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Herzmuschelsommer

(6)
Als Kim erfährt, dass sie nach der Geburt im Krankenhaus vertauscht worden ist, fährt sie kurz entschlossen zu ihren leiblichen Eltern in die Bretagne, um dort den Sommer zu verbringen. Diese Begegnung allein wäre schon aufwühlend genug, doch dann trifft Kim auch noch Padrig. Der nachdenkliche Junge, der viel Zeit auf einer Klippe am Meer verbringt, berührt ihr Herz sofort. Doch er hat ein dunkles Geheimnis ...
Rezension
- Packendes Thema: Bei der Geburt vertauscht; - Eine Liebesgeschichte zum Dahinschmelzen vor atemberaubender Kulisse; - Ein Buch für alle Jugendlichen auf der Suche nach sich selbst
Portrait
Julie Leuze, geboren 1974, näherte sich dem Bücherschreiben über den Umweg des Journalismus an: Nach dem Studium der Neueren Geschichte und Politikwissenschaft an den Universitäten Konstanz und Tübingen absolvierte sie eine Ausbildung zur Fachjournalistin (DFJS). Einige Jahre lang arbeitete sie freiberuflich für eine Tageszeitung und verschiedene Zeitschriften. Mittlerweile widmet sie sich ganz dem Schreiben von Romanen.
Die Themen, die Julie Leuze in ihren Büchern aufgreift, sind sehr unterschiedlich, eines aber ist ihr immer wichtig: eine starke, berührende Liebesgeschichte. Ihr erstes Jugendbuch, "Der Geschmack von Sommerregen", gewann im Jahr 2014 den Literaturpreis für den besten deutschsprachigen Liebesroman, die "Delia".
Julie Leuze lebt mit ihrer Familie in Stuttgart.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Altersempfehlung 14 - 17
Erscheinungsdatum 18.05.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-473-40101-7
Verlag Ravensburger Buchverlag
Maße (L/B/H) 380/180/38 mm
Gewicht 612
Auflage 1. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen


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berührend, authentisch, feinfühlig
von Favola am 11.10.2016

Kim erfährt von ihrer Mutter, dass sie als Baby im Krankenhaus vertauscht worden ist. Mit dieser Information bricht Kims Welt zusammen. Sie redet sich ein, dass ihre Mutter sie gar nicht liebt, dass sie viel lieber ihre leibliche Tochter hätte. So entscheidet sie sich, den Sommer bei ihren genetischen... Kim erfährt von ihrer Mutter, dass sie als Baby im Krankenhaus vertauscht worden ist. Mit dieser Information bricht Kims Welt zusammen. Sie redet sich ein, dass ihre Mutter sie gar nicht liebt, dass sie viel lieber ihre leibliche Tochter hätte. So entscheidet sie sich, den Sommer bei ihren genetischen Eltern in der Bretagne zu verbringen. Dies wäre ja schon genügend Stoff für eine interessante Geschichte, doch dann lernt Kim den nachdenklichen Padrig kennen, der sehr viel Zeit auf der Klippe am Meer verbringt. Die zwei beginnen, die Zeit gemeinsam zu verbringen und schnell realisiert man, dass sich beide von etwas ablenken wollen. Kim ist eine sympathische Protagonistin, die plötzlich in eine Identifikationskrise stürzt. Sind ihre 'Eltern' nun noch ihre Eltern? Hätte ihre Mutter nicht lieber ihre leibliche Tochter? Zu wem und wohin gehört sie nun? In dieser schwierigen Situation lernt sie Padrig kennen, der ihr die Gegend zeigt und mit dem sie reden kann. Auch Padrig ist mir schnell ans Herz gewachsen, denn man spürt, dass er ein grundgütiger Mensch ist, aber einen Schicksalsschlag erleben musste, der ihn einfach nicht mehr loslässt. Ich habe "Herzmuschelsommer" geliebt. Mit meinen Eltern bin ich früher beinahe jedes Jahr in die Bretagne gefahren und mir gefällt die Region wahnsinnig gut. Julie Leuze hat viel Hintergrundwissen und einige Sagen der Bretagne einfliessen lassen, so dass eine dichte, zum Teil sogar mystische Atmosphäre geschaffen hat. Obwohl "Herzmuschelsommer" eine ruhige Geschichte ist, konnte sie mich völlig in ihren Bann ziehen. Geschickt zieht die Autorin den Spannungsbogen an und lässt alles in einem dramatischen Ende zusammenkommen. Nicht alle Reaktionen und Handlungen von Kim waren für mich nachvollziehbar, aber in der Pubertät agiert man nicht immer so, wie das Erwachsene tun würden und dann kommt auch noch ihre schwierige Situation hinzu. Julie Leuzes Schreibstil ist wieder sehr angenehm und flüssig zu lesen. Sie erzählt ihre Geschichte aus der ich-Perspektive von Kim, so dass man sich wirklich gut in die Protagonistin hineinversetzen und so ihre Gedankengänge besser nachvollziehen kann. Fazit: Einmal mehr ist es Julie Leuze gelungen, in "Herzmuschelsommer" ein kritisches Thema berührend, aber vor allem auch authentisch aufzuarbeiten. Eine feinfühlige Liebesgeschichte und die sagenumwobene Bretagne runden die Geschichte perfekt ab und haben mir fesselnde Lesestunden beschert. "Herzmuschelsommer" und die Bretagne sind definitiv eine (Lese-)Reise wert!

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Wunderschön und zum Träumen!
von MsChili am 14.06.2016

„Herzmuschelsommer“ ein Jugendbuch von Julie Leuze ist im Juni 2016 im Ravensburger Verlag als Hardcoverausgabe erschienen. Kim, ein 16-Jähriges Mädchen, hat erfahren, dass sie kurz nach ihrer Geburt vertauscht worden ist. Dadurch ist das Verhältnis zu ihrer Mutter schwierig geworden und sie tritt kurzerhand die Flucht in die Bretagne an,... „Herzmuschelsommer“ ein Jugendbuch von Julie Leuze ist im Juni 2016 im Ravensburger Verlag als Hardcoverausgabe erschienen. Kim, ein 16-Jähriges Mädchen, hat erfahren, dass sie kurz nach ihrer Geburt vertauscht worden ist. Dadurch ist das Verhältnis zu ihrer Mutter schwierig geworden und sie tritt kurzerhand die Flucht in die Bretagne an, zu ihren leiblichen Eltern. Und weil das ja noch nicht an Verwirrung ausreicht, lernt sie noch Padrig kennen. Ein Junge, der ein Geheimnis verbirgt.. Das Cover ist wunderschön und hat mich sofort angesprochen. Die warmen, sommerlichen Farben sind richtig einladend und die Ansicht des Meeres ist auch auf die Rückseite gespiegelt. Der Einstieg ins Buch ist mir ganz gut gelungen, obwohl man gleich mitten ins Geschehen geschmissen wird. Der Schreibstil von Julie Leuze ist sehr angenehm zu lesen und hat mich regelrecht gefesselt. Durch den jugendlichen Stil konnte ich mich gut in Kim hineinversetzen und die Szene wirklich miterleben. Auch die Ortsbeschreibungen waren so bildlich, das man sich vollkommen an die Orte träumen konnte. Die Absätze und Kapitel haben eine sehr angenehme Länge und die Autorin schafft es ein Wechselbad der Gefühle zu erzeugen, da die sie die Geschichte sehr bewegend und tiefgründig an den Leser heranträgt. Kim wirkt anfangs misstrauisch, fühlt sich im Stich gelassen und verletzt, weil sie keiner wirklich liebt. Die Gefühle der Eltern und auch von Kim und allen anderen Protagonisten sind richtig fühlbar und mich hat die Geschichte richtig gepackt, auch wenn ich nicht immer alle Entscheidungen so getroffen hätte. Für mich ein schönes Jugendbuch, das nicht nur für junge Mädchen geeignet ist. Die Autorin hat mich mit dieser Geschichte gefesselt und ich habe es fast an einem Abend verschlungen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!

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Eine wundervolle Geschichte, über die Suche nach sich selbst!
von Katharina am 13.06.2016

Inhalt: Als Kim erfährt, dass sie nach der Geburt im Krankenhaus vertauscht worden ist, fährt sie kurz entschlossen zu ihren leiblichen Eltern in die Bretagne, um dort den Sommer zu verbringen. Diese Begegnung allein wäre schon aufwühlend genug, doch dann trifft Kim auch noch Padrig. Der nachdenkliche Junge, der viel... Inhalt: Als Kim erfährt, dass sie nach der Geburt im Krankenhaus vertauscht worden ist, fährt sie kurz entschlossen zu ihren leiblichen Eltern in die Bretagne, um dort den Sommer zu verbringen. Diese Begegnung allein wäre schon aufwühlend genug, doch dann trifft Kim auch noch Padrig. Der nachdenkliche Junge, der viel Zeit auf einer Klippe am Meer verbringt, berührt ihr Herz sofort. Doch er hat ein dunkles Geheimnis ... Meine Meinung: Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt und nicht mehr losgelassen, ich hab es geradezu verschlungen!! Das Thema ist unglaublich interessant, berührend, aber auch beängstigend. Was wäre, wenn irgendwann mein eigenes Kind im Krankenhaus vertauscht werden würde...oder man selbst im Krankenhaus vertauscht worden ist? Das mag ich mir gar nicht vorstellen und muss unglaublich furchtbar sein! Der Schreibstil ist unglaublich einfühlsam, sanft, aber auch flüssig und fesselnd. Es wird eine passende Atmosphäre geschaffen, in der die Unsicherheit und Zerissenheit von Kim zu spüren sind. Ich konnte mich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen. Sie sind so unglaublich realistisch gezeichnet, dass man einfach mit ihnen mitfühlen muss. Kim ist für die Geschichte die perfekte Protagonistin, sympathisch, absolut verunsichert in ihren Gefühlen. Auf der Suche nach sich selbst erfährt sie so einiges über sich selbst und auch ihre Eltern. Padrig fand ich ebenfalls unglaublich sympathisch. Man merkt sofort, dass auch ihn ein Erlebnis verändert hat - er ist nachdenklich und verbringt jeden Freitag auf einer Klippe. Die Begegnungen von Kim und Padrig sind einfach wundervoll, aber am besten lest ihr selbst, denn mehr verrate ich an dieser Stelle nicht ;-) Die Handlung wird eher in leisen Tönen erzählt, wobei es zum Ende hin sehr viel Spannung, Action und ein großes Drama gibt. Doch zum Glück folgt ein wirklich schönes und stimmiges Happy End! Fazit: Ein wundervolles Jugendbuch, das auf einfühlsame Weise die Geschichte von Kim auf der suche nach sich selbst erzählt.

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Nicht nur für jugendliche Leser ein gefühlvolles Leseabenteuer
von vielleser18 aus Hessen am 05.06.2016

Kim ist 16 als ihre Welt, wie sie sie bisher kannte, zerbricht. Die Eltern, bei denen sie groß geworden ist, sind nicht ihre leiblichen Eltern. Erst jetzt kam heraus, dass sie bei der Geburt vertauscht worden ist. Ihre wahren Eltern leben inzwischen in Frankreich und möchten sie natürlich kennen... Kim ist 16 als ihre Welt, wie sie sie bisher kannte, zerbricht. Die Eltern, bei denen sie groß geworden ist, sind nicht ihre leiblichen Eltern. Erst jetzt kam heraus, dass sie bei der Geburt vertauscht worden ist. Ihre wahren Eltern leben inzwischen in Frankreich und möchten sie natürlich kennen lernen. Nach langem Zögern beschließt KIm sie in den Sommerferien 6 Wochen zu besuchen, damit sie heraufinden kann, wohin sie gehört. Gleichzeitig ist es auch eine Flucht vor ihrem Freund Titus, der sie in der letzten Zeit immer mehr bedrängt endlich den entscheidenden Schritt in ihrer Beziehung zu unternehmen. Doch je mehr Titus drängt, umso mehr unsicher ist Kim, ob sie das überhaupt will. Daher ist sie froh ein paar Wochen Beziehungspause einlegen zu können. Julie Leuze, die Autorin, habe ich schon durch mehrere andere Bücher kennen lernen dürfen. Ihre historischen Australien-Romane "Der Duft von Hibiskus" und "Der Ruf des Kookaburras" haben mich ebenso begeistert wie ihr Liebesroman "Für einen Sommer und immer" und ihr Jugendroman "Sternschnuppenträume". Julie Leuze schafft es jedesmal die verschiedenen Genre gekonnt, abwechslungsreich, fesselnd und mit Tiefe zu bedienen. Das Buch schildert die Erlebnisse des Sommers aus Sicht von Kim und durch die Ich-Perspektive gelingt es Julie Leuze sehr gut die Gefühle und Gedanken von Kim darzustellen. Was bricht über die Jugendliche nicht auch alles von einem emotionalen Chaos herein ? Identitätsfindung, die Frage nach Freundschaft und Liebe und dem Schritt zum "ersten Mal". Die Reise ins Unbekannte, zu Unbekannten, die doch die leiblichen Eltern sind. All das und vieles mehr wird sehr gut mit Kims Gefühlen verknüpft. Die Protagonistin erscheint dabei sehr authentisch und ihre Gedanken und Handlungen sehr real. Schon nach wenigen Seiten fühlt man mit und möchte einfach immer nur weiterlesen. Bretonische Sagen werden mit in die Handlung eingewoben, sowie Leid und Dramatik und am Schluß auch eine gehörige Portion Spannung, so dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen möchte. Was mir besonders gefallen hat, sind die Zwischentöne des Romans, denn Kim ist trotz ihrer 16 Jahren und ihren Zweifeln, ihrer Selbstfindung ein sehr aufgewecktes und selbstbewusstes Mädchen, das ihren Weg gefunden hat und damit auch die richtigen Signale für die Leserinnen gibt. Fazit: Ein tolles Jugendbuch, nicht nur für jugendliche Leser. Spannend und romantisch und mit vielen Emotionen. Unbedingte Leseempfehlung von mir !

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was wäre ein Sommer ohne die Liebe
von JDaizy aus Berlin am 27.05.2016

"Der Schock raubt mir den Atem. Einige Sekunden lang kann ich nicht mehr denken, fühle nur noch die Kälte, die wie mit tausend Nadeln in meine Haut sticht, und der Schmerz tut gut, denn er lässt mich meinen Zorn, meine Angst und meine Verunsicherng vergessen. /.../ Doch schon blitzen... "Der Schock raubt mir den Atem. Einige Sekunden lang kann ich nicht mehr denken, fühle nur noch die Kälte, die wie mit tausend Nadeln in meine Haut sticht, und der Schmerz tut gut, denn er lässt mich meinen Zorn, meine Angst und meine Verunsicherng vergessen. /.../ Doch schon blitzen sie zwischen Meer und Himmel auf, die Bilder, die mich so hartnäckig daran hindern, mit Marianne und Alex freudestrahlend bei null anzufangen." Als die 16-jährige Kim erfährt, dass sie als Baby vertauscht wurde, bricht für sie eine Welt zusammen. Hals über Kopf reist sie in die Bretagne, um ihre leiblichen Eltern kennenzulernen und um mehr über "ihre" Vergangenheit und ihre Wurzeln zu erfahren. Sie träumt von einem heilen Familienleben, dass in Deutschland für sie gerade in weite Ferne gerückt ist und möchte einfach nur weg. Da kommen die Sommerferien wie gerufen. Doch werden ihre leiblichen Eltern sie mit offenen Armen empfangen? Gelingt es ihr dort wieder zu sich selbst zu finden? Und was hat es mit diesem geheimnisvollen, schwarzhaarigen Jungen mit den strahlend blauen Augen auf sich, dem sie immer wieder über den Weg läuft? "Der Eindruck in einem Film mitzuspielen, ohne meine Rolle zu kennen, macht mich verrückt." In "Herzmuschelsommer" geht es aber nicht nur darum, wo man hingehört, sondern auch um die erste große Liebe, um aufkeimende Gefühle und um das (oft) unausweichliche Gefühlschaos. Um das verliebt sein mit Haut, Haaren, Herz und Seele. Um etwas das sich "richtig anfühlt". Aber wann ist der richtige Zeitpunkt für das erste Mal? Wie fühlt es sich an? Und warum spielen plötzlich alle Gefühle, das Herz und der Verstand verrückt? Die Autorin Julie Leuze hat dieses sensible Thema - ganz ohne rosarote Brille - mit viel Fein- und taktischen Fingerspitzengefühl aufgearbeitet. Ganz besonders gern mochte ich die bildhaften Beschreibungen und malerischen Szenen der Landschaften. Jetzt möchte ich die Bretagne unbedingt einmal selbst kennenlernen. Die Orte an denen sich Padrig und Kim getroffen haben: den Menhir mit dem Rosenbusch, den verwunschenen See, die Steilküste mit ihrem Klippen und den wunderbaren Weitblick über das rauschende Meer, die Muschelstrände und die Ile de Bréhat, die Insel der harten Gegensätze: Nord- und Südhälfte, steinig und lieblich, dunkel und hell, Trauer und Liebe. Auch, dass das Meer für die Einheimischen eine ganz andere Bedeutung hat als für die Touristen hat mich fasziniert. Der Autorin gelingt es zudem spielerisch eine Brücke zu dem reichen mythischen Erbe der Bretonen zu schlagen. Ich liebe Märchen und Sagen. Doch es gibt tatsächlich noch Menschen, für die Aberglauben und Schauermärchen kein dummes Seemannsgarn und kein unfassbarer Unfug sind. Was ist nun wirklich wahr? Was hat es mit Kims plötzlichen Albträumen und der warnenden Stimme in ihrem Kopf auf sich? Und wer oder was steckt hinter der "schwarzen Fee", die alle jungen Männer in ihren Bann und in den Abgrund des Verderbens zieht? "Die Alten haben es prophezeit, ma dousig. "Sein" Tod war nur der Anfang. Es ist noch lange nicht vorbei." Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig, man fliegt geradezu durch die Zeilen. Das Buch aus der Hand zu legen fällt extrem schwer. Die Geschichte ist nicht nur unterhaltsam, sondern hat auch sehr viel Tiefgang. Sie hat mich nachdenklich gestimmt und berührt, aber auch zum Schmunzeln gebracht. Durch die immer wiederkommenden Rückblicke setzt sich die Geschichte wie ein Puzzle Teil für Teil zusammen. Julie Leuze überzeugt mit detailreichen Beschreibungen, die sofort Bilder in meinem Kopf entstehen lassen. Passend dazu fällt mir sofort Kims Leidenschaft für das Zeichen ein, dass ihr auf unerklärliche Weise hilft, das was um sie herum passiert, besser zu verstehen. Überall greift sie zu Block und Bleistift und liebt es ihre Beobachtungen und Eindrücke in Bilder zu übersetzen. Das Jugendbuch ist als Hardcover 2016 im Ravensburger Verlag erschienen. Es überzeugt mit einer angenehmen Schriftgröße, kurzen Kapiteln und einer sehr guten Verarbeitung. Titel und Cover sind nahezu perfekt auf die Geschichte abgestimmt. Die Klippen, das Meer und die aufgehende Sonne, machen Lust auf Mee(h)r. Es fühlt sich so ein bisschen an wie Urlaub, wenn man das Buch in der Hand hält. Und wer wissen möchte wie der Titel "Herzmuschelsommer" entstanden ist, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Auch das Ende hat mich dann tatsächlich überrascht. Mit dieser Wende hätte ich nicht gerechnet. Fazit: Aus Kindern werden jugendliche Erwachsene, die lernen müssen Entscheidungen zu treffen. Aber keiner ist perfekt. Man darf nicht so hart zu sich selbst sein. Denn zum Leben gehören zwiespältige Gefühle, Fehler und innere Widersprüche einfach dazu. Eine wunderschöne Geschichte die Spuren im Sand hinterlässt: voller Emotionen, voller Zweifel, aber auch voller Hoffnung und Liebe. "Ma dousig". So nennt man in der Bretagne das Mädchen, in das man verliebt ist. Ich bin "ma dousig" in dieses Buch. Meine absolute Leseempfehlung!

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eine wunderschöne und gefühlvolle Geschichte
von MarTina am 25.05.2016

Kim ist 16 Jahre alt, als sie erfährt, dass sie bei der Geburt vertauscht wurde. Sie ist völlig geschockt und weiß nicht mehr, zu wem sie eigentlich gehört. Um Klarheit zu finden, besucht sie ihre leiblichen Eltern - Marianne und Alex - in der Bretagne. Ihre Gefühle fahren Achterbahn... Kim ist 16 Jahre alt, als sie erfährt, dass sie bei der Geburt vertauscht wurde. Sie ist völlig geschockt und weiß nicht mehr, zu wem sie eigentlich gehört. Um Klarheit zu finden, besucht sie ihre leiblichen Eltern - Marianne und Alex - in der Bretagne. Ihre Gefühle fahren Achterbahn - vor allem, da sie dort auch auf Patrig trifft. Er geht ihr nicht mehr aus dem Kopf, obwohl in Deutschland eigentlich ihr Freund Titus auf sie wartet. Es wird also ein Sommer voller Entscheidungen ... Meine Meinung: Die Geschichte wird von Kim erzählt. Man lernt sie dadurch sehr gut kennen, da man einen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle erhält. Man spürt ihre "Zerrissenheit", dass sie zwischen allen steht und trotzdem nicht wirklich weiß, zu wem sie gehört. Dies war sehr gut beschrieben. Kim war mir sofort sympathisch. Auch Padrig mochte ich sofort. Er ist ein eher ruhiger Junge, der ein Geheimnis mit sich herumträgt, das ihn schwer belastet. Aber auch die anderen Charaktere gefielen mir. Vor allem wirkten sie alle echt. Außerdem wurden ihre Gefühle so greifbar. Dass nach der Geburt im Krankenhaus die Babys vertauscht werden, ist wohl der Alptraum aller Eltern. Dass, wenn dies ans Licht kommt, alle geschockt sind, kann man sich vorstellen. Dieser Schockzustand wurde klasse beschrieben. Trauer, Wut, Fassungslosigkeit. All dies ist bei den Betroffenen zu spüren. Kim und ihre leiblichen Eltern müssen sich erst kennenlernen - vor allem die Eltern möchten ihr aber sofort nahe sein - was natürlich nicht geht. Auch Kims andere Mutter kämpft mit Verlustängsten und Trauer. Außerdem sitzt jedem im Nacken, dass es irgendwann eine Entscheidung geben muss. Durch Patrig wird Kim ein bisschen von ihren Sorgen abgelenkt. Die Annäherung der Beiden ist schön beschrieben. Patrigs Geheimnis wird erst nach und nach - durch Rückblenden - sichtbar. Dies gefiel mir sehr. So bleibt auch eine gewisse Spannung erhalten. Der Schreibstil selbst ist leicht und flüssig. Nach ein paar Sätzen war ich sofort in der Geschichte drin. Auch werden die Schauplätze und die Charaktere so anschaulich beschrieben, dass ich gleich ein Bild vor Augen hatte. Ich habe die Geschichte in einem Rutsch durchgelesen, da sie sehr mitreissend geschrieben ist. Außerdem wollte ich unbedingt wissen, wie die Geschichte ausgeht. Da so viele Emotionen enthalten sind, war ich auf das Ende gespannt. Der Schluss ist sehr gelungen. Er ist hoffnungsvoll und stimmig. Fazit: Eine wunderschöne Geschichte voller Emotionen, die immer spürbar waren. Mich hat die Geschichte wirklich berührt. Sehr empfehlenswert!

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