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Gehen, ging, gegangen

Roman. Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2015

(18)
Entdeckungsreise zu einer Welt, die zum
Schweigen verurteilt, aber mitten unter uns ist
Wie erträgt man das Vergehen der Zeit, wenn man zur Untätigkeit gezwungen ist? Wie geht man um mit dem Verlust derer, die man geliebt hat? Wer trägt das Erbe weiter? Richard, emeritierter Professor, kommt durch die zufällige Begegnung mit den Asylsuchenden auf dem Oranienplatz auf die Idee, die Antworten auf seine Fragen dort zu suchen, wo sonst niemand sie sucht: bei jenen jungen Flüchtlingen aus Afrika, die in Berlin gestrandet und seit Jahren zum Warten verurteilt sind. Und plötzlich schaut diese Welt ihn an, den Bewohner des alten Europas, und weiss womöglich besser als er selbst, wer er eigentlich ist.
Jenny Erpenbeck erzählt auf ihre unnachahmliche Weise eine Geschichte vom Wegsehen und Hinsehen, von Tod und Krieg, vom ewigen Warten und von all dem, was unter der Oberfläche verborgen liegt.
Rezension
"(...) dieser Roman ist realistisch: Nicht weil er Verhältnisse real darstellt, sondern weil er eine literarische Wirklichkeit aufbaut, die die Weltrealität reflektiert." NZZ am Sonntag, Stefana Sabin
Portrait
Jenny Erpenbeck wurde 1967 in eine Berliner Schriftstellerdynastie geboren. Nach einer Buchbinderlehre und Tätigkeiten als Requisiteuse und Ankleiderin an der Staatsoper Berlin studierte sie in Berlin Theaterwissenschaften und Musiktheaterregie. Seit 1991 arbeitete sie zunächst als Regieassistentin und inszenierte danach Aufführungen für Oper und Musiktheater in Berlin und Graz. Jenny Erpenbeck lebt als freie Autorin und Regisseurin in der Nähe von Graz, wo sie im Frühjahr 2000 mit grossem Erfolg ihr erstes Stück "Katzen haben sieben Leben" am Schauspielhaus inszenierte.
2008 wurde Jenny Erpenbeck mit dem "Solothurner Literaturpreis" für ihr "feinsinniges erzählerisches Werk" sowie dem Heimito von Doderer-Literaturpreis ausgezeichnet, 2009 wurde sie mit dem Preis der LiteraTour Nord geehrt, 2013 wurde ihr der Joseph-Breitbach-Preis für ihr literarisches Gesamtwerk verliehen, 2016 der Walter-Hasenclever-Literaturpreis und der Thomas Mann-Preis.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 31.08.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8135-0370-8
Verlag Knaus
Maße (L/B/H) 223/146/35 mm
Gewicht 575
Verkaufsrang 19.018
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
18 Bewertungen
Übersicht
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Brandaktuell
von einer Kundin/einem Kunden am 09.09.2015

Jenny Erpenbeck ist Ihnen wahrscheinlich keine Unbekannte mehr, denn spätestens seit dem hochgelobten Buch „Aller Tage Abend“ (btb Taschenbuchverlag) ist sie ein Liebling des Feuilletons. Ihr neues Buch „Gehen, ging, gegangen“ ist z. Zt. auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2015. Bisher hatte ich mich noch nicht an diese... Jenny Erpenbeck ist Ihnen wahrscheinlich keine Unbekannte mehr, denn spätestens seit dem hochgelobten Buch „Aller Tage Abend“ (btb Taschenbuchverlag) ist sie ein Liebling des Feuilletons. Ihr neues Buch „Gehen, ging, gegangen“ ist z. Zt. auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2015. Bisher hatte ich mich noch nicht an diese Autorin herangewagt. Auch dieser Titel und der Klappentext haben mich nicht wirklich angesprochen. Aber nachdem ein Freund mir dieses Buch ans Herz gelegt hat, habe ich mich doch getraut. Und nun wünsche ich mir, dass es dieses Buch noch viel weiter beim Deutschen Buchpreis 2015 schafft und möglichst viele Leser findet. Jenny Erpenbeck erzählt eine sehr ungewöhnliche Geschichte über eine Gruppe von Flüchtlingen in Berlin und einen emeritierten Professor der Geisteswissenschaften. Eigentlich eine Gruppe von Menschen, die nicht wirklich etwas miteinander zu tun hat. Denn die Flüchtlinge sind über Italien nach Deutschland gekommen, würden hier gerne bleiben und arbeiten. Doch Dublin II lässt diese nicht zu. Und der Professor hat bisher in seinem Elfenbeinturm gelebt und sich wenig für die Gegenwart interessiert. Der Professor, Richard, hat ein Problem. Er ist verwitwet und allein in seinem Haus am See. Er hat keine Kinder und keine neue Frau. Und so wird die Zeit nach der Arbeit an Universität für ihn lang. Er denkt viel über die Zeit und das Leben nach. Doch eines Abends hört und sieht er in den Nachrichten, dass eine Gruppe von Afrikanern sich im Roten Rathaus verschanzt hat und in einen Hungerstreik getreten ist, um für ihr Bleiberecht zu demonstrieren. Richard ist an diesem Tag dort vorbeigekommen, doch er hat nichts davon mitbekommen. Es macht ihn neugierig. Doch bis er zu einer Entscheidung kommt, was er aus dieser Information machen soll, sind die Flüchtlinge bereits in einem Teil eines Altenheims untergekommen. Richard fasst einen Entschluss. Er möchte mehr über diese Menschen und ihr Leben erfahren. Und so geht er ganz systematisch vor. Er erstellt eine Liste mit Fragen, wendet sich an den Direktor des Altersheims, ob er den Flüchtlingen Fragen stellen darf und legt los. Doch diese Begegnungen verändern sein Leben. Aus der ursprünglichen Neugier wird Achtsamkeit. Er ist schockiert, und er engagiert sich immer mehr. Jenny Erpenbeck hat ein wunderbares, zu Herzen gehendes Buch geschrieben, welches gerade in der jetzigen Situation zum Nachdenken anregt. Was können wir einzelnen machen? Und bleibt bei unseren rigiden Gesetzen die Menschlichkeit auf der Strecke? Die Autorin hat eine ganz eigene Art zu schreiben. Es ist ein völlig ruhiges Buch, und doch bewegt es einen. Es enthält interessante Zitate aus Klassikern des Altertums und viele sehr interessante, philosophische Gedanken. Und dazu bringt es uns die verfahrenen Situationen vieler Flüchtlinge nahe. Ein großartiges, hochaktuelles Buch über die verfahrene Situation von Flüchtlingen in Deutschland. Wunderbar, wie dieser Professor langsam seinen Elfenbeinturm verlässt und die Geschichte dieser Menschen immer mehr an sich heranlässt, so dass er sich am Ende sogar richtig engagiert!

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5 0
Dieses Buch hat den deutschen Buchpreis verdient!
von Evelyn Roewekamp aus Rostock am 28.08.2015

Jenny Erpenbeck ist mit diesem Buch etwas außergewöhnliches gelungen. Ein literarisches Werk zu einem hochpolitischen Thema. Diese Geschichte um Flüchtlinge und einen, etwas unbeholfenen ehemaligen Professor ist vielleicht etwas schräg, aber die Lebensgeschichten der Menschen aus Afrika greifen einen an. In hoher literarischer Qualität wird das erzählt. Die Autorin... Jenny Erpenbeck ist mit diesem Buch etwas außergewöhnliches gelungen. Ein literarisches Werk zu einem hochpolitischen Thema. Diese Geschichte um Flüchtlinge und einen, etwas unbeholfenen ehemaligen Professor ist vielleicht etwas schräg, aber die Lebensgeschichten der Menschen aus Afrika greifen einen an. In hoher literarischer Qualität wird das erzählt. Die Autorin beobachtet genau, und oft vermischt sich das Absurde mit dem Realen.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
2 0
Hochaktuell und sehr gelungen
von einer Kundin/einem Kunden am 23.05.2017

Jenny Erpenbeck erzählt eine Geschichte vom Wegsehen, vom Tod, Krieg und vom Warten. Richard, frisch emeritierter Professor sucht und findet Antworten auf seine Fragen: bei jenen jungen Flüchtlingen aus Afrika, die in Berlin gestrandet sind und auf die Genehmigung ihrer Asylanträge warten und warten und warten.... Ein hochaktueller und wichtiger Roman,... Jenny Erpenbeck erzählt eine Geschichte vom Wegsehen, vom Tod, Krieg und vom Warten. Richard, frisch emeritierter Professor sucht und findet Antworten auf seine Fragen: bei jenen jungen Flüchtlingen aus Afrika, die in Berlin gestrandet sind und auf die Genehmigung ihrer Asylanträge warten und warten und warten.... Ein hochaktueller und wichtiger Roman, der zeigt, wie wichtig es ist, nicht vorschnell zu urteilen. Das Buch stimmt nachdenklich und macht stellenweise traurig über die Ignoranz unserer Gesellschaft.

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