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Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern

Roman

(5)
Ein Liebesroman, der eine lange vergessene Künstlerin der Hamburger Sezession wiederentdeckt Carla bereitet eine Ausstellung über den Hamburger Jugendstil vor. Eine willkommene Ablenkung für sie, denn ihr wesentlich älterer, sehr geliebter Mann Willem ist schwer erkrankt. Ihr Leben gerät in Aufruhr, als sie eine besondere Entdeckung macht: Ein Gemälde von Alma Reed, die während der NS-Zeit verfolgt wurde. Von der Künstlerin und ihren Bildern fehlt jede Spur. Willem scheint sich in seinen lichten Momenten an etwas zu erinnern …
Eine Roman über die Liebe und über die dramatische Geschichte der Hamburger Malerin Anita Rée.
"Ein hervorragend recherchierter Roman, der aktuelle Themen wie Alzheimer und Raubkunst beinhaltet und am Ende zu einem kleinen Thriller verwebt." Angela Wittmann, Brigitte Bücher Spezial, Die besten Bücher des Jahres
„Dieser Roman hat es verdient, ganz viele Leser zu bekommen." G. Pütz, Büchereule
„Ein schöner, unterhaltsamer Roman, der federleicht zu lesen ist, sich aber durchaus mit einem ernsthaften Thema befasst." Gabrielle Scheller, Scheller Boyens Buchhandlungen
„Ein gut geflochtener, gut konstruierter Roman“ Rainer Moritz, Das gemischte Doppel: Die besten Bücher für den Frühling, NDR Kultur
Ausgezeichnet mit dem DELIA-Literaturpreis 2016
„Ein Stück relativ unbekannte Hamburger Kunstgeschichte, die dem Leser auf spannende Weise näher gebracht wird. Ein vielschichtiges Buch, das man gelesen haben muss.“ Jury-Begründung, Delia Literaturpreis 2016
Rezension
Ein hervorragend recherchierter Roman, der aktuelle Themen wie Alzheimer und Raubkunst beinhaltet und am Ende zu einem kleinen Thriller verwebt., Brigitte spezial, Angela Wittmann, 01.11.2016
Portrait
Katrin Burseg lebt als Journalistin und Autorin mit ihrer Familie in Hamburg. Schon während ihres Studiums der Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft beschäftigte sie sich mit dem römischen Barock und arbeitete für mehrere Zeitungen. Später ging sie für ein halbes Jahr nach Rom, wo sie auch den Spuren Christinas von Schweden begegnete. Nach mehreren Stationen in der deutschen Pressebranche ist sie heute Geschäftsführerin der Redaktionswerft, einem Verlag, der Zeitschriften im Entertainmentbereich puliziert. Die Autorin hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht, "Die Rebellin des Papstes" ist ihr zweiter historischer Roman.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 352, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 07.08.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783843711623
Verlag Ullstein eBooks
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Kundenbewertungen


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„Wenn ich nicht mehr ich selbst bin, musst du gehen.“
von einer Kundin/einem Kunden am 14.10.2015

Manchmal spielt einem das Leben schon merkwürdige Streiche! Gerade erst habe ich Ihnen das Buch „Charlotte“ von David Foenkinos über die von den Nazis ermordete Malerin Charlotte Salomon vorgestellt, da greife ich zielsicher und unbewusst zu einem Buch, in welchem es ebenfalls zum Teil um eine jüdische Malerin, die... Manchmal spielt einem das Leben schon merkwürdige Streiche! Gerade erst habe ich Ihnen das Buch „Charlotte“ von David Foenkinos über die von den Nazis ermordete Malerin Charlotte Salomon vorgestellt, da greife ich zielsicher und unbewusst zu einem Buch, in welchem es ebenfalls zum Teil um eine jüdische Malerin, die 1939 spurlos verschwunden ist, geht. Allerdings ist diese Malerin eine fiktive Gestalt, wobei es ein reales Vorbild gibt, und die Geschichte um sie Teil einer zweigleisigen Handlung. Das Buch „Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern“ hat mich zuerst durch das Cover angesprochen – eine wunderschöne, weiße Villa im impressionistischen Stil. Dann machte es bei mir Klick, woher ich den Namen der Autorin kannte – ich habe vor einiger Zeit zwei sehr gute historische Romane („Die Rebellin des Papstes“ und „Das Königsmal“) von ihr gelesen. Und zum dritten hat mich die Handlung angesprochen – die Geschichte einer großen Liebe, die plötzlich an der Krankheit Alzheimer zu zerbrechen droht. Katrin Burseg erzählt die Geschichte von Carla und Willem. Carla und Willem sind Kunsthistoriker. Allerdings ist Willem deutlich älter als sie. Doch sie lieben sich und sie heiraten. Und bei der Eheschließung verlangt Willem von Carla, dass sie ein Dokument unterschreibt, worin sie ihm verspricht, ihn zu verlassen, wenn er nicht mehr er selbst ist. So etwas verspricht man natürlich gerne, weil man am Anfang einer großen Liebe nie damit rechnet, dass es einmal Wirklichkeit werden kann. Dies alles geschah in der Vergangenheit. In der Gegenwart steht Carla nämlich genau jetzt vor dieser schwierigen Entscheidung. Vor drei Jahren wurde die Diagnose Alzheimer bei ihrem Mann gestellt. Und jetzt hat er sich fast komplett in sich selbst zurückgezogen. Aber Carla liebt ihn nach wie vor und will ihn nicht verlassen. Und so versucht sie sich ihr Leben jetzt entsprechend einzurichten. Ihr Mann ist sehr wohlhabend. Sie leben in einer Villa an der Außenalster und haben eine Haushälterin, die auf Willem achtet, wenn Carla ihrer Arbeit nachgeht. Carla ist in einem Museum die Leiterin der Gemäldeabteilung und bereitet gerade die große Herbstausstellung über die Künstlergruppe der Hamburger Sezession vor. Nach Feierabend kümmert sie sich hingebungsvoll um ihren Mann. Doch plötzlich gerät ihr wohlgeordnetes Leben komplett durcheinander. Per Zufall entdecken sie, eine Restauratorin und der junge Praktikant während einer Kunstsprechstunde ein unbekanntes Gemälde, welches von einer verschollenen Künstlerin der Hamburger Sezession zu stammen scheint. Sie forschen nach und geraten dadurch immer tiefer in die Geschichte der verfolgten Maler und der NS-Zeit hinein. Und während der Recherchen erscheint es immer wahrscheinlicher, dass Willems Vater etwas mit dieser Malerin und ihrem Verschwinden zu tun hat. Weiß auch Willem davon? Warum hat er ihr nie etwas darüber erzählt? Und wer ist dieser Mann, der das Bild geerbt hat? Herausgekommen ist ein ausgesprochen sensibler und zugleich spannender Roman, der sich mit zwei sehr interessanten Themen auseinandersetzt. Da ist zum Einen das Thema Alzheimer. Wie geht man als liebender Mensch damit um, wenn der eigene Partner daran erkrankt ist? Wann zieht man für beide Seiten den Schlussstrich und sorgt dafür, dass sie geliebte Person in professionelle Hilfe kommt? Und wie beugt man vor, damit man selbst nicht an dieser Diagnose zerbricht? Auf all diese Fragen gibt die Autorin zwar keine Antwort, aber sie geht sehr gefühlvoll mit diesem Thema um. Und so kann man sich als Leser durchaus ein Bild machen. Das andere Thema – der Fund und die Geschichte um das Bild „Das Apfelmädchen“ – liest sich dagegen fast wie ein Krimi. Haben die Protagonisten per Zufall ein unbekanntes Bild aus einer schlimmen Zeit gefunden? Ist es Beutekunst? Gibt es einen ursprünglichen Besitzer und muss es deshalb zurückgegeben werden? Und was ist eigentlich mit der Malerin passiert? Ausgesprochen spannend erzählt Katrin Burseg diesen Teil der Geschichte und gibt dabei gleich auch einen Einblick in die Arbeit von Kunsthistorikern, von den Schwierigkeiten der Museen und über die Zeit während des 3. Reichs, in der Bilder vernichtet und Künstler verfolgt wurden, Mich hat dieser Roman sehr fasziniert und auch gleich Lust darauf gemacht die Hamburger Kunsthalle zu besuchen und die Maler der Hamburger Sezession anzusehen. Da sehe ich dann auch großzügig über wenige kleine Details hinweg, wo die Autorin sich in Bezug auf Hamburg künstlerische Freiheiten genommen hat. Ich habe mein Hamburg trotzdem wiedererkannt!

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Ein kleiner Juwel
von Eliza am 09.10.2015
Bewertet: gebundene Ausgabe

Meine Meinung: Mich hat der neue Roman von Katrin Burseg sehr positiv überrascht. Vor Jahren habe ich „Die Rebellin des Papstes“ gelesen, ein historischer Roman über das Leben der Christina von Schweden. Dieser hatte mir schon gut gefallen, aber der neue Roman der Autorin gefällt mir noch besser, denn es... Meine Meinung: Mich hat der neue Roman von Katrin Burseg sehr positiv überrascht. Vor Jahren habe ich „Die Rebellin des Papstes“ gelesen, ein historischer Roman über das Leben der Christina von Schweden. Dieser hatte mir schon gut gefallen, aber der neue Roman der Autorin gefällt mir noch besser, denn es war für mich ein wahres Leseerlebnis. Das Thema Alzheimer und Kunst in einem Roman? Das geht? Ja, und zwar bei Katrin Burseg ganz hervorragend. Beide Themen bekommen ihren Raum in diesem Buch und werden aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet, sodass der mündige Leser sich sein eigenes Urteil bilden kann. In diesem Roman geht es aber auch um Liebe und Verantwortung, um Freundschaft, Vertrauen und ein gut gehütetes Geheimnis. Wer einen leichten Roman erwartet, der zwar nett zu lesen ist, aber in keinster Weise spannend, der wird von Katrin Burseg eines Besseren belehrt. Denn Carlas Suche nach der Künstlerin und ihrer Vergangenheit ist so spannend geschrieben, dass dieser Teil des Romans es durchaus mit einem Krimi aufnehmen kann. Besonders hervorheben möchte ich noch zwei Dinge, zum einen: das Hamburger Flair. Man merkt jeder Zeile, die die Autorin über Hamburg geschrieben hat, dass sie diese Stadt liebt und sie zwischen den Seiten zum Leben erwecken möchte. Zum anderen: Gibt es absolut liebenswerte Nebenfiguren, die für den Ausgang des Romans absolut irrelevant sind, aber den Roman zu dem machen was er auch ist, nämlich eine Homage an die Menschen die uns den Alltag versüßen. Hiermit ist vor allen Dingen der Blumenverkäufer gemeint, der Carla mit seinen Blumen immer ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann, auch wenn es ihr mal nicht so gut geht. Sein Dackel „Brigitte“ ist nach der großen Brigitte Bardot benannt und sein treuster Begleiter. Dieser Roman hat es verdient ganz viele Leser zu bekommen, denn solche Perlen sind in der Literaturwelt doch leider all zu rar geworden.

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Ein großartiges Buch!
von Monika Schulte aus Hagen am 08.01.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Die Kunsthistorikerin Carla hat ihrem viel älteren Ehemann Willem vor der Hochzeit ein Liebesversprechen gegeben. Wenn Willem nicht mehr er selbst sein sollte, muss sie gehen. Willem hat ihr das Verprochen abgenommen, dass sie nicht aus reinem Pflichtgefühl bei ihm sein soll, falls er einmal krank werden sollte. Doch... Die Kunsthistorikerin Carla hat ihrem viel älteren Ehemann Willem vor der Hochzeit ein Liebesversprechen gegeben. Wenn Willem nicht mehr er selbst sein sollte, muss sie gehen. Willem hat ihr das Verprochen abgenommen, dass sie nicht aus reinem Pflichtgefühl bei ihm sein soll, falls er einmal krank werden sollte. Doch nun ist Willem an Alzheimer erkrankt. Der einstige Geist und Wegbereiter der Moderne lebt in einer anderen Welt, in der Welt eines an Alzheimer erkrankten Menschen. Carla wird immer wieder an das Liebesversprechen erinnert, doch sie will ihren Mann nicht verlassen. Sie liebt ihn noch immer. Als Carla die große Herbstschau vorbereitet, tritt der Landschaftsgärtner Jasper in ihr Leben – mit einem Bild. Es ist ein Gemälde der jüdischen Künstlerin Alma Reed, die während der NS-Zeit verfolgt wurde und spurlos verschwand. Das Apfelmädchen, das Bild einer Künstlerin, die der Hamburger Sezession angehörte, einer Künstlergruppe, die sich 1933 unter dem Druck des NS-Regimes selbst auflöste. Carla zeigt ihrem Mann das Bild. Seine Reaktion ist heftig. Irgendetwas löst das Bild in ihm aus. Ein Kindheitstrauma? Ein Kriegstrauma? Wer ist das Gespenst, von dem Willem nun immer bruchstückhaft redet? Carla möchte das Bild unbedingt für ihre Herbstschau haben, doch Jasper zögert. Und dann ist da auch noch das leise Kribbeln, das Carla in seiner Gegenwart verspürt. „Wenn ich nicht mehr ich selbst bin, musst du gehen“ - Was für ein Vesprechen! Was für ein Roman! Zwei so wichtige und doch so unterschiedliche Themen, Alzheimer und Raubkunst, zwei Themen, auf so spannende Art und Weise miteinander verwoben. „Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern“ - es ist eine fesselnde und tief bewegende Geschichte. Da ist Carla, die ihren Mann noch immer liebt. Da ist Willem, durch die Krankheit mehr Kind als alter Mann. Man spürt die Liebe, die Carla ihrem Mann noch immer entgegenbringt, aber auch die Verzweiflung. Obwohl sie ihm einst das Versprechen gegeben hat zu gehen, sie kann es einfach nicht. Und dann Jasper, der Baumdoktor, zu dem sie sich irgendwie hingezogen fühlt. Ein ganz wunderbarer Roman mit Personen, die man am liebsten kennenlernen würde. Ganz nebenbei erfährt man noch jede Menge über die Hamburger Kunstgeschichte, die Sezession, die Raubkunst. Und immer wieder die Frage, was wusste Willem über das Bild? Wieso diese derart heftige Reaktion? Welches Geheimnis hat Willem mit in seine neue Welt genommen? „Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern“ - ein großartiges Buch, das einen fast unheimlichen Sog entwickelt, warmherzig, gefühlvoll, wunderschön!

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