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Golanhöhen

Kriminalroman

(7)

Frankfurt, Golanhöhen: Wer hier im sozialen Brennpunkt lebt, hat keine Hoffnung mehr auf ein besseres Leben. Fernab der glitzernden Bankenwelt regieren Tristesse und Kriminalität. Auch Selbstmorde sind in den Hochhauskomplexen an der Tagesordnung. Doch als Gideon Richters Kripoteam zu einem Todesfall gerufen wird, spricht vieles gegen einen Suizid. Die ehemalige Prostituierte Jennifer Baur war gerade aus der Haft entlassen worden, wo sie zehn Jahre wegen des Mordes an zwei ihrer Neugeborenen abgesessen hatte. Wer hätte ein Motiv, sie umzubringen?
Gideon Richter hat Mühe, sich auf die Ermittlungen zu konzentrieren: Vor Kurzem Vater geworden, steht er dank durchwachter Nächte ziemlich neben sich. Der Schlafmangel erklärt jedoch nicht die beängstigenden Blackouts, die er neuerdings hat. Zusätzlich geht Gideon der Fund einer Säuglingsleiche in einer Müllsortierungsanlage mehr an die Substanz, als er zugeben will. Er verliert seine Objektivität und trifft eine falsche Entscheidung zu viel ...

Portrait
Marc-Oliver Bischoff wurde 1967 in Lemgo geboren und wuchs in einem kleinen Dorf am Stadtrand von München auf. Nach dem wirtschaftswissenschaftlichen Studium verschlug es ihn zunächst an den Bodensee, in die Schweiz und nach Frankfurt, der Stadt, der er sich bis heute am meisten verbunden fühlt. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und zwei Kindern in Ludwigsburg und arbeitet als Technologieberater. Für sein Debüt Tödliche Fortsetzung wurde er mit dem ›Friedrich-Glauser-Preis‹ ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 412
Erscheinungsdatum 02.03.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89425-450-6
Verlag Grafit
Maße (L/B/H) 190/116/40 mm
Gewicht 433
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
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Würdiger Abschluss der Frankfurt-Trilogie
von ech am 29.07.2016

Im Mittelpunkt des Buches steht der Kommissar Gideon Richter, der auch schon in den ersten beiden Büchern der Frankfurt-Trilogie eine wichtige Rolle gespielt hat. Als frischgebackener Vater, der selten mal eine Nacht durchschlafen kann, bekommt er es mit 2 Todesfällen zu tun, die ihn in die Golanhöhen, einem sozialen... Im Mittelpunkt des Buches steht der Kommissar Gideon Richter, der auch schon in den ersten beiden Büchern der Frankfurt-Trilogie eine wichtige Rolle gespielt hat. Als frischgebackener Vater, der selten mal eine Nacht durchschlafen kann, bekommt er es mit 2 Todesfällen zu tun, die ihn in die Golanhöhen, einem sozialen Brennpunkt in Frankfurt, führen. Zusätzlich zu internen Machtkämpfen innerhalb der Polizeibehörde taucht im Rahmen der Ermittlungen auch noch eine Frau auf, die in Gideons Vergangenheit eine wichtige Rolle gespielt hat. Die Ermittlungen bringen Gideon an den Rand seiner persönlichen Belastbarkeit oder sogar ein ganzes Stück darüber hinaus. Klasse Polizei-Thriller, der in kurzen und knackigen Kapiteln seine Handlung konsequent vorantreibt. Die Charakter der handelnden Personen und auch die der Nebenfiguren sind gut herausgearbeitet, ihre Handlungen sind weitestgehend nachvollziehbar und die Schilderung des Mileus, in dem die Geschichte spielt, ist glaubwürdig. Auch wenn das vorliegende Buch den Abschluss der Frankfurt-Trilogie bildet, hoffe ich sehr auf weitere Bücher mit den Hauptpersonen der drei Bücher, da ich noch einiges an Potential in den bisherigen Hauptpersonen und auch in den in diesem Buch neu eingeführten Nebenpersonen sehe.

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Ein spannungsgeladener Krimi, der deutlich aus der Masse hervorsticht. Brisant, realitätsnah, authentisch, mitreißend
von Lesetiger am 07.05.2015

Inhalt: Frankfurt, Golanhöhen: Hier im sozialen Brennpunkt stehen Selbstmorde auf der Tagesordnung. Doch als Gideon Richters Kripoteam zu einem Todesfall gerufen wird, spricht vieles gegen einen Suizid. Jennifer Baur hatte gerade zehn Jahre wegen Kindstötung abgesessen. Wieso sollte sie sich ausgerechnet jetzt, wieder in Freiheit, das Leben nehmen? Gideon hat... Inhalt: Frankfurt, Golanhöhen: Hier im sozialen Brennpunkt stehen Selbstmorde auf der Tagesordnung. Doch als Gideon Richters Kripoteam zu einem Todesfall gerufen wird, spricht vieles gegen einen Suizid. Jennifer Baur hatte gerade zehn Jahre wegen Kindstötung abgesessen. Wieso sollte sie sich ausgerechnet jetzt, wieder in Freiheit, das Leben nehmen? Gideon hat allerdings Mühe, sich auf die Ermittlungen zu konzentrieren: Vor Kurzem Vater geworden, steht er dank durchwachter Nächte ziemlich neben sich. Aber der Schlafmangel erklärt nicht seine immer öfter vorkommenden Blackouts. Zusätzlich geht ihm der Fund einer im Müll entsorgten Babyleiche mehr an die Substanz, als er zugeben will. Er verliert seine Objektivität und trifft eine falsche Entscheidung zu viel ... Meine Meinung: Das Cover finde ich ganz passend zum Krimi gewählt. Ich kannte den Autor Marc-Oliver Bischoff noch nicht, und war daher sehr gespannt auf dieses Werk. „Golanhöhen“ ist der dritte Teil der Frankfurt-Trilogie und kann auch ohne Kenntnis der beiden Vorgängerbände gut gelesen werden. Der Schreibstil des Autors ist unglaublich gut, die Beschreibungen sehr detailliert und bildhaft. Daher lässt sich die Geschichte sehr flüssig lesen. “Golanhöhen“ hat mich von der ersten Seite weg direkt gefesselt. Ich fand mich sofort mitten im Geschehen wieder und es viel mir sehr schwer, diesen tollen Krimi aus der Hand zu legen. Marc-Oliver Bischoff ist es gelungen, facettenreiche und unglaublich realitätsnahe Charaktere und ebensolche Handlungen zu erschaffen. Der Leser begleitet den sympathischen Kommissar Gideon Richter, der bei der Kripo Frankfurt arbeitet und mit den Schattenseiten des Elternglücks kämpft. Die Schreiattacken seines Sohnes rauben ihm den Schlaf. Außerdem wird er von Alpträumen sowie Blackouts geplagt. Die Kripo hat nicht nur den Fall einer in einer Müllsortierungsanlage aufgefundenen Babyleiche aufzuklären. Das Team um Gideon Richter ermittelt auch noch in einem Selbstmordfall mitten im Stadtteil Golanhöhen, einem sozialen Brennpunkt Frankfurts. Es stellt sich die Frage, ob der Selbstmord vielleicht doch keiner war. Der Fall ist komplex aufgebaut. Die Frankfurter Kripo kämpft zusätzlich noch mit einigen internen Problemen – genauso wie es im richtigen Leben auch ist. Da läuft nun mal nicht alles rund. In das Geschehen werden gekonnt falsche Spuren hineingewebt. Die Ermittlungen scheinen zwischendurch gar zu stocken. Nicht nur die Ermittler gehen falschen Spuren nach, auch der Leser stellt sich immer wieder die Frage, wer ist der Täter, da im Laufe der Geschichte nicht nur eine verdächtige Person auftaucht. Von der Identiät des Täters war ich am Ende überascht. Die spannende Handlung mit ausgeklügelten Verhören findet ein finales Showdown, das ebenso schlüssig wie dramatisch ist. All das zusammen lässt diesen Krimi zu einem Lesegenuss der Extraklasse werden. „Golanhöhen“ besticht sowohl aufgrund des brisanten Themas der Kindstötung als auch durch seine Realitätsnähe. Dieser Krimi hat mich berührt und nachdenklich werden lassen. Fazit: Ein spannungsgeladener Krimi mit einem brisanten Thema, der deutlich aus der Masse hervorsticht. Realitätsnah, authentisch, mitreißend und berührend. Eine absolute Leseempfehlung von mir.

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Rezension zu "Golanhöhen"
von Zsadista am 05.05.2015

Gideon Richters Ermittlungsteam ist ziemlich ausgedünnt. Und dann passieren auch noch zwei Morde. Zum einen wird eine Babyleiche gefunden und zum anderen stürzt sich eine Frau vom Hochhaus. So bekommt Gideon erst einmal Annette Nick als Halbtagskraft zugeteilt. Sie möchte nach der Kinderpause wieder beim Kriminalamt einsteigen. Doch es... Gideon Richters Ermittlungsteam ist ziemlich ausgedünnt. Und dann passieren auch noch zwei Morde. Zum einen wird eine Babyleiche gefunden und zum anderen stürzt sich eine Frau vom Hochhaus. So bekommt Gideon erst einmal Annette Nick als Halbtagskraft zugeteilt. Sie möchte nach der Kinderpause wieder beim Kriminalamt einsteigen. Doch es kommt, wie es kommen muss. Nick schwimmt in Überstunden, Gideon ist völlig überfordert und dann scheinen die beiden Fälle auch noch miteinander zu tun zu haben. Der Fall wird immer verzwickter, als heraus kommt, dass die vom Haus gestürzte Frau auch noch die Mutter des Babys ist. Auch die Tochter der Toten ist keine große Hilfe, denn sie war nicht gut auf ihre Mutter zu sprechen und lebt seit längerer Zeit schon im Heim. Dazu taucht dann noch ein ominöser Mann auf, der sich etwas zu viel um die Tochter Vanessa kümmert. Und eine alte Bekannte taucht wieder in Gideons Leben auf. Und wäre das nicht alles genug an Stress, hält ihn sein drei Monate alter Sohn rund um die Uhr auf trapp. „Golanhöhen“ ist ein wirklich guter Krimi im Frankfurter Umfeld. Der Autor weiß, wie man Spannung aufbaut und auch hält bis zum Ende. Die Finten, die geschlagen wurden, waren absolut super. Ich kam wirklich erst zum Ende hin auf den Täter. Zwischendurch hätte es fast jeder sein können. Ich mag das sehr, vor allem, wenn der Fall dann auch noch logisch aufgeklärt wird. Dazu kommen kurze spannende Kapitel, bei denen man kaum aufhören kann, weiter zu lesen. Die Protagonisten waren sehr gut heraus gearbeitet. Wobei ich gestehen muss, Gideon ist mir von Kapitel zu Kapitel unsympathischer geworden. Ich mochte Gideons Einstellung gegenüber seiner Frau und den Kollegen nicht. Was aber nicht das Buch an sich schlecht machte, es passte schon in die Geschichte. Nur mag ich solche „Ansichten“ nicht. „Golanhöhen“ ist der dritte Fall von Gideon Richter. Das Buch war aber sehr gut alleine zu lesen. Ich kenne die vorherigen Fälle nicht. Es war nur ein Punkt, den ich am Anfang nicht verstand, dass Nora Gideon mit „Gitte“ anspricht. Das weiß man dann von den anderen Bänden her. Das war aber der einzige Punkt, bei dem ich kurz hing. Woran ich mich ein bisschen gestoßen habe ist, dass die Jahreszahlen, bzw. das Alter von Jennifer zu Vanessa nicht passte. Da war ein kleiner Fehler in den Jahreszahlen. Da der komplette Roman aber so super war, vergebe ich trotzdem volle Punktzahl. Vielleicht wird in der nächsten Ausgabe, die Sache mit dem Alter berichtigt.

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Toller Krimi mit Schauplatz Frankfurt.
von einer Kundin/einem Kunden am 30.04.2015

Golanhöhen - ein sozialer Brennpunkt in Frankfurt. Hier wird eine junge Frau tot aufgefunden. Zeitgleich wird auch die Leiche eine Babys gefunden. Haben beide Fälle miteinander zu tun? Der Frankfurter Kommissar, Gideon Richter, gerade selbst Vater geworden, versucht Licht ins Dunkel zu bringen. Es entwickelt sich ein... Golanhöhen - ein sozialer Brennpunkt in Frankfurt. Hier wird eine junge Frau tot aufgefunden. Zeitgleich wird auch die Leiche eine Babys gefunden. Haben beide Fälle miteinander zu tun? Der Frankfurter Kommissar, Gideon Richter, gerade selbst Vater geworden, versucht Licht ins Dunkel zu bringen. Es entwickelt sich ein äußerst spannender Großstadtkrimi. Auch die eigene Vergangenheit lässt Richter nicht zu Ruhe kommen. Ob und wie sie mit diesem Fall zusammenhängt, finden Sie am besten selber heraus.

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Leseempfehlung!
von Mundolibris aus Frankfurt am Main am 27.04.2015

Wieder ist dem Autor ein toller Roman gelungen, des seine Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Auf den Autor wurde ich dank Lovelybooks aufmerksam, als dort eine Leserunde für den Vorgänger „Die Voliere“ veranstaltet wurde. Schon der Vorgänger konnte mich ebenso wie dieser mit tollen glaubhaften Dialogen,... Wieder ist dem Autor ein toller Roman gelungen, des seine Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Auf den Autor wurde ich dank Lovelybooks aufmerksam, als dort eine Leserunde für den Vorgänger „Die Voliere“ veranstaltet wurde. Schon der Vorgänger konnte mich ebenso wie dieser mit tollen glaubhaften Dialogen, gut durchdachten Figuren und einer sehr spannenden Handlung überzeugen Die Story um ein Totes Baby und einen Selbstmord nimmt einen Verlauf der anders als man es erwartet ist. Direkt zu Beginn schaffte es der Autor mich mit seiner Story abzuholen. Zugleich begann mein Kopfkino zu rattern und das endete erst mit der letzten Seite. Recht schnell hatte ich einen Verdacht, der sich letztlich so bewahrheitete. Aber der Weg dorthin war hochspannend und der Autor flocht immer wieder falsche Spuren ein, so dass ich selbst erst auf den letzten Seiten erlöst wurde mit meinem Verdacht. Die ganze Story wirkte auf mich sehr real und beängstigte den Leser, wirkte aber zu keiner Zeit konstruiert. Es schien als handle sich es um einen realen Fall und nicht um eine Fiktion. Die Beschreibung der Schauplätze und Figuren wirkte so als wenn man mitten in der Story stünde und nicht außen vor als Leser. Wie eingangs erwähnt, ist dem Autor wieder ein toller Roman gelungen dem ich 5 Sterne gebe. Sowie eine Leseempfehlung aussprechen kann.

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Spannend und sehr realistisch
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 26.04.2015

»Etwas raschelte hinter ihr im steif gefrorenen Laub. Sie fuhr herum. Eine Bewegung, ein dunkler Fleck am Boden. Eine Saatkrähe, furchterregend groß, die sie aus schwarzen Knopfaugen anstarrte. Sie legte den Kopf schräg. Der Schnabel sah gefährlich spitz aus. Überhaupt waren Krähen richtig große Vögel. Was man erst dann... »Etwas raschelte hinter ihr im steif gefrorenen Laub. Sie fuhr herum. Eine Bewegung, ein dunkler Fleck am Boden. Eine Saatkrähe, furchterregend groß, die sie aus schwarzen Knopfaugen anstarrte. Sie legte den Kopf schräg. Der Schnabel sah gefährlich spitz aus. Überhaupt waren Krähen richtig große Vögel. Was man erst dann bemerkte, wenn sie nur ein paar Schritte von einem entfernt im Gras hockten und einen anstarrten. Die Anwesenheit des Tieres jagte Rita Schauer über den Rücken. Der Vogel machte ein paar Sprünge, dann landete er auf etwas, das kaum drei Meter von Rita entfernt im Gras lag. Etwas, das sie bis jetzt nicht bemerkt hatte, obwohl es so groß war. Die Krähe stieß ihren Schnabel in die Beute, auf der sie hockte, und zog etwas Längliches heraus. Auf den ersten Blick glich es einem Wurm. Fasziniert beobachtete Rita das Schauspiel. Dann erkannte sie, dass es sich bei der Beute im Gras nicht um einen Tierkadaver handelte. Sondern um eine menschliche Leiche.« Frankfurt am Main. Die Wohngegend am Ben-Gurion-Ring ist wirklich keine, in der man gern leben möchte. Mit schöner Regelmäßigkeit muss die Polizei dort anrücken und auch das Haus, vor dem die Leiche gefunden wurde, ist für Gideon Richter und seine Kollegen kein unbekanntes. Zunächst vermutet jeder einen Suizid – die Tote wäre nicht die erste Person, die ihr Leben in diesem sozialen Brennpunkt durch einen Sprung vom Dach beendet. Doch bald schon kommen Zweifel an dieser Theorie auf und Gideons Team muss sich nun, nach dem Fund einer Babyleiche in der Nacht zuvor, um zwei Tötungsdelikte kümmern. Keine einfache Situation für Gideon, dem der durch die 3-Monats-Koliken seines Söhnchens hervorgerufene Schlafmangel an die Substanz geht. Zumal er, wenn er denn mal schläft, regelmäßig von Alpträumen gequält wird… Das war mal wieder ein Krimi ganz nach meinem Geschmack! Die Fälle sind spannend und bleiben es auch, da man beim Lesen immer wieder auf falsche Fährten gelockt wird. Die Ermittlungsarbeiten wirkten auf mich sehr realistisch, ein Eindruck, der unter anderem durch Kompetenzgerangel im Präsidium noch unterstützt wurde. Besonders gefiel mir ein Kapitel, in dem zeitgleich in mehreren Verhörräumen Verdächtige und Zeugen vernommen wurden – den ständigen Wechsel von einem Verhör zum anderen fand ich ungemein spannend! Sehr realistisch wirkten auch die Beschreibungen des Umfelds – die Wohnblöcke am Ben-Gurion-Ring, die den Spitznamen „Golanhöhen“ tragen und als sozialer Brennpunkt gelten, sah ich richtig vor mir. Auch die dort lebenden Menschen und ihre Schicksale wurden ausdrucksstark beschrieben, sozialkritisch die Ursache für viele Probleme auf den Punkt gebracht: »Man kann den Leuten nicht in den Kopf reinschauen. Und es ging mich ja auch nichts an.« »Genau das ist das Problem … Es geht nie jemanden was an.« Aktuell wirkt der Krimi auch, wenn er Themen wie Blockupy und Teilzeitarbeit aufgreift. Das Thema Kindstötungen ist ohnehin leider immer ein aktuelles, dem kaum jemand emotionslos gegenüberstehen dürfte. Auch die private Seite Gideons und einiger anderer Ermittler fand ich sehr gut dargestellt. Seine Ausgelaugtheit, Übermüdung und verstärkte Reizbarkeit können die meisten Menschen, die sich schon einmal um die Rund-um-die-Uhr-Betreuung eines Säuglings kümmern mussten, sicher gut nachvollziehen. Außerdem hat Gideon eine unglückliche Neigung dazu, sich durch unüberlegtes Handeln in Schwierigkeiten zu bringen. An einer Stelle habe ich kopfschüttelnd vor meinem Buch gesessen und Gideon mit unschönen Vokabeln wie „dämlich“ bedacht, aber andererseits wirkte er dadurch sehr menschlich – und das wiederum finde ich sympathisch. Den Umfang, in dem sich das Buch mit dieser menschlichen Seite seiner Ermittler erfasst, empfand ich als genau richtig: Genug, um als Leser eine Beziehung zu ihnen aufzubauen aber nicht so viel, dass dadurch Spannung und der Fall in den Hintergrund treten würden. Fazit: Toller Krimi, spannend und realitätsnah. Beim Krimifreund dürfte kein Wunsch offen bleiben!

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Schlaflos in Frankfurt – Tod. Leben. Lüge. Wahrheit.
von guybrush am 26.04.2015

Eine Frau aus der Vergangenheit, ein Kind ohne Zukunft und ein Kommissar am Limit. Das schreibt der Verlag und das trifft es auch ganz gut. Der Kommissar: Gideon Richter von der Kripo Frankfurt ist gerade Vater geworden. Die Schreiattacken seines Sohnes rauben ihm den Schlaf. Unbewältigte Schuldgefühle aus der Vergangenheit sorgen... Eine Frau aus der Vergangenheit, ein Kind ohne Zukunft und ein Kommissar am Limit. Das schreibt der Verlag und das trifft es auch ganz gut. Der Kommissar: Gideon Richter von der Kripo Frankfurt ist gerade Vater geworden. Die Schreiattacken seines Sohnes rauben ihm den Schlaf. Unbewältigte Schuldgefühle aus der Vergangenheit sorgen für Alpträume und die häufiger werdenden Blackouts beängstigen ihn. Der Fall: „Golanhöhen“ Frankfurt a. M. – ein sozialer Brennpunkt . Wer hier angekommen ist, lebt ohne Hoffnung. Armut und Trostlosigkeit bestimmen das Leben. Gewalt ist an der Tagesordnung, Suizid ein oft gewählter Ausweg. Doch der vermeintliche Suizid entpuppt sich schnell als Mord. Und die kurz zuvor im Müll gefundene Babyleiche könnte das Kind der Ermordeten sein. Ein komplizierter Fall, der Gideon nahe geht. Zu nahe vielleicht … Mein Fazit: Dies ist der dritte Teil der Frankfurt-Trilogie und somit leider auch der letzte. Wieder ist es Marc-Oliver Bischoff gelungen, dem Leser ein brisantes Thema in einen klugen und spannenden Krimi näher zu bringen. Es gibt in der Tat an diesem Buch nichts auszusetzen. Das Thema ist aktuell und interessant, die Handlung schlüssig. Die Personen wirken lebendig und dreidimensional. Der Spannungsbogen passt perfekt. Ein Krimi aus der Oberliga, der locker mit großen Kollegen wie Andreas Franz oder Inge Löhnig mithalten kann. Wenn er nicht sogar besser ist. Interessanter in jedem Fall. Mir persönlich hat „Die Voliere“ sowohl von der Thematik, als auch von der Emotionalität her, besser gefallen. Aber das ist Geschmackssache und außerdem Jammern auf ganz hohem Niveau. Wer die Krimis von Marc-Oliver Bischoff noch nicht kennt, sollte es dringend nachholen. Seine Bücher gehörten eigentlich auf jede Bestsellerliste!

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von einer Kundin/einem Kunden am 04.09.2016
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Toller Krimi aus Frankfurt und der Autor ist super sympathisch

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Deutscher Krimi mit sympathischen kommissar

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