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I Still Do (2LP)

2017 jährt sich die Veröffentlichung seines Al bums "Slowhand" zum 40. Mal. Ein Jahr vor diesem Jubiläum erscheint nun mit "I Do" das 23. Studioalbum von Eric Clapton, das auf gewisse Weise an sein einflussreiches Solowerk aus den 70ern anknüpft. Denn damals hatte Clapton erstmals mit dem renommierten Produzenten Glyn Johns (Rolling Stones, Led Zeppelin, The Who) zusammengearbeitet, der nun auch für die neuen Sessions verantwortlich zeichnete.

Und in der Tat atmen die Songs auf "I Still Do" noch stärker als auf dem Vorgängeralbum, "Old Sock" von 2013, den Geist jener Jahre. Und auch zu seinem Tributealbum an J.J. Cale, dem 2014 erschienenen "The Breeze - An Appreciation Of J.J. Cale", gibt es eine direkte Verbindung.

Mit "Can't Let You Do It" und "Somebody's Knockin'" hat Clapton gleich zwei Songs seines 2013 verstorbenen Freunds für das neue Album aufgenommen.

Und auch der extrem zurückgenommene Performance auf dem gesamten Album atmet den Geist des großen Minimalisten. So finden sich auf "I Still Do" überwiegend langsame Blues-Stücke - darunter mit "Stones In My Passway" eine erneute Interpretation eines Songs von Robert Johnson. Die Blues-Tracks werden allerdings von einigen wenigen Midtempo -Nummern, einer Gospel-Exkursion ("I'll Be Alright") und dem mit Latin-Feeling durchsetzten Akustikstück "Catch The Blues (zugleich der einzige Song allein aus der Feder Claptons) angenehm kontrastiert.

Ein herrlich analoger Sound und luftige Arrangements durchziehen die Stücke. Ein tiefenentspannter Eric Clapton und seine Band lassen die Musik atmen, sachte grooven und einfach passieren. Man spürt einfach, dass Clapton hier in seinem ureigenen Element ist und in sich ruht. Wer dem Gitarristen nun mangelnde Innovationskraft vorwirft, übersieht, dass Clapton in seiner langen Karriere ja schon sehr viel ausprobiert hat. So hatte der 71 -Jährige 1992 mit Simon Climie (der Keyboards, Gitarre und einen Songwriting-Credit auch zum neuen Album beigetragen hat) das elektronische Experimentalalbum "Retail Therapy" unter dem Projektnamen TDF aufgenommen. Zudem gehören Jazz-Ausflüge wie das 2011 auf den Markt gekommene Album "Play The Blues: Live From Jazz At Lincoln Center", das er gemeinsam mit Wynton Marsalis eingespielt hat, oder die Montreux-Session 1997 mit David Sanborn, Joe Sample, Steve Gadd und Marcus Miller, zu seinem Oeuvre. Von daher ist es nur folgerichtig, dass Clapton entspannt auf ein gewaltiges Lebenswerk zurückblickt und nun entsprechend entspannt ganz einfach die Musik produziert, die ihm am besten gefällt. Und die Musik, die dabei entstanden ist, gefällt nicht nur ihm, sondern auch noch Millionen von Musikliebhabern auf dieser Welt. Dietmar Schwenger (Quelle/Copyright: G+J Entertainment Media)

Rezension
2017 jährt sich die Veröffentlichung seines Al bums "Slowhand" zum 40. Mal. Ein Jahr vor diesem Jubiläum erscheint nun mit "I Do" das 23. Studioalbum von Eric Clapton, das auf gewisse Weise an sein einflussreiches Solowerk aus den 70ern anknüpft. Denn damals hatte Clapton erstmals mit dem renommierten Produzenten Glyn Johns (Rolling Stones, Led Zeppelin, The Who) zusammengearbeitet, der nun auch für die neuen Sessions verantwortlich zeichnete. Und in der Tat atmen die Songs auf "I Still Do" noch stärker als auf dem Vorgängeralbum, "Old Sock" von 2013, den Geist jener Jahre. Und auch zu seinem Tributealbum an J.J. Cale, dem 2014 erschienenen "The Breeze - An Appreciation Of J.J. Cale", gibt es eine direkte Verbindung. Mit "Can't Let You Do It" und "Somebody's Knockin'" hat Clapton gleich zwei Songs seines 2013 verstorbenen Freunds für das neue Album aufgenommen. Und auch der extrem zurückgenommene Performance auf dem gesamten Album atmet den Geist des grossen Minimalisten. So finden sich auf "I Still Do" überwiegend langsame Blues-Stücke - darunter mit "Stones In My Passway" eine erneute Interpretation eines Songs von Robert Johnson. Die Blues-Tracks werden allerdings von einigen wenigen Midtempo -Nummern, einer Gospel-Exkursion ("I'll Be Alright") und dem mit Latin-Feeling durchsetzten Akustikstück "Catch The Blues (zugleich der einzige Song allein aus der Feder Claptons) angenehm kontrastiert. Ein herrlich analoger Sound und luftige Arrangements durchziehen die Stücke. Ein tiefenentspannter Eric Clapton und seine Band lassen die Musik atmen, sachte grooven und einfach passieren. Man spürt einfach, dass Clapton hier in seinem ureigenen Element ist und in sich ruht. Wer dem Gitarristen nun mangelnde Innovationskraft vorwirft, übersieht, dass Clapton in seiner langen Karriere ja schon sehr viel ausprobiert hat. So hatte der 71 -Jährige 1992 mit Simon Climie (der Keyboards, Gitarre und einen Songwriting-Credit auch zum neuen Album beigetragen hat) das elektronische Experimentalalbum "Retail Therapy" unter dem Projektnamen TDF aufgenommen. Zudem gehören Jazz-Ausflüge wie das 2011 auf den Markt gekommene Album "Play The Blues: Live From Jazz At Lincoln Center", das er gemeinsam mit Wynton Marsalis eingespielt hat, oder die Montreux-Session 1997 mit David Sanborn, Joe Sample, Steve Gadd und Marcus Miller, zu seinem Oeuvre. Von daher ist es nur folgerichtig, dass Clapton entspannt auf ein gewaltiges Lebenswerk zurückblickt und nun entsprechend entspannt ganz einfach die Musik produziert, die ihm am besten gefällt. Und die Musik, die dabei entstanden ist, gefällt nicht nur ihm, sondern auch noch Millionen von Musikliebhabern auf dieser Welt. Dietmar Schwenger (Quelle/Copyright: G+J Entertainment Media)
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Beschreibung

Produktdetails


Medium Vinyl
Anzahl 2
Erscheinungsdatum 24.05.2016
EAN 0602547863669
Genre Rock
Hersteller Universal Music Vertrieb - A Division of Universal Music GmbH
Spieldauer 54 Minuten
Verkaufsrang 653
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