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Jeder stirbt für sich allein

Roman

(3)
»Das beste Buch, das je über den deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus geschrieben wurde.«
Primo Levi

»Ein literarisches Grossereignis.«
The New York Times

Ein einzigartiges Panorama des Berliner Lebens in der Nazizeit: Hans Falladas eindrückliche und berührende Darstellung des Widerstands der kleinen Leute avanciert rund sechzig Jahre nach der Entstehung zum internationalen Publikumserfolg. Jetzt erscheint erstmals die ungekürzte Fassung nach dem bislang unveröffentlichten Originalmanuskript.

Ein Berliner Ehepaar wagte einen aussichtslosen Widerstand gegen die Nazis und wurde 1943 hingerichtet. Von ihrem Schicksal erfuhr Hans Fallada aus einer Gestapo-Akte, die ihm durch den Dichter und späteren Kulturminister Johannes R. Becher in die Hände kam. Fieberhaft schrieb Fallada daraufhin im Herbst 1946 in weniger als vier Wochen seinen letzten Roman nieder und schuf ein Panorama des Lebens der „normalen“ Leute im Berlin der Nazizeit: Nachdem ihr Sohn in Hitlers Krieg gefallen ist, wollen Anna und Otto Quangel Zeichen des Widerstands setzen. Sie schreiben Botschaften auf Karten und verteilen sie in der Stadt. Die stillen, nüchternen Eheleute träumen von einem weitreichenden Erfolg und ahnen nicht, dass Kommissar Escherich ihnen längst auf der Spur ist. – Diese Neuausgabe präsentiert Falladas letzten Roman erstmals in der ungekürzten Originalfassung und zeigt ihn rauer, intensiver, authentischer. Ergänzt wird der Text durch ein Nachwort, Glossar und Dokumente zum zeithistorischen Kontext.

»Der Erfolg von ›Jeder stirbt für sich allein‹ zeigt, dass das Schwarzweissbild der Hitlerjahre endlich einer nuancierten Wahrnehmung weicht.« F. A. Z.

Portrait
Rudolf Ditzen alias HANS FALLADA (1893–1947), zwischen 1915 und 1925 Rendant auf Rittergütern, Hofinspektor, Buchhalter, zwischen 1928 und 1931 Adressenschreiber, Annoncensammler, Verlagsangestellter, 1920 Roman-Debüt mit "Der junge Goedeschal“. Der vielfach übersetzte Roman "Kleiner Mann – was nun?" (1932) machte Fallada weltberühmt. Sein letztes Buch, „Jeder stirbt für sich allein“ (1947), avancierte rund sechzig Jahre nach Erscheinen zum internationalen Bestseller. Weitere Werke u. a.: »Bauern, Bonzen und Bomben« (1931), »Wer einmal aus dem Blechnapf frisst« (1934), »Wolf unter Wölfen« (1937), »Der eiserne Gustav« (1938).
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 627, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 21.03.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783841200785
Verlag Aufbau digital
Abbildungen mit 12 Abbildungen
Verkaufsrang 3.614
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Kundenbewertungen


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"Wahre Weltliteratur!"
von einer Kundin/einem Kunden am 20.05.2011

Man hat ja schon einige Bücher über dieses schreckliche Kapitel der deutschen Geschichte gelesen. Hans Falladas Roman über den Widerstand der kleinen Leute im Berlin der Nazizeit gehört sicher zu den beeindruckendsten und bewegendsten Werken überhaupt. Übrigens: ich bin äußerst froh darüber, dass ich diese nicht nur inhaltlich gewichtige... Man hat ja schon einige Bücher über dieses schreckliche Kapitel der deutschen Geschichte gelesen. Hans Falladas Roman über den Widerstand der kleinen Leute im Berlin der Nazizeit gehört sicher zu den beeindruckendsten und bewegendsten Werken überhaupt. Übrigens: ich bin äußerst froh darüber, dass ich diese nicht nur inhaltlich gewichtige Werk als Ebook auf meinem Oyo lesen kann....

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Fesselnde Zeitgeschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Wadersloh am 10.02.2014

Wenn man dieses Buch gelesen hat,ist man dankbar nicht in jener Zeit in diesem Land gelebt zu haben. Trotz einiger überzogen dargestellter Charaktere ein starker Roman aus einer dunklen Epoche. Das Buch macht zu Recht nachdenklich!

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Jeder stirbt für sich allein
von Kerstin Hirth aus Coesfeld am 29.05.2011

Hans Fallada erzählt die wahre Geschichte des Ehepaares Quangel im 2. Weltkrieg. Die Quangels haben ihren Sohn im Krieg verloren, woraufhin sich die bis dahin unpolitischen Eltern im Widerstand engagieren. Auf anonymen Postkarten rufen sie zum Widerstand gegen Hitler auf. Sie wurden von der Gestapo verhaftet, gequält, gefoltert und... Hans Fallada erzählt die wahre Geschichte des Ehepaares Quangel im 2. Weltkrieg. Die Quangels haben ihren Sohn im Krieg verloren, woraufhin sich die bis dahin unpolitischen Eltern im Widerstand engagieren. Auf anonymen Postkarten rufen sie zum Widerstand gegen Hitler auf. Sie wurden von der Gestapo verhaftet, gequält, gefoltert und bezahlten am Ende den Widerstand mit ihrem Leben. Fallada schrieb den Roman im Jahre 1945 nach den Aufzeichnungen einer ihm zugespielten Gestapo-Akte. Ein beklemmendes aber zeitlos aktuelles und sehr nachdenklich machendes Werk

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Unglaublich, aber WAHR!
von einer Kundin/einem Kunden am 02.04.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Das Ehepaar Anna und Otto Quangel die ihren Sohn im Krieg verlieren starten ihren "eigenen" Wiederstand! Karten mit kleinen gefährlichen Botschaften werden in der gesamten Stadt verteilt bis man ihnen auf die Spur kommt. Ein Buch das den Leser anregt über das Thema Menschlichkeit und Menschenrecht nachzudenken! Sprachlich anspruchsvoll und beeindruckend... Das Ehepaar Anna und Otto Quangel die ihren Sohn im Krieg verlieren starten ihren "eigenen" Wiederstand! Karten mit kleinen gefährlichen Botschaften werden in der gesamten Stadt verteilt bis man ihnen auf die Spur kommt. Ein Buch das den Leser anregt über das Thema Menschlichkeit und Menschenrecht nachzudenken! Sprachlich anspruchsvoll und beeindruckend wird hier eine Geschichte erzählt die unter die Haut geht!

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von einer Kundin/einem Kunden am 13.06.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein sehr bewegendes Buch über den Widerstand der kleinen Leute im Dritten Reich, das durch seine einfache Erzählweise und Ehrlichkeit besticht. Einfach genial geschrieben!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Berlin in der Nazizeit. Wiederstand zwecklos. Taurig und wahr und unter die Haut gehend. Lese-Must.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein bisher unpolitisches Ehepaar verliert seinen Sohn im Krieg. Sie üben auf naive Weise Widerstand, ohne Erfolg. Fallada Schilder auf beklemmende Weise den Alltag im Krieg.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Der Klassiker über den Widerstand ist zeitlos und aktuell wie nie und ein wichtiges Geschichtsdokument - in jedem Fall lesenswert!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein absoluter Klassiker der auf einer wahren Begebenheit beruht. Muss man gelesen haben.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Schon vom Tod gezeichnet, verfasst Fallada sein letztes Werk, das eine eigene Wirkungsgeschichte hat und zur Pflichtlektüre erhoben werden sollte. Absolut lesenswert!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Anna und Otto Quangel setzen nach dem Tod ihres Sohnes ein Zeichen und gehen in den Widerstand im Nazi-Deutschland. Mutig!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Beeindruckendes Buch über Widerstand im Dritten Reich. Nicht über die bekannten Bewegungen oder Attentäter. Es geht um die kleinen Leute, deren Gewissen ein Mitläufertum verbietet.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Faszinierender Roman über den Widerstand "kleiner Leute" in Berlin während des Terror Regimes der Nazis. Großartige Literatur!

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Im Namen des deutschen Volkes
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 09.01.2015
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Berlin, 1940. Das Leben für die Menschen ist schwer. Zwar liegt die Stadt noch nicht so in Trümmern, wie sie es im späteren Verlauf des Krieges tun wird, zwar ist in vielen Köpfen noch die Hoffnung auf einen baldigen Frieden, aber dennoch ist der Alltag von vielen Ängsten und... Berlin, 1940. Das Leben für die Menschen ist schwer. Zwar liegt die Stadt noch nicht so in Trümmern, wie sie es im späteren Verlauf des Krieges tun wird, zwar ist in vielen Köpfen noch die Hoffnung auf einen baldigen Frieden, aber dennoch ist der Alltag von vielen Ängsten und Sorgen bestimmt. Der Krieg allein fordert ja schon seine Opfer. Mütter verlieren ihre Söhne, Frauen ihre Ehemänner an der Front. Aber das NS-Regime sorgt dafür, dass die Angst zum täglichen Leben gehört. Fast jeder muss befürchten, schon beim geringsten Anlass Bekanntschaft mit der Gestapo zu machen. Die Folgen dieser beständigen Einschüchterung sind unter anderem gegenseitiges Misstrauen, Bespitzelung und Verrat. Otto und Anna Quangel sind im Herzen auch keine Nazis, versuchen aber – so wie die meisten Menschen – irgendwie mitzuschwimmen, um einfach zu überleben. Zwar finden sie es ungerecht, wie schlecht beispielsweise die alte Jüdin in der Nachbarschaft behandelt wird, aber dagegen machen kann man ja leider nichts. Immerhin sind beide bislang nicht der Partei beigetreten, Anna versieht aber neben ihrer Hausarbeit pflichtschuldig ihren Dienst in der Frauenschaft. Otto arbeitet als Werkmeister in einer großen Möbelfabrik und leidet still darunter, dass er nicht mehr wie früher feinste Tischlerarbeiten und Einzelanfertigungen herstellt, sondern Bombenkisten und Särge in Massenproduktion. Alles ändert sich schlagartig, als sie eines Tages die Nachricht erhalten, dass ihr einziger Sohn gefallen ist. In der großen Trauer stellen sie ihr bisheriges Leben in Frage. Dieser Krieg – ist der eigentlich wirklich richtig? Auch Trudel, die Verlobte ihres Sohnes, trägt sich mit solchen Gedanken. Aber kann man denn überhaupt irgendetwas tun? Macht es überhaupt Sinn, sein Leben zu riskieren? Otto und Anna Quangel beginnen, Postkarten zu schreiben. Postkarten, mit offenen Aufrufen zum Widerstand. Diese verteilen sie in der Stadt. Natürlich ist die Gestapo gleich auf der Jagd nach dem unbekannten Schreiber. Ein aussichtsloser Kampf ist es, den die Quangels begonnen haben, ein Kampf, den sie nur verlieren können. Und doch wird die Jagd über zwei Jahre lang dauern… Puh, hier habe ich ein Buch beendet, das mir ganz schön zugesetzt hat. Es ist nicht einfach, das Leben und Wirken von Menschen zu verfolgen, die einem immer mehr ans Herz wachsen, wenn man schon vorher weiß, dass sie auf ein furchtbares Ende zusteuern. An manchen Abenden las ich mit starkem Herzklopfen… Immer wieder musste ich mich fragen, was ich selbst getan hätte. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob ich den Mut zum Widerstand aufgebracht hätte. Um heute dem ewiggestrigen Nachbarn oder Kollegen zu sagen, was man von seinen Ansichten zum Thema Asylpolitik hält, braucht man nur ein bisschen Zivilcourage. Und den „Bürgern“, die gegen die „Islamisierung des Abendlandes“ wettern, kann man schon dadurch begegnen, indem man an allen Stellen, an denen sie vorbeiziehen, die Lichter ausmacht. Damals sah das ganz anders aus, da riskierte man mit solchen Aktionen schon sein Leben. Und dann dieses Gefühl, niemandem trauen zu können! In dem Buch verfolgen wir nicht nur das Schicksal der Quangels, Fallada lässt uns auch am Leben verschiedenster anderer Menschen teilhaben. Sehr interessante Charaktere lernen wir dabei kennen. Da gibt es zum Beispiel einen alten Nachbarn, der einen heimlichen Widerstand leistet. Es gibt die alte Jüdin Rosenthal – dass es für sie ein schlimmes Ende geben wird, wird niemanden überraschen. Es gibt eine kleine kommunistische Zelle, einen sehr engagierten Geistlichen und es gibt die andere Seite, beispielsweise einen Gestapo-Kommissar. Ich würde nicht so weit gehen zu sagen, dass er einem sympathisch wird, aber es ist interessant zu sehen, unter welchem Druck auch ein solcher Mann steht, wie auch er eingeschüchtert wird. Oder der alte Mann, treuer Parteianhänger, der immer so stolz auf seine sämtlich zur SS gehörenden Söhne war – und der eine ganz böse Quittung dafür bekommt. Nicht zu vergessen auch Eva Kluge, vom Schicksal gebeutelte Postbotin, für die ihre Söhne immer das Beste in ihrem Leben waren. Und nun muss sie erleben, dass einer von ihnen im Dienst der SS furchtbare Gräueltaten vollbringt. Manche Kapitel erscheinen unerträglich in ihrer Grausamkeit. Gestapo-Verhöre, Misshandlungen durch die SS, die Situation der Inhaftierten. Und zeitgleich Gespräche und Aussagen der Täter, die sich ja so dermaßen im Recht sahen. Nicht weniger ans Herz gehen die Gespräche und Gedanken auf der anderen Seite. Wir sind bei den Gefangenen und Misshandelten, leiden ihre Qualen und Ängste mit. Die Ängste, nicht nur um das eigene Leben, sondern auch um das der Angehörigen. Zu lesen, wie die Quangels sehenden Auges weiterkämpften, war wirklich heftig. Wichtig, sowohl für die Glaubwürdigkeit als auch für die Möglichkeit der Identifikation fand ich auch, dass die Quangels (und ebenso andere Charaktere) keine Menschen sind, die „immer schon“ gut waren. Im Gegenteil gehörten sie lange Zeit zur schweigenden Masse, waren angepasst und hatten sogar irgendwann mal Hitlers Versprechungen geglaubt. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, so dass die 700 Seiten sich trotz schweren Themas schnell weglesen lassen. Im Anhang findet sich ein Glossar, das all die Begriffe, die für die Menschen der damaligen Zeit zum Alltag gehörten, erklärt. Es gibt Gestapo-Fotos von Otto und Elise Hampel. Das Ehepaar wurde 1943 hingerichtet und Hans Fallada richtete seinen Roman nach ihrem Wirken aus. Es gibt ein Foto des Prozessakteneintrags „Betrifft: Vollstreckung des Todesurteils“ und Abdrucke zweier von den Hampels geschriebener Postkarten mit Fundortvermerk der Gestapo und ein Bild der „Berliner Gedenktafel“ für das Ehepaar. Ferner gibt es biographische Daten zu Hans Fallada und ein sehr detailliertes und umfangreiches Nachwort, das die Bedeutung der jetzt erstmals erschienenen ungekürzten Originalfassung, so wie sie der Autor ursprünglich bringen wollte, zeigt. Präzise wird berichtet, wie sich die nun erschienene Fassung von der unterscheidet, die 1946 herauskam und seitdem immer wieder neu aufgelegt wurde. Ein Kapitel ist erstmalig vollständig enthalten! Auch dies sehr interessant und ich könnte mir vorstellen, dass es für Kenner der alten Ausgabe lohnend ist, sich noch mal mit dem Original zu befassen. Das Nachwort wird ebenfalls durch Fotos - beispielsweise der ersten Seiten des Satztyposkripts, auf dem dieser Roman basiert - ergänzt. Fazit: Ein einfach großartiges Buch, das sich jeder einmal im Leben antun sollte

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Großartig
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 29.12.2014
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Ich habe einmal als Jugendliche eine Verfilmung des Romans gesehen. Und seitdem verfolgt mich die Frage, ob es legitim ist, Widerstand zu leisten, wenn das Risiko besteht, dass Unschuldige der Tat verdächtigt und hingerichtet werden. Ich habe für mich noch keine Antwort auf diese Frage gefunden. Umso mehr habe ich... Ich habe einmal als Jugendliche eine Verfilmung des Romans gesehen. Und seitdem verfolgt mich die Frage, ob es legitim ist, Widerstand zu leisten, wenn das Risiko besteht, dass Unschuldige der Tat verdächtigt und hingerichtet werden. Ich habe für mich noch keine Antwort auf diese Frage gefunden. Umso mehr habe ich mich gefreut, als das Buch endlich in der originalen Fassung erschienen ist. Auf einer wahren Begebenheit beruhend (mit einer wenig literarischer Freiheit "bearbeitet") schildert das Buch die Lebensgeschichte eines Ehepaares, dessen Sohn an der Ostfront stirbt. Die - sehr einfachen und schlichten - Menschen beschließen darauf, Feldpostkarten mit Aufrufen zum Widerstand zu verteilen. Alleine der Konflikt zwischen dem Ehepaar wird von Fallada großartig und sehr glaubwürdig geschildert. Das Leben in einer Zeit, in der jeder jeden bespitzelt, in der man jedem misstrauen muss und jedes Wort gefährlich sein kann, wird anschaulich und realitätsnah geschildert. Kleine Emporkömmlinge, die ihre Chancen wittern und zum Schaden anderer Menschen nutzen, Mitläufer, aber auch anständig gebliebene, die im Rahmen ihrer bescheidenen Möglichkeiten helfen... Das ist der Kosmos, in dem das Ehepaar Quangel lebt. Am Ende muss das Ehepaar erkennen, dass die meisten Postkarten gar nicht in Umlauf gerieten, sondern sofort aus Angst oder Regimetreue von den Findern abgegeben wurden. Ein Ungeschick, ein Versehen ist es, das die beiden am Ende entlarvt und überführt. Der Prozess vor dem Volksgerichtshof ist eine Farce - eindringlich geschildert in all seiner Bösartigkeit und fehlenden Fairness. Das Buch ist meines Wissens die einzigen (literarische) Schilderung von Menschen, die unpolitisch und unorganisiert Widerstand geleistet haben - nicht die intellektuellen Studenten, sondern einfache Leute, die aus einem Gefühl des Anstandes heraus erkannten, dass dieses Regime falsch ist und im Rahmen ihrer bescheidenen Möglichkeiten Widerstand leisteten, wo und wie es ihnen möglich war. Dass das Buch auf einer wahren Geschichte beruht, macht es beim Lesen so tragisch. Die beste Szene ist aus meiner Sicht die Konfrontation Anna Quangels mit der Frau des Funktionärs, mit der Anna Quangel sich aus der NS-Organisation "ausschließt". Dieser Dialog, der meines Wissens in der gekürzten Fassung nicht enthalten war, ist so entlarvend, dass man sich nicht mehr die Frage stellt, wie eine so einfache Frau wie Anna Quangel so raffiniert vorgehen kann.

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Bewegend aber ohne Pathos
von einer Kundin/einem Kunden am 25.02.2013
Bewertetes Format: Medium: Hörbuch (CD)

Diese Rezension bezieht sich auf die Hörbuch-Version des Romans, gelesen von Ulrich Noethen. Die Handlung gebe ich hier nicht wieder, weil sie sich woanders nachlesen lässt. Hans Fallada ist es gelungen, ohne kitschiges Pathos ("Neue Sachlichkeit") ein sehr ergreifendes und detailliertes Bild von Menschen im inneren und äußeren Widerstand... Diese Rezension bezieht sich auf die Hörbuch-Version des Romans, gelesen von Ulrich Noethen. Die Handlung gebe ich hier nicht wieder, weil sie sich woanders nachlesen lässt. Hans Fallada ist es gelungen, ohne kitschiges Pathos ("Neue Sachlichkeit") ein sehr ergreifendes und detailliertes Bild von Menschen im inneren und äußeren Widerstand gegen die Nazi-Diktatur zu zeichnen, das ich in dieser Intensität bisher nicht kannte. Die Sprache des Erzählers wie der Figuren ist umgangssprachlich, rau und lapidar, und die Hauptfiguren werden nicht als die schönen und guten Romanhelden überzeichnet. So entsteht ein Bild von Durchschnittsmenschen, die ihren ganz normalen Anstand, leider gepaart mit einer naiven Art des verzweifelten Widerstands, mit einem grausamen und traurigen Schicksal bis zum Tod im Gestapo-Gefängnis bezahlen. Die Schilderungen von Ereignissen und Situationen ist dabei zum Teil sehr detailliert, was die Erzählung aber keineswegs langweilig macht; im Gegenteil, die Bilder, die gezeichnet werden, werden dadurch nur schärfer und ergreifender, fast bis zur Unerträglichkeit. Wer sich einmal in die Zeit des Polizeistaats in der Nazi-Diktatur hineinversetzen will, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Allerdings sollte man es nicht bei zu schlechter Laune lesen/hören. Die Hörbuchversion von Ulrich Noethen finde ich sehr gelungen, weil er die Sprache des Buchs (einschließlich des Berlinerisch einiger Figuren) sehr stimmig und passend wiedergibt.

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Elise und Otto Hampel leisten Widerstand
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 13.10.2012
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Diese Neuausgabe des Romans "Jeder stirbt für sich allein" beruht auf dem Originalmanuskript von 1947. Im Anhang machen mir die Fotos nachdrücklich klar, daß diesem Roman ein wirklicher Fall zu Grunde liegt. Das Berliner Ehepaar Elise und Otto Hampel verteilte in der Nazizeit handgeschriebene Postkarten in Treppenhäusern. Sie hoffen,... Diese Neuausgabe des Romans "Jeder stirbt für sich allein" beruht auf dem Originalmanuskript von 1947. Im Anhang machen mir die Fotos nachdrücklich klar, daß diesem Roman ein wirklicher Fall zu Grunde liegt. Das Berliner Ehepaar Elise und Otto Hampel verteilte in der Nazizeit handgeschriebene Postkarten in Treppenhäusern. Sie hoffen, etwas gegen Hitler ausrichten zu können, geraten aber schneller, als gedacht, in den Blickwinkel der Gestapo. Diese Neuausgabe wurde zum Überraschungserfolg in den USA!

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Widerstand des kleinen Mannes!
von einer Kundin/einem Kunden am 16.04.2012
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Fallada hat hier eine Hommage an den kleinen Mann und seinen Widerstand gegen die Nazis geschrieben. Anna und Otto Quangel haben ihren Sohn früh im sinnlosen Krieg verloren. Nach der großen Trauer, kommt die Wut und Otto schmiedet einen Plan. Er schreibt Botschaften die das System entlarven auf Postkarten... Fallada hat hier eine Hommage an den kleinen Mann und seinen Widerstand gegen die Nazis geschrieben. Anna und Otto Quangel haben ihren Sohn früh im sinnlosen Krieg verloren. Nach der großen Trauer, kommt die Wut und Otto schmiedet einen Plan. Er schreibt Botschaften die das System entlarven auf Postkarten und verteilt sie in der Stadt.Das Leben der kleinen Leuten im Berlin der Nazis wird minuziös geschildert. Die Sprache ist präzise, die Schicksale sind berührend und die Absurdität des Systems wird grandios belegt. Ein absolutes Muss! Eins der besten Bücher über Nazi-Deutschland!

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Jeder stirbt für sich allein. Ein alter Klassiker, unbedingt lesen.!
von Gisela Busemann aus Leer (Ostfriesland) am 14.04.2012
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Wer kennt ihn nicht den Klassiker von Hans Fallada „Jeder stirbt für sich allein“ der in über 3o Sprachen übersetzt wurde. Die Geschichte des Widerstandes kleiner Leute im dritten Reich. Ich brauche nicht näher auf den Inhalt einzugehen, denn jeder interessierte ältere Leser kennt den Kampf gegen das... Wer kennt ihn nicht den Klassiker von Hans Fallada „Jeder stirbt für sich allein“ der in über 3o Sprachen übersetzt wurde. Die Geschichte des Widerstandes kleiner Leute im dritten Reich. Ich brauche nicht näher auf den Inhalt einzugehen, denn jeder interessierte ältere Leser kennt den Kampf gegen das Naziregime des stillen einfachen Ehepaares Quangel in Berlin, deren einziger Sohn im Krieg für das Vaterland gefallen ist. Sie verteilen Zettel und Karten um auf das Unrechtsregime aufmerksam zu machen. Es ist für sie die einzige Möglichkeit vor sich selbst zu bestehen. Sie verfolgen ihr Ziel mit aller Konsequenz und so wurden sie 1943 zum Tode verurteilt und hingerichtet. Die Geschichte basiert auf tatsächlichen Ereignissen. Der Dichter und spätere Kulturminister Johannes R. Becher hat Fallada die Möglichkeit gegeben, Einblick in die Gestapo-Akten zu nehmen. Aber auch jungen Lesern, die sich für die deutsche Geschichte interessieren möchte ich dieses Werk ans Herz legen. Die ungekürzte Originalfassung ist in der ganzen Ausführung, intensiver, authentischer und auch ein wenig rauer in der ganzen Wortwahl. Es war mir persönliche eine große Freude, diese Geschichte nach so langer Zeit wieder zu lesen.

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Pflichtlektüre!
von Ute Habel aus Ulm am 14.04.2012
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Minutiös und sehr detailgenau aufgezeichnetes Dokument um Spitzeltum, Zivilcourage, Mut und Ohnmacht im Berlin der 40er Jahre. Das kann sich niemand ausdenken. Das ist tatsächlich passiert und Hans Fallada hat mit seinem opulenten Roman nach wahren Begebenheiten dafür gesorgt, dass wir davon erfahren. Unbedingt lesen!

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