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Intrige

(3)
Die grösste Verschwörung der Moderne – der neue grosse Politthriller des Bestsellerautors


Am 22. Dezember 1894 wird der französische Hauptmann Alfred Dreyfus wegen Landesverrat zu lebenslanger Haft verurteilt und verbannt. Ein Justizirrtum, wie er beteuert und wovon auch der neue Geheimdienstchef Picquart zunehmend überzeugt ist. In den Wirren der Dreyfus-Affäre, die ganz Europa erschüttert, rollt er den Fall neu auf. Weshalb er bald selbst zwischen die Mühlräder der Macht gerät und das Ziel dunkler Machenschaften wird …


Der elsässische Offizier Alfred Dreyfus, einziger Jude im französischen Generalstab, soll Militärgeheimnisse verraten haben. Von einem geheimen Militärgericht wird er zu Unrecht verurteilt, und die Degradierung wird mit viel Pomp und Getöse öffentlich zelebriert. Nur wenige wittern den Skandal, während die Massen von der Presse aufgehetzt werden. Krawalle, Intrigen, Fälschungen, Ministerstürze, Attentate, versuchte Staatsstreiche sind die Folgen. Die Französische Republik stürzt in eine tiefe Krise. Der offene Antisemitismus bricht sich Bahn. Zu den wenigen, die von Dreyfus’ Unschuld überzeugt sind, gehört der neue Geheimdienstchef Picquart. Mit dem Kampf für die Rehabilitierung von Dreyfus setzt er allerdings das eigene Leben aufs Spiel.


Es wäre kein Roman von Robert Harris, ginge er nicht sehr aktuellen Fragen nach: Was passiert, wenn Geheimdienste ausser Kontrolle geraten, wenn der Staat geheime Gerichte zulässt, wenn Minderheiten zum Sündenbock gemacht werden, wenn Politiker ihre Verbrechen zu vertuschen suchen?


Rezension
"Robert Harris ist der Meister des Historischen Romans."
Portrait
Robert Harris wurde 1957 in Nottingham geboren und studierte in Cambridge. Er war Reporter bei der BBC, Redakteur beim Observer und Kolumnist bei der Sunday Times und dem Daily Telegraph. 2003 wurde er als bester Kolumnist mit dem »British Press Award« ausgezeichnet. Er schrieb mehrere Sachbücher, und seine Romane Vaterland, Enigma, Aurora, Pompeji, Imperium, Ghost, Titan, Angst, Intrige und zuletzt Dictator wurden allesamt internationale Bestseller. Seine Zusammenarbeit mit Roman Polański bei der Verfilmung von Ghost (Der Ghostwriter) brachte ihm den französischen »César« und den »Europäischen Filmpreis« für das beste Drehbuch ein. Robert Harris lebt mit seiner Familie in Berkshire.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 624, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 28.10.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783641108113
Verlag Heyne
Verkaufsrang 11.756
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Kundenbewertungen


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Die Dreyfus-Affäre.
von einer Kundin/einem Kunden am 13.01.2014

Dreyfus, einziges jüdisches Mitglied des Generalstabs der französischen Armee, soll den Deutschen, Militärgeheimnisse verraten haben. Unter Ausschuss der Öffentlichkeit wird ihm den Prozess gemacht. Er wird öffentlich degradiert, der Armee verwiesen und in die Verbannung auf der Teufelsinsel geschickt. Der Antisemitismus tritt in der französischen Öffentlichkeit immer stärker in... Dreyfus, einziges jüdisches Mitglied des Generalstabs der französischen Armee, soll den Deutschen, Militärgeheimnisse verraten haben. Unter Ausschuss der Öffentlichkeit wird ihm den Prozess gemacht. Er wird öffentlich degradiert, der Armee verwiesen und in die Verbannung auf der Teufelsinsel geschickt. Der Antisemitismus tritt in der französischen Öffentlichkeit immer stärker in Erscheinung und Oberstlieutnant Picquart, neuer Chef des Geheimdienstes, gerät in Gefahr weil er die Ungereimtheiten des Prozesses öffentlich machen will um den Prozess neu aufzurollen. Robert Harris, der Meister des historischen Spannungsromans, ist wieder ein hervorragendes Buch gelungen. Wie immer gut recherchiert und spannend bis zur letzten Seite, zeigt es, dass man jede Wahrheit ignorieren oder verdrehen kann, bei den Geheimdiensten erst recht. Da hat sich bis heute nicht viel geändert. Tolle Einblicke in einer düsteren Geschichte!

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Großartig recherchiert
von einer Kundin/einem Kunden am 27.02.2014

Kein Krimi diesmal - stattdessen legt Harris einen fulminanten, großartig recherchierten historischen Roman vor, der vor allem durch seine Präzision und Detailgenauigkeit besticht. Er haucht den Figuren Authentizität und Leben ein und schafft so mit "Intrige" ein großartiges Lesevergnügen für jeden, der historisches Interesse hat.

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Vom Aktengeraschel zum Justizthriller (eBook)
von einer Kundin/einem Kunden am 18.11.2013

Ob man dieses Buch als historischen Roman oder Spionagethriller liest, Tatsache ist, dass er wieder sehr gut recherchiert und von beklemmender politischer Aktualität ist. Im Jahre 1894 steht fest, dass es einen Spion in der französischen Armee geben muss. Ein Schuldiger scheint schnell gefunden: Der junge jüdische Hauptmann Alfred Dreyfus... Ob man dieses Buch als historischen Roman oder Spionagethriller liest, Tatsache ist, dass er wieder sehr gut recherchiert und von beklemmender politischer Aktualität ist. Im Jahre 1894 steht fest, dass es einen Spion in der französischen Armee geben muss. Ein Schuldiger scheint schnell gefunden: Der junge jüdische Hauptmann Alfred Dreyfus wird nach einem Geheimprozess öffentlich degradiert und auf der sogenannten Teufelsinsel inhaftiert. Doch damit beginnt die Geschichte erst. Schnell steht fest, dass Dreyfus unschuldig war, ein Fakt, der bereits während des laufenden Prozesses vom Militär vertuscht wurde. Als schließlich doch der frisch ernannte Leiter der Statistikabteilung, quasi des Geheimdienstes der französischen Armee, auf immer mehr Ungereimtheiten stößt und Nachforschungen anstellt, sticht er dabei in ein Wespennest voller Intrigen und Spionage. Im aktuellen Kontext gelesen, ist dieser Roman, welcher sich mit einer der bekanntesten Politaffären des 19. Jahrhunderts befasst, doppelt brisant. Der erste Teil des Buches ist noch viel „Aktengeraschel“ doch spätestens in der zweiten Hälfte, wenn die Geschichte Richtung Justizthriller kippt, kommen dann vor allem Leser von John Grisham etc. auf ihre Kosten. Wer einen anspruchsvollen historischen Roman sucht, der sollte sich diesen neuen „Harris“ nicht entgehen lassen.

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Whistleblower
von einer Kundin/einem Kunden am 01.02.2014
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Georges Picquart ist ein ranghoher Geheimdienstmitarbeiter als er über Ungereimtheiten im Fall Dreyfus stolpert. Neugierig fängt er an zu ermitteln und gerät immer tiefer in die Kreise von Intrigen, Verrat und Vertuschung. Dann steht er vor der Entscheidung, seinen Befehlen zu folgen oder seinem Gewissen. "Intrige" ist ein gut recherchierter... Georges Picquart ist ein ranghoher Geheimdienstmitarbeiter als er über Ungereimtheiten im Fall Dreyfus stolpert. Neugierig fängt er an zu ermitteln und gerät immer tiefer in die Kreise von Intrigen, Verrat und Vertuschung. Dann steht er vor der Entscheidung, seinen Befehlen zu folgen oder seinem Gewissen. "Intrige" ist ein gut recherchierter historischer Roman mit erschreckend aktuellen Bezug. Spannend wie immer versteht es Robert Harris, die Vergangenheit in die Gegenwart zu transportieren. Unbedingt Lesen!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Geschichte kann auch spannend wie ein Thriller sein,Robert Harris hat es bewiesen,alle Fakten und Hintergruende der sogenannten Dreyfus Affäre ergeben diese packende Story !

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Brillant aufgearbeitet Geschichte der (vermeintlichen) Verurteilung eines französischen Offiziers und Spions.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Sehr spannende Story, gut recherchierte Hintergründe und super umgesetzt. Unbedingt lesen!

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Hochspannung Ende 19. Jahrhundert
von einer Kundin/einem Kunden aus Interlaken am 13.10.2015
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Extrem spannende und fesselnde Geschichte, geschrieben aus der Sicht der Hauptperson in der Ich-Form. Dies führt zum Gefühl, mitten in der Geschichte zu stecken. Der Leser erfährt auch sehr viel über die Lebensweise und Gepflogenheiten der damaligen Zeit. Einmal mehr ein super Buch von Robert Harris, dass sich in... Extrem spannende und fesselnde Geschichte, geschrieben aus der Sicht der Hauptperson in der Ich-Form. Dies führt zum Gefühl, mitten in der Geschichte zu stecken. Der Leser erfährt auch sehr viel über die Lebensweise und Gepflogenheiten der damaligen Zeit. Einmal mehr ein super Buch von Robert Harris, dass sich in die Reihe von "Aurora" und "Vaterland" einreiht.

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Plötzlich verstehe ich die Zusammenhänge!
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 16.04.2015
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Beim Lesen dieses Taschenbuchs begreife ich plötzlich alle Zusammenhänge und Hintergründe der "Dreyfus-Affaire"! (Frankreich 1894). Wie Politiker und Geheimdienst in diesen Justizskandal verstrickt waren, das erzählt der Krimi von Harris ganz klar und sehr spannend.

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Militärisch perfekt!
von einer Kundin/einem Kunden am 21.01.2014
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Harris erzählt aus der Sicht von Marie-Georges Piquart, späterer Kriegsminister von Frankreich. Piquart ist Hauptmann, als Dreyfus vor seinen Augen degradiert wird. Plötzlich in den Major-Stand gehoben, mit dem Leiterposten der Statistikabteilung versehen, erkennt er worin er verwickelt wurde; leise hegt sich ein Verdacht, als er anfängt gegen seine... Harris erzählt aus der Sicht von Marie-Georges Piquart, späterer Kriegsminister von Frankreich. Piquart ist Hauptmann, als Dreyfus vor seinen Augen degradiert wird. Plötzlich in den Major-Stand gehoben, mit dem Leiterposten der Statistikabteilung versehen, erkennt er worin er verwickelt wurde; leise hegt sich ein Verdacht, als er anfängt gegen seine Vorgesetzten zu recherchieren. Was dann geschieht, ist in der - damaligen - Geschichte einzigartig. In Frankreich entlädt sich der gesamte Hass gegen den Juden Dreyfus, der in der reinrassigen Armee nichts zu suchen hat. Obwohl die Obrigkeit von seiner Unschuld weiß, verurteilen sie den armen Mann auf die Teufelsinsel, die damals schon verwaist war. 8 Jahre braucht Piquart, bis er Dreyfus rausholen kann. Piquart selbst im Prinzip ein Mann der Ehre, der Wandlung seines Paris mit wachsendem Unmut sieht, Lebemann, untreuer Geliebter, kann diese Schmach der französischen Armee nicht ertragen und erntet dafür selbst den größten Hass, Gefängnis, Duell, Verhöhnung und - aber auch - Applaus. Namhafte Namen wie Zola, Proust, Georges Clémenceau, Madame Bizet (Witwe von Georges Bizet) und andere wohlklingende Namen der damaligen Zeit helfen Piquart auf seinem steilen Weg. Harris drillt seinen Leser in die französische Militärgeschichte. Wer sich für diese nicht interessiert, wird sich in dem Roman nur sehr schwer einfinden. Ohne Vorkenntnisse über die Kriegsgeschichte und/oder Interesse am Militär ist dieses Buch nicht empfehlenswert. Harris bleibt miltitärisch, strategisch, steif. Nur selten gibt es Private Augenblicke oder Einblicke; Piquart war nicht nur ein Querdenker, sondern auch ein freiheitsliebender Mann. Zeit seines Lebens hat er seine Geliebte Pauline nicht geheiratet. Der Heyne Verlag hat - wie auch bei Stephen King - in mancherlei Hinsicht in der Grammatik wieder geschlampt; anscheinend ist es nicht mehr möglich so teure Bücher fehlerfrei zu korrigieren. Ein Lesebändchen fehlt auch diesmal wieder. Weiters hätte ein Glossar nicht geschadet. Nicht jeder wird sämtliche französische Ausdrücke kennen oder erkennen; Erklärungen dazu gibt es nicht. Das Namensverzeichnis ist unvollständig. Im Nachhinein wäre auch eine Art von Lebenslauf von Dreyfus und Piquart wünschenswert gewesen. Der Roman endet 1906; was danach mit Dreyfus oder Piquart passiert, muss sich der interessierte Leser selbst zusammensuchen. Gerade bei so wichtigen Personen, bei so einer Geschichte, wünscht man sich solche Begebenheiten erklärt. Interessant fand ich, dass Roman Polanski derjenige war, der Robert Harris auf die Geschichte brachte. Fazit: Militärisch gut konstruierter Fall der Affäre Alfred Dreyfus, beginnend mit 1894 - 1906. Die Sichtweise von Georges Piquart ist nachvollziehbar, perfekt und spannend erzählt. Es ist aber wirklich davor zu warnen, sich diesem Roman zu nähern, wenn man sich nicht in die französische (Armee)Geschichte einfinden möchte oder kann; der Roman bleibt und ist komplett auf die Armee abgestimmt. Auf alle Fälle hat Robert Harris hier ein Thema aufgegriffen, das kaum noch wer kennt bzw. so typisch ein Vorläufer für die weitere Entwicklung des Europa des 20. Jahrhunderts war. Alfred Dreyfus und Marie-Georges Piquart, werden mich noch lange Zeit begleiten. Viel Spaß!

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wie ein Thriller
von leseratte1310 am 07.11.2013
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Frankreich am Endes des 19. Jahrhunderts. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/1871 hatte Frankreich die dritte Republik. Das Elsass fiel an Deutschland. Die Niederlage in diesem Krieg ist noch nicht verwunden. Franzosen, die aus dem Elsass stammen, werden als deutschfreundlich diskriminiert. Antisemitismusmacht sich hier breit. Der Roman wird aus der... Frankreich am Endes des 19. Jahrhunderts. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/1871 hatte Frankreich die dritte Republik. Das Elsass fiel an Deutschland. Die Niederlage in diesem Krieg ist noch nicht verwunden. Franzosen, die aus dem Elsass stammen, werden als deutschfreundlich diskriminiert. Antisemitismusmacht sich hier breit. Der Roman wird aus der Sicht Marie-Georges Picquarts geschrieben. In dieser Zeit wird der Jude Alfred Dreyfus - aus dem Elsass stammend - wegen Landesverrates verurteilt. Picquart, der ebenfalls aus dem Elsass stammt und Offizier bei der französischen Armee beschäftigt war, ist ehrgeizig und hat sich von seinen Vorgesetzten einspannen lassen, den verurteilten Dreyfus bei der öffentlichen Degradierung zu begleiten. Kurz darauf wird Picquart die Leitung einer Abteilung des französischen Geheimdienstes, der Statistik-Abteilung, übertragen eingehend mit einer Beförderung zum Oberst. Die Aufgabe der Abteilung ist die militärische Aufklärung. Die Abteilung war auch daran beteiligt, die Beweise gegen Dreyfus zu sammeln. Bald stößt Picquart auf Dokumente, die ihn zu dem Schluss kommen lassen, dass Dreyfus unschuldig sein muss. Er ermittelt und hat bald einen anderen Verdächtigen, den Offizier Esterházy. Seine Vorgesetzen aber haben kein Interesse an der Aufklärung und bestehen darauf, dass Dreyfus der Schuldige ist. Je länger Picquart über die Angelegenheit nachdenkt, umso mehr gebietet ihm sein Gerechtigkeitssinn, die Sache aufzuklären und Dreyfus von jedem Verdacht zu befreien. Dabei geht er zwar geschickt vor, aber die Gegner sind zu übermächtig. Man schiebt ihn ab unter dem Vorwand, man benötigte jemand, der die Einheiten zuverlässig untersucht. Da er aber auch von Afrika aus weitermacht, wird er auf ein Himmelfahrtkommando abkommandiert in der Hoffnung, dass sich damit alles erledigt. Da auch das nicht den gewünschten Erfolg bringt, wird er nach Paris zurück beordert. Hier sieht er sich immer neuen Anschuldigungen ausgesetzt. Schließlich wird im der Prozess gemacht und er landet im Gefängnis. Obwohl die Armee alles daran setzt, eine Aufklärung der Geschichte zu verhindern, wobei sie nicht davor zurückschreckt, zu lügen und zu betrügen, indem Beweise gefälscht werden, hat auch Picquart seine Unterstützer. Doch es dauert Jahre, bis die Wahrheit aufgedeckt wird und sowohl Dreyfus als auch Picquart rehabilitiert werden. Picquart stecktze während der ganzen Zeit in einer schwierigen Situation. Einerseits war er als Offizier dem Militär zum absoluten Gehorsam verpflichtet, andererseits hatte er ein ausgeprägtes Ehrgefühl und Gerechtigkeitssinn. Da das nicht miteinander vereinbar war, musste er eine Entscheidung treffen. Er hat sie getroffen ohne Rücksicht darauf, was mit ihm selbst passiert. Gerade die jetzige Zeit zeigt es wieder, wie schwer es ist, die Verpflichtung seinem Land gegenüber mit seinem Gewissen zu vereinbaren. Auch sieht man, wohin es führt, wenn Menschengruppen diskriminiert werden und welche Macht die Presse hat. Das Buch ist äußerst spannend und kann mit jedem Thriller mithalten. Man erfährt viel über das Leben in jener Zeit. Dieses Buch kann man nur empfehlen.

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spannend wie ein Thriller
von leseratte1310 am 07.11.2013
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Frankreich am Endes des 19. Jahrhunderts. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/1871 hatte Frankreich die dritte Republik. Das Elsass fiel an Deutschland. Die Niederlage in diesem Krieg ist noch nicht verwunden. Franzosen, die aus dem Elsass stammen, werden als deutschfreundlich diskriminiert. Antisemitismusmacht sich hier breit. Der Roman wird aus der... Frankreich am Endes des 19. Jahrhunderts. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/1871 hatte Frankreich die dritte Republik. Das Elsass fiel an Deutschland. Die Niederlage in diesem Krieg ist noch nicht verwunden. Franzosen, die aus dem Elsass stammen, werden als deutschfreundlich diskriminiert. Antisemitismusmacht sich hier breit. Der Roman wird aus der Sicht Marie-Georges Picquarts geschrieben. In dieser Zeit wird der Jude Alfred Dreyfus - aus dem Elsass stammend - wegen Landesverrates verurteilt. Picquart, der ebenfalls aus dem Elsass stammt und Offizier bei der französischen Armee beschäftigt war, ist ehrgeizig und hat sich von seinen Vorgesetzten einspannen lassen, den verurteilten Dreyfus bei der öffentlichen Degradierung zu begleiten. Kurz darauf wird Picquart die Leitung einer Abteilung des französischen Geheimdienstes, der Statistik-Abteilung, übertragen eingehend mit einer Beförderung zum Oberst. Die Aufgabe der Abteilung ist die militärische Aufklärung. Die Abteilung war auch daran beteiligt, die Beweise gegen Dreyfus zu sammeln. Bald stößt Picquart auf Dokumente, die ihn zu dem Schluss kommen lassen, dass Dreyfus unschuldig sein muss. Er ermittelt und hat bald einen anderen Verdächtigen, den Offizier Esterházy. Seine Vorgesetzen aber haben kein Interesse an der Aufklärung und bestehen darauf, dass Dreyfus der Schuldige ist. Je länger Picquart über die Angelegenheit nachdenkt, umso mehr gebietet ihm sein Gerechtigkeitssinn, die Sache aufzuklären und Dreyfus von jedem Verdacht zu befreien. Dabei geht er zwar geschickt vor, aber die Gegner sind zu übermächtig. Man schiebt ihn ab unter dem Vorwand, man benötigte jemand, der die Einheiten zuverlässig untersucht. Da er aber auch von Afrika aus weitermacht, wird er auf ein Himmelfahrtkommando abkommandiert in der Hoffnung, dass sich damit alles erledigt. Da auch das nicht den gewünschten Erfolg bringt, wird er nach Paris zurück beordert. Hier sieht er sich immer neuen Anschuldigungen ausgesetzt. Schließlich wird im der Prozess gemacht und er landet im Gefängnis. Obwohl die Armee alles daran setzt, eine Aufklärung der Geschichte zu verhindern, wobei sie nicht davor zurückschreckt, zu lügen und zu betrügen, indem Beweise gefälscht werden, hat auch Picquart seine Unterstützer. Doch es dauert Jahre, bis die Wahrheit aufgedeckt wird und sowohl Dreyfus als auch Picquart rehabilitiert werden. Picquart stecktze während der ganzen Zeit in einer schwierigen Situation. Einerseits war er als Offizier dem Militär zum absoluten Gehorsam verpflichtet, andererseits hatte er ein ausgeprägtes Ehrgefühl und Gerechtigkeitssinn. Da das nicht miteinander vereinbar war, musste er eine Entscheidung treffen. Er hat sie getroffen ohne Rücksicht darauf, was mit ihm selbst passiert. Gerade die jetzige Zeit zeigt es wieder, wie schwer es ist, die Verpflichtung seinem Land gegenüber mit seinem Gewissen zu vereinbaren. Auch sieht man, wohin es führt, wenn Menschengruppen diskriminiert werden und welche Macht die Presse hat. Das Buch ist äußerst spannend und kann mit jedem Thriller mithalten. Man erfährt viel über das Leben in jener Zeit. Dieses Buch kann man nur empfehlen.

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Neuer Blickwinkel
von einer Kundin/einem Kunden am 20.12.2013
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Robert Harris betrachtet die Affäre Dreyfus aus einem neuen Blickwinkel, nämlich aus dem des damaligen Geheimdienstchefs Picqard, welcher als einer der wenigen den Unschuldsbeteuerungen von Dreyfus Glauben schenkte. Allerdings prompt mit seinen Ermittlungen im Fadenkreuz jener politischen Kreise landet, welche das Ganze angezettelt haben. Wie immer bei Harris, blendend... Robert Harris betrachtet die Affäre Dreyfus aus einem neuen Blickwinkel, nämlich aus dem des damaligen Geheimdienstchefs Picqard, welcher als einer der wenigen den Unschuldsbeteuerungen von Dreyfus Glauben schenkte. Allerdings prompt mit seinen Ermittlungen im Fadenkreuz jener politischen Kreise landet, welche das Ganze angezettelt haben. Wie immer bei Harris, blendend recherchiert, der Leser wird mit den Hintergründen der damaligen Zeit bestens vertraut gemacht.

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Stimmiges Paket
von einer Kundin/einem Kunden am 28.11.2013
Bewertetes Format: Hörbuch (CD)

Das Hörbuch ist relativ stark-, aber gekonnt gekürzt. Ohne das Buch gelesen zu haben, hatte ich nicht den Eindruck, handlungsrelevante Passagen verpasst zu haben. Großartig, wie Harris historische Fakten und Fiktion vermengt und daraus einen sehr plausiblen, nachvollziehbaren Plot kreiert, noch dazu den damaligen Akteuren Persönlichkeit einhaucht. Feinsinnig auch... Das Hörbuch ist relativ stark-, aber gekonnt gekürzt. Ohne das Buch gelesen zu haben, hatte ich nicht den Eindruck, handlungsrelevante Passagen verpasst zu haben. Großartig, wie Harris historische Fakten und Fiktion vermengt und daraus einen sehr plausiblen, nachvollziehbaren Plot kreiert, noch dazu den damaligen Akteuren Persönlichkeit einhaucht. Feinsinnig auch der Kunstgriff, die Geschichte aus der Sicht des Oberstleutnant Picquart zu schildern, eine Hintergrundfigur, der eine Schlüsselrolle im Aufklärungsprozess zukam. Obwohl es im Buch um die Aufdeckung eines politischen Skandals geht, kann man den gut strukturierten Geschehnissen relativ leicht folgen. Da es um eine historische Begebenheit geht, begleiten wir den Erzähler durch das Ende des 19.ten Jahrhunderts - wovon man aber zumindest in der Hörbuchfassung relativ wenig merkt, da die Verschwörung im Vordergrund steht und Harris auf ausgiebige Detailschilderungen von Äußerlichkeiten verzichtet. Wer sich also einen satten klassischen Schmöker wie Gordons Medikus oder Folletts Säulen der Erde vorstellt, ist hiermit falsch beraten. Dies ist mehr Detektiv- und Verschwörungsthriller als Epos. Sprecher ist übrigens Hannes Jaennicke. der sich nach einem etwas holperigen Start recht gut in die Sprecherrolle einfindet. Die Stimme ist gewöhnungsbedüftig mit Betonung an ungewohnten Stellen, und außerdem wird nicht jedes Küchenradio dem stellenweise durchschimmernden Bass standhalten, aber insgesamt ist es solide und angenehm gelesen.

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