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Heinrich Heine

Die Annäherung an Heinrich Heine wird leichter und schwieriger zugleich.
Leichter, weil die intensive Forschung der letzten Jahrzehnte eine Fülle neuer Fakten und Interpretationsergebnisse erbracht hat, die uns seine Person und sein Werk noch vbesser kennen und begreifen helfen.
Schwieriger deshalb, weil mit jedem weissen Fleck, der aus der Biographie verschwindet, mit jedem gelösten Verständnisproblem scheinbar ein Stück jener Offenheit, jener Verheissung verloren geht, für die Heine doch gerade steht.
Rezension
Dieses Buch empfiehlt sich Studierenden und einem breiten Lesepublikum als Wegweiser für sinnvolle Heine-Lektüre. Walter Hinck in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" Die bei Reclam erschienene Einführung in Werk und Leben Heinrich Heines glänzt durch Einfachheit. Das ist um so erstaunlicher, als ihr Verfasser, Bernd Kortländer, ein ausgewiesener Heine-Kenner ist und somit mit allen Verzweigungen und Nischen der Forschung aufs Beste vertraut. Sein Wissen in die Form eines handlichen Destillats zu giessen, ist kein geringes Verdienst. "Viel zu gut" seien Reclam-Einführungen, ist ein nicht selten zu hörendes Bonmot unter Dozenten der Literaturwissenschaft. Ihren Studenten bleibe nichts mehr aufzudröseln. Auch wenn Kortländers Werk nicht zu besagter Reihe gehört, kommen ihm die gleichen Verdienste zu. Auf den ersten 70 Seiten erzählt er Heines Leben. Daraufhin wendet er sich den einzelnen Gattungen des Werks, der Lyrik, den Briefen, den Dramen, Reisebildern und den politischen Schriften dieses sensiblen Streitbaren zu. Gelassen und profund gelingt es ihm, Heines Stellung in seiner Zeit zu beschreiben. Frankfurter Neue Presse Das Buch gibt einen sorgsamen Überblick über Leben und Werk des Dichters - über den ganzen Heine, und keinen Deut weniger. Dass die Darstellung angenehm unaufgeregt ist, entspringt wohl Kortländers Einsicht, dass Heines Leben und Heines Dichten selbst genug Aufgeregtes bieten. ... Ein Buch, das Heine uneitel beim Wort nimmt. Das viel erklärt, aber nie doziert, das Unmengen an Informationen reicht, sich aber nicht im Detail verliert. ... Bernd Kortländer, stellvertretender Leiter des Heine-Instituts der Landeshauptstadt, hat aus seinem Buch kein akademisches Schaulaufen fabriziert. Es ermuntert vielmehr, sofort zum alten Heine zu greifen, der sich dann als erstaunlich junger erweist, als unerhört lesenswichtig. Viel offener kann man eine Annäherung an Heine wohl nicht gestalten. Rheinische Post Der Verfasser versteht es anschaulich, mit leichter Ironie versetzt, heutigen Lesern geschichtlich komplexe Zusammenhänge zu erläutern, die Varianz der lyrischen Formen und Texte zu präsentieren und jeweils Schwerpunkte der Forschung zu referieren. Durch die Verweise auf die Gegenwart, etwa beim Wintermärchen, wird gleichzeitig die zeitgenössische Relevanz dieser Texte deutlich. Germanistik Hat sich die Sekundärliteratur so ins Unüberblickbare ausdifferenziert, wurde das Bedürfnis nach einer neuen Synthese immer dringlicher. Woran sich seit längerer Zeit keiner gewagt hat, das verdanken wir jetzt Bernd Kortländer: Auf 366 kleinen Reclam-Seiten ist ihm eine aktuelle, den letzten Stand der Forschung berücksichtigende und gut lesbare Gesamtdarstellung mehr als gelungen. Angesichts der inflationär anwachsenden Forschung ein wahrer Parforceritt, dem man die Anspannung aller philologischen Kräfte nicht anmerkt. Als ausgewiesener Heine-Forscher, Werk-Herausgeber (z. B. der gesamten Lyrik im selben Verlag) sowie Editor von Interpretations- und Kongressbänden konnte der Verfasser aus einem grossen Fundus schöpfen. Die Bände der Universal-Bibliothek zwingen jedoch jeden Autor zu einer strengen Ökonomie: Er muss sich auf das Wesentliche konzentrieren. ... Gerade mit der Akzentuierung von Heines kritischen Potentialen ist es Bernd Kortländer geglückt, eine so anregende Gesamtdarstellung vorzulegen. Für Studenten, Schüler und Heinefans wird sie unentbehrlich sein, denn mit Geschick hat Kortländer alles "nur" Wissenschaftliche klein und mit genauer Werkkenntnis alles Wichtige gross gehalten. So mündet sein ausgefeiltes Porträt des grössten deutschen politischen Dichters des 19. Jahrhunderts in dem einzig gültigen Imperativ: Heine lesen! Forum Vormärz - Jahrbuch 2003 Der Widerspruch aus direkter, politischer Attacke und höchstem Kunstanspruch durchzieht das gesamte Heine′sche Werk, Kortländer skizziert das sehr anschaulich und feinfühlig. Vor dem Hintergrund dieser zugrunde liegenden Schaffensmaxime zeigt er Heines Dichtung in ihrer historisch-zeitlichen Einbettung. Als stellvertretender Leiter des Heine-Instituts und Mitarbeiter der grossen Düsseldorfer Werkausgabe ist Kortländer mit dem Nachlass wohlvertraut. Er vermag so eine Vielzahl von Detailinformationen etwa über die ökonomischen Rahmenbedingungen zu liefern, Heines Verhandlungen mit seinen Verlegern, oder über die erbitterten publizistischen Auseinandersetzungen mit damaligen Kritikern. Die verschiedenen Versionen und Bearbeitungsschritte der Manuskripte werden ebenso schlüssig eingebracht, wie Heines Kommentare und Selbsteinschätzungen. Alles in allem eine grundsolide Übersichtsdarstellung zu Heines Gesamtwerk, Biografie und historischem Umfeld. Obwohl Kortländers Arbeit durch ihren ansprechenden Stil sehr geeignet erscheint, auch Laien und Studierenden einen Zugang zu Heines Weltsicht zu ermöglichen, gibt sie gleichermassen den momentanen Stand der Heine-Forschung wieder. Deutschlandfunk
Portrait
Bernd Kortländer, geboren 1947. Studium in Münster und Freiburg; Promotion mit einer Arbeit zu Annette von Droste-Hülshoff. Seit 1977 Lehraufträge an den Universitäten Osnabrück, Münster und Düsseldorf in den Fachbereichen Germanistik und Romanistik. Seit Oktober 1979 Mitarbeiter am Heinrich-Heine-Institut in Düsseldorf, ab 1986 als dessen stellvertretender Leiter. Ausgedehnte Publikations- und Vortragstätigkeit mit Schwerpunkten zu Heine, Droste-Hülshoff und der Literatur des 19. Jahrhunderts; zum deutsch-französischen Literaturtransfer sowie zuletzt verstärkt auch zur Literatur und Kultur des Rheinlands um 1900. Herausgeber des lyrischen Gesamtwerks von Heinrich Heine im Reclam Verlag.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 366
Erscheinungsdatum April 2003
Serie Reclam Universal-Bibliothek 17638
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-15-017638-2
Verlag Philipp Reclam Jun.
Maße (L/B/H) 151/95/30 mm
Gewicht 163
Abbildungen mit 17 Abbildungen 15 cm
Auflage 1. Auflage
Buch (Taschenbuch)
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