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Goodbye, Jehova!

Wie ich die bekannteste Sekte der Welt verließ

(4)
Was passiert eigentlich auf der anderen Seite der Tür, wenn du sie den Zeugen Jehovas vor der Nase zuschlägst?
Zeugen Jehovas kennen die meisten von uns nur aus der Fussgängerzone oder als lästigen Besuch an der Tür – häufig etwas bieder, vor allem aber harmlos. Misha Anouk weiss, wie es auf der anderen Seite aussieht. Er wuchs in einer Zeugen-Jehovas-Familie auf und lief im Predigtdienst von Haustür zu Haustür – stets hoffend, keine Mitschüler zu treffen. Mit erfrischendem Humor erzählt er von einer Kindheit ohne Weihnachten, aber mit Geistern, von ersten Zweifeln und Weltuntergängen, die auf sich warten lassen. In seinem mitreissenden Insiderbericht analysiert Misha Anouk die emotionale Verführung der Zeugen Jehovas, beschreibt Organisation und Struktur der Wachtturm-Gesellschaft und erzählt, weshalb er schliesslich eine Sünde beging, um die bekannteste Sekte der Welt zu verlassen.
Rezension
Ein bemerkenswertes Buch, hervorragend geschrieben und akribisch recherchiert. Hamburger Abendblatt
"Seine Geschichte zeigt, wie gut das System der Zeugen Menschen manipulieren kann." Zeit online
"Misha Anouk hat etwas durchgemacht, an dem andere Menschen zerbrechen würden." Morgenpost
"Das Buch erlaubt nicht nur tiefe Einblicke in den Alltag eines Zeugen zwischen Königreichssaal und Predigtdienst an fremden Haustüren, es blättert auch das ganze Spannungsfeld zwischen diametral gegenüber stehenden Denkrichtungen auf." Lübecker Nachrichten
"Hervorragend recherchiert, wahnsinnig intim und sehr, sehr gut." NDR Das!
Portrait
Misha Anouk, geboren 1981 auf Gibraltar, ist freier Autor und widmet sich als Redner und in der täglichen Arbeit der Aufklärung über Bewusstseinskontrolle, Verschwörungstheorien, politische und gesellschaftliche Entwicklungen, Social-Media-Phänomene sowie der Medienkritik. Mit seiner Familie lebt er in Wien.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 544
Erscheinungsdatum 24.10.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-62891-7
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 191/126/32 mm
Gewicht 410
Auflage 4
Verkaufsrang 6.831
Buch (Taschenbuch)
Fr. 14.90
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Kundenbewertungen


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Besser hätte ich es nicht schreiben können!
von Tobias Falke aus Leverkusen am 11.11.2014

Für alle, die sich überlegen ein Buch über Zeugen Jehovas zu kaufen: "Goodbye, Jehova!" ist modern, witzig, traurig und einfach verdammt ehrlich. Es ist die Geschichte um Misha Anouk, der als Kind und in seiner Jugend bei den Zeugen Jehovas groß geworden ist. Doch es ist viel mehr als das.... Für alle, die sich überlegen ein Buch über Zeugen Jehovas zu kaufen: "Goodbye, Jehova!" ist modern, witzig, traurig und einfach verdammt ehrlich. Es ist die Geschichte um Misha Anouk, der als Kind und in seiner Jugend bei den Zeugen Jehovas groß geworden ist. Doch es ist viel mehr als das. Es beschreibt die Geschichte vieler Menschen, die bei den Zeugen Jehovas aufgewachsen sind. Ich selbst hatte mich 1999 im Alter von 14 Jahren taufen lassen und ähnlich wie Anouk 6 Jahre später die Gemeinschaft verlassen. Mein Vater war Ältester, mein Bruder redet bis heute nicht mit mir. Und die Gedanken, die Misha Anouk in seinem Buch immer wieder teilt, kenne ich nur zu gut. Für mich war dieses Buch einzigartig und neben "Der Gewissenskonflikt" vom bereits verstorbenen Raymond Franz (aus dem auch Anouk zitiert) das "Must have" Buch über Zeugen Jehovas. Es ist kein Sachbuch, das rein religiöse Fragen beantwortet oder analysiert aber es ist auch kein normaler Erfahrungsbericht, wo der Erzähler meist die Opferrolle einnimmt. Es ist die Kehrseite der Medaille hinter der "Wahrheit" und der "Organisation die hinter dem Namen "Jehovas Zeugen" steht", die Anouk seinen Lesern aufzeigt. Chapeau für dieses Meisterwerk. Eins noch zu guter Letzt: Es ist beängstigend, dass jemand ein Buch über sein Leben schreibt, dass meiner Vergangenheit mehr als ähnelt. Nicht nur einzelne Passagen, sondern jede einzelne Begebenheit, jeder einzelne Gedanke, jedes einzelne Gefühl - es war als sitzt Misha Anouk in meinem Kopf. Iwie fühlte ich mich wie Sarah Manning in der "Klon"-Serie Orphan Black. Wenn ich ein Buch über mein "altes Leben" schreiben müsste, es könnte nicht besser sein als "Goodbye, Jehova!" ALLES, wirklich ALLES was Misha Anouk in diesem 500+ Seiten Werk niedergeschrieben hat, entspricht meinem Leben als Zeuge Jehovas. Es ist schön zu wissen, dass jemand den Weg aus der Sekte gefunden hat und seine eigenen Gedanken lebt, der "Freiheit" nun völlig neu definieren kann. Vielleicht folgt diesbezüglich ja ein weiteres Buch :) Liebe Grüße und viel Erfolg in deinem weiteren Leben, Danke für die intensiven Momente, die dieses Buch mir geschenkt haben.

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Sachbuch und doch heiter
von Peter Becker aus Kandel am 16.04.2015

Eigentlich ein gutes Sachbuch über die Zeugen Jehovas, geschrieben von einem Aussteiger, mit vielen tiefgehenden Details. Aber sein Schreibstil, mit viel Sarkasmus und rückblickender Selbstironie, macht das Buch leicht lesbar, und trotz des ernst-traurigen Inhalts amüsant, so dass man es auch als heiteren Roman empfinden könnte.

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Innenansichten
von einer Kundin/einem Kunden am 30.11.2014

Von Geburt an bis zu seinem 20. Lebensjahr war Misha Anouk Zeuge Jehovas, ehe er nach langem Ringen mit der Gemeinschaft und sich selbst den Ausstieg aus dieser religiösen Gemeinschaft vollzog. Der Autor gibt einen anschaulichen Einblick in das Alltagsleben der Zeugen Jehovas, erklärt Glaubensgrundsätze, Bräuche, und –... Von Geburt an bis zu seinem 20. Lebensjahr war Misha Anouk Zeuge Jehovas, ehe er nach langem Ringen mit der Gemeinschaft und sich selbst den Ausstieg aus dieser religiösen Gemeinschaft vollzog. Der Autor gibt einen anschaulichen Einblick in das Alltagsleben der Zeugen Jehovas, erklärt Glaubensgrundsätze, Bräuche, und – für Außenstehende – viele Skurilitäten dieser vielfach umstrittenen Religionsgemeinschaft. Als Grundschema zieht sich die einengende seelische und geistige (Selbst-)Kontrolle durch ständige Indoktrination und rigide Glaubenspraxis durch das Leben des Autors. Das Leben in Schule und Arbeit spielt sich zwar unauffällig mitten im „normalen“ Leben ab, abseits davon herrschen andere Normen und Alltagsregeln, die das Kind und den Jugendlichen zum Außenseiter machen. Das Buch ist keine plumpe Abrechnung eines Aussteigers, der sich ausschließlich als traumatisiertes Opfer sieht. Vielmehr zeigt es sowohl als Autobiografie als auch als Sachbuch in nüchterner, teils auch ironischer Weise die totalitären Strukturen einer autoritären religiösen Organisation auf. Absolut empfehlenswert!

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Regt zum nachdenken an
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Windsheim am 12.11.2014

Wie ist es als Kind von Zeugen Jehovas aufzuwachsen und in dem System zu leben. Was passiert wenn man diesem System widersetzt und wie sieht die Welt der Zeugen Jehovas von außen betrachtet aus? Ein ehemaliges Mitglied der bekanntesten Sekte der Welt beantwortet diese Fragen und berichten von Erfahrungen... Wie ist es als Kind von Zeugen Jehovas aufzuwachsen und in dem System zu leben. Was passiert wenn man diesem System widersetzt und wie sieht die Welt der Zeugen Jehovas von außen betrachtet aus? Ein ehemaliges Mitglied der bekanntesten Sekte der Welt beantwortet diese Fragen und berichten von Erfahrungen die er in seinem Leben gemacht hat. Das Buch hat mir insgesamt ganz gut gefallen. Auf dem Cover ist wohl vermutlich der Protagonist als Jugendlicher mit einem Aktenkoffer abgebildet. Ganz so wie man sich eben einen Zeugen Jehovas vorstellt. Die grellen Farben passen gut ins Bild, denn es fällt ins Auge, wie auch ein so ungewöhnliches Kind in der Klasse ins Auge fallen würde. Der Titel sagte eigentlich auch schon alles und trifft den Inhalt auf den Punkt. Im Gegensatz zu vielen anderen Sachbüchern gibt es hier einen Protagonisten, der zugleich der Autor ist und aus seinem eigenen Leben berichtet. Er ist eigentlich ein sehr sympathischer Typ, der Momente aus seinem Leben erzählt und die Zusammenhänge erklärt. Für jemanden der außerhalb des Systems steht, ist manches allerdings nicht so leicht nachzuvollziehen. Irgendwo war er ein normaler Teenager, der aber neben den alltäglichen Problemen, eben noch die seiner Sekte aufgebürdet bekam. Die ganze Sache war auf jeden Fall auch gut recherchiert und mit verschiedenen Quellen und Fakten untermauert, dennoch ist es verständlich geschrieben und gut veranschaulicht. Ab und an hat ein Hauch von Ironie alles ein wenig aufgelockert. Besonders gut hat mir das Gesamtkonzept gefallen. Es wurde ein Blick hinter die Kulissen dieser Sekte gewährt und sehr anschaulich dargestellt wie das System funktioniert und wie die Mitglieder unter Kontrolle gehalten werden. Nicht so gut fand ich allerdings die Länge. Jedes Kapitel an sich war zwar gut und hätte auch nicht fehlen dürfen, allerdings hätte es bei einigen einfach ein wenig mehr gestaucht gehört. Dies, zusammen mit den etwas vielen Zitaten auf den Wachturm, hat das für mich ein wenig unnötig in die Länge gezogen. Dieses Buch schafft einen ziemlich einzigartigen Spagat, in dem es Leute ohne große Kenntnisse der Zeugen Jehovas, gut und vor allem trotz der persönlichen Note glaubwürdig informiert, und Leute, welche in diesen Kreisen Erfahrung habe emotional wahnsinnig bewegen kann. Daher denke ich, dass der Autor gute Arbeit geleistet hat und ich kann das Buch auch jedem empfehlen, der sich gerne über die Zeugen Jehovas informieren möchte. Von mir gibts dafür 4 von 5 Punkten.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Im angenehm sympathischem Tonfall erzählt der Autor von der schwierigen Kindheit & Jugend bei den Zeugen Jehovas und seinem Ausstieg, eingeflochten ist viel informatives Material.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Wer hätte gedacht, dass ein Buch über die Zeugen Jehovas so lustig sein kann? Misha Anouk versteht es auf mitreißende Weise, dem Leser die Welt der Zeugen Jehovas näher zu bringen!

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Andere Perspektiven
von Veronika aus Hamburg am 04.07.2015
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Was in diesem Buch steht, werde ich Ihnen nicht sagen. Vielmehr möchte ich Ihnen ein paar meiner Gedanken mit auf den Weg geben, nachdem ich "Goodbye, Jehova!" gelesen hatte. Dieses Buch kann Lager spalten, wenn man darüber urteilt ohne es zu lesen: Ich habe den Eindruck, es existiert das ungeschriebene... Was in diesem Buch steht, werde ich Ihnen nicht sagen. Vielmehr möchte ich Ihnen ein paar meiner Gedanken mit auf den Weg geben, nachdem ich "Goodbye, Jehova!" gelesen hatte. Dieses Buch kann Lager spalten, wenn man darüber urteilt ohne es zu lesen: Ich habe den Eindruck, es existiert das ungeschriebene Gesetz "Über Religion redet man nicht und wenn doch, dann nur Gutes". Der Glaube scheint, so mein Eindruck, einen Großteil, wenn nicht sogar das gesamte Leben vieler Menschen zu durchdringen. Gott, Jehova, Allah.... das sind - aus Sicht eines Nicht-Gläubigen - nicht nur immaterielle Herrscher, die totalitär über die Menschen regieren. Aus Gesprächen mit Gläubigen heraus und nach dem Lesen von "Goodbye, Jehova!" habe ich den Eindruck erhalten, dass der Glaube auch eine Art Spirit bzw. eine Lebenseinstellung zu sein scheint. Das Denken, Handeln, Fühlen vieler Gläubiger ist von Gott geprägt und wird von seinem Geist durchdrungen. Vielleicht könnte man das mit Kindern vergleichen, deren Ich unter anderem von dem Handeln und der Einstellung der Eltern beeinflusst oder die von dem Umfeld, in dem sie sich bewegen, geprägt werden. Das macht die Existenz des Begriffs "Eltern" jedoch zu nichts Schlechten, oder? Und ich denke, ebenso verhält es sich mit Gott. Vielleicht befürchten Religionsanhänger gerade deshalb, der eigene Glaube oder Glaubenssätze könnten sich als nicht richtig erweisen. Ein Rütteln oder - im schlimmsten Fall - eine Negation würde somit die eigene Welt, vielleicht sogar die eigene Existenz erschüttern, wenn nicht gar in den Abgrund stürzen. Aus diesem Blickwinkel heraus wundert es mich also nicht, dass Misha Anouk eingangs ausführlich erwähnt, dass es sich bei seinem Buch ausschließlich um seine persönliche Wahrnehmung der Zeugen Jehovas handelt. Wer mit "Goodbye, Jehova!" einen Rachefeldzug erwartet, wird sicherlich enttäuscht werden den das Gegenteil ist der Fall: Misha führt uns, teils auf ironische Art und Weise, in das Leben der Zeugen Jehovas ein. Er übt konstruktive Kritik an dieser Religionsgemeinschaft, indem er reflektiert, mit uns seine Sichtweise teilt und erklärt, wie es zu seinem Ausstieg gekommen ist. Was er, meiner Meinung nach, auch andeutet, ist, wie Religion so instrumentalisiert werden kann, dass sie Einzelnen innerhalb der Gemeinschaft Vorteile verschaffen und andere wiederum - auch unberechtigt - benachteiligen kann. Und ich denke, genau das führt zur Sichtweise eines Atheisten.

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