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Liebten wir

Wundervoller Frauenroman über Familie, Liebe und Freundschaft

(37)
»Fotos verraten alles. Sie zeigen das, was gezeigt werden soll – aber darüber hinaus zeigen sie die Lücken in den Familien, die schadhaften Stellen am Haus.«
Verstohlene Blicke, versteckte Gesten, die Abgründe hinter lächelnden Mündern: Fotografin Mo sieht durch ihre Linse alles. Wenn sie der Welt ohne den Filter ihrer Kamera begegnen soll, wird es kompliziert. Mit ihrer Schwester hat sie sich zerstritten, von ihrem Vater entfremdet. Umso mehr freut sich Mo auf das Familienfest ihres Freundes Leon. Doch das endet in einer Katastrophe. Mo reicht es. Gemeinsam mit Aino, Leons eigensinniger Grossmutter, flieht sie nach Finnland. Eine Reise mit vielen Umwegen für die beiden grundverschiedenen Frauen. Als Mo in Helsinki Ainos geheime Lebensgeschichte entdeckt, ist sie selbst ein anderer Mensch.
Rezension
"Ein fesselndes Roadmovie.", Münchner Merkur, Brandl Melanie, 08.08.2015
Portrait
Nina Blazon, geboren 1969 in Koper, wuchs in Neu-Ulm auf und studierte in Würzburg Slavistik und Germanistik. Schon als Jugendliche las sie mit Begeisterung, vor allem Fantasy-Literatur. Selbst zu schreiben begann sie während des Studiums - Theaterstücke und Kurzgeschichten, bevor sie den Fantasy-Jugendroman "Im Bann des Fluchträgers" schrieb, der 2003 mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis ausgezeichnet wurde. Sie lebt in Stuttgart, wo sie als Journalistin, Übersetzerin und Werbetexterin arbeitet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 560
Erscheinungsdatum 26.06.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-28577-1
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 188/120/35 mm
Gewicht 421
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
37 Bewertungen
Übersicht
20
12
2
1
2

Ab nach Finnland
von einer Kundin/einem Kunden am 05.06.2015

Danae und Moira sind Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Beide haben durch den frühen Tod ihrer Mutter, das Desinteresse des Vaters und einer engagierten, aber nervösen Stiefmutter eine harte Kindheit durchlebt, die sie noch mehr voneinander entfernt hat. Durch diese Situation hat Moira, genannt Mo, eine Angewohnheit... Danae und Moira sind Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Beide haben durch den frühen Tod ihrer Mutter, das Desinteresse des Vaters und einer engagierten, aber nervösen Stiefmutter eine harte Kindheit durchlebt, die sie noch mehr voneinander entfernt hat. Durch diese Situation hat Moira, genannt Mo, eine Angewohnheit entwickelt, sich immer neue Familien zu suchen, in die sie dazugehören kann. Als Fotografin erblickt sie diese Familien in einem anderen Blickwinkel, der ihr die zwischenmenschlichen Beziehungen direkt zeigt. Mo ist auf dem Weg zu der Familie ihres neuen Freundes Leon, worauf sie sich sehr freut, im Hinterkopf wieder dieses Gefühl von Geborgenheit in einer Familie zu haben. Doch das Fest wird zu einem Fiasko für Mo und verwirrt, wütend und entschlossen flieht sie von dort mit Leons Großmutter Aino, die sich ihr, genervt von ihrer Familie, anschließt. Die beiden machen sich auf nach Finnland, Helsinki, um eine Angelegenheit in Ainos früheren Lebens während des Krieges zu klären. Es ist kein Geheimnis, dass die beiden Frauen auf dieser Reise mehrfach aneinander geraten, doch als Mo Ainos Lebensgeschichte erfährt, versucht sie auch etwas an ihrem Leben zu ändern. Ein großartiger Roman über zwei eigensinnige Frauen, die versuchen sich selbst treu zu bleiben. Man erfährt sehr interessante Dinge über Finnland und seine Bewohner. Hat mir ganz wunderbar gefallen!

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Bestes Buch seit langem
von einer Kundin/einem Kunden aus Kassel am 20.04.2016

Trotzdem, dass mir weder der Einband, noch der Titel gefällt, das Buch hat mich endlich mal wieder mitgerissen, sodass ich am liebsten jede freie Minute in ihm lesen wollte! Die Autorin schafft es Geheimnisse erst im richtigen Moment zu lüften, was das Buch unglaublich spannend macht und man bis zum... Trotzdem, dass mir weder der Einband, noch der Titel gefällt, das Buch hat mich endlich mal wieder mitgerissen, sodass ich am liebsten jede freie Minute in ihm lesen wollte! Die Autorin schafft es Geheimnisse erst im richtigen Moment zu lüften, was das Buch unglaublich spannend macht und man bis zum Schluss dranbleiben möchte. Die ersten 200 Seiten habe ich verschlungen, zwischendurch etwa 100 waren zwar interessant, aber die letzten 200 Seiten einfach Genuss pur! Es geht um Abenteuer, Familienverhältnisse, Freundschaft und Liebe. Nina Blazons erster Erwachsenenroman ist ihr sehr gelungen und ich hoffe auf weitere, da ich mich für die phantastische Literatur eher weniger begeistern kann.

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Lustig, schrullige Flucht mit Jung und Alt
von einer Kundin/einem Kunden am 26.02.2016

Mo ist eine junge und außerordentlich begabte Fotografin, sie versteht es wie keine Andere glückliche Familienmomente festzuhalten. Doch nicht nur das, für Mo erzählen gerade die unerwarteten Schnappschüsse die versteckten Geheimnisse. Ob verstohlene Blicke, verschmierter Lippenstift, zerknitterte Krawatten, diese Fotos liebt Mo viel mehr, als die perfekt gestellten Familienportraits. Doch... Mo ist eine junge und außerordentlich begabte Fotografin, sie versteht es wie keine Andere glückliche Familienmomente festzuhalten. Doch nicht nur das, für Mo erzählen gerade die unerwarteten Schnappschüsse die versteckten Geheimnisse. Ob verstohlene Blicke, verschmierter Lippenstift, zerknitterte Krawatten, diese Fotos liebt Mo viel mehr, als die perfekt gestellten Familienportraits. Doch genau dies wünscht sie sich mehr als alles Andere; das perfekte Familienfoto, mit ihr in der Mitte. Dann ist es soweit; sie trifft auf die liebevolle Familie ihres neuen Freundes, die Familienfeier kann beginnen. Es scheint alles gut zu laufen, doch es soll anders kommen. Nach einem toten Sittich und schrecklichen Gesprächen, findet sich Mo in einem geklauten Auto, mit der angeblich senilen Oma Aino wieder. Sie flüchten zusammen nach Helsinki, in die geheime Vergangenheit von Aino, stets im Rücken mit Mos eigenen Geheimnissen. Nina Blazon erzählt die lustige und skurrile Geschichte zweier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Detailliert wie Fotos fügen sich Ihre Charaktere zu einem großen Gemälde zusammen und sie zeigt, dass die dunklen Schatten auf Fotos wesentlich spannender und ehrlicher sind, als jedes „Cheese“ Lächeln. Für alle Fans von Nina Blazon ein absolutes Muss, für die, die Sie noch nicht kennen, ein guter Grund ihre fesselnden Romane kennen zu lernen.

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Wenn der Moment uns nutzt...
von Amelien am 11.12.2015

Zitat „Das ist das Bes******** am Altwerden. Wenn du jung bist, lebst du in einem vollen Haus und machst dir keine Gedanken darüber, ob du Zeit verschwendest. Das ganze Haus ist ja noch hell erleuchtet. In jedem Raum tanzen und feiern Menschen, die du kennst, und dein Lieblingswort ist >morgen<.... Zitat „Das ist das Bes******** am Altwerden. Wenn du jung bist, lebst du in einem vollen Haus und machst dir keine Gedanken darüber, ob du Zeit verschwendest. Das ganze Haus ist ja noch hell erleuchtet. In jedem Raum tanzen und feiern Menschen, die du kennst, und dein Lieblingswort ist >morgen<. Aber mit den Jahren gehen in den Räumen die Lichter aus, eines nach dem anderen. Man rückt zusammen, immer mehr Zimmer bleiben leer. Dann sind noch drei Räume bewohnt, schließlich zwei. Die Musik verklingt, die Gespräche werden leiser. Und plötzlich sitzt du ganz allein in dem leeren Haus, im letzten Zimmer, in dem nur noch eine Kerze brennt.“ (S.382) Das Buch handelt von Moira, genannt Mo, sie ist Fotografin und fängt die Welt einzig mit ihrer Kamera ein. Sie findet Geheimnisse und Details in ihren Bildern, das offensichtliche was keiner außer ihr wahrnimmt und betrachtet die Welt durch ihre Linse. Sie schleicht sich in Familien ein, die nicht ihre eigenen sind und ist unsicher was die Welt ihr bieten kann. Verträumt, melancholisch, ehrlich und ein wenig bittersüß findet der Leser sich hier in Mos Welt wieder. Sollte die Familienfeier von ihrem Freund Leon, doch dazu führen, dass sie endlich dazu gehört, gerät dieser Traum ganz schnell ins wanken. Dies führt dazu das Mo mit dem Auto ihres Freundes flüchtet, wieder einmal davon läuft, doch mit dabei ist die unter kühlte und sture Großmutter Aino von Leon. Sie hat nur auf dem Moment gewartet ihrer Familie zu entkommen und ihr einziges Ziel ist es nun eine offene Rechnung zu begleichen. Die ungleichen Frauen machen sich nun auf eine ereignisreiche Suche nach Finnland. Eine zunehmend interessante Geschichte, voller Details, starker Charaktere und einem verschlafenem Finnland. Die Seiten atmen, leben und graben sich förmlich ins Herz. Der Schreibstil ist malerisch, verspielt und beinahe poetisch. Eine grandiose Geschichte, die noch lange im Gedächtnis bleibt, gespickt mit weisen Ratschlägen. Die Charaktere haben der Geschichte, das gewisse etwas gegeben, sie waren so lebensnah, so echt als gäbe es sie wirklich irgendwo auf dieser Welt. Ein wunderbares Buch, welches mich nicht los lässt. *****

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Ein Buch das mich überrascht und begeistert hat
von Xanaka aus Berlin am 27.11.2015

Mo ist auf der Suche nach einer Familie. Mit Leon, den sie vor drei Monaten kennengelernt hat, denkt sie, kann sie Teil einer glücklichen Familie werden. Alles spricht dafür. Sie hat sich die Fotos in seiner Wohnung angesehen und ist sich sicher. Mo ist Fotografin und schaut gern hinter die... Mo ist auf der Suche nach einer Familie. Mit Leon, den sie vor drei Monaten kennengelernt hat, denkt sie, kann sie Teil einer glücklichen Familie werden. Alles spricht dafür. Sie hat sich die Fotos in seiner Wohnung angesehen und ist sich sicher. Mo ist Fotografin und schaut gern hinter die Bilder. Beim genaueren Betrachten der Bilder fallen ihr Einzelheiten ins Auge, die andere Menschen nie bemerken würden. Sie kann ihre Schlüsse daraus ziehen. Und „…Kameras lügen nicht…“. Und Mo hat scheinbar ein Geheimnis. Sie ist nicht nur auf der Suche nach einer glücklichen Familie, die sie quasi adoptiert, auch scheint mit ihrer eigenen Familie so gar nichts zu stimmen. Sie hat zwei Handys in ihrer Tasche, wovon in dem roten Handy nur 2 Nummern gespeichert sind und es klingelt auch nicht, sondern vibriert nur. Eine der beiden Nummern ist die ihrer Schwester, sie sie seit 5 Jahren nicht gesprochen hat. Was ist da los? Wie geht es weiter? Warum sucht Mo so unbedingt eine glückliche Familie, die sie auch noch aufnimmt? Auch die Art und Weise, wie Mo ihre eigenen Fotos betrachtet und quasi hinter die Kulissen schaut, gefällt mir. Das waren meine ersten Leseeindrücke. Ich ahnte nicht, was alles noch passierte und da war so Einiges. Nicht nur, dass Mo plötzlich auf der Flucht vor Leons Familie ist, nein sie hat quasi scheinbar auch noch seine Oma Aino entführt und beide sind auf dem Weg nach Finnland. Was es mit der Entführung auf sich hat und warum der Weg nach Finnland führt und überhaupt, wie alles endet - das empfehle ich jedem unbedingt zu lesen. Dieses Buch war für mich eine riesige Überraschung. Ich habe nicht geahnt, worauf ich mich einlasse und war fasziniert. Fasziniert von der Geschichte, den Protagonisten und überhaupt die Art und Weise, wie alles geschrieben und passiert ist. Es geht um zwischenmenschliche Beziehungen, um den Umgang in der Familie miteinander und auch um die Auf- und Verarbeitung von Geschehnissen in der Vergangenheit. Auch werden hier Situationen - z. B. der Umgang von Geschwistern untereinander - so treffend beschrieben, dass ich die Emotionen von Mo gut nachvollziehen konnte. Für mich war auch die Autorin eine Überraschung. Ich habe bisher noch kein Buch von ihr gelesen. Sie hat bisher mehr Kinder- und Jugendbücher geschrieben. Der Wechsel in ein anderes Genre ist ihr überaus grandios gelungen. Ich hoffe, es gibt noch mehr davon. Für mich ist "Liebten wir" ein Buch, was mich tief beeindruckt hat. Ich werde es irgendwie noch lange in mir tragen und immer wieder drüber nachdenken. Eine unbedingte Leseempfehlung an alle!

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Wow, was für eine tolle Geschichte !!
von Badeamsel aus Traunstein am 04.10.2015

Moira, genannt Mo, ist Fotografin. Sie hat ihren ganz eigenen Blick durch ihre Kamera. Mit ihrer eigenen Familie hat sie Probleme, aber sie träumt davon, in die Familie ihres Freundes Leon aufgenommen zu werden. Dieses Familientreffen geht allerdings ziemlich in die Hose, und Mo ist auf einmal auf der... Moira, genannt Mo, ist Fotografin. Sie hat ihren ganz eigenen Blick durch ihre Kamera. Mit ihrer eigenen Familie hat sie Probleme, aber sie träumt davon, in die Familie ihres Freundes Leon aufgenommen zu werden. Dieses Familientreffen geht allerdings ziemlich in die Hose, und Mo ist auf einmal auf der Flucht. Mit dabei: Leons Großmutter Aino. Die will unbedingt nach Helsinki, Finnland, in ihre alte Heimat, und dort nach ihrer Freundin Matilda aus Jugendtagen suchen, die sie auf einem Bild einer finnischen Künstlerin in deren Ausstellung erkannt hat. Mo und Aino könnten unterschiedlicher nicht sein. Und dennoch raufen sie sich auf dieser chaotischen Reise nach Finnland zusammen und versuchen, hinter das Geheimnis der verschwundenen Freundin zu kommen. Sowohl Mo als auch Aino müssen mit der Zeit zwangsläufig immer mehr Geheimnisse aus ihren Leben preisgeben und unterstützen sich trotz aller Unterschiede gegenseitig. Meine Meinung: Ich bin immer noch ganz platt von diesem Buch. Eigentlich weiß ich gar nicht, wie ich es beschreiben soll, denn nie im Leben hätte ich geahnt, wohin mich die Autorin mit ihrer Geschichte schickt. Bisher kannte ich die Autorin noch nicht, obwohl sie ja schon einige Jugendromane verfasst hat. "Liebten wir" ist ihr erster Erwachsenen-Roman, und der ist echt toll geworden. Liebesroman, Krimi, Weltkrieg, alles mit dabei. Die Beschreibung der Finnen ist göttlich (ich kenne zwar keine Finnen und war auch noch nie in deren Land, aber die Beschreibung deren Eigenheiten ist so bildhaft, dass ich mir das sehr gut vorstellen konnte). Mehr zum Buch möchte ich eigentlich gar nicht mehr verraten, das soll jeder selbst lesen, der Lust auf dieses Buch bekommen hat. Für mich ein Highlight dieses Jahres, dieses Buch erhält von mir eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

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ein Roman, der mich umgehauen hat
von Manja Teichner am 27.08.2015

Kurzbeschreibung Manchmal muss man auf eine Reise gehen, um anzukommen Verstohlene Blicke, versteckte Gesten, die Abgründe hinter lächelnden Mündern: Fotografin Mo sieht durch ihre Linse alles. Wenn sie der Welt ohne den Filter ihrer Kamera begegnen soll, wird es kompliziert. Mit ihrer Schwester hat sie sich zerstritten, von ihrem Vater entfremdet.... Kurzbeschreibung Manchmal muss man auf eine Reise gehen, um anzukommen Verstohlene Blicke, versteckte Gesten, die Abgründe hinter lächelnden Mündern: Fotografin Mo sieht durch ihre Linse alles. Wenn sie der Welt ohne den Filter ihrer Kamera begegnen soll, wird es kompliziert. Mit ihrer Schwester hat sie sich zerstritten, von ihrem Vater entfremdet. Umso mehr freut sich Mo auf das Familienfest ihres Freundes Leon. Doch das endet in einer Katastrophe. Mo reicht es. Gemeinsam mit Aino, Leons eigensinniger Großmutter, flieht sie nach Finnland. Eine Reise mit vielen Umwegen für die beiden grundverschiedenen Frauen. Als Mo in Helsinki Ainos geheime Lebensgeschichte entdeckt, ist sie selbst ein anderer Mensch. (Quelle: Ullstein Verlag) Meine Meinung Moira ist mir Leib und Seele Fotografin. Ihr entgeht nichts, durch ihre Linse sieht sie selbst die kleinsten Geheimnisse und Gesten, die man vielleicht nicht sehen sollte. Ohne Kamera aber ist Moiras Leben kompliziert. Ihr Freund möchte, dass sie seine Familie kennenlernt. Einerseits ist Moira sehr erfreut darüber aber sie hat gleichzeitig auch Angst. Das Verhältnis zu ihrer eigenen Schwester ist nicht das Beste. Moiras Angst ist berechtigt, wie sich herausstellt. Leons Familie akzeptiert sie nicht. Als Leon sie dann auch noch hintergeht hat Moira die Nase voll und haut ab. Doch ausgerechnet Leons 85-jährige Großmutter Aino setzt sich kurzerhand ins Auto und fährt mit ich mit. Ihr Weg führt sie nach Finnland, damit Aino nochmal ihre Heimat sehen kann. Es wird eine Reise ins Ainos Vergangenheit aber gleichzeitig auch eine Reise in Moiras Zukunft … Der Roman „Liebten wir“ stammt von der erfolgreichen Autorin Nina Blazon. Für mich war dies nicht das erste Buch der Autorin. Bisher kenne ich die Jugendromane der Autorin und dementsprechend war ich gespannt darauf wie sie sich im Erwachsenenbereich wohl schlagen würde. Moira wird von allen nur Mo genannt. Sie ist eine wirklich tolle Protagonistin. Ihr Blick fürs Detail ist bemerkenswert. Doch sie ist nicht nur eine klasse Fotografin, sie ist viel mehr. Der Kontakt zu ihrer Familie ist nicht der beste, hier tun sich Abgründe auf. Im Verlauf der Handlung lernt Mo über sich hinauszuwachsen. Sie springt über ihre Schatten und es ist sehr schön wie sie ihre innere Ruhe findet. Aino ist Leons Großmutter. Sie ist 85 Jahre alt und ich fand sie klasse. Wie sie einfach so in Mos Auto steigt, Hut ab. Aino wirkte zunächst eher ruppig und bestimmend aber sie ist viel mehr. Aino will nicht weiter als noch einmal ihre Heimat wiedersehen. Sie wirkte auf mich echt und authentisch und ich mochte auch sie sehr gerne. Auch die Nebenfiguren, wie beispielsweise Leon, sind glaubhaft und authentisch. Es sind alles Personen wie aus dem realen Leben gegriffen, sie sind vielseitig und sehr facettenreich. Der Schreibstil der Autorin ist ungewöhnlich. Sie schreibt bildhaft und realistisch. Die Dialoge haben mir hier sehr gefallen. Sie wirken lebendig und man fühlt sich als Leser einfach wohl. Vom Stil her ist es auf jeden Fall wirklich typisch Nina Blazon, das was ich an der Autorin so liebe. Die Handlung ist sehr überraschend. Ich weiß nicht was ich erwartet habe aber das auf keinen Fall. Ich wurde ins Geschehen gezogen und erst am Ende tauchte ich wieder auf. Es gibt Wendungen und Überraschungen, welche die Handlung in andere Bahnen lenkten und die mich nur noch mehr an den Seiten kleben ließen. Teilweise ist es auch mysteriös, man weiß wirklich nie was kommt als nächstes. Doch genau das macht einen Roman von Nina Blazon aus. Man weiß eigentlich nie wirklich was man bekommt, was sich die Autorin hat einfallen lassen. Das Ende des Romans hat mich sehr überrascht. Es macht das Buch aber wirklich rund und passt sehr gut. Alle Fragen, die sich während des Lesens in meinem Kopf gebildet haben wurden restlos und zufriedenstellend beantwortet. Fazit Kurz gesagt ist „Liebten wir“ von Nina Blazon ein Roman, der mich wirklich umgehauen hat. Authentische sehr sympathisch gestaltete Charaktere, ein bildhafter flüssig lesbarer Stil der Autorin und eine Handlung, die überrascht, teilweise mysteriös ist und den Leser bewegt, haben mich hier auf ganzer Linie begeistert. Absolut zu empfehlen!

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Liebten wir
von simi159 am 15.08.2015

Moria ist auf der Suche nach einer Familie, ihre eigene ist , als sie ein Kind war, zerbrochen. Seither steht sie mit ihrer Schwester, Danae, auf Kriegsfuß, verschweigt ihren Vater und ist mehr auf der Flucht , als sich dem eigenen Leben zu stellen. Jetzt will Moria die Familie ihres... Moria ist auf der Suche nach einer Familie, ihre eigene ist , als sie ein Kind war, zerbrochen. Seither steht sie mit ihrer Schwester, Danae, auf Kriegsfuß, verschweigt ihren Vater und ist mehr auf der Flucht , als sich dem eigenen Leben zu stellen. Jetzt will Moria die Familie ihres Freundes Leon kennenlernen, seit drei Monaten sind sie ein Paar und sein Vater feiert Geburtstag. Moira ist Fotografin und benutzt ihre Kamera als Waffe und Schutzschild zugleich Sie legt Geheimnisse und verborgene Eigenschaften der Personen, die sie aufnimmt, frei und versteckt sich selbst dahinter. Bei Leons Familie soll sie keine Bilder machen, denn seine Schwester ist ebenfalls Fotografin und duldet keine Konkurrenz. Moria verspricht ihre Kamera nicht zu benutzten und stellt im Gegenzug Leon ihre Schwester Danae vor. Diese taucht spontan auf der Familienfeier auf und mit Leons Schwester stellt sie Moira bloß. Mo ergreift daraufhin die Flucht, flieht mit Leons Auto, doch in diesem ist sie nicht allein. Aino, Leons Großmutter, eine gebrechliche Finnin mit Rollstuhl, die renitent darauf besteht mitzukommen, sitz ebenfalls im Auto. Und so fliehen die beiden, Aino gibt das Ziel vor und Moira macht bereitwillig mit, ist Flucht doch der ganz normale Modus auf dem sie läuft. Das Ziel der Großmutter ist Helsinki, denn dort gibt es etwas aus der Vergangenheit, dass sie vor ihrem Tod noch klären muss.... Fazit: Das ist eine ungewöhnliche Geschichte über zwei ungleiche Frauen. Moira, Mo, die mit Ende zwanzig nichts mehr möchte, als eine Familie, die ihr einen sicheren Hafen bietet. Denn ihre eigene ist ein Trümmerhaufen und Mo trägt mehr als einen Dämon aus der Vergangenheit mit sich herum. Aino, ist Mitte 80, und wird von ihrer Familie für dement, unzurechnungsfähig und als Kostenfaktor gesehen. Sie hat in Helsinki noch etwas aus Kriegszeiten zu regeln, und da ihre Gesundheit nicht die beste ist, wird die Zeit knapp. So ungleich die beiden Frauen auch sind, im Grunde ihres Herzens möchten sie nur geliebt werden. Und so bilden sie mit all ihren Geheimnissen und eingearbeitet eine symbiotische Gemeinschaft und öffnen sich nach und nach. Die Autorin, Nina Blazon, hat eine Menge Überraschungen und Wendungen eingebaut, die einen erstaunen, und die Geschichte anders weiter laufenlassen, als man das auf den ersten Blick vermutet. Auch die Charaktere sind vielschichtiger, als man das vermutet und man mag die Beiden schon ab dem ersten Seiten. Dann lacht, weint, hofft und bangt man und hat das Gefühl, bei dieser Reise und dem Eintauchen in die Vergangenheit von Aino und Moira, hautnah dabei zu sein. Es geht um Familie, was sie zusammenhält, was sie entzweit um zwischenmenschliche Beziehungen. Das alles verpackt in eine abenteuerliche und spannende Geschichte mit lebensechten Charakteren. "Liebten wir" ist ein ehrlicher, gefühlvoller und sehr persönlicher Roman mit zwei tollen Hauptcharakteren und absolut lesenswert. Von mir gibt es dafür 5 STERNE.

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Menschliche Abgründe und ein Roadtrip nach Finnland
von Cindy am 03.08.2015

Nina Blazon ist sowieso schon eine sehr beliebte Autorin und die Vorfreude auf und Erwartungen an ihr Belletristik-Debüt “Liebten wir” waren bei vielen Fans extrem hoch, so auch bei mir. Vorwegnehmen kann ich in diesem Sinne gleich, dass ihr mit diesem Debüt ein unglaublich toller Roman gelungen ist. Nina... Nina Blazon ist sowieso schon eine sehr beliebte Autorin und die Vorfreude auf und Erwartungen an ihr Belletristik-Debüt “Liebten wir” waren bei vielen Fans extrem hoch, so auch bei mir. Vorwegnehmen kann ich in diesem Sinne gleich, dass ihr mit diesem Debüt ein unglaublich toller Roman gelungen ist. Nina Blazon spielt hier mit menschlichen und psychologischen Abgründen, skurrilen Momenten und einem fast rasanten Roadtrip nach und durch Finnland. Die Protagonistin dieses Romans, Moira, ist Fotografin und gerade frisch bei ihrem neuen Freund Leon eingezogen. Nun steht das erste Treffen mit seiner Familie bevor und Mo ist aufgeregter denn je, denn eine liebende Familie ist alles, was sie sich wünscht, mehr noch als einen liebenden Partner. Beim Kennenlernen geht allerdings alles schief, was nur schiefgehen kann, und Mo muss flüchten. Kurz bevor sie losfahren kann, sitzt plötzlich Leons Großmutter Anusch mit im Auto und befielt ihr sie mitzunehmen. Und zwar nicht einfach nur nach Hause, nein, Anusch, die eigentlich Aino heißt, möchte nach Helsinki und ihr sind alle Mittel recht, um ihren Willen durchzusetzen. So beginnt also ein ungewöhnlicher Roadtrip zweier Frauen, die sich überhaupt nicht kennen, aber so was von kennenlernen werden. Moira selbst ist schon eine der gebrochensten Personen dieser Geschichte, die Gründe dafür erfährt man allerdings erst im Verlauf des Romans. Schnell wird jedoch klar, dass sie nicht einfach nur Fotografin ist oder sich hinter ihrer Kamera versteckt, sondern dass sie diese fast als Lupe oder gar Waffe benutzt, um beim Fotografieren all die Abgründe und Geheimnisse der abgelichteten Personen zu ergründen. Zu Beginn wirkt ihr Verhalten noch recht amüsant, als sie eine Hochzeit fotografiert und dabei nicht nur hinter die fröhliche Fassade blickt, sondern auch eine Affäre entdeckt. So witzig das auch klingen mag, so schaurig wird ihr Verhalten allerdings, wenn langsam deutlich wird, warum sie das macht. Und schon befindet man sich überhaupt nicht mehr in einem schönen und kuscheligen Roman, sondern muss sich fragen, wo da überhaupt der Boden ist, auf den man fallen könnte. Es ist allerdings nicht nur Moira, die in ihrem Leben unter vielen Erfahrungen gelitten hat, im Grunde hat hier jeder Charakater einen ordentlichen Knacks. Anusch/Aino gehört natürlich dazu, auch wenn man hier ebenso lange nicht weiß warum. Zunächst tritt sie als eine sehr herrische und mürrische Person auf, die anderen Leuten, besonders Mo, ständig den Spiegel vorhält und sie dabei oft gründlich vor den Kopf stößt. Ganz allmählich eröffnet sich auch bei Aino eine Vergangenheit, die emotional mitreißt. “Liebten wir” ist ein unglaublich vielschichtiger Roman: Beginnend bei einer schlimmen Familienfeier, die so viele menschliche Abgründe zeigt, dass mir beim Lesen fast schlecht geworden ist, reisen wir über das Meer nach Helsinki, das für die eine ein Ziel und für die andere nur Flucht ist. Dabei zeichnet Nina Blazon nicht nur ein unglaublich plastisches Bild vom schönen Helsinki, sondern auch umso traurigere Bilder vom Leben mehrerer Personen. Jeder Moment berührte mich dabei ganz tief und hat mich richtig in die Geschichte eintauchen lassen, obwohl sie doch manchmal so voll von negativen Emotionen ist. Auch die neuen zwischenmenschlichen Beziehungen, die sich hier entwickeln, besonders die zwischen Aino und Mo, haben mich mitfühlen und zittern lassen, denn zwischen all den negativen Erfahrungen waren diese ein richtiger Lichtblick. Doch nicht nur der Gefühlsaspekt steht hier im Vordergrund, auch die Geschichte selbst ist eine unheimlich spannende und mitreißende. Um die Vergangenheit von Moira und Aino — zwei Frauen, die mit ihren Erinnerungen kämpfen — wird lange ein Geheimnis gemacht, das man sich zwar durch einige Hinweise irgendwie zurecht puzzeln kann, das aber am Schluss zu einem sehr überraschendem Ende kommt.

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Eine Mischung aus Tragikomik, Road-Movie und Reise in die eigene Vergangenheit
von Karin Wenz-Langhans aus Limbach am 31.07.2015

Die junge Fotografin Mo hat durch ihre Kamera einen ganz besonderen Blick auf die Menschen: sie deckt mit ihren Fotos die Wahrheit hinter der Maske der Alltäglichkeit auf. Wenn es allerdings um den Blickwinkel auf das eigene Leben geht, sieht es bei ihr düster aus, ihr eigenes Familienleben besteht... Die junge Fotografin Mo hat durch ihre Kamera einen ganz besonderen Blick auf die Menschen: sie deckt mit ihren Fotos die Wahrheit hinter der Maske der Alltäglichkeit auf. Wenn es allerdings um den Blickwinkel auf das eigene Leben geht, sieht es bei ihr düster aus, ihr eigenes Familienleben besteht nur aus Schweigen und Streit. Umso mehr freut sie sich auf das Familienfest ihres Freundes Leon, das jedoch in einer Katastrophe und in der gemeinsamen Flucht mit der kratzbürstigen Großmutter Aino nach Finnland endet. Ainos Reise in ihre Vergangenheit wird auch für Mo ein Blick in die eigene Vergangenheit samt all ihrer Probleme. Mit diesem Buch wendet sich die Autorin diesmal an erwachsene Leser und ich hoffe sehr, daß es nicht der letzte Ausflug in dieses Genre sein wird. Mit einer ausdrucksstarken und bildhaften Sprache nimmt Nina Blazon den Leser mit auf eine Reise nach Finnland und in die Vergangenheit zweier völlig unterschiedlicher Frauen. Aber das Buch kommt nicht nur ernst daher, dazwischen blitzt auch immer wieder der Humor der Autorin auf. Und stellenweise erinnert das Buch auch an ein Road-Movie. Die Charaktere sind liebevoll und tiefgehend ausgearbeitet, nach und nach schälen sich immer mehr Details aus der traurigen Vergangenheit von Mo und Aino heraus. Bei Mo(ira) und ihrer Schwester Danae wird schnell klar, daß ihre Kindheit durch Lieblosigkeit und Mißachtung gekennzeichnet war, was schließlich auch zum Bruch zwischen den Schwestern geführt hat. Die beiden Schwestern haben sich in völlig verschiedene Richtungen entwickelt und haben immense Probleme damit, überhaupt miteinander zu kommunizieren. Zwischen ihnen haben sich Frust, Hass, Schweigen und Unverständnis breitgemacht. Die lieblose Kindheit spiegelt sich in Mos Fotos wider: sie ist immer auf der Suche nach den dunklen Seiten der Menschen und ihrer Familien („Fotos verraten alles. Sie zeigen das, was gezeigt werden soll – aber darüber hinaus zeigen sie die Lücken in den Familien, die schadhaften Stellen am Haus.“). Mos Sehnsucht nach dem perfekten Familienidyll geht soweit, daß sie ihre Partner nach deren Familien aussucht, von denen sie hofft, daß sie sie mit offenen Armen aufnehmen. Leons Großmutter Aino ist über 80 Jahre alt, lebt im Pflegeheim und gilt bei ihrer Familie als senil. Mit ihrer kratzbürstigen und verletzenden Art der Familie und Mo gegenüber ist ihr erster Auftritt nicht sehr einnehmend. Und über der gezwungenermaßen gemeinsamen Flucht von Aino und Mo herrscht Gewitterstimmung. Aber bald müssen die beiden Frauen einsehen, daß sie bei ihrer Flucht nach Finnland, Ainos Heimatland, aufeinander angewiesen sind. Ainos Geschichte sowie die Gründe, warum sie noch einmal nach Helsinki will, sind spannend und bis zum Schluß überraschend. Und nebenbei zwingt sie Mo, endlich in ihrer eigenen Vergangenheit aufzuräumen. Nebenbei erfährt der Leser einiges über Finnland und seine Bewohner, wie die Liebe der Finnen zur Sauna, zum Alkohol und Karaoke, ihre Wortkargheit, aber auch die tiefe Liebe zum finnischen Tango, welche mir bisher völlig unbekannt war und der nicht nur im Buch eine große Rolle spielt. Das Ende des Buches ist für mich sehr stimmig und war bis zur letzten Seite offen. Außerdem bringt es noch einige überraschende Aufklärungen.

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Mitreißend bis zum Schluss
von einer Kundin/einem Kunden aus Mainz am 24.07.2015

Mos Leben kann man als abenteuerlich beschreiben, aber mit dem Besuch bei der Familie ihres Freundes driftet ihr Leben vollends in die Katastrophe. Mo ist Fotografin und schaut lieber durch die Linse auf das Leben der Anderen, als sich ihren eigenen Problemen zu stellen. Dabei hat sie ein sehr... Mos Leben kann man als abenteuerlich beschreiben, aber mit dem Besuch bei der Familie ihres Freundes driftet ihr Leben vollends in die Katastrophe. Mo ist Fotografin und schaut lieber durch die Linse auf das Leben der Anderen, als sich ihren eigenen Problemen zu stellen. Dabei hat sie ein sehr gutes Auge für die zwischenmenschlichen Höhen und Tiefen. Als sie die Familie ihres Freundes besucht, sieht sie schnell die Verbindungen untereinander, nur die Großmutter Aino bleibt ihr ein kleines Rätsel. Der Besuch ihrer Schwester bringt alles durcheinander und führt schließlich dazu, dass sich Mo und Aino zusammen auf den Weg nach Finnland machen. In Finnland sucht Aino nach ihrer Vergangenheit, aber auch für Mo wird der Trip zu einer Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Vergangeheit. Durch Rückblicke erfährt man immer mehr vom Leben der beiden Frauen. Dabei gibt es die ganze Zeit eine unterschwellige Spannung, denn man wartet die ganze Zeit auf das große Geheimnis. Das Ende war für mich nicht wirklich vorhersehbar und überraschte mich. Nina Blazon kannte ich bis jetzt nur als Autorin von Jugendfantasy Büchern und ich war sehr auf ihren neuen, so ganz anderen Roman gespannt. Und sie hat es wieder geschafft mir zu zeigen, was sie für eine großartige Autorin ist. Nicht immer von der Story, weil die hatte vor allem in Mitte ein paar Längen, aber ihr Schreibstil und Charakterzeichnung hat mich wieder gefangen genommen. Mo und Aino sind vielschichtige Charaktere, nicht immer einfach mit vielen Ecken und Kanten. Aber gerade dadurch, dass sie nicht so eindimensional sind, sind sie mir ans Herz gewachsen. Am Ende fiel es mir richtig schwer sie zu verlassen. Nina Blazon schafft es dazu immer die richtige Stimmung herzustellen. Liebevoll zeichnet sie die Eigenheiten der finischen Gesellschaft und Kultur nach. Gleichzeitig erfährt man ein wenig von der finischen Geschichte während des Zweiten Weltkrieges. Dieser Roman erhält von mir eine absolute Leseempfehlung. Er ist spannend, ungewöhnlich und mitreißend.

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der besondere Blick...
von einer Kundin/einem Kunden am 02.07.2015

Mo ist Fotografin mit einer besonderen Begabung, mit der Kamera spürt sie den verborgenen Beziehungen der Menschen nach , entschlüsselt Familiengeheimnisse und deckt Konflikte auf ! Ihrer eigenen , tragischen Familiengeschichte entkommt sie trotzdem nicht, bis sie auf die ebenso eigensinnige und starrköpfige Aino trifft und sie... Mo ist Fotografin mit einer besonderen Begabung, mit der Kamera spürt sie den verborgenen Beziehungen der Menschen nach , entschlüsselt Familiengeheimnisse und deckt Konflikte auf ! Ihrer eigenen , tragischen Familiengeschichte entkommt sie trotzdem nicht, bis sie auf die ebenso eigensinnige und starrköpfige Aino trifft und sie beide auf eine eher unfreiwillige Reise nach Finnland aufbrechen ! Ein spannendes Roadmovie und ein psychologische Porträt zugleich - absolut lesenswert !

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Eine bezaubernde Geschichte zweier Frauen!
von Lesezirkel am 30.06.2015

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich mag Nina Blazons Schreibstil sehr. Das Buch hat 560 Seiten und ist im Ullstein Taschenbuch Verlag erschienen. Autorin: Nina Blazon wurde1969 in Koper, Slowenien geboren. Sie ist eine deutsche Journalistin, Autorin und Texterin und vorrangig den Genres Fantasy, Krimi und historischer Roman zuzuordnen.... Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich mag Nina Blazons Schreibstil sehr. Das Buch hat 560 Seiten und ist im Ullstein Taschenbuch Verlag erschienen. Autorin: Nina Blazon wurde1969 in Koper, Slowenien geboren. Sie ist eine deutsche Journalistin, Autorin und Texterin und vorrangig den Genres Fantasy, Krimi und historischer Roman zuzuordnen. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie in Bayern, bevor sie sich an der Universität Würzburg dem Studium der Germanistik und Slawistik widmete. Nach dem Studium unterrichtete sie als Lehrbeauftragte an den Universitäten Tübingen und Saarbrücken und arbeitete als Texterin in einer Werbeagentur und als Journalistin für verschiedene Tageszeitungen. 2003 veröffentlichte sie Ihren Debütroman "Im Bann des Fluchträger" als Beginn ihrer "Woran-Saga" für den sie mit dem Deutschen Phantastik-Preis in der Kategorie "Roman-Debüt" und dem "Wolfgang-Hohlbein-Preis" ausgezeichnet wurde. Anfang 2011 erschien "Ascheherz" und im Spätsommer, ebenfalls im cbt Verlag, "Zweilicht". Nach ihrem Roman "Wolfszeit" im Jahr 2012 wurde zwei Jahre später mit "Der dunkle Kuss der Sterne" ein weiterer Roman der Autorin veröffentlicht. Nina Blazon lebt mit ihrer Familie in Stuttgart, Baden-Württemberg und betätigt sich nebenbei auch noch als Übersetzerin. Inhaltsangabe/Klappentext: »Fotos verraten alles. Sie zeigen das, was gezeigt werden soll – aber darüber hinaus zeigen sie die Lücken in den Familien, die schadhaften Stellen am Haus.« Verstohlene Blicke, versteckte Gesten, die Abgründe hinter lächelnden Mündern: Fotografin Mo sieht durch ihre Linse alles. Wenn sie der Welt ohne den Filter ihrer Kamera begegnen soll, wird es kompliziert. Mit ihrer Schwester hat sie sich zerstritten, von ihrem Vater entfremdet. Umso mehr freut sich Mo auf das Familienfest ihres Freundes Leon. Doch das endet in einer Katastrophe. Mo reicht es. Gemeinsam mit Aino, Leons eigensinniger Großmutter, flieht sie nach Finnland. Eine Reise mit vielen Umwegen für die beiden grundverschiedenen Frauen. Als Mo in Helsinki Ainos geheime Lebensgeschichte entdeckt, ist sie selbst ein anderer Mensch. Mo ist Fotografin mit dem ganz besonderen Blick. Sie fotografiert das, was unter der Oberfläche steckt. Die Zwischentöne und kleinen Gesten. Nur die eigenen Zwischentöne machen ihr Probleme. Sie hofft, dass ihr neuer Freund Leon ihr helfen kann, endlich Teil einer glücklichen Familie zu werden. Als sie seine Familie zum ersten Mal trifft, kommt es allerdings zum Eklat. Und plötzlich ist Mo auf der Flucht – vor Leon, vor der Vergangenheit, vor allem aber vor sich selbst. Doch sie ist dabei nicht allein. Nicht ganz freiwillig nimmt sie Aino mit, Leons Großmutter. Anfangs ist Mo genervt von der Gesellschaft. Dann dirigiert die kauzige Alte sie auch noch Richtung Norden und verlangt von ihr, die Fähre nach Finnland zu nehmen. Was soll Mo in diesem eigenartigen Land, von dessen Sprache sie kein einziges Wort versteht? Erst auf dem Meer gelingt es Mo langsam, sich auf das ihr so fremde Land einzulassen. Sie entdeckt die Schönheit und Melancholie des finnischen Tangos, der ihr beibringt, loszulassen und sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Auch Aino öffnet sich ihr allmählich. Beide Frauen erkennen: Manchmal muss man auf eine Reise gehen, um anzukommen. Fazit: Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Anfangs lernt man Mo kennen, die Fotografin ist und für ihre Bilder einen besonderen Blick hat, sie erkennt Dinge und Wahrheiten die wir nicht sehen können. Diese ganze Beschreibungen rund um Mo und ihrem Talent waren fantastisch. Da lies mich die Autorin staunen. Am Anfang der Geschichte musste ich öfters lachen, als Mo bei diesem Familienfest war und ausversehen was angestellt hat. Und dann fährt sie davon und hat die Oma von ihrem Freund im Auto. Ich dachte mir, so humorvoll wird es bestimmt weitergehen. Die zwei Frauen sind total unterschiedlich, aber beide kann man in sein Herz schliessen. Jede ist auf ihre Art sympatisch. Die Beschreibungen der beiden Frauen, hat die Autorin sehr gut hinbekommen. Allein die Konversationen der beiden Frauen sind herrlich, mit was für Wörter die beiden aggieren, ich musste so oft lachen. Eine Geschichte mit Humor. Dann gab es für mich so eine Art Wendung in der Geschichte, ich hatte mir was anderes vorgestellt wie die Geschichte weitergehen könnte. Aber die Geschichte hat mich dann richtig gefesselt. Sie konnte mich verzaubern. Nach und nach lernte man die beiden Frauen und ihre Vergangenheit kennen. Hin und wieder erfährt man von dem Leben der beiden aus der Vergangenheit. Vorallem die Beschreibungen der Kriegszeit in Finnlaand, sind der Autorin sehr gut gelungen. Man lernte dadurch die beiden Frauen näher kennen und konnte mit ihnen auch mitfühlen. Auch die Erzählungen zwischendrin sind der Autorin sehr lebendig gelungen. Eine Geschichte über Liebe, Freundschaft, unerfüllte Liebe, Vergangenheit und Gegenwart, alles findet man in diesem Buch von Nina Blazon. Das Ende war etwas unerwartet. Viele Dinge kommen nun an sich Licht und vieles lies sich im Leben von Mo aufklären. Vieles ergibt jetzt einen Sinn. Das Buch war bezaubernd schön geschrieben, genauso kenne ich Nina Blazon, sie kann ihre Leser mit ihrem lockeren und bezaubernden Schreibstil verzaubern. Das Buch lies sich zügig durchlesen. Der Schreibstil ist sehr lebendig. Die Charaktere sind unterschiedlich stark ausgeprägt, aber sehr gut beschrieben. Mo mit ihrer lockeren Art gefällt mir am meisten. Aber die Oma hat es auch dick fest hinter die Ohren. Das Cover wirkt allein schon beim Anblick bezaubernd. Vermittelt durch die Wolken und der Taube/Schwalbe, lach, ein himmlisches Gefühl und mit diesem rosa sehr gut kombiniert.

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Die Welt in Bildern
von einer Kundin/einem Kunden aus Nienburg am 30.06.2015

Der Roman "Liebten wir" von der Autorin Nina Blazon aus dem ullstein Verlag hat mich beim Lesen aufgrund seiner schönen Geschichte voll überzeugt. Zum Inhalt: Mo ist ein junges Mädchen, welche die Welt oft durch die Linse ihrer Kamera betrachtet. Manchmal vielleicht viel zu oft, weil sie sich dadurch auch ein... Der Roman "Liebten wir" von der Autorin Nina Blazon aus dem ullstein Verlag hat mich beim Lesen aufgrund seiner schönen Geschichte voll überzeugt. Zum Inhalt: Mo ist ein junges Mädchen, welche die Welt oft durch die Linse ihrer Kamera betrachtet. Manchmal vielleicht viel zu oft, weil sie sich dadurch auch ein Stück weit versteckt. Bilder kann man gezielt so aufnehmen, dass sie schön sind, die Realität aber nicht. Mo hat Streit mit ihrer Schwester und kaum Kontakt zu ihrem Vater. Die heile Welt auf ihren Bilder existiert nicht. Eines Tages ist sie auf einem Familienfest ihres Freundes Leon, doch diese Situatiuon eskaliert und so kommt es, dass Mo sich mit der Großmutter von Leon auf nach Helsinki macht. Auf dieser skurrilen Reise lernt Mo das Leben mit anderen Augen zu betrachten. Persönliche Meinung: Ich finde, dass "Liebten wir" ein sehr schönes Buch ist, weil es ein Thema aufgreift, das eigentlich jeden von uns betrifft. Nach Außen hin wollen wir alle immer perfekt sein, seien es auf Fotos mit Freunden, Profilbildern oder Hochzeitsfotos - Fotos sind immer nur Momentaufnahmen von Zeiten, in denen wir glücklich scheinen, auch wenn wir es gar nicht sind, doch das zeigen wir anderen kaum. Ich denke, dass sich viele mit Mo identifizieren werden können und das Buch deshalb für viele, gerade junge Menschen, lesenswert wäre. Fazit: Absolute Leseempfehlung meinerseits, daher auch volle Sterne von mir!

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Liebten wir
von einer Kundin/einem Kunden aus Lemwerder am 26.06.2015

Man merkt das Nina Blazon schon viele Romane geschrieben hat. Sie hat mehrere Jugendromane und Fanthasieromane geschrieben. Ihr Stil ist kraftvoll und inspirierend. Die Fotografin Mo spielt mit Blende und Beleuchtung. Wenn sie ihre Bilder bearbeitet sieht sie viele Geheimnisse des Augenblicks, die uns als Betrachter nicht auffallen. Ihre Mutter stirbt früh... Man merkt das Nina Blazon schon viele Romane geschrieben hat. Sie hat mehrere Jugendromane und Fanthasieromane geschrieben. Ihr Stil ist kraftvoll und inspirierend. Die Fotografin Mo spielt mit Blende und Beleuchtung. Wenn sie ihre Bilder bearbeitet sieht sie viele Geheimnisse des Augenblicks, die uns als Betrachter nicht auffallen. Ihre Mutter stirbt früh und ihre ältere Schwester kommt ins Internat, so leben sie sich auseinander. Der Vater ist ein Kapitel für sich, da schiebt er seine Tochter Mo ab zu seiner Exgeliebten. So ist Mo auf andere Familien fixiert. Der Vater ihres Freundes Leon hat Geburtstag und sie ist mit eingeladen. Da lernt sie seine Großmutter Aino kennen, die ist in Finnland geboren und lebt jetzt in einem Pflegeheim. Auch hier in der Familie wird sie zu einer Aussenseiterin, genau wie Aino. Die beiden fliehen, Aino ist ein ziemlich schwieriger Charakter nicht gerade liebenswürdig. Mo lässt die alte Dame aber nicht in Stich. Die hat noch alte Rechnungen offen, die sie in Helsinki abrechnen will. Ainos Lebensgeschichte ist nicht einfach, zusammen sind sie ein Team, allerdings muss Mo alles so machen wie Aino es bestimmt. Die Geschichte ist nicht immer realistisch aber sympatisch geschrieben. Viele Hintergründe kommen ans Licht und auch Mo kann ihre Kindheit aufarbeiten. Sie lernt mit ihren Ängsten umzugehen. Eine grandiose Geschichte, nachdem ich mich eingelesen hatte, wurde es immer spannender. Wenn ich Aino erst nicht so mochte, konnte ich sie bald besser verstehen und so ging es auch Mo. Der Umgang zwischen ihnen war manchmal etwas beunruhigend und derb. Aino hatte immer noch eine Überraschung in Petto. Es wurde nie langweilig und ich habe den Roman verschlungen. Ich hoffe Nina Blazon schreibt weiter solche Literatur

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Eine reise in die Vergangenheit und zum eigenen Ich
von manu63 aus Oberhausen am 26.06.2015

Liebten wir ist der erste Ausflug der Autorin Nina Blazon in die Belletristik und ich kann schon gleich zu Anfang schreiben, dass mir dieser Ausflug sehr gut gefallen hat. Mit feinem Schreibstil und gutem Einfühlungsvermögen schreibt Nina Blazon eine Geschichte über Liebe, Familie und Vergangenheitsbewältigung. Mo ist Fotografin und kann... Liebten wir ist der erste Ausflug der Autorin Nina Blazon in die Belletristik und ich kann schon gleich zu Anfang schreiben, dass mir dieser Ausflug sehr gut gefallen hat. Mit feinem Schreibstil und gutem Einfühlungsvermögen schreibt Nina Blazon eine Geschichte über Liebe, Familie und Vergangenheitsbewältigung. Mo ist Fotografin und kann ihre Welt am besten durch die Linse ihrer Kamera beobachten. Dabei sieht sie Zusammenhänge, die anderen gar nicht auffallen. Leon, Mo's Freund nimmt sie zum ersten mal mit auf ein Familienfest, dort begegnet Mo einer Familie, die sie sich nach dem Ansehen eines Fotoalbum eigentlich anders vorgestellt hat. Im Laufe der Feier kommt es zu Unstimmigkeiten zwischen Mo und Leon und Mo flieht aus dem Haus. Dabei muss sie Aino, die etwas seltsame Großmutter von Leon unfreiwillig mitnehmen. Wie sich beiden Frauen einander annähern und was dabei aus der Vergangenheit beider Frauen zutage kommt, wird auf interessante Weise und mit gutem Schreibstil erzählt. Mich hat die Geschichte sehr schnell gefesselt und ich konnte das Buch nicht so schnell wieder aus der Hand legen. Das Ende des Buches war für mich schon überraschend und dennoch befriedigend. Die einzelnen Charaktere und ihre Eigenheiten werden gut herausgearbeitet und ich konnte mich gut in die einzelnen Handelnden hineinversetzen. Für mich eine empfehlenswerte Lektüre die mir einige Stunden guter Unterhaltung gegeben hat. Es war mein erstes Buch von Nina Blazon das ich gelesen habe, aber es wird mit Sicherheit nicht mein letztes gewesen sein.

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Ab nach Finnland
von einer Kundin/einem Kunden am 05.06.2015

Danae und Moira sind Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Beide haben durch den frühen Tod ihrer Mutter, das Desinteresse des Vaters und einer engagierten, aber nervösen Stiefmutter eine harte Kindheit durchlebt, die sie noch mehr voneinander entfernt hat. Durch diese Situation hat Moira, genannt Mo, eine Angewohnheit... Danae und Moira sind Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Beide haben durch den frühen Tod ihrer Mutter, das Desinteresse des Vaters und einer engagierten, aber nervösen Stiefmutter eine harte Kindheit durchlebt, die sie noch mehr voneinander entfernt hat. Durch diese Situation hat Moira, genannt Mo, eine Angewohnheit entwickelt, sich immer neue Familien zu suchen, in die sie dazugehören kann. Als Fotografin erblickt sie diese Familien in einem anderen Blickwinkel, der ihr die zwischenmenschlichen Beziehungen direkt zeigt. Mo ist auf dem Weg zu der Familie ihres neuen Freundes Leon, worauf sie sich sehr freut, im Hinterkopf wieder dieses Gefühl von Geborgenheit in einer Familie zu haben. Doch das Fest wird zu einem Fiasko für Mo und verwirrt, wütend und entschlossen flieht sie von dort mit Leons Großmutter Aino, die sich ihr, genervt von ihrer Familie, anschließt. Die beiden machen sich auf nach Finnland, Helsinki, um eine Angelegenheit in Ainos früheren Lebens während des Krieges zu klären. Es ist kein Geheimnis, dass die beiden Frauen auf dieser Reise mehrfach aneinander geraten, doch als Mo Ainos Lebensgeschichte erfährt, versucht sie auch etwas an ihrem Leben zu ändern. Ein großartiger Roman über zwei eigensinnige Frauen, die versuchen sich selbst treu zu bleiben. Man erfährt sehr interessante Dinge über Finnland und seine Bewohner. Hat mir ganz wunderbar gefallen!

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Die Wahrheit hinter der schönen Fassade
von Jenny Vogler am 02.06.2015

Moira und Aino könnten Enkeltochter und Großmutter sein, als sie die Fähre nach Finnland besteigen, doch eigentlich sind sie eine wilde Zwangsgemeinschaft auf der Flucht vor der Enge ihrer Familie. Während die Jüngere ihre unschöne Vergangenheit vergessen möchte, will die Ältere sie endlich aufarbeiten – und so kommen sich... Moira und Aino könnten Enkeltochter und Großmutter sein, als sie die Fähre nach Finnland besteigen, doch eigentlich sind sie eine wilde Zwangsgemeinschaft auf der Flucht vor der Enge ihrer Familie. Während die Jüngere ihre unschöne Vergangenheit vergessen möchte, will die Ältere sie endlich aufarbeiten – und so kommen sich die beiden Frauen zwangsläufig sehr nahe und lernen mit Hilfe der anderen einen vollkommen neuen Blickwinkel auf das Geschehen kennen. Dieser Roman lebt durch die Echtheit seiner beiden Hauptprotagonistinnen, er erzählt und beschreibt die Lebensgeschichte zweier Frauen, die in jungen Jahren sehr schwere Zeiten erlebt haben und ihr Leben dennoch gemeistert haben. Er sensibilisiert den Leser für die menschlichen Schicksale während eines Krieges, zeigt die Abhängigkeit von anderen Menschen, die Unveränderlichkeit von bitteren Enttäuschungen und verschiedene Auswege aus einem persönlichen Dilemma. Konfrontation versus Flucht. Schöne Bilder versus echte, gelebte Augenblicke. Nina Blazon gelingt es durch ihren harmonischen, fließenden Erzählstil den Leser nicht nur am Geschehen teilhaben zu lassen, sondern ihn regelrecht in die Geschichte einzubeziehen. Es fällt schwer, sich keine eigene Meinung zu bilden, es gelingt nicht eine Person zu lieben und die andere nicht zu mögen – alles scheint seine ureigene Berechtigung zu haben. Außerdem zeugt das Geschriebene von Niveau, es regt zum Nachdenken an und hinterlässt eine unumstößliche Wahrheit: „Wie auch immer dein Lebensweg aussehen mag, es gibt einen wichtigen Moment, der zählt, der dich ausmacht, der alles erklärt, alles an seinen Platz rückt und alles vollendet.“ Fazit: Ein wunderschöner, einfühlsamer, ehrlicher und überzeugender Roman. Bestens geeignet für Liebhaber persönlicher Schicksalsromane, die zumindest entfernt der Überzeugung anhängen „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Dennoch würde ich das Buch als klassischen Frauenroman einstufen, obwohl es fast gänzlich ohne Klischees auskommt.

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was Bilder aussagen...
von einer Kundin/einem Kunden aus Heinsberg am 06.01.2016

Wir lernen in Nina Blazons neuem Roman "Liebten wir" die Fotografin Mo kennen. Mo hat ein ganz besonderes Talent, mit ihrer Kamera Augenblicke einzufangen, die mehr überdie abgelichtete Person preisgibt, als diejenige wohl gerne hätte. Als Mo mit ihrem Freund Leon zu einem Treffen seiner Familie reist, läuft es... Wir lernen in Nina Blazons neuem Roman "Liebten wir" die Fotografin Mo kennen. Mo hat ein ganz besonderes Talent, mit ihrer Kamera Augenblicke einzufangen, die mehr überdie abgelichtete Person preisgibt, als diejenige wohl gerne hätte. Als Mo mit ihrem Freund Leon zu einem Treffen seiner Familie reist, läuft es allerdings nicht besonders gut und Mo flüchtet zusammen mit Aino, Leons Großmutter, nach Finnland. Hier lernt sie Aino und deren Lebensgeschichte kennen und auch Mo muss sich ihrer eigenen Vergangenheit stellen. Ich muss sagen, dass ich ein kleines bisschen gebraucht habe, in diesen Roman zu finden, denn der Beginn des Buches zog sich doch ein wenig. So richtig gelang es mir nicht, mit Mo warm zu werden, denn sie schien mir kein allzu herzlicher Mensch zu sein. Doch so nach und nach kommt man ihr immer näher und man kann sich so richtig in sie hineinversetzen. Allerdings muss man sich auch ein wenig auf sie einlassen. Und auch Aino hatte nicht den absolut für sich einnehmenden Charakter, doch auch hier kommt der Charakter einem im Laufe des Buches näher. Beide Frauen haben mehr gemeinsam alssie selber wahr haben wollen, sie leben mit ihren Problemen der Vergangenheit und müssen sich dann doch damit auseinander setzen, das alles dauert seine Zeit und doch finden sie irgendwann zu sich und auch zueinander. Den Schreibstil der Autorin mag ich eigentlich recht gern, auch wenn er nicht so schnell zu lesen war, wie manch "seichtere Liebesromane". Ich musste mich doch beim Lesen immer ein bisschen selbst ausbremsen und hier und da noch einmal nachlesen, um nicht etwas wichtiges zu verpassen. Doch trotz allem hat sie ein so gutes Sprachgefühl, dass sie mit Worten den Leser berührt. Also eher ein Buch für den etwas anspruchsvolleren Leser würde ich jetzt schätzen. Das Cover des Buches gefällt mir leider nicht sehr gut, da ich einfach finde, dass es viel zu wenig ausdrückt. Für mich war bei dem Buch ausschlaggebend, dass es von Nina Blazon stammt, denn einige Ihrer Bücher stehen auf meiner Wunschliste und dementsprechend habe ich mich gefreut, hier etwas von ihr zu entdecken. Alles in allem ein gelungener Roman, der schon ein paar Längen hatte, trotzdem empfehlenswert, gerade, wenn man etwas sucht, dass ein wenig anspruchsvoller ist. Ich finde es ja immer schade, dass man keine halben Sterne vergeben kann, deshalb nenne ich es: lieb gemeinte 3,5 Stern!

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Jeder hat seine Geheimnisse
von einer Kundin/einem Kunden aus Oranienburg am 03.12.2015

Moira (Mo) glaubt in Leon verliebt zu sein, dessen Familie sie nun kennenlernen soll/will. Eine wirkliche Familie hat sie selbst nie gehabt und umso wichtiger ist es ihr in seiner Familie gut aufgenommen zu werden. Aber irgendwie geht alles schief: ihre ungeliebte Schwester Danae taucht auf,... Moira (Mo) glaubt in Leon verliebt zu sein, dessen Familie sie nun kennenlernen soll/will. Eine wirkliche Familie hat sie selbst nie gehabt und umso wichtiger ist es ihr in seiner Familie gut aufgenommen zu werden. Aber irgendwie geht alles schief: ihre ungeliebte Schwester Danae taucht auf, verführt ihren Leon und dann ist sie auch noch Schuld am Tod des Kanarienvogels. Sie beginnt eine halsbrecherische Flucht mit Leon Wagen und unwissend auch noch mit dessen sehr eigenwilliger Großmutter Aino im „Gepäck“, denn auch sie will nichts als weg von der angeblichen Familienidylle. Ein Pärchen das nicht ungleicher sein kann und beide offenbaren nur widerwillig ihre Gefühle und Pläne. Aber irgendwie sind beide doch ein Team. Aino braucht Mo, da sie alleine körperlich nicht in der Lage ist die weite, ihre letzte Reise anzutreten und ihre langgehegte Rache auszuführen. Mehr will ich eigentlich von der Handlung nicht verraten. Also mir hat der Roman recht gut gefallen. Die störrische Aino und die introvertierte Mo – einfach ein Dream-Team. Oft musste ich schmunzeln über Mo’s Gedankengänge bezüglich der schrulligen Alten. Auch die sich langsam lüftenden Geheimnisse im Leben der beiden Frauen ist brillant gelungen. An manchen Stellen fand ich die Beschreibung der Handlungsorte etwas zu weitschweifig. Unzufrieden bin ich mit dem Ende – wird nun Mo’s Vater noch zur Rechenschaft gezogen?? Obwohl ich ein sehr gradliniger Mensch bin (ähnlich wie Danae) weiß ich aber nicht, ob ich das wirklich möchte.

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