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Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern

Roman

(3)
Ein Liebesroman, der eine lange vergessene Künstlerin der Hamburger Sezession wiederentdeckt

Carla bereitet eine Ausstellung über den Hamburger Jugendstil vor. Eine willkommene Ablenkung für sie, denn ihr wesentlich älterer, sehr geliebter Mann Willem ist schwer erkrankt. Ihr Leben gerät in Aufruhr, als sie eine besondere Entdeckung macht: Ein Gemälde von Alma Reed, die während der NS-Zeit verfolgt wurde. Von der Künstlerin und ihren Bildern fehlt jede Spur. Willem scheint sich in seinen lichten Momenten an etwas zu erinnern …

Eine Roman über die Liebe und über die dramatische Geschichte der Hamburger Malerin Anita Rée.

„Dieser Roman hat es verdient, ganz viele Leser zu bekommen." G. Pütz, Büchereule

„Ein schöner, unterhaltsamer Roman, der federleicht zu lesen ist, sich aber durchaus mit einem ernsthaften Thema befasst." Gabrielle Scheller, Scheller Boyens Buchhandlungen

„Ein gut geflochtener, gut konstruierter Roman“ Rainer Moritz, Das gemischte Doppel: Die besten Bücher für den Frühling, NDR Kultur


Ausgezeichnet mit dem Delia Literaturpreis 2016


„Ein hervorragend recherchierter Roman, der aktuelle Themen wie Alzheimer und Raubkunst beinhaltet und am Ende zu einem kleinen Thriller verwebt. Ein Stück relativ unbekannte Hamburger Kunstgeschichte, die dem Leser auf spannende Weise näher gebracht wird. Ein vielschichtiges Buch, das man gelesen haben muss.“ Jury-Begründung, Delia Literaturpreis 2016

Rezension
"Ein hervorragend recherchierter Roman, der aktuelle Themen wie Alzheimer und Raubkunst beinhaltet und am Ende zu einem kleinen Thriller verwebt. Ein Stück relativ unbekannte Hamburger Kunstgeschichte, die dem Leser auf spannende Weise näher gebracht wird. Ein vielschichtiges Buch, das man gelesen haben muss",, Delia Literaturpreis 2016, 10.04.2016
Portrait
Katrin Burseg, geboren 1971 in Hamburg, studierte Kunstgeschichte und Literatur in Kiel und Rom, bevor sie als Journalistin arbeitete. Sie hat mehrere historische Romane veröffentlicht, darunter »Der Sternengarten«. Die Autorin mag alte Bäume und Spaziergänge am Wasser, sie hört gerne klassische Musik und liebt die überraschenden Abenteuer beim Schreiben. Hamburg ist ihr Sehnsuchtsort, sie lebt mit ihrer Familie im Herzen der Stadt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Altersempfehlung 30 - 80
Erscheinungsdatum 07.08.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-547-71204-9
Verlag Verlag Marion von Schroeder
Maße (L/B/H) 211/128/35 mm
Gewicht 424
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Ein kleiner Juwel
von Eliza am 09.10.2015

Meine Meinung: Mich hat der neue Roman von Katrin Burseg sehr positiv überrascht. Vor Jahren habe ich „Die Rebellin des Papstes“ gelesen, ein historischer Roman über das Leben der Christina von Schweden. Dieser hatte mir schon gut gefallen, aber der neue Roman der Autorin gefällt mir noch besser, denn es... Meine Meinung: Mich hat der neue Roman von Katrin Burseg sehr positiv überrascht. Vor Jahren habe ich „Die Rebellin des Papstes“ gelesen, ein historischer Roman über das Leben der Christina von Schweden. Dieser hatte mir schon gut gefallen, aber der neue Roman der Autorin gefällt mir noch besser, denn es war für mich ein wahres Leseerlebnis. Das Thema Alzheimer und Kunst in einem Roman? Das geht? Ja, und zwar bei Katrin Burseg ganz hervorragend. Beide Themen bekommen ihren Raum in diesem Buch und werden aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet, sodass der mündige Leser sich sein eigenes Urteil bilden kann. In diesem Roman geht es aber auch um Liebe und Verantwortung, um Freundschaft, Vertrauen und ein gut gehütetes Geheimnis. Wer einen leichten Roman erwartet, der zwar nett zu lesen ist, aber in keinster Weise spannend, der wird von Katrin Burseg eines Besseren belehrt. Denn Carlas Suche nach der Künstlerin und ihrer Vergangenheit ist so spannend geschrieben, dass dieser Teil des Romans es durchaus mit einem Krimi aufnehmen kann. Besonders hervorheben möchte ich noch zwei Dinge, zum einen: das Hamburger Flair. Man merkt jeder Zeile, die die Autorin über Hamburg geschrieben hat, dass sie diese Stadt liebt und sie zwischen den Seiten zum Leben erwecken möchte. Zum anderen: Gibt es absolut liebenswerte Nebenfiguren, die für den Ausgang des Romans absolut irrelevant sind, aber den Roman zu dem machen was er auch ist, nämlich eine Homage an die Menschen die uns den Alltag versüßen. Hiermit ist vor allen Dingen der Blumenverkäufer gemeint, der Carla mit seinen Blumen immer ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann, auch wenn es ihr mal nicht so gut geht. Sein Dackel „Brigitte“ ist nach der großen Brigitte Bardot benannt und sein treuster Begleiter. Dieser Roman hat es verdient ganz viele Leser zu bekommen, denn solche Perlen sind in der Literaturwelt doch leider all zu rar geworden.

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Versprechen
von einer Kundin/einem Kunden am 08.09.2015

Clara hat sich entschieden - auch wenn sie Willem ein Versprechen gab, will sie nicht einfach gehen... Die Liebe zu ihm hat sie zu einer starken Frau wachsen lassen - selbstbewusst, empfindsam und reich. Und nun soll sie gehen, da er durch die Alzheimer-Erkrankung nicht mehr er selbst ist?... Clara hat sich entschieden - auch wenn sie Willem ein Versprechen gab, will sie nicht einfach gehen... Die Liebe zu ihm hat sie zu einer starken Frau wachsen lassen - selbstbewusst, empfindsam und reich. Und nun soll sie gehen, da er durch die Alzheimer-Erkrankung nicht mehr er selbst ist? Sie will bleiben, bei ihm - Dieser Roman ist ein stiller, der uns als Leser hineinzieht in den Alltag von Clara und Willem, in ihre Beziehung, die sich verändert, verändern muss. Ihre Arbeit im Hamburger Museum nimmt sie sehr in Anspruch, vor allem als ihr ein Kunstwerk aus längst vergangenen Tagen vorgelegt wird. Hier schließt sich der Kreis der Erzählung. Sehr bald wird Clara klar, dass Willems Familiengeschichte sehr eng mit der der Künstlerin zusammenhängt.

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Leider eher enttäuschend
von Nessis Bücherregal aus Wölfersheim am 21.03.2016

Von „Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern“ hatte ich mir eindeutig mehr versprochen. Nicht nur, dass ich von Liebe nichts gespürt habe, nein, darüber hinaus hatte ich den Eindruck, in einer Kunststunde zu sitzen – eine von der trockenen Sorte. Schon der Einstieg ist mir extrem schwer gefallen, weil... Von „Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern“ hatte ich mir eindeutig mehr versprochen. Nicht nur, dass ich von Liebe nichts gespürt habe, nein, darüber hinaus hatte ich den Eindruck, in einer Kunststunde zu sitzen – eine von der trockenen Sorte. Schon der Einstieg ist mir extrem schwer gefallen, weil ich so meine Probleme mit dem Schreibstil der Autorin hatte. Zum einen ist die Sprache schon fast philosophisch (was ich mochte) und zum anderen mit Kunstbegriffen und Malernamen der Sezession durchsetzt (was zwar wegen dem Thema notwendig war, ich aber weniger mochte). Auch das Schreiben in der Er-Perspektive hat eine zusätzliche Distanz zur Protagonistin und dem Text geschaffen. Bei Clara bin ich mir immer noch nicht ganz sicher, wie ich über sie denken soll. Ich kann absolut nachvollziehen, warum sie ihren Mann immer noch liebt und ihn nicht verlassen möchte. Auch kann ich verstehen, warum sie sich zu Jasper hingezogen fühlt. Allerdings bleibt ihre Gefühlswelt dem Leser vollkommen verschlossen. Sie wirkt teilweise sogar richtig kalt. Wie schon gesagt, könnte das eventuell an der Erzählperspektive liegen. Ihre Handlungen als Mitarbeiterin des Museums, also ihre professionelle Seite in der Kunstszene, konnte ich ihr hingegen voll abkaufen. Hier wirkt Clara überaus kompetent. Die Nebencharaktere waren für mich deutlich authentischer. Besonders die Kollegen im Meseum haben ein insgesamt stimmiges Bild abgegeben. Mein Liebling ist allerdings der alte Blumenverkäufer Engels, den man einfach in sein Herz schließen muss, da er eine unglaubliche Wärme ausstrahlt. Die Hintergrundthematik an sich ist spannend, da es um Raubkunst aus der Nazizeit geht. Allerdings ist mir die Umsetzung hier von zu vielen Zufällen geleitet. Auch das Kunstthema an sich ist eher trocken. Ganz oft musste ich Fachbegriffe sogar nachschlagen, weil ich gar nicht wusste, was gemeint war. Die Spannung ist so leider ein wenig auf der Strecke geblieben, weil man sich eher dazu aufraffen musste, weiterzulesen. Noch dazu kommt, dass ich spätestens ab der Hälfte der Lektüre wusste, worauf es hinausläuft und lediglich auf die Bestätigung meiner Vermutung gewartet habe. Ingesamt eine mittelmäßige Story, die mich nicht vollkommen überzeugen konnte. Die Charaktere waren mir zu schwach ausgearbeitet, was wirklich schade war, denn vor der tollen Kulisse Hamburgs hätte man durchaus gut agieren können. 2,5 Sterne

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„Wenn ich nicht mehr ich selbst bin, musst du gehen.“
von einer Kundin/einem Kunden am 14.10.2015
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Manchmal spielt einem das Leben schon merkwürdige Streiche! Gerade erst habe ich Ihnen das Buch „Charlotte“ von David Foenkinos über die von den Nazis ermordete Malerin Charlotte Salomon vorgestellt, da greife ich zielsicher und unbewusst zu einem Buch, in welchem es ebenfalls zum Teil um eine jüdische Malerin, die... Manchmal spielt einem das Leben schon merkwürdige Streiche! Gerade erst habe ich Ihnen das Buch „Charlotte“ von David Foenkinos über die von den Nazis ermordete Malerin Charlotte Salomon vorgestellt, da greife ich zielsicher und unbewusst zu einem Buch, in welchem es ebenfalls zum Teil um eine jüdische Malerin, die 1939 spurlos verschwunden ist, geht. Allerdings ist diese Malerin eine fiktive Gestalt, wobei es ein reales Vorbild gibt, und die Geschichte um sie Teil einer zweigleisigen Handlung. Das Buch „Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern“ hat mich zuerst durch das Cover angesprochen – eine wunderschöne, weiße Villa im impressionistischen Stil. Dann machte es bei mir Klick, woher ich den Namen der Autorin kannte – ich habe vor einiger Zeit zwei sehr gute historische Romane („Die Rebellin des Papstes“ und „Das Königsmal“) von ihr gelesen. Und zum dritten hat mich die Handlung angesprochen – die Geschichte einer großen Liebe, die plötzlich an der Krankheit Alzheimer zu zerbrechen droht. Katrin Burseg erzählt die Geschichte von Carla und Willem. Carla und Willem sind Kunsthistoriker. Allerdings ist Willem deutlich älter als sie. Doch sie lieben sich und sie heiraten. Und bei der Eheschließung verlangt Willem von Carla, dass sie ein Dokument unterschreibt, worin sie ihm verspricht, ihn zu verlassen, wenn er nicht mehr er selbst ist. So etwas verspricht man natürlich gerne, weil man am Anfang einer großen Liebe nie damit rechnet, dass es einmal Wirklichkeit werden kann. Dies alles geschah in der Vergangenheit. In der Gegenwart steht Carla nämlich genau jetzt vor dieser schwierigen Entscheidung. Vor drei Jahren wurde die Diagnose Alzheimer bei ihrem Mann gestellt. Und jetzt hat er sich fast komplett in sich selbst zurückgezogen. Aber Carla liebt ihn nach wie vor und will ihn nicht verlassen. Und so versucht sie sich ihr Leben jetzt entsprechend einzurichten. Ihr Mann ist sehr wohlhabend. Sie leben in einer Villa an der Außenalster und haben eine Haushälterin, die auf Willem achtet, wenn Carla ihrer Arbeit nachgeht. Carla ist in einem Museum die Leiterin der Gemäldeabteilung und bereitet gerade die große Herbstausstellung über die Künstlergruppe der Hamburger Sezession vor. Nach Feierabend kümmert sie sich hingebungsvoll um ihren Mann. Doch plötzlich gerät ihr wohlgeordnetes Leben komplett durcheinander. Per Zufall entdecken sie, eine Restauratorin und der junge Praktikant während einer Kunstsprechstunde ein unbekanntes Gemälde, welches von einer verschollenen Künstlerin der Hamburger Sezession zu stammen scheint. Sie forschen nach und geraten dadurch immer tiefer in die Geschichte der verfolgten Maler und der NS-Zeit hinein. Und während der Recherchen erscheint es immer wahrscheinlicher, dass Willems Vater etwas mit dieser Malerin und ihrem Verschwinden zu tun hat. Weiß auch Willem davon? Warum hat er ihr nie etwas darüber erzählt? Und wer ist dieser Mann, der das Bild geerbt hat? Herausgekommen ist ein ausgesprochen sensibler und zugleich spannender Roman, der sich mit zwei sehr interessanten Themen auseinandersetzt. Da ist zum Einen das Thema Alzheimer. Wie geht man als liebender Mensch damit um, wenn der eigene Partner daran erkrankt ist? Wann zieht man für beide Seiten den Schlussstrich und sorgt dafür, dass sie geliebte Person in professionelle Hilfe kommt? Und wie beugt man vor, damit man selbst nicht an dieser Diagnose zerbricht? Auf all diese Fragen gibt die Autorin zwar keine Antwort, aber sie geht sehr gefühlvoll mit diesem Thema um. Und so kann man sich als Leser durchaus ein Bild machen. Das andere Thema – der Fund und die Geschichte um das Bild „Das Apfelmädchen“ – liest sich dagegen fast wie ein Krimi. Haben die Protagonisten per Zufall ein unbekanntes Bild aus einer schlimmen Zeit gefunden? Ist es Beutekunst? Gibt es einen ursprünglichen Besitzer und muss es deshalb zurückgegeben werden? Und was ist eigentlich mit der Malerin passiert? Ausgesprochen spannend erzählt Katrin Burseg diesen Teil der Geschichte und gibt dabei gleich auch einen Einblick in die Arbeit von Kunsthistorikern, von den Schwierigkeiten der Museen und über die Zeit während des 3. Reichs, in der Bilder vernichtet und Künstler verfolgt wurden, Mich hat dieser Roman sehr fasziniert und auch gleich Lust darauf gemacht die Hamburger Kunsthalle zu besuchen und die Maler der Hamburger Sezession anzusehen. Da sehe ich dann auch großzügig über wenige kleine Details hinweg, wo die Autorin sich in Bezug auf Hamburg künstlerische Freiheiten genommen hat. Ich habe mein Hamburg trotzdem wiedererkannt!

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