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Louise Bourgeois: Moi, Eugénie Grandet

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Louise Bourgeois hat sich gerne mit Eugénie Grandet verglichen, jener Titelheldin aus dem Roman von Honoré de Balzac, in dem ein von masslosem Ehrgeiz und Geiz zerfressener französischer frühkapitalistischer Provinzler seine Familie im Namen kalter Profitmaximierung terrorisiert. Die Künstlerin, selbst Tochter eines patriarchal gesinnten französischen Unternehmers, identifizierte sich mit Eugénie, der Tochter von Grandet. Sie war für sie – auch im 20. Jahrhundert – der Inbegriff der unterdrückten, nicht emanzipierten Frau, der, wie sie sagte: "Prototyp der unerfüllten Frau". Ein Schicksal, gegen das sich Louise Bourgeois ein Leben lang wehrte, und dies tatsächlich bis zum Ende, bis in die letzten Monate ihres Lebens (!), als sie einen Zyklus kleinformatiger, sehr zarter, filigraner Zeichnungen erstellte, dem sie den Namen Eugénie Grandet gab. Das Buch, das diesen Zyklus zum ersten Mal vorstellt und auch eine von der Künstlerin verfasste "Ode an Eugénie Grandet" enthält, wird begleitet von einem klugen Essay von Jean Frémon, eines französischen Kunstkritikers, der eng mit der Künstlerin befreundet war und sie Monate vor ihrem Tod in New York noch zur Verwandtschaft mit ihrer fernen literarischen Schwester befragen konnte. Ein erhellendes – und überraschendes - Dokument, das neues Licht auf das Denken, Fühlen und Arbeiten der grossen Bildhauerin wirft.
Portrait

Jean Frémon ist französischer Schriftsteller, Übersetzer und Kunstkritiker. Er lebt in Paris und hat zur Kunst des 20. Jahrhunderts zahlreiche Publikationen vorgelegt, von denen keine bislang ins Deutsche übersetzt worden ist. Er war mit Louise Bourgeois längere Zeit eng befreundet.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Kunststoff-Einband
Herausgeber Jean Frémon
Seitenzahl 112
Erscheinungsdatum April 2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-905799-24-8
Verlag Meyer, Piet Verlag
Maße (L/B/H) 205/137/15 mm
Gewicht 232
Abbildungen ca. 30. Abbildungen, davon 27 in Farbe
Auflage 1. Auflage
Buch (Kunststoff-Einband)
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Ein kleines, feines Buch
von Peter Walder - Gottsbacher aus Innsbruck am 15.05.2013

Hier wird der letzte Werkzyklus der Grand Dame der Gegenwartskunst, die am 31. Mai 2010 in New York verstorben ist, gezeigt, der sich vor allem mit der Titelheldin aus Honoré de Balzac´s Roman, Eugénie Grandet, auseinandersetzt, die für Louise Bourgeois den Inbegriff einer nicht emanzipierten Frau darstellte. Eingeleitet wird dieses... Hier wird der letzte Werkzyklus der Grand Dame der Gegenwartskunst, die am 31. Mai 2010 in New York verstorben ist, gezeigt, der sich vor allem mit der Titelheldin aus Honoré de Balzac´s Roman, Eugénie Grandet, auseinandersetzt, die für Louise Bourgeois den Inbegriff einer nicht emanzipierten Frau darstellte. Eingeleitet wird dieses schöne Buch mit einem Essay von Jean Frémon, der die Künstlerin noch kurz vor ihrem Tod zu dieser Seelenverwandtschaft befragen konnte.

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