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Glück

Ein Tatsachenroman. Originalausgabe

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Robert Kischs Geschichte geht weiter: Er wurde gefeuert, seine Frau hat ihn verlassen, und er begibt sich auf eine Mission, die so mutig ist wie universal: Kisch sucht das Lebens-Glück. Auf seinem Weg begegnet er interessanten Menschen. Einem Physiker, einer Zen-Lehrerin und einem ehemaligen Kommunisten. Einem Hirnforscher, einem Unternehmensberater, einer Hospiz-Mitarbeiterin und einem ehemaligen Flüchtling. Erstaunt registriert Kisch eine grosse Bewegung aus der Mitte der Gesellschaft: Menschen, die nicht mehr links oder rechts stehen, sondern die ihr Leben danach ausrichten, was wirklich wichtig ist. Geburt und Tod, Essen und Trinken, Liebe und Glück. Dieser mutige Roman öffnet die Augen. Und das Herz.

Rezension
"Kischs Buch ist in zweifacher Hinsicht interessant: Zum einen findet man sich in den Ängsten des Autors wieder und fühlt sich verstanden. Zum anderen lernt man von den Experten, was das Leben ausmacht, sobald man über seinen Tellerrand herausblickt. Eine perfekte Mischung." Gesund Leben, Nr. 4/2016,
Portrait

Robert Kisch ist das Pseudonym eines preisgekrönten deutschen Journalisten in Berlin, einer sogenannten Edelfeder, hochdekoriert mit den wichtigsten deutschen Journalismuspreisen, Stipendien und Auszeichnungen. In der Wirtschaftskrise verlor er seinen Job und arbeitete daraufhin als Verkäufer in einem der grossen Möbelhäuser Deutschlands. Nach der Veröffentlichung seines Romans „Möbelhaus" und seiner Freistellung reiste er durch Deutschland auf der Suche nach dem Glück.


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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 01.04.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-30538-6
Verlag Droemer Knaur Verlag
Maße (L/B/H) 216/140/27 mm
Gewicht 384
Buch (Paperback)
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Auf der Suche nach dem GLÜCK - Ein diskutierenswertes Buch mit einigen Schwächen
von j.h. aus Berlin am 31.05.2016

Im Frühjahr 2015 erregte der Tatsachenroman MÖBELHAUS einige Aufmerksamkeit, der von einem ehemaligen Top-Journalisten unter dem Pseudonym Robert Kisch veröffentlicht wurde und unserer schönen Konsumwelt ebenso treffend wie pointiert den Spiegel vorhielt. MÖBELHAUS war ein teils erschütternder Einblick in die prekäre Welt der provisionsabhängigen Verkäufer und bot gleichzeitig einen... Im Frühjahr 2015 erregte der Tatsachenroman MÖBELHAUS einige Aufmerksamkeit, der von einem ehemaligen Top-Journalisten unter dem Pseudonym Robert Kisch veröffentlicht wurde und unserer schönen Konsumwelt ebenso treffend wie pointiert den Spiegel vorhielt. MÖBELHAUS war ein teils erschütternder Einblick in die prekäre Welt der provisionsabhängigen Verkäufer und bot gleichzeitig einen ernüchternden Blick auf Verhaltensweisen der Kunden, die dieses unsoziale System mit ihrer durch die Medien konditionierten Schnäppchenmentalität stützen und verschärfen. Es war kaum zu erwarten, dass das Inkognito des Autoren gewahrt bleibt - und so folgte auch bald nach Veröffentlichung die Entlassung aus der als Vorhölle empfundenen Tätigkeit. Anlässlich des Erscheinens seines neuen Buches hat Robert Kisch in einem STERN-Interview (14/2016, S. 118) das Inkognito nun auch vor der Öffentlichkeit gelüftet: Guido Eckert (*1964) erhielt für seine "Seite 3-Reportagen" für die "Süddeutsche Zeitung" 1996 den renommierten Theodor-Wolff-Preis und schrieb gefeierte Reportagen unter anderem für das 1996 eingestellte Zeitgeist-Magazin TEMPO. In GLÜCK begibt sich Guido Eckert auf die Suche nach dem Sinn des Lebens und will damit seiner Angst vor weiterem sozialen Abstieg entfliehen. Er stellt die Frage nach dem Wichtigen im Leben und sucht dafür Antworten von "Menschen, die über den Dingen stehen". Dieses Schlagwort wird durch gebetsmühlenartige Wiederholung allerdings arg überstrapaziert. Die wiedergegebenen Gespräche (Biokybernetiker, Unternehmensberater, Biophysiker, Philosoph, Zen-Meisterin, Hospiz-Mitarbeiterin, Hartz 4-Empfänger, ehemaliger Flüchtling) sind für den Leser teilweise etwas zäh und weniger erkenntnisreich als der Autor in seiner Zielstellung wohl annahm. Das liegt zu einem guten Teil daran, dass die im Jahre 2015 angesiedelte Reise durch Deutschland in einem nicht nachvollziehbaren politischen Nirvana stattzufinden scheint, in dem jeder aktuelle Bezug ausgespart bleibt. Eckert hat die von der Kanzlerin beschworene Alternativlosigkeit der Politik leider ganz wörtlich genommen. Selbst Hartz 4 erscheint wie eine gottgegebene und unabwendbare Drohung am fernen Horizont, der wohl nur mit esoterischer Deutung der eigenen Situation zu begegnen ist - und mit jener larmoyanten Wehleidigkeit, die schon in MÖBELHAUS ein wesentlicher Kritikpunkt war. Die Bezeichnung als "Tatsachenroman" eröffnet über das Verhältnis von Dichtung und Wahrheit in GLÜCK einige Spekulationsmöglichkeiten, die der Wahrhaftigkeit der Gespräche deutlich im Wege stehen. Auch stilistisch ist das Buch etwas uneinheitlich geraten. Einigen treffend geschilderten Alltagsbeobachtungen stehen freundlich als verquast zu bezeichnende Passagen wie diese gegenüber: "Und tief innen der Gedanke, dass auch dieser Wahnsinn mir etwas sagen will. Ob es mir nun gefällt oder nicht. Ich habe keine Ahnung, was genau ich denn zu erfahren gedenke, aber tief innen verfestigt sich eine Vorstellung, dass so ein Augenblick prägend sein wird. Indem ich einfach nur darauf schaue. Und nicht weglaufe." (S. 61) GLÜCK ist ein durchaus lesens- und diskutierenswertes Buch, das leider hinter den durch MÖBELHAUS geweckten Erwartungen zurückbleibt. Die Kenntnis von MÖBELHAUS ist für die Lektüre nicht zwingend erforderlich, für das Verständnis einiger rückblickender Passagen allerdings von Vorteil. Weshalb das im DROEMER-Verlag erschienene Buch unter dem Pseudonym Robert Kisch in den Handel kam und sich Guido Eckert direkt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dazu bekannte, ist wohl nur mit wenig durchdachtem Marketing zu erklären.

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