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Kirschblüten und rote Bohnen

Roman

(15)
Sentaro ist gescheitert: Er ist vorbestraft, er trinkt zu viel, und sein Traum, Schriftsteller zu werden, ist unerfüllt geblieben. Stattdessen arbeitet er in einem Imbiss, der Dorayaki verkauft: Pfannkuchen, die mit einem süssen Mus aus roten Bohnen gefüllt sind. Tag für Tag steht er in dem Laden mit dem Kirschbaum vor der Tür und bestreicht lustlos Gebäck mit Fertigpaste. Bis irgendwann die alte Tokue den Laden betritt. Die weise, aber sichtlich vom Leben gezeichnete Frau kocht die beste Bohnenpaste, die man sich nur denken kann. Auch deshalb verändert die Begegnung mit ihr alles, denn Tokue lehrt Sentaro ihre Kunst. Wenig später wird Wakana, ein Mädchen aus schwierigen Verhältnissen, zur Stammkundin des Imbisses und schliesst Freundschaft mit Tokue und Sentaro. Doch die Welt meint es nicht gut mit den dreien …
›Kirschblüten und rote Bohnen‹ ist die Geschichte einer besonderen Freundschaft – melancholisch, ohne sentimental zu werden, berührend, ohne kitschig zu sein – und ein zärtlicher Roman, der uns im Glauben an die kleinen Dinge des Lebens bestärkt.
Rezension
»Der Roman überzeugt durch doppelbödige Dialoge und sich in der Idylle auftuende Abgründe. […] Die Dinge erhalten in Sukegawas küchenphilosophischem Roman erst durch den Blick des Menschen auf sie und die Wertschätzung der Ingredienzen des Alltags durch sie ihre Sinnhaftigkeit. Aus fühlendem Leben entsteht illusionäres Sein.«
Steffen Gnam, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

»Das Buch ist wunderbar poetisch geschrieben, in leisen Tönen mit starken Bildern. […] Irgendwie macht dieser Mix aus Trauer und Trost, aus Kirschblüten und roten Bohnen glücklich.«
Annette König, SRF 2 - KULTUR KOMPAKT

»Kirschbäume, süsse Pfannkuchen mit Bohnenmus und eine zarte Freundschaft – Durian Sukegawa verrührt diese Zutaten zu einem poetischen Japanroman, der auch zauberhaft verfilmt worden ist.«
Janis Voss, EMOTION

»Das ist ein merkwürdiger Sog, den Durian Sukegawas Sprache da entfaltet, die vornehmlich aus Dialogen besteht. Sie bringt uns natürlich der Psyche der Figuren sehr nah. […] Eine Erzählung, finde ich, die sehr anrührend ist.«
Rudolf Schmitz. HR2 KULTUR

»›Kirschblüten und rote Bohnen‹ ist die Geschichte einer besonderen Freundschaft – melancholisch, ohne sentimental zu werden, berührend, ohne kitschig zu sein – und ein zärtlicher Roman, der uns im Glauben an die kleinen Dinge des Lebens bestärkt.«
BUCHMAGAZIN

»Manchmal kommen wundervolle Bücher von ganz woanders her und erzählen von etwas exotischen Dingen und von anderen, die einem sehr vertraut sind.«
Oliver Fründt, BÜCHERGILDE BUCHHANDLUNG FRANKFURT

»Liebevoll-melancholische Momentaufnahme.«
Ulrike Dansauer, EKZ

»Die kleinen Momente Leben, das Glück trotz widriger Umstände zelebrieren und die Vergänglichkeit stets vor Augen haben - all das lehrt dieses Buch in wunderbar ruhigen Worten.«
Friederike Krempin, JAPANLITERATUR

»Bezaubernd«
THALIA MAGAZIN
Portrait
Durian Sukegawa, geboren 1962, studierte an der Waseda Universität in Tokio Philosophie. Er schreibt Romane und Gedichte, ausserdem ist er in Japan als Schauspieler, Punkmusiker und Fernseh- sowie Radiomoderator bekannt. ›Kirschblüten und rote Bohnen‹ war ein japanischer Bestseller und wurde von Namo Kawase als Beitrag für Cannes 2015 verfilmt.
Ursula Gräfe, geboren 1956, hat in Frankfurt am Main Japanologie und Anglistik studiert. Aus dem Japanischen übersetzte sie u. a. den Nobelpreisträger Kenzaburō Ōe, ausserdem Yoko Ogawa und Hiromi Kawakami. Für DuMont überträgt sie die Romane Haruki Murakamis ins Deutsche.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 17.03.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-9812-1
Verlag DuMont Buchverlag
Maße (L/B/H) 192/125/25 mm
Gewicht 294
Originaltitel An
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 19.674
Buch (gebundene Ausgabe)
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„Eine wunderschöne, melancholische Geschichte mit tiefe“

Geraldine Chantal Daphne Dettwiler, Buchhandlung Basel

Da es unser Buch des Monats ist und ich die japanische Erzählkunst sehr mag (und natürlich extrem gerne rote Bohnenpaste esse! Mhh) kam ich nicht umhin in das Buch hineinzulesen.

In kurzen Kapiteln wird die Geschichte vom Imbisshändler Sentaro, der alten Dame Tokue und der Schülerin Wakana erzählt. Schon nach der ersten Seite war
Da es unser Buch des Monats ist und ich die japanische Erzählkunst sehr mag (und natürlich extrem gerne rote Bohnenpaste esse! Mhh) kam ich nicht umhin in das Buch hineinzulesen.

In kurzen Kapiteln wird die Geschichte vom Imbisshändler Sentaro, der alten Dame Tokue und der Schülerin Wakana erzählt. Schon nach der ersten Seite war ich im Bann der bittersüssen Geschichte.

Der Erzählstil ist sehr ruhig aber er vermag trotzdem tief im Innern zu berühren.

Dieses Büchlein ist mit so viel Liebe gestalten worden. Das rosafarbene Lesebändchen passt hervorragend zum Leineneinband. Das Motiv spiegelt den Inhalt der Geschichte perfekt wieder.

Eine wirklich, wirklich berührende Geschichte!

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
15 Bewertungen
Übersicht
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Still,poetisch,berührend
von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016

Ein japanischer Autor schafft es auf ruhige, poetischer Weise eine wunderbare Geschichte über Freundschaft, Vorurteile und Achtsamkeit gegenüber anderen zu schreiben,die mich berührt hat. Seine drei Protagonisten sind: Senturo,der gescheiterte Schriftsteller,der, um Schulden abzuarbeiten, einen kleinen Imbiss für "Dorayaki"-Pfannküchlein betreibt, Tokue,die alte Dame,die ihm erst lästig ist und dann seine Lehrmeisterin... Ein japanischer Autor schafft es auf ruhige, poetischer Weise eine wunderbare Geschichte über Freundschaft, Vorurteile und Achtsamkeit gegenüber anderen zu schreiben,die mich berührt hat. Seine drei Protagonisten sind: Senturo,der gescheiterte Schriftsteller,der, um Schulden abzuarbeiten, einen kleinen Imbiss für "Dorayaki"-Pfannküchlein betreibt, Tokue,die alte Dame,die ihm erst lästig ist und dann seine Lehrmeisterin (f.Bohnenmus u.a.) wird und Wakana,ein junges Mädchen,das es zu Hause wohl auch nicht ganz leicht hat... Wie Senturo und Tokue Freunde werden, wie der einsame Mann entdeckt, dass auch die Herstellung von süßem "Dorayaki"-Bohnenmus eine Kunst für sich ist und egal, was man tut, wenn man es mit Hingabe betreibt,es einen ausfüllen und stolz machen kann, das erzählt dieser kleine Roman aus einer anderen Kultur mit stiller Leidenschaft. Die alte Tokue hat ein Geheimnis,das (natürlich herauskommt und) sie ihr Leben lang stigmatisiert hat, aber es ist wunderbar zu lesen, wie sie mit liebevoller Beharrlichkeit den traurigen Senturo langsam dazu bringt, seinen Blick auf die Welt zu ändern. Auch die junge Wakana, die sich als Kundin des Imbisses, langsam mit in diese Freundschaft geschmuggelt hat,wird aus der Begegnung mit Tokue etwas Wichtiges für ihren weiteren Lebensweg mitnehmen,da bin ich mir sicher,auch wenn der Autor uns schlussendlich darüber nichts mehr veraten will.. Wie Kirschblüten und Bohnenmus für gefüllte Pfannkuchen aber genau zusammenhängen, das sollten Sie selber erfahren - diese warmherzige,atmosphärische,fast zen-artige Geschichte lohnt sich auf jeden Fall ! Die liebevolle Ausstattung vom Dumont-Verlag (Leineneinband mit Lesebändchen) sei übrigens auch noch erwähnt :-)

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Berührend und melancholisch
von Wuestentraum am 23.03.2016

Sentaro ist gescheitert: Er ist vorbestraft, er trinkt zu viel, und sein Traum, Schriftsteller zu werden, ist unerfüllt geblieben. Stattdessen arbeitet er in einem Imbiss, der Dorayaki verkauft: Pfannkuchen, die mit einem süßen Mus aus roten Bohnen gefüllt sind. Tag für Tag steht er in dem Laden mit dem... Sentaro ist gescheitert: Er ist vorbestraft, er trinkt zu viel, und sein Traum, Schriftsteller zu werden, ist unerfüllt geblieben. Stattdessen arbeitet er in einem Imbiss, der Dorayaki verkauft: Pfannkuchen, die mit einem süßen Mus aus roten Bohnen gefüllt sind. Tag für Tag steht er in dem Laden mit dem Kirschbaum vor der Tür und bestreicht lustlos Gebäck mit Fertigpaste. Bis irgendwann die alte Tokue den Laden betritt. Die weise, aber sichtlich vom Leben gezeichnete Frau kocht die beste Bohnenpaste, die man sich nur denken kann. Auch deshalb verändert die Begegnung mit ihr alles, denn Tokue lehrt Sentaro ihre Kunst. Wenig später wird Wakana, ein Mädchen aus schwierigen Verhältnissen, zur Stammkundin des Imbisses und schließt Freundschaft mit Tokue und Sentaro. Doch die Welt meint es nicht gut mit den dreien … ›Kirschblüten und rote Bohnen‹ ist die Geschichte einer besonderen Freundschaft – melancholisch, ohne sentimental zu werden, berührend, ohne kitschig zu sein – und ein zärtlicher Roman, der uns im Glauben an die kleinen Dinge des Lebens bestärkt. Sentaro arbeitet im Doraharu und verkauft dort täglich seine Dorayaki, die mit An, dem süßen Mus aus roten Bohnen gefüllt sind. Eines Tages erscheint eine alte Frau, Tokue, vor seinem Laden und möchte bei Sentaro arbeiten. Erst ist er vehement dagegen, stellt sich durch ihre Hartnäckigkeit gedrängt, aber dann doch ein. Er stellt fest, was für ein Glück es war, sie einzustellen, denn Tokue kocht ein An, welches so gut schmeckt, dass der Umsatz in die Höhe schnellt. Doch Tokue hat krumme Finger, und die Gäste, so scheint es, scheinen sich davon abgestoßen zu fühlen und bleiben nach und nach weg. Sentaro erfährt von Tokue, dass sie schon als 14-jährige Lepra bekam und in ein Sanatorium musste. Zu den zweien gesellt sich noch Wakana, ein 15-jähriges Mädchen, welches zu Hause Probleme hat, und freundet sich mit den beiden an. Dieser Roman schreibt über eine besondere Freundschaft dreier Menschen in ganz unterschiedlichem Alter, die es alle nicht leicht im Leben haben. Durian Sukegawa’s Schreibstil ist leicht und klar, so dass man über die Seiten fliegen kann. Die Geschichte ist liebevoll und respektvoll geschrieben. Es wird einiges über die Krankheit Lepra geschrieben, die Vorurteile und Ängste der Menschen, was wirklich interessant war. Die Ausgrenzung der Kranken, auch nachdem sie das Sanatorium verlassen durften, sind die meisten wieder zurückgekehrt. Tokue beschreibt sehr eindrucksvoll ihre Gefühle und dass sie sich in dem hohen Alter, in dem sie sich zu der Zeit befand, draußen kein neues Leben mehr aufbauen konnte. Wunderschöne Sätze werden in diesem Roman geschrieben, die einen berühren und zum Nachdenken anregen. Sich über Kleinigkeiten freuen zu können, und Hoffnung zu schöpfen, aus der Natur und dem „zuhören". Es wird verschiedenes japanisches Essen erwähnt, nicht nur die Dorayaki, welche Sentaro zubereitet. Was ich auch sehr toll fand, dass im Glossar die einzelnen japanischen Speisen genau erklärt werden. Und es wird ganz viel über Kirschblüten und Kirschbäume geschrieben, so dass ich diese wunderschöne Pracht immer vor Augen hatte. Mir haben die leisen Töne richtig gut gefallen, die zwischen den Zeilen philosophisch anmutenden Bemerkungen und Deutungen haben mich berührt und zum Nachdenken gebracht. Das Buch hat einige Emotionen und Stimmungen erzeugt, so dass es bei mir sicher noch eine Weile nachwallen wird. Ein zauberhaft geschriebener Roman, der einfach unter die Haut geht, melancholisch und berührend und der mir wunderschöne Lesestunden bereitet hat.

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Stiller Zauber
von Mikka Liest aus Hilter am Teutoburger Wald am 16.03.2016

Erstmal ein Wort zur Ausstattung: die deutsche Ausgabe ist ein liebevoll gestaltetes Hardcover-Büchlein mit Leineneinband, Klappbroschur und Lesebändchen. Die Titelillustrationen zeigen die drei Hauptcharaktere, Sentaro, Tokue und Wakana, und während sie auf der Vorderseite in eine unbestimmte Zukunft zu schauen scheinen, blicken sie auf der Rückseite den Leser direkt... Erstmal ein Wort zur Ausstattung: die deutsche Ausgabe ist ein liebevoll gestaltetes Hardcover-Büchlein mit Leineneinband, Klappbroschur und Lesebändchen. Die Titelillustrationen zeigen die drei Hauptcharaktere, Sentaro, Tokue und Wakana, und während sie auf der Vorderseite in eine unbestimmte Zukunft zu schauen scheinen, blicken sie auf der Rückseite den Leser direkt an. Die Farben sind zart und gedämpft, und das empfinde ich als sehr passend - denn auch inhaltlich ist es ein Buch der leisen Töne, das sich dem Leser nicht aufdrängt, sondern zum Innehalten und Nachspüren einlädt. Wie kann ich den Zauber des Buches erklären? Denn zauberhaft ist es in meinen Augen: melancholisch und dennoch voller wunderschöner, positiver Momente. Das liegt sicher vor allem an den Charakteren, die es alle nicht leicht im Leben hatten, damit völlig unterschiedlich umgehen und letztendlich in einer ungewöhnlichen, aber gerade dadurch tiefgründigen Freundschaft zusammenfinden. Sentaro ist in seiner Jugend auf die schiefe Bahn geraten und hat ein paar Jahre im Gefängnis absitzen müssen. Das ist lange her, aber er fühlt sich immer noch gefangen, denn Schulden und ein Gefühl der Verpflichtung fesseln ihn an seine Arbeit als Dorayaki-Bäcker, obwohl er immer von einem Leben als Schriftsteller geträumt hat. Als die alte Tokue sich als Aushilfe bewirbt, will er davon erst nichts wissen. Ihre zu Klauen verkrümmten Hände würden nur die Kunden abschrecken, glaubt er. Aber dann gibt sie ihm ihr selbstgemachtes An zu kosten - die rote Bohnenpaste, mit der man Dorayaki füllt -, und das ist für Sentaro eine wahre Offenbarung. Zum ersten Mal ahnt er, dass auch das Backen von Dorayaki ein edles Handwerk sein kann. Tokue spricht immer freundlich, strahlt eine unglaubliche Lebensweisheit und postive Einstellung aus, und doch verbirgt sich in ihrer Vergangenheit ein tragisches Schicksal, über das Sentaro und Wakana (und mit ihnen der Leser) erst so nach und nach mehr erfahren. Dieser Teil der Geschichte war für mich sehr spannend und lehrreich, aber ich möchte noch nicht zu viel darüber verraten! Die Freundschaft zwischen Sentaro und Tokue fand ich wunderbar geschrieben: rührend, aber nicht kitschig, authentisch und dennoch von behutsamer Poesie. Tokue zeigt Sentaro, dass man sich auch in schweren Zeiten ein Stück weit für Freiheit und Glück entscheiden kann. Sentaro gibt ihr das Gefühl, etwas an die nächste Generation weitergegeben zu haben, und damit ihrem Leben einen Sinn. Das Schulmädchen Wakana stößt erst später dazu. Sie wirkt ungewöhnlich ernsthaft für ihr Alter, und zuhause scheint das Geld knapp zu sein. Ich hätte gerne noch mehr über sie erfahren, denn sie war mir sehr sympathisch! Normalerweise würde ich in meiner Rezension jetzt von Originalität und Spannungsbogen sprechen, aber ich finde es schwierig, diese Kriterien auf das Buch anzuwenden. Wenn man die Handlung zusammenfasst, passiert strenggenommen nicht viel. Den ersten Teil könnte man zum Beispiel umschreiben mit: "Ein unglücklicher Mann verbringt jeden Tag damit, Dorayaki zu backen, stellt eine alte Frau mit deformierten Händen als Angestellte ein und lässt sich von ihr beibringen, besseres Bohnenmus zu kochen. Eine Schülerin aus einer armen Familie wird zur Stammkundin." Das klingt an sich wenig aufregend, aber tatsächlich übte das Buch auf mich einen unwiderstehlichen Sog aus; ich konnte es bis in die frühen Morgenstunden einfach nicht beiseite legen. Es geht gar nicht so sehr darum, was passiert - der Sinn und Zauber des Buches liegt meines Erachtens zwischen den Zeilen, wenn man sich nur unvoreingenommen darauf einlässt. Und das lohnt sich! Verschiedene Leser können sicher verschiedene Botschaften für sich herausziehen, und die meine war: sei achtsam dem Leben gegenüber. Den Schreibstil habe ich als klar und leicht empfunden, mit feinem Humor und ohne viel Pathos. Wie schon gesagt, ein Buch der leisen Töne, das es dennoch versteht, Emotionen zu wecken. Am Ende bleibt vieles offen, was vielleicht nicht jedem Leser gefällt. Aber dennoch fühlte sich die Geschichte für mich nicht unfertig an, denn jeder Charakter hat seine ganz eigene Reise erlebt, mit seinem ganz eigenen persönlichen Wachstum. Fazit: In meinen Augen hat Durian Sukegawa ein Buch geschrieben, das sich leise, still und heimlich ins Herz stiehlt. Drei ganz unterschiedliche Menschen, die alle eine Leere in ihrem Leben haben, treffen sich rein zufällig und finden in einander eine Familie: der gescheiterte Schriftsteller Sentaro, die weise alte Tokue und Wakana, das ernsthafte Schulmädchen. Obwohl der Autor die Geschichte ruhig und schnörkellos erzählt, fand ich sie hochspannend und bewegend.

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