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Herrin des Nordens

Historischer Roman

(4)
Ein mitreissendes historisches Epos aus dem Ende der Wikingerzeit.


Handelsstadt Haithabu 1047: Die junge Ingunn schwärmt leidenschaftlich für den wenig älteren Torge, der aus England nach Dänemark gekommen ist. Hier beansprucht Torge eine Erbschaft, und hier bereitet er sich auf eine Zukunft als Krieger in Diensten des englischen Königs vor. Torges älterer Bruder Jon hingegen schätzt Verhandlungsgeschick mehr als Kriegslust. Um Torge zu beschützen, und obwohl er sich mittlerweile selbst in Ingunn verliebt hat, kehrt Jon jedoch mit seinem Bruder nach England zurück. Ingunn bleibt in ihrer geliebten Heimat. Und dann überfallen die Norweger Haithabu ...



Portrait
Martha Sophie Marcus, geboren 1972 im Landkreis Schaumburg, studierte Germanistik, Soziologie und Pädagogik und verbrachte anschliessend zwei Jahre in Cambridge. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Lüneburg. Mit "Herrin wider Willen", ihrem ersten Roman, feierte sie ein grandioses Debüt. Seitdem sind weitere historische Romane von ihr bei Goldmann erschienen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 736
Erscheinungsdatum 18.01.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-48106-4
Verlag Goldmann
Maße (L/B/H) 185/120/53 mm
Gewicht 503
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen


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Ein schöner und unterhaltsamer Wikingerroman
von Thomas Jessen aus Frankfurt am Main am 31.08.2016

Martha Sophie Marcus gelingt es immer wieder aufs Neue mich gleich auf den ersten Seiten abzuholen. Geschickt gelingt es ihr die Stimmung uns Atmosphäre wie sie damals geherrscht haben könnte einzufangen. Und so steckt man schon gleich zu Beginn mitten in der Geschichte, oder besser gesagt man lebt ihre... Martha Sophie Marcus gelingt es immer wieder aufs Neue mich gleich auf den ersten Seiten abzuholen. Geschickt gelingt es ihr die Stimmung uns Atmosphäre wie sie damals geherrscht haben könnte einzufangen. Und so steckt man schon gleich zu Beginn mitten in der Geschichte, oder besser gesagt man lebt ihre Geschichten. Schauplätze und die Figuren sind so bildhaft beschrieben, dass man wirklich dabei ist, denn es kommt mir jedes Mal so vor, man wäre vor Ort und würde mit den Figuren am Ort des Geschehens leben. Man spürt mit jeder Zeile wie viel Liebe im Buch steckt und man kann es ahnen wie viel Recherchearbeit dahintersteckt. Ihr Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen und es ist so ein leichtes auch die mehr als 700 Seiten in einem Rutsch herunterzulesen. Ich war nach zweieinhalb Tagen durch das Buch durchgerauscht, davon die letzten knapp 400 an einem Tag. Es fällt also extrem schwer das Buch beiseite zu legen, denn wie man es sich denken kann schreibt die Autorin so, dass man auf die nächste Seite gespannt ist. Der Spannungsaufbau ist fein gezeichnet und erst mit der letzten Seite hat man angekommen zu sein. Für mich war das wieder große Klasse und ich vergebe hoch verdiente 5 Sterne.

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Hervorragend gelungener historischer Roman, der den Spagat zwischen Historie, Kriegsgebahren und Liebe erfolgreich meistert
von einer Kundin/einem Kunden am 29.02.2016

Ein historischer Roman, der dank des Schreibstils unter die Haut geht. Die Autorin lässt die Charaktere, auch diejenigen, die nur fiktiv sind, real und lebensecht wirken. Ich fühlte mich durch die Geschehnisse und den Spannungsbogen in die Zeit der Wikinger entführt. Es wird deutlich, wie hart und grausam... Ein historischer Roman, der dank des Schreibstils unter die Haut geht. Die Autorin lässt die Charaktere, auch diejenigen, die nur fiktiv sind, real und lebensecht wirken. Ich fühlte mich durch die Geschehnisse und den Spannungsbogen in die Zeit der Wikinger entführt. Es wird deutlich, wie hart und grausam die damalige Zeit war. Ausserdem sind die Recherchen, die die Autorin zum Buch gestellt hat, äusserst umfangreich und super gelungen. Das Buch handelt von der späten Wikingerzeit in den Jahren 1026 bis 1066 und dreht sich um die Protagonistin Ingunn, die in dieser schweren Zeit so einige Kriege und Unwetter überstehen muss. Der Kampf ums Überleben wird immer wieder deutlich und auch die Nebenschauplätze sind hervorragend dargestellt. Die Verbreitung des christlichen Glaubens hat hier auch einen großen Stellenwert. Mein Fazit: Hervorragend gelungener historischer Roman, der den Spagat zwischen Historie, Kriegsgebahren und Liebe erfolgreich meistert

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Blütezeit und Niedergang der Wikingerstadt Haithabu
von Karin Wenz-Langhans aus Limbach am 24.02.2016

Haithabu 1044: die junge Kaufmannstochter Ingunn verliebt sich in den unwesentlich älteren Torge, der jedoch zusammen mit seinem älteren Bruder Jon als Krieger nach England ziehen will. Während Ingunn auf die Rückkehr von Torge wartet, wird sie von ihrem Vater Sigmund in die kaufmännischen Geschicke eingeführt, um später das... Haithabu 1044: die junge Kaufmannstochter Ingunn verliebt sich in den unwesentlich älteren Torge, der jedoch zusammen mit seinem älteren Bruder Jon als Krieger nach England ziehen will. Während Ingunn auf die Rückkehr von Torge wartet, wird sie von ihrem Vater Sigmund in die kaufmännischen Geschicke eingeführt, um später das Familiengeschäft weiterführen zu können. Haithabu selbst wird in den kommenden Jahren immer wieder Schauplatz von Überfällen. Dann kehrt Jon heim, der sich schon vor Jahren in Ingunn verliebt hat. Auf dieses Buch habe ich mich besonders gefreut, weil ich bisher so gut wie nichts über die skandinavische Geschichte dieser Epoche und über die bedeutende Handelsstadt Haithabu gelesen habe. Und ich wurde nicht enttäuscht: die Autorin verbindet gekonnt historische Fakten mit der Familiengeschichte von Sigmund, der zu einem bedeutenden Kaufmann in Haithabu aufgestiegen ist. Der Leser erfährt, welche Werte in der damaligen skandinavischen Gesellschaft gezählt haben und bekommt den Konflikt zwischen der alten nordischen Mythologie und dem aufstrebenden Christentum mit. Dieser Konflikt zieht sich nicht nur durch die Gesellschaft, sondern auch durch die Familien. Die Handlung um Sigmund, Ingunn und ihre Verwandten und Freunde ist dabei spannend und überrascht mit einigen unerwarteten Wendungen. Sehr gut hat mir gefallen, dass die Autoren schlimme Szenen sachlich betrachtet und anreißt, ohne sie bis ins letzte Detail auszutreten. Ein weiterer Höhepunkt des Romans sind die Charaktere, die alles andere als eindimensional dargestellt werden und damit den Leser immer wieder überraschen können. Ingunn ist eine junge selbstbewusste Frau, die ihren Weg gehen will, dabei nimmt sie es an Sturheit durchaus auch mit ihrem Vater auf. Ihre Entwicklung vom jungen Mädchen, das noch etwas naiv für den jungen Draufgänger Torge schwärmt zur selbständigen Kauffrau fand ich sehr authentisch und hat mir sehr gut gefallen. Aber auch Jon, der stiller und nachdenklicher als sein Bruder Torge ist, hat mich schnell für sich einnehmen können, weil er sich Gedanken um die Menschen macht. Leider steht das Glück nicht immer an seiner Seite, so dass sein Lebensweg nicht so verläuft, wie er sich das anfangs vorgestellt hatte. Dieser Roman war mein erstes Buch, das ich von der Autorin gelesen habe, aber es bleibt garantiert nicht mein letztes Buch von ihr.

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Facettenreiche Darstellung des Endes der Wikingerzeit
von Daniela am 07.03.2016

Im Jahr 1044 ist Haithabu die wichtigste Handelsstadt zwischen Nord- und Ostsee. Kaufmannstochter Ingunn lernt von ihrem Vater das Geschäft, denn weitere Kinder hat er nicht und zwischen Norwegen und Dänemark herrscht Krieg um die Königswürde. In diesen unsicheren Zeiten versuchen zwei Brüder ebenfalls ihr Glück zu machen: Torge... Im Jahr 1044 ist Haithabu die wichtigste Handelsstadt zwischen Nord- und Ostsee. Kaufmannstochter Ingunn lernt von ihrem Vater das Geschäft, denn weitere Kinder hat er nicht und zwischen Norwegen und Dänemark herrscht Krieg um die Königswürde. In diesen unsicheren Zeiten versuchen zwei Brüder ebenfalls ihr Glück zu machen: Torge kämpft in England und Jon wird bald zu einem wichtigen Vertrauten des dänischen Königs Sven. Jons und Ingunns Wege kreuzen sich immer wieder, beide werden Zeugen des Endes der Wikingerära, des Untergangs von Haithabu und des stets erstarkenden Christentums. Auf etwas über 700 Seiten entführt die Autorin Martha Sophie Marcus den Leser in die Wikingerzeit. Im 11. Jahrhundert gehörten die Raubzüge der Vergangenheit an, der Handel blühte, Königreiche bildeten sich und eine neue Religion hielt Einzug. Diese Zeit des Umbruchs hat die Autorin sehr gut recherchiert und facettenreich dargestellt. Politik, Kriegsführung, Wirtschaft und Religion, Bräuche, Alltagsleben und nicht zuletzt eine authentisch dargestellte Liebesgeschichte ergeben ein umfassendes Bild eines Volkes und einer Zeit, die leider im Geschichtsunterricht nur tangiert wird. Mit Ingunn Sigmundsdottir steht ein starker Charakter im Zentrum der Handlung. Als wohlhabende Bürgerin kann sie sich durchsetzen und führt ihr Geschäft mit sicherer Hand. Aber vor allem in Zeiten der Not weiß sie sich zu helfen und vergisst dabei auch andere Menschen nicht. Jon Larsson ist ein sehr besonnener und gerechter Mensch, der sich gut mit Inunn ergänzt. Als er ein Kind war, wurde seiner Familie von einer anderen Sippe großes Unrecht angetan, wofür er seit langer Zeit Vergeltung plant. Dieser Handlungsstrang sorgte neben den politischen Ereignissen zusätzlich für eine persönliche Note. Die Liebesgeschichte zwischen Ingunn und Jon wirkt sehr authentisch und zeigt, dass Vertrauen und Achtung für eine Beziehung wichtiger sind als Oberflächlichkeiten. Mir als Leser sind die beiden und ihre Familie und Freunde beim Lesen sehr ans Herz gewachsen. Als dritter Charakter anzusehen ist die Stadt Haithabu, die eigentliche „Herrin des Nordens“. Warum und wie sie schließlich untergeht erlebt man in typischer Manier eines historischen Romans mit den Charakteren mit. Fazit: Ein unterhaltsamer, gut recherchierter und daher authentischer Roman, der lebendiger wirkt als eine Geschichtsstunde und mein Wissen über die Wikingerzeit erweitert hat.

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