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Im Himmel gibt es Coca-Cola

Roman

(6)
Georgien, 2002: Die Kommunisten sind schon lange fort, aber besser geworden ist trotzdem nichts. Es gibt kaum Arbeit, und wenn es Arbeit gibt, gibt es keinen Lohn. Und wenn es doch Lohn gibt, dann liegt das daran, dass die Arbeit . . . vielleicht nicht ganz sauber ist.
Aber einen aufrechten Mann gibt es in Georgien, einen, der die Werte hochhält und dem die Korruption nichts anhaben kann: Slims Achmed Makaschwili, seines Zeichens bescheidener kleiner Anwalt beim Seerechtsministerium. Entschlossen, seinem rückwärtsgewandten Land zu neuen Chancen, Effekti­vität, kurzum: zum amerikanischen Traum zu verhelfen, wendet er sich in langen, hingebungsvollen Briefen an Hillary Clinton und malt ihr in schillernden Farben seine Vision eines modernen Georgien aus immerhin ist die Senatorin Schirmherrin eines Programms, das Unternehmen in ehemaligen Sowjetländern schulen soll in erfolgreicher Geschäftsführung.
Allen Unkenrufen und Wahrscheinlichkeiten zum Trotz wird Slims erhört und eingeladen nach San Francisco! Für sechs Wochen! Diese Reise wird sein Leben und eine ganze Nation verändern. Endlich kann er sich aus der Nähe ansehen, wie der Fortschritt funktioniert. Doch Slims ist noch nicht sehr lang in Amerika . . . da kommen ihm seine laute, keifende Familie und sein gepei­nigtes, feierfreudiges Land gar nicht mehr so blöd vor.
Ein grossartiger Schelmenroman, eine unwirkliche Satire und ein Werk von sprühender Fabulierlust und grösstem Ideenreichtum.
Portrait
Christina Nichol, geboren 1970 in San Francisco, studierte Literaturwissenschaften an der University of Florida und der University of Oregon. Sie hat u. a. als Drehbuchautorin für Dokumentarfilme gearbeitet und in zahlreichen Ländern der Welt Englisch unterrichtet, u. a. in Indien, Südkorea, Russland, Kosovo, Kasachstan, Kirgisistan und natürlich in Georgien. »Im Himmel gibt es Coca-Cola« ist ihr erster Roman.
Rainer Schmidt, geboren 1951 in Mülheim/Ruhr, lebt als Übersetzer aus dem Englischen in Hamburg und Essen. Unter anderen übertrug er Romane von Frederick Forsyth, Mo Hayder, Justin Cronin und Donna Tartt ins Deutsche. Für mare übersetzte er zuletzt »In guten Kreisen« von Amber Dermont (2014).
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 448
Erscheinungsdatum 09.02.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86648-234-0
Verlag Mareverlag
Maße (L/B/H) 211/133/43 mm
Gewicht 619
Originaltitel Waiting for the Electricity
Auflage 1. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
Fr. 31.90
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Kundenbewertungen


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6 Bewertungen
Übersicht
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Wein oder Coca Cola
von solveig am 09.02.2016

„Mein Name ist Slims Achmed Makaschwili, und ich komme aus der Kleinstadt Batumi am Schwarzen Meer.“ Mit diesen Worten beginnt der Protagonist des Romans ein langes Schreiben an Hillary Clinton, in dem er ausführlich über Kultur und Lebensbedingungen seiner Heimat Georgien berichtet. Der junge Anwalt für Seerecht... „Mein Name ist Slims Achmed Makaschwili, und ich komme aus der Kleinstadt Batumi am Schwarzen Meer.“ Mit diesen Worten beginnt der Protagonist des Romans ein langes Schreiben an Hillary Clinton, in dem er ausführlich über Kultur und Lebensbedingungen seiner Heimat Georgien berichtet. Der junge Anwalt für Seerecht schreibt diesen sehr persönlichen Brief als Beitrag zu einem Wettbewerb und um „ein bisschen Hoffnung in unseren Herzen lebendig zu erhalten“. Zwar ist Slims stolz auf seine georgischen Wurzeln und Traditionen, aber nicht blind für die unhaltbaren Verhältnisse in seinem Land: es herrscht hohe Arbeitslosigkeit, seine Landsleute sind gewöhnt an Kriminalität und Korruption. An vielen lebenswichtigen Dingen mangelt es, aber die Menschen sind findig und improvisationsfreudig, bleiben optimistisch und feiern gern mit ihrem heimischen Wein. Slims erhofft sich mit Hilfe seines Briefes an Clinton die Teilnahme an einer Unternehmenstagung in Amerika, wo er glaubt, den Schlüssel zu beruflichem und wirtschaftlichem Erfolg finden zu können; vor allem aber mehr über westliche Rechtsprechung zu erfahren. Und tatsächlich gehört er zu den Auserwählten, die im Land der Coca Cola Erfahrungen sammeln dürfen. Ob hier seine Träume und Erwartungen erfüllt werden? In leisen Tönen, aber dennoch sehr bildhaft und ausdrucksstark, schildert die Autorin ein Jahr aus Makaschwilis Leben, der die Schicht der gut ausgebildeten jungen Leute seines Landes repräsentiert. Nichols Debutroman steckt voller Witz und (Galgen-) Humor, wobei aber stets leicht melancholische Untertöne mitschwingen. Dies ist kein „Action“-geladener Roman. Mit echter Wärme und Empathie gibt die Autorin Einblick in Alltagsleben und Probleme, Atmosphäre und Patriotismus eines kleinen, in den Weltnachrichten kaum beachteten Landes, das normalerweise kaum wahrgenommen wird. Slims Sicht der Dinge wirkt nicht anklagend, sondern fatalistisch. Das immer wiederkehrende Thema des häufigen Stromausfalls und das Warten auf Strom wird zum Symbol für das Warten auf (positive) Veränderungen in Politik und Wirtschaft. Mit „Waiting for the Electricity“, wie der Originaltitel des Romans lautet, erhielt Christina Nichol in den USA die Auszeichnung „Rona Jaffe Foundation Writer´s Award“ - zu Recht.

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Interessantes Buch
von Mercado am 25.01.2016

Georgien, 2002: Die Kommunisten sind schon lange fort, aber besser geworden ist trotzdem nichts. Es gibt kaum Arbeit, und wenn es Arbeit gibt, gibt es keinen Lohn. Und wenn es doch Lohn gibt, dann liegt das daran, dass die Arbeit. vielleicht nicht ganz sauber ist. Aber einen aufrechten Mann... Georgien, 2002: Die Kommunisten sind schon lange fort, aber besser geworden ist trotzdem nichts. Es gibt kaum Arbeit, und wenn es Arbeit gibt, gibt es keinen Lohn. Und wenn es doch Lohn gibt, dann liegt das daran, dass die Arbeit. vielleicht nicht ganz sauber ist. Aber einen aufrechten Mann gibt es in Georgien, einen, der die Werte hochhält und dem die Korruption nichts anhaben kann: Slims Achmed Makaschwili, seines Zeichens bescheidener kleiner Anwalt beim Seerechtsministerium. Entschlossen, seinem rückwärtsgewandten Land zu neuen Chancen, Effektivität, kurzum: zum amerikanischen Traum zu verhelfen, wendet er sich in langen, hingebungsvollen Briefen an Hillary Clinton und malt ihr in schillernden Farben seine Vision eines modernen Georgien aus – immerhin ist die Senatorin Schirmherrin eines Programms, das Unternehmen in ehemaligen Sowjetländern schulen soll in erfolgreicher Geschäftsführung. Allen Unkenrufen und Wahrscheinlichkeiten zum Trotz wird Slims erhört und eingeladen – nach San Francisco! Für sechs Wochen! Diese Reise wird sein Leben und eine ganze Nation verändern. Endlich kann er sich aus der Nähe ansehen, wie der Fortschritt funktioniert. Doch Slims ist noch nicht sehr lang in Amerika. da kommen ihm seine laute, keifende Familie und sein gepeinigtes, feierfreudiges Land gar nicht mehr so blöd vor. Die Autorin war selbst in Georgien gewesen und hatte dort Englisch unterrichtet. Dadurch hatte sie natürlich einen expliziten Einblick in das Land, die Entbehrungen und für die Menschen dort. Slims Achmed Makaschwili möchte etwas in seinem Land, Georgien, verändern. Seit es ein unabhängiger Staat ist, geht es den Leuten nicht besser, Geld fehlt überall, wenn man Glück hat, läuft zwischendurch mal der Strom. Slims schreibt schöne und ausführliche Briefe an Hillary Clinton, in denen er ausführlich sein Land und die Menschen dort beschreibt. Und durch einen Zufall erhält Slims eine Einladung in die USA, die er so herbeigesehnt hat. Er idealisiert im Vorfeld Amerika so sehr, dass die Ernüchterung bei seinem Aufenthalt dort schnell eintreten musste. Die Autorin Christina Nichol hat in einem außergewöhnlichen Sprachstil dieses Buch kreiert. Trotz der ernsten und traurigen Hintergründe in Georgien, die Geld- und Arbeitsnot, lässt sie die Gastfreundschaft, Familiensinn, den Zusammenhalt der Menschen, den Optimismus und die Feierfreude dort bildhaft durchblicken. Durch den satirehaften Ausdruck kann man oft herzhaft lachen oder schmunzeln, obwohl man als Leser die Ernsthaftigkeit dahinter niemals vergisst. Ein außergewöhnliches Buch und ein unerwartetes Ende, viele bildhafte Informationen über das Land und die Menschen in Georgien, welche ich vorher nicht in dem Ausmaß kannte und die dieses Buch damit noch interessanter gemacht haben. Der ungewöhnliche Sprachstil der Autorin war anfangs etwas ungewohnt, doch schnell konnte ich in die Geschichte und das Buch eintauchen. Gerade weil es ein etwas anderes Buch war, hat es mir viele interessante Lesestunden bereitet.

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Warten auf Licht oder der Wandel Georgiens
von vielleser18 aus Hessen am 10.02.2016

2002, Georgien. Slim Achmed Makaschwili der Protagonist aus "Im Himmel gibt es Coca Cola" arbeitet als Rechtsanwalt beim Seerechtsministerium gelangt an ein Fax für ein Programm, dass Hillary Clinton aufgelegt hat, um Unternehmen in ehemaligen Sowjetländern in erfolgreicher Geschäftsführung schulen soll. Slim verfasst daraufhin etliche Briefe an die US-Senatorin. Das... 2002, Georgien. Slim Achmed Makaschwili der Protagonist aus "Im Himmel gibt es Coca Cola" arbeitet als Rechtsanwalt beim Seerechtsministerium gelangt an ein Fax für ein Programm, dass Hillary Clinton aufgelegt hat, um Unternehmen in ehemaligen Sowjetländern in erfolgreicher Geschäftsführung schulen soll. Slim verfasst daraufhin etliche Briefe an die US-Senatorin. Das ganze Buch wird aus Slims Sicht erzählt. Er beschreibt sein Leben, das Leben im post-sowjetischen Zeitalter in Georgien, ein Land voller Poesie, Gastfreundschaft, Trinksprüchen und Liebe. Aber auch ein Land voller Armut, Korruption, bei dem nur ab und an mal die Elektrizität funktioniert. "Ich hatte diese Banditen-Mentalität allmählich satt. Es wurde Zeit, jemanden um Hilfe zu bitten. Wir brauchten einen ausländischen, gutmütigen, gesetzestreuen Polizisten, der hier einschreiten konnte, einen von diesen gesunden amerikanischen Cops, die auf dem Pferd herumritten, einen, der in den Bürgern ein Gefühl von Würde weckte". S. 24 Das wünscht sich Slim. Und machmal gehen Träume und Wünsche in Erfüllung.....doch ist man dann glücklicher ? Diese Frage zieht sich durch das ganze Buch und erst am Ende wird klar, wie weit der Bogen der Autorin gespannt wurde um diese Frage zu beantworten. Slim´s Traum ist ein Leben wie in Amerika. Daher bewirbt er sich heimlich mit aus den Fingern gesogenen Begründungen, aber mit viel Enthuiasmus für das Schulungsprogramm in Amerika. Und wird genommen, so dass er für einige Wochen nach Amerika darf. Es ist kein einfach zu lesendes Buch, es steckt aber voller Sartire, voller Humor, aber auch voller Wahrheiten. Es ist ein Abriss über eine kleine Zeitspanne zwischen 2002 und 2005 in der Geschichte Georgiens, die Zeit der Rosenrevolution und des Wandels Georgiens. Mir hat vor allem die Sicht eines Einzelnen gefallen, der sein Umfeld beobachtet, seine Freunde beschreibt, das Leben an sich analysiert und dadurch den Leser einen zwar persönlichen Eindruck vermittelt, der dennoch die Gesamtlage immer im Blick hat. Es ist ein gemächlicher Erzählstil, manchmal mit gewissen Längen erzählt, aber dennoch sehr passend zum Thema gewählt. Der amerikanischen Autorin ist es m.E. sehr gut gelungen in die Haut des jungen Georgiers zu schlüpfen und dem Leser seine Sicht auf seine Heimat darzustellen. Fazit: Sartire, Humor und doch voller Wahrheiten....eine Geschichte über Georgien im Wandel

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Georgien - wo der Mensch an erster Stelle steht
von Xirxe aus Hannover am 08.02.2016

Dieses Buch ist nicht ganz einfach zu beschreiben, denn so richtig viel Handlung gibt es nicht. Der Ich-Erzähler Slims, der in der georgischen Hafenstadt Batumi lebt und als Anwalt im Seerechtsministerium arbeitet (und seit Monaten kein Gehalt mehr erhalten hat), träumt davon, seinem geliebten Heimatland zum Aufschwung zu verhelfen:... Dieses Buch ist nicht ganz einfach zu beschreiben, denn so richtig viel Handlung gibt es nicht. Der Ich-Erzähler Slims, der in der georgischen Hafenstadt Batumi lebt und als Anwalt im Seerechtsministerium arbeitet (und seit Monaten kein Gehalt mehr erhalten hat), träumt davon, seinem geliebten Heimatland zum Aufschwung zu verhelfen: keine Korruption mehr, ständig verfügbare Elektrizität, regelmäßige Gehaltszahlungen usw. Er schreibt Briefe an Hillary Clinton und erhält daraufhin eines Tages tatsächlich eine Einladung in die USA, um sich in puncto Wirtschaft weiterbilden zu können. Doch alles läuft anders als geträumt... Der überwiegende Teil des Buches beschreibt mehr die Gesellschaft Georgiens und seiner Bewohner als dass er einer wirklichen Handlung folgt: Es ist wirr, chaotisch, liebenswert ;-) Die genannte Handlung hangelt sich eher an einem dünnen sogenannten roten Faden entlang, der als Anlass genommen wird, weitere Beschreibungen einfließen zu lassen. Obwohl die Autorin Amerikanerin ist, gelingt es ihr meiner Meinung (ich kenne das Land nicht - leider, muss ich nach der Lektüre schreiben) sehr überzeugend, die Atmosphäre Georgiens wie auch das Besondere seiner Bewohner darzustellen. Sie lieben ihr Land - aber die Menschen noch viel mehr. Alle versuchen sich auf irgendeine Art und Weise durchzumogeln, meist mit nicht ganz legalen Mitteln, doch immer wird auch an die Anderen gedacht. Es ist ein stetes WIR, das in Georgien existiert - das ICH des Westens kennt man nicht. Für Gäste wird einfach Alles aufgefahren, sodass diese denken müssen, die Georgier leben im Überfluss. Der Tonfall ist durchweg vergnüglich, wobei dieses Wort vermutlich falsche Erwartungen erweckt. Es ist ein unglaublich trockener Humor, mit dem beispielsweise auf Missstände hingewiesen wird und die Pointe dann schon fast wie ein Lamento klingt, ohne dass dieses wirklich ernst gemeint ist. Oder er kommt sehr unterschwellig oder auch völlig absurd daher - diejenigen, die das Offensichtliche lieben, werden mit diesem Buch nicht ganz so viel zu lachen haben. Ich habe mich hingegen gut amüsiert, auch wenn Vieles in der Realität bestimmt nicht zum Lachen ist. In jedem Fall hat es mich sehr sehr neugierig auf Georgien bzw. auf seine Menschen gemacht. Denn wie ich in einem Reiseführer nachlesen konnte, wurden deren Beschreibungen nicht übertrieben. Unglaublich - aber ich denke, davon muss ich mich selbst überzeugen. Georgien, ich komme!

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Interessant, intensiv, witzig und auch Längen.
von einer Kundin/einem Kunden aus Schweinfurt am 08.02.2016

Im Himmel gibt es Coca-Cola Im Himmel gibt es Coca-Cola Christina Nichol Rezension vom 03.02.2016 (2) Eigenartig,aber toll,witzig, taucht tief in die georgische Mentalität ein und zeigt auch, daß Amerika Probleme hat. Ich habe den roten Faden nie gefunden, dafür wurde ich aber belohnt mit Wissen, Witz und den tiefen Blick auf das... Im Himmel gibt es Coca-Cola Im Himmel gibt es Coca-Cola Christina Nichol Rezension vom 03.02.2016 (2) Eigenartig,aber toll,witzig, taucht tief in die georgische Mentalität ein und zeigt auch, daß Amerika Probleme hat. Ich habe den roten Faden nie gefunden, dafür wurde ich aber belohnt mit Wissen, Witz und den tiefen Blick auf das Leben in Georgien im Jahre 2002. Slims Achmed Makaschwilli, ein kleiner Rechtsanwalt im Seerechtsministerium, möchte unbedingt sein Land auf Vordermann bringen, denn geändert hat sich seit der Abnabelung von Russland nichts. Es gibt wenig Arbeit und noch weniger Geld, es werden also kaum Löhne gezahlt. Die Folge ist, daß die Leute nicht mehr die volle Zeit arbeiten. Da es praktisch keinen Strom gibt, wird der geklaut. Die Ölrohre werden angebohrt um zu Öl zu kommen. Die Korruption blüht !Durch ein Fax auf den Dreh gekommen schreibt Slims Hillary Clinton Briefe, denn von den Amerikanern erwartet er Hilfe. Eindrucksvoll schildert er die Zustände im Land und bittet sie um Hilfe. Er hat Glück und darf für sechs Wochen nach USA, wo er moderne Marktwirtschaft und ähnliche s zu lernen hofft. Leider riskiert er seinen Aufenthalt und wird ausgewiesen. Zuhause angekommen erkennt er, daß er das amerikanische System nicht eins zu eins umsetzen kann. Doch da kommt es zur Revolution Schewardnardse muß abdanken und der junge Saakaschwili kommt an die Macht. Der ändert so rasant alles, das manche Georgier vermuten er habe Drogen bekommen. Die Stadt wird für die echten Georgier Slims, seine Schwester, Tamriko und Malchasi zu viel. Sie ziehen in ihr Dorf zurück. Das Ende bleibt offen. Das Ganze wird zum Teil witzig und sehr georgisch erzählt, nicht zu vergessen, Amerika kriegt auch sein Fett ab. Das Buch hat auch sicherlich Längen, bei denen man gerne aufgeben möchte. Wer aber Duchhaltevermögen hat und ein Faible für russische und ehemals russische Länder hat, wird belohnt. Sehr viele Gedichte, Trinksprüche, Lieder und Gebräuche lernt man kennen. Fazit: Mein Verständnis für Georgien zur Schewardnardsezeit und danach ist gestiegen und ich habe ein Buch gelesen, an daß ich mich noch lange gerne erinnern werde.

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Leider sehr langatmig
von Lovely90 aus Düsseldorf am 27.01.2016

Slims Achmed Makaschwili, der zur postsowjetischen Zeit im von ständigen Stromausfällen und Korruption geplagten Georgien lebt, hat einen Traum: Er will ins fortschrittliche Amerika reisen um dort zu lernen, wie er seinem eigenen Land wieder zu Recht und Ordnung und wirtschaftlichem Aufschwung verhelfen kann. Über unglaublich viele Seiten und... Slims Achmed Makaschwili, der zur postsowjetischen Zeit im von ständigen Stromausfällen und Korruption geplagten Georgien lebt, hat einen Traum: Er will ins fortschrittliche Amerika reisen um dort zu lernen, wie er seinem eigenen Land wieder zu Recht und Ordnung und wirtschaftlichem Aufschwung verhelfen kann. Über unglaublich viele Seiten und Anekdoten hinweg versucht die Autorin dem Leser die Menschen, das Leben und die Atmosphäre in Georgien näher zu bringen. Das gelingt ihr zwar, jedoch wird die Geschichte dadurch sehr langatmig. Eine wirkliche Handlung besteht nur in Ansätzen, Spannung suchte ich vergeblich. Auch wenn verschiedene Länder, Institutionen und Personen auf's Korn genommen werden, über ein gelegentliches Schmunzeln hinaus wurden meine Lachmuskeln leider nicht angeregt. Das ist aber sicherlich auch einfach Geschmackssache. Als ich mir nach 2/3 der Lektüre noch einmal den Klappentext durchlas, musste ich feststellen, mehr als das, was ich dort in wirklich gut gewählten Worten schon erfahren hatte, war bis dahin im Roman auch nicht passiert. Mir persönlich fehlte der rote Faden, ein Haupterzählstrang um den herum sich eine spannende, mitreißende und gefühlvolle Geschichte hätte entwickeln können. So sympathisch Slims Achmed und sein Traum von Ende der Korruption und dem Aufschwung für sein Land auch sein mögen, kann ich leider nicht mehr als 2,5 Sterne vergeben und den Roman nur eingeschränkt weiterempfehlen. Denjenigen, die weniger Wert auf die Handlung legen und sich für das wirklich sehr ausführlich dargestellte Leben und die Mentalität in Georgien interessieren, wird das Buch bestimmt gefallen.

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