisher 46 Sprachen übersetzt und von Detlev Buck verfilmt, wurde zu einem der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit. Daniel Kehlmann ist Mitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur sowie der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Zuletzt veröffentlichte er den Roman «F», seine Frankfurter Poetikvorlesungen, "Kommt, Geister" und die Novelle Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren, lebt in Berlin. Sein Werk wurde u. a. mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem WELT-Literaturpreis, dem Per-Olov-Enquist-Preis, dem Kleist-Preis und dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet. Der Roman «Die Vermessung der Welt», in bisher 46 Sprachen übersetzt und von Detlev Buck verfilmt, wurde zu einem der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit. Daniel Kehlmann ist Mitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur sowie der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Zuletzt veröffentlichte er den Roman «F», seine Frankfurter Poetikvorlesungen "Kommt, Geister" und die Erzählung "Du hättest gehen sollen". Weitere Veröffentlichungen: Beerholms Vorstellung. Roman. 1997 Unter der Sonne. Erzählungen. 1998 Mahlers Zeit. Roman. 1999 Der fernste Ort. Novelle. 2001 Ich und Kaminski. Roman. 2003 Die Vermessung der Welt. Roman. 2005 Wo ist Carlos Montúfar? Über Bücher. 2005 Requiem für einen Hund. Ein Gespräch mit Sebastian Kleinschmidt. 2008 Ruhm. Ein Roman in neun Geschichten. 2009 Lob. Über Literatur. 2010 Die Geister in Princeton. Theaterstück. 2011 Der Mentor. Theaterstück. 2012
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 24.10.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-24927-3
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 191/125/27 mm
Gewicht 332
Auflage 2. Auflage
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
10 Bewertungen
Übersicht
7
2
0
1
0

großes Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 25.10.2014

Arthur,mäßig erfolgreicher Schriftsteller und Vater von 3 Söhnen, läßt diese nach dem gemeinsamen Besuch einer Hypnoseshow vor der Haustür aussteigen und verschwindet ohne Angabe von Gründen für lange Zeit aus ihrem Leben. Sein ältester Sohn Martin, läßt sich eher aus Ideenlosigkeit denn Berufung zum katholischen Priester weihen. Seine Halbbrüder... Arthur,mäßig erfolgreicher Schriftsteller und Vater von 3 Söhnen, läßt diese nach dem gemeinsamen Besuch einer Hypnoseshow vor der Haustür aussteigen und verschwindet ohne Angabe von Gründen für lange Zeit aus ihrem Leben. Sein ältester Sohn Martin, läßt sich eher aus Ideenlosigkeit denn Berufung zum katholischen Priester weihen. Seine Halbbrüder können in ihrer beruflichen Laufbahn sehr unterschiedlichen Erfolg vorweisen. Während Eric sich als Finanzberater verspekuliert und am Vermögen seiner Klienten vergreift, wählt Iwan den Weg zur Kunst. Er wird Kunstexperte. Eine Liebesbeziehung bringt Iwan auf die Idee, die Bilder seines Freundes per Fälschung zu Geld und auf dem Kunstmarkt begehrt zu machen. Ohne Vorwarnung taucht eines Tages Arthur wieder auf........ "F"von Daniel Kehlmann ist ein großes Lesevernügen

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Hat mich überrascht
von einer Kundin/einem Kunden am 24.10.2014

Die meisten von Ihnen haben wahrscheinlich schon vorher mindestens einen anderen Daniel Kehlmann gelesen. Für mich war es allerdings eine Premiere. Und ich geb es zu, die Lektüre hat mich sehr verwirrt zurückgelassen, denn ich versteh es leider nicht, warum sich alle so mit Lobhymnen für dieses Buch überschlagen.... Die meisten von Ihnen haben wahrscheinlich schon vorher mindestens einen anderen Daniel Kehlmann gelesen. Für mich war es allerdings eine Premiere. Und ich geb es zu, die Lektüre hat mich sehr verwirrt zurückgelassen, denn ich versteh es leider nicht, warum sich alle so mit Lobhymnen für dieses Buch überschlagen. Deshalb hier meine ganz subjektive Besprechung. Es ist die Geschichte der Familie Friedländer. Sie beginnt 1984 als der Vater und mäßig erfolgreiche Autor Arthur Friedländer mit seinen drei Söhnen zu einem Hypnotiseur fährt. Dieser Besuch verändert die Familie für immer, denn der Vater verlässt sie, um sich fortan nur noch dem Schreiben zu widmen. Und dieses Mal klappt es, er wird erfolgreich. Die restlichen Kapitel spielen in der Gegenwart und erzählen die Geschichte der drei Söhne. Martin ist katholischer Priester geworden, obwohl er nicht an Gott glaubt. Er ist stark übergewichtig und Essen ist seine Sucht. Sein Halbbruder Eric ist ein Finanzberater, der das ganze Geld seiner Kunden verloren und jetzt Panik hat, dass das auffliegt. Eric braucht diverse Tabletten, um sein Leben zu leben. Und Erics Zwillingsbruder Iwan wollte Maler werden, hat es aber nicht geschafft. Jetzt kümmert er sich als Kurator um den Nachlass seines verstorbenen Lebensgefährten. Eric hat Visionen, fühlt sich verfolgt, weiß aber nicht, ob diese Visionen ihm oder seinem Zwillingsbruder gelten. In allen drei Kapiteln der Brüder, taucht ein bestimmter Mensch wieder auf, der für einen der drei zum Verhängnis wird. Das Buch hat sich größtenteils sehr spannend und unterhaltsam gelesen. Etwas verwirrt haben mich gerade die Visionen von Eric und ein Kapitel mittendrin, welches ich überhaupt nicht verstanden habe. Es ist eine Erzählung, die der Vater Arthur geschrieben hat. Was ich allerdings nicht verstehe, ist, was an diesem Roman so besonders sein soll? Soll es ein Sinnbild für unsere heutige Welt sein? Steht Arthur für die Allgemeinheit, die sich völlig in sich selbst zurückgezogen hat? Stehen die drei Söhne für die Werte, die uns abhanden gekommen sind? Jagen wir nur noch dem Geld und falschen Werten nach? Haben wir den Glauben verloren? Ich habe diesem Buch jetzt 4 Sterne gegeben, weil es sich gut, flüssig, teilweise amüsant, teilweise philosophisch liest, ich es aber nicht wirklich verstanden habe. Und ich habe leider nicht die Bezugspunkte zu den früheren Romanen gehabt wie meine Kollegin Anne Baldauf aus Leipzig. Vielleicht bin ich dafür einfach nicht intellektuell genug!

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Lügner unter sich
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 12.10.2013
Bewertet: gebundene Ausgabe

In Kehlmanns "F" geht es um Lügner, und zwar mit einer erstaunlichen Ausschließlichkeit. Der Plot wurde hier ja bereits umrissen. Bei mir ist der Eindruck zurückgeblieben, dass Kehlmann seine eigenen Figuren im Speziellen und Menschen im Allgemeinen schlichtweg zuwider sind. Auch "F" ist von einem erschreckenden Zynismus geprägt: Die Brüder... In Kehlmanns "F" geht es um Lügner, und zwar mit einer erstaunlichen Ausschließlichkeit. Der Plot wurde hier ja bereits umrissen. Bei mir ist der Eindruck zurückgeblieben, dass Kehlmann seine eigenen Figuren im Speziellen und Menschen im Allgemeinen schlichtweg zuwider sind. Auch "F" ist von einem erschreckenden Zynismus geprägt: Die Brüder sind Lügner und Betrüger; ihr Vater sowieso, und auch die halbwüchsige Tochter fängt schon damit an. Höchstens Martin, der Priester, scheint deswegen ein schlechtes Gewissen zu haben, aber warum? Schließlich glaubt er nicht an Gott! "Sehen Sie der Wahrheit ins Gesicht." apelliert er an einen Gläubigen im Beichtstuhl. "Sie werden nie glücklich sein. Aber das macht nichts. Man kann auch so leben." (S. 96) Welch ein Zuspruch! Auch sein Bruder Iwan ist nicht besser: "Lügen musst du. Du denkst, die Leute durchschauen dich, aber keiner durchschaut irgendwen." (S. 183) "Es ist die Kunst selbst, als heiliges Prinzip, die es leider nicht gibt. Es gibt sie ebensowenig wie Gott, wie das Ende der Zeiten, die Ewigkeit und die himmlischen Heerscharen. Es gibt nur Werke, unterschiedlich in Machart, Form und Wesen, und es gibt das Sturmgeflüster der Meinungen über sie." (S. 278) Oder, noch kürzer: "Was dahin ist, ist dahin." (S. 139) Nun kann man einwenden, dass hier Kehlmanns Charaktere sprechen, nicht der Autor. Aber es ist leicht, ähnliche Zitate vom Autor selbst anzuführen. Dass Kehlmanns Charaktere auch Kehlmanns Weltsicht widerspiegeln, ist im Grunde banal, aber hier sehr auffällig. Ich wäre für etwas Abwechslung dankbar gewesen. "F" enthält eine Reihe kluger, auch witziger Dialoge und Szenen, etwa das gemeinsame Essen von Martin und Eric. Von Handlung kann aber kaum die Rede sein: Die drei Brüder werden präsentiert, ihre gegenwärtige Lage wird skizziert, während sie bemüht sind, jenen heißen Sommertag hinter sich zu bringen. Das dürfte mit Kehlmanns Ansatz beim Schreiben dieses Buches zu tun haben: "Ich wollte wirklich anders an diesen Roman herangehen ... Ich wollte in dem Fall wirklich von den Figuren ausgehen und sehen, wohin sich das entwickelt." (Im Gespräch, Ö1) Nun, viel hat sich an Handlung nicht entwickelt, und gegen Schluss greift Kehlmann zu einem Kniff, mit dem sich viele Autoren behelfen, wenn sie mit ihren Figuren nichts mehr anzufangen wissen oder nicht weiterkommen: Er lässt einen der Hauptcharaktere sterben. Angesichts der angeführten Zitate macht es wohl nicht viel Sinn, zu fragen, warum Kehlmann gerade dieses Buch schrieb. Wollte er seinen Beitrag zur Wirtschaftskrise liefern, solange diese noch (?) nicht vorbei ist? Wollte er das Portrait (s)einer Generation zeichnen? Die drei Brüder sind um 1970 geboren; Kehlmann ist Jahrgang 75. Das erste Kapitel spielt 1984, aber den Ton jener Zeit hat der Autor nicht getroffen - wenn er es denn versucht hat. Ein wichtiges Requisit bildet der Rubik-Würfel, aber man merkt, dass Kehlmann diesen selbst nie lösen konnte - was er im obigen Interview auch einräumt. Wer, wie ich, jemals halbwegs mit dem Würfel umgehen konnte, der weiß, dass man den Ursprungszustand nicht auf die Weise herstellt, dass man die 6 Seiten nacheinander wieder ordnet. Solche unstimmigen Details stören.

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