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Stahl, C: In den Gangs von Neukölln

Das Leben des Yehya E.

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Die Wut ist Yehyas Sucht. Die Kriminalität seine Droge. Was er braucht, ist Entzug. Aber in den Gangs von Neukölln sind alle auf dieser Droge.
Mit dreiundzwanzig hat Yehya E. eine eindrucksvolle Karriere hinter sich: Sohn palästinensischer Flüchtlinge aus dem Libanon, die erste Straftat mit sieben, Einser-Schüler und Tyrann an der Rütli-Schule, mit 15 Boss von der Sonnenallee. Drei Jahre Gefängnis, dann Vorzeige-Aussteiger aus der kriminellen Szene, Streitschlichter in Neukölln, Liebling der Politiker. Er scheint es geschafft zu haben. Plötzlich der Rückschlag. Wer hat versagt?
Schonungslos und kritisch erzählt Christian Stahl von einer steilen kriminellen Karriere und dem schwierigen Weg des Ausstiegs, der jederzeit scheitern kann. Ein ebenso einzigartiger wie intimer Bericht über das kriminelle Leben in der parallelen Welt von Neukölln jenseits der Klischees des deutschen Boulevards.
Portrait
Christian Stahl, geboren 1970 in Köln, ist gelernter Journalist, hat in Bonn und Oxford Literaturwissenschaft und Geschichte studiert und viele Jahre beim Radio und Fernsehen gearbeitet. 2005 gründete er eine Agentur für Kommunikation. Christian Stahl dreht Filme, coacht, lehrt andere, ihre Geschichten zu erzählen, und erzählt selbst.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 245
Erscheinungsdatum 16.09.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-455-50320-3
Verlag Hoffmann und Campe
Maße (L/B/H) 209/136/30 mm
Gewicht 350
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 28.578
Buch (Taschenbuch)
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In den Gangs von Neukölln
von einer Kundin/einem Kunden aus Biesenthal am 14.10.2014

Die Wut ist Yehyas Sucht. Die Kriminalität seine Droge. Was er braucht, ist Entzug. Aber in den Gangs von Neukölln sind alle auf dieser Droge. Mit dreiundzwanzig hat Yehya E. eine eindrucksvolle Karriere hinter sich: Sohn palästinensischer Flüchtlinge aus dem Libanon, die erste Straftat mit sieben, Einser-Schüler und Tyrann... Die Wut ist Yehyas Sucht. Die Kriminalität seine Droge. Was er braucht, ist Entzug. Aber in den Gangs von Neukölln sind alle auf dieser Droge. Mit dreiundzwanzig hat Yehya E. eine eindrucksvolle Karriere hinter sich: Sohn palästinensischer Flüchtlinge aus dem Libanon, die erste Straftat mit sieben, Einser-Schüler und Tyrann an der Rütli-Schule, mit 15 Boss von der Sonnenallee. Drei Jahre Gefängnis, dann Vorzeige-Aussteiger aus der kriminellen Szene, Streitschlichter in Neukölln, Liebling der Politiker. Er scheint es geschafft zu haben. Plötzlich der Rückschlag. Wer hat versagt? Schonungslos und kritisch erzählt Christian Stahl von einer steilen kriminellen Karriere und dem schwierigen Weg des Ausstiegs, der jederzeit scheitern kann. Ein ebenso einzigartiger wie intimer Bericht über das kriminelle Leben in der parallelen Welt von Neukölln jenseits der Klischees des deutschen Boulevards. Ich stand ‘In den Gangs von Neukölln‘ zunächst etwas kritisch gegenüber, ich komme selbst aus Berlin, kenne Neukölln und die dortigen Gepflogenheiten gut. Ich weiß auch, wie viele verschiedene Standpunkte es zu der Situation in Neukölln gibt, die Yehya E. zum Teil widerspiegelt. Dieses Buch ist, ganz ohne Frage, ein polarisierendes Werk, das zum Nachdenken und Hinterfragen anregt. Christian Stahl hat es jedoch gleich zu Beginn der Lektüre geschafft einen eindringlichen und authentischen Erzählstil zu wählen, so dass der Leser von Beginn an in der Geschichte drinnen ist. Mir gefiel der Aufbau des Buches auch sehr gut, es war nicht alles chronologisch angeordnet, einige Dinge wurde vorweg genommen, andere zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen. Dadurch entstand meiner Meinung nach ein sehr lebendiges Lesegefühl und die Atmosphäre des Buches passte zum dargestellten Inhalt. Christian Stahl hat Yehya E. zehn Jahre begleitet, da bleibt die Objektivität natürlich außen vor. Daher hat Christian Stahl eine bewusst subjektive Perspektive gewählt, durch welche sich der Leser besonders mit emotionalen Faktoren konfrontiert sieht. Denn eins ist das Buch unausweichlich: emotional. Es wurde nicht versucht die Taten zu beschönigen oder zu rechtfertigen – das ist auch nicht das Ziel des Buches. Hier wurde ein Tatsachenbericht geschrieben, der trotz der Subjektivität, oder grade deswegen, erschreckend einfühlsam und authentisch ist, der zum Nachdenken und Diskutieren anregt, der aufwühlt und noch lange im Gedächtnis bleibt.

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Yehya E. ist der Sohn palästinensischer Flüchtlinge, die kurz vor seiner Geburt in den Libanon und danach nach Deutschland kamen - vor über 20 Jahren. Da die deutschen Behörden davon ausgingen, dass Menschen wie Familie E. nach wenigen Monaten wieder in ihre Heimat zurückkehren können, ist ihr Status nur... Yehya E. ist der Sohn palästinensischer Flüchtlinge, die kurz vor seiner Geburt in den Libanon und danach nach Deutschland kamen - vor über 20 Jahren. Da die deutschen Behörden davon ausgingen, dass Menschen wie Familie E. nach wenigen Monaten wieder in ihre Heimat zurückkehren können, ist ihr Status nur ein vorläufiger: sie bekommen kein Recht, auf Dauer in Deutschland zu bleiben und haben es schwer, sich eine gesicherte Existenz aufzubauen. Aus dem schüchternen Jungen wird schnell ein harter Kämpfer, der nur eines will: kein "Opfer" zu sein. Schon bei den brutalen Spielen auf den Strassen Neuköllns wird Yehya zum Anführer, durch seine gewinnende Art sammelt er Menschen um sich, die ihn bewundern, aber auch fürchten. Eine Gewalttat folgt der nächsten, der Weg in die Kriminalität ist scheinbar vorprogrammiert. Doch in Yehya schlummert auch etwas anderes: die Sehnsucht nach einem sinnvollen, gesellschaftlich angepassten Leben. Doch dieses scheint für ihn unerreichbar, da er so früh zum "Intensivtäter" wurde. Sein Nachbar ist der Reporter, ARD-Korrespondent und Autor Christian Stahl, der die ganze Familie kennt und zu Yehya eine Art Freundschaft aufbaut. Über 10 Jahre hinweg begleitet er ihn, diskutiert mit ihm stundenlang über seine Probleme, über Recht und Moral - immer in dem Glauben, dass der gute Kern in Yehya siegt, und er die kriminelle Karriere aufgibt. Doch Yehya wird mehrfach rückfällig: weil sich unter seinen Freunden fast nur andere Kriminelle befinden, weil immer wieder das große schnelle Geld lockt, weil die Wut auf die Gesellschaft Überhand nimmt. Die Opfer sind schwer traumatisiert, die Taten sind unverständlich - und der Preis ist sehr hoch, nämlich die Freiheit. Wer trägt letztlich die Schuld? Diese Frage wird in Christian Stahls Buch ausgiebig diskutiert. Mich hat das Buch hin- und hergerissen: am Anfang erkennt man viele positive Ansätze bei dem Flüchtlingsjungen, der um Anerkennung kämpft und auf die schiefe Bahn gerät. Er wandelt sich zum Berater, erhält viele Chancen auf Jobs - doch die Versuchungen sind zu groß, das Ich nicht gefestigt genug, um zu widerstehen. Die Gesetzeslage trägt dazu bei, dass es nicht einfach ist, in der deutschen Gesellschaft Fuß zu fassen. Und doch gibt es immer wieder Menschen, denen dies gelingt. Was können wir tun, wo kann jeder einzelne von uns helfen? Es bleiben viele Fragen offen, auch, wie es mit Yehya nach seiner aktuellen Haftstrafe weitergeht. Ergänzend zum Buch ist sehr empfehlenswert, den Film "Gangsterläufer" desselben Autors zu sehen, um ein umfassenderes Bild von der Persönlichkeit und dem Umfeld Yehyas zu erhalten. Für mich ein richtig fesselndes Buch mit aktuellem Bezug, das viele Menschen - auch Politiker - lesen sollten, um Vorurteile abzubauen, und offener auf Flüchtlinge in unserem Land zuzugehen. 5 von 5 Sternen!

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