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Luzifers Töchter

Historischer Roman

(2)
Köln im 13. Jahrhundert: Vom Hunger geplagt, schliessen sich die verwaisten Zwillingsschwestern Yda und Griet einem Wunderheiler an. Als Yda ernsthaft erkrankt, verliert Griet beinahe jede Hoffnung. Bis sie sich in den jungen Henkersknecht Luca verliebt. Noch während Luca versucht, Yda zu heilen, wird Köln plötzlich belagert – und die Schicksalsgemeinschaft verliert sich in den Wirren aus den Augen ...
Portrait
Gabriele Breuer, geboren 1970, lebt mit ihrem Mann und Sohn in Köln. Sie arbeitet in einem Seniorenheim und schreibt nur in ihrer Freizeit. Unter dem Namen Gabi Breuer veröffentlicht sie auch Unterhaltungsromane.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 07.01.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-28646-4
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 190/118/32 mm
Gewicht 346
Buch (Taschenbuch)
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Beeindruckender historischer Roman
von mabuerele am 20.09.2015

„...Nichts ist mehr wert als ein Leben an deiner Seite...“ Yda und Griet sind Zwillingsschwestern. Ihre Mutter starb bei der Geburt. Wir befinden uns im 13. Jahrhundert. Damals war der Volksmund der Meinung, dass ein Mann nur eine Tochter in einer Nacht zeugen kann, die zweite muss vom Teufel stammen.... „...Nichts ist mehr wert als ein Leben an deiner Seite...“ Yda und Griet sind Zwillingsschwestern. Ihre Mutter starb bei der Geburt. Wir befinden uns im 13. Jahrhundert. Damals war der Volksmund der Meinung, dass ein Mann nur eine Tochter in einer Nacht zeugen kann, die zweite muss vom Teufel stammen. Nach dem Tode des Vaters wurden sie deshalb vom Onkel in eine Hütte am Dorfrand verbannt. Dort haben sie sich eingerichtet. Neben der Feldbestellung füttern sie einen Esel und ein Schwein. Dann aber kommen Söldner ins Dorf und brennen die Hütte nieder. Das Schwein stirbt. Der Onkel verweigert den Mädchen einen Platz an seinem Hof. Als Quirin, ein Wunderheiler, ihnen begegnet, beschließen die Mädchen, mit ihm zu gehen. Ihr gleiches Aussehen soll für ihr Auskommen sorgen. Die Autorin hat einen fesselnden und vielschichtigen historischen Roman geschrieben. Das Buch lässt sich gut lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Der eigentliche geschichtliche Hintergrund ist die Auseinandersetzung der Stadt Köln mit dem Erzbischof. In diese Zeit legt die Autorin ihre Geschichte von Yda und Griet. Gleichzeitig entwickelt sie dabei ein beeindruckendes Zeitgemälde. Die Protagonisten sind gut charakterisiert. Ich möchte mich auf einige beschränken. Obwohl Zwillinge und von gleichem Aussehen sind Yda und Griet charakterlich unterschiedlich. Yda ist die aktivere von beiden. Es braucht Zeit, Griet von ihren Ideen zu überzeugen. Trotzdem haben beide eine tiefe innere Verbindung. Sie spüren, wenn es der anderen nicht gut geht. In Köln treffen sie auf Luca, Sohn einer Hure und Gehilfe des Henkers. Außerdem kennt er sich gut in der Heilkunst aus. Der Schriftstil ist den heutigen Gepflogenheiten angepasst, verwendet aber an wenigen Stellen auch zeittypische Begriffe. Die Verhältnisse in Köln und bei der Residenz des Erzbischofs werden detailgenau geschildert. Deutlich arbeitet die Autorin heraus, dass es zwischen dem Adel und den Patriziern der Städte nicht wenige Gemeinsamkeiten gab. Prügel für Untergebene und das Durchsetzen der eigenen Interessen sind nur zwei davon. Um den Erzbischof zu schaden, werden die Dörfer der leibeigenen Bauern niedergebrannt und ihnen damit die Lebensgrundlage entzogen. Die Schattenseiten von Lucas Beruf werden mehrmals thematisiert. Da der Henker mehr besoffen als nüchtern ist, wird Luca zunehmend zu Hinrichtungen herangezogen. Das aber ist psychisch nicht einfach zu verarbeiten. Ein zweiter Aspekt der Handlung ist das Leben im Hurenhaus. Viel Wert legt die Autorin auf die Darstellung der Emotionen. Griets Angst um die Schwester, Lucas Wut und Rachegedanken, Overkamps Wahnvorstellungen zum Beispiel werden nicht nur mit Worten, sondern häufig punktgenau mit Taten beschrieben. Besonders behutsam geht die Autorin mit den ersten zarten Gefühlen der Mädchen um. Ohne Mutter aufgewachsen und ohne weiblichen Ansprechpartner lässt sie ihnen und ihren Partnern Zeit, zueinander zu finden. Sehr schön fand außerdem ich, wie der liebevolle Umgang von Luca mit seiner Schwester dargestellt wird. Obiges Zitat fällt im letzten Kapitel? Von wem? Da hilft nur, das Buch zu lesen. Der zukünftige Leser wird weitere Feineinheiten und interessante historische Themen im Buch finden. Das Cover mit der jungen Frau vor dem Schloss und der Landschaft passt zum Genre. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es hat ein Stück Geschichte lebendig werden und durch den fesselnden und gekonnt eingesetzten Schriftstil mich mit den Zwillingen hoffen und bangen lassen.

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Mein Lesetipp
von Diana Jacoby aus Bretten am 09.08.2015

"Werden Zwillinge geboren, so sagt das Volk, so muss eines der Kinder vom Teufel selbst gezeugt sein." Meine Meinung: Wow! Was für eine tolle Geschichte. Ich bin immer noch hin und weg. Eine brillante Story mit tollen Protagonisten. Ich bin begeistert. Nun wird man sich fragen, weshalb diese Begeisterung? Ganz einfach! Ich... "Werden Zwillinge geboren, so sagt das Volk, so muss eines der Kinder vom Teufel selbst gezeugt sein." Meine Meinung: Wow! Was für eine tolle Geschichte. Ich bin immer noch hin und weg. Eine brillante Story mit tollen Protagonisten. Ich bin begeistert. Nun wird man sich fragen, weshalb diese Begeisterung? Ganz einfach! Ich liebe es, wenn in historischen Romanen der Beruf des Scharfrichters bzw. Henker näher beschrieben wird. Oftmals wird er so bunt ausgeschmückt, dass man fast denken könnte, er wäre ein Held. Nein, der Henker hatte einfach einen ganz normalen Beruf, ohne den eine Stadt einfach nicht hätte sein können. Die Aufgaben waren ja nicht nur das Richten, sondern wie hier im Buch sehr gut beschrieben, auch das Abdecken der Tiere, sprich die Entsorgung. Ein Beruf, der aufgrund der hygienischen Verhältnisse unabdingbar er. Aber auch die Protagonisten wurden sehr detailliert beschrieben, so dass man sich als Leser sofort ein Bild machen konnte, um die Protas vor dem geistigen Auge lebendig werden zu lassen. Alleine die Beschreibungen von Rinchens Krankheit oder dem Antoniusfeuer zeigen, wie sehr sich die Autorin mit der Thematik "Krankheiten im Mittelalter" auseinander gesetzt hat. Die Landschaft und das Umfeld der Protagonisten wurden ebenfalls so beschrieben, dass ich teilweise das Gefühl hatte, selbst das Rascheln der Blätter zu hören (z.B. bei der Pfarrer-Friedhofs-Szene, bei der ich übrigens sehr schmunzeln musste). Fazit: Ich könnte mir vorstellen, dass die Geschichte auch als Film sehr gut geeignet wäre. Ob es wohl eine Fortsetzung geben wird? Ich würde mich sehr darüber freuen. Dieses Buch wird auf jeden Fall mein Lesetipp!

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