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Manduchai - Die letzte Kriegerkönigin

Roman

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Asien im 15. Jahrhundert: In einer Zeit der Männer greifen zwei Frauen nach der Macht.
Die Geschichte Chinas und der Mongolei wurde durch sie geprägt: Manduchai, Königin der Mongolen, Wan, die wahre Herrscherin auf dem Drachenthron.
Sie sind die mächtigsten Herrscherinnen ihrer Zeit - zu einem hohen Preis:
Manduchai muss sich gegen ungeheure Widerstände bis an die Spitze der Mongolenheere kämpfen. Ihr gefährlichster Rivale dabei ist ausgerechnet ihre grosse Liebe. Doch es gelingt ihr, und sie kann das Volk Dschingis Khans noch einmal zur alten Grösse führen.
Wan war zunächst die Kinderfrau des chinesischen Kaisers, dann seine Geliebte, ehe sie in den Rang der kaiserlichen Konkubine aufstieg und zur wahren Herrscherin Chinas wurde. Trotzdem musste sie tagtäglich um die Gunst des Kaisers gegen Eunuchen, Minister, Kriegsherren und junge schöne Rivalinnen kämpfen. Doch erst in Manduchai erkennt sie die ebenbürtige Gegnerin, die ihr gerade geformtes Reich gefährdet. So gibt sie den Neubau der total verfallenen grossen Mauer in Auftrag.
Als sich die Frauen nach Jahren der Intrigen und Kriege, nach Jahren des Mordens gegenüberstehen, wissen sie, dass es in ihren Händen liegt, ob das Töten weitergeht ...

Rezension
"Ein fesselnder Schmöker, in dem sich Drama, spannende historische Details und faszinierende Frauenfiguren zu einer starken Story verbinden." Petra, 01.12.2014
Portrait
Tanja Kinkel, geb. 1969 in Bamberg, verfasste bereits im Alter von acht Jahren ihre erste Erzählung. Heute ist die promovierte Germanistin eine der erfolgreichsten Autorinnen historischer Romane, die regelmässig die Bestsellerlisten erobern und in neun Sprachen übersetzt werden. Schon 1992 wurden ihre ersten beiden Bücher mit dem Bayerischen Staatsförderpreis für junge Schriftsteller ausgezeichnet. 'Wenn es nicht wahr ist, dann ist es eine gute Geschichte', so zitiert Tanja Kinkel ein italienisches Sprichwort und umschreibt damit zugleich ihr persönliches Erfolgsrezept.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 592
Erscheinungsdatum 01.03.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-30489-1
Verlag Droemer Knaur Verlag
Maße (L/B/H) 195/128/42 mm
Gewicht 439
Buch (Taschenbuch)
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Einfach nur interessant und gut
von Literaturlounge eu aus Gießen am 08.08.2016

Rezension : Manduchai, die letzte Kriegerkönigin - als ich diesen Titel des historischen Romans von Tanja Kinkel gelesen habe, war mein erster Gedanke, gab es diese Kriegerkönigin überhaupt. Und mein zweiter Gedanke war, wie will Tanja Kinkel das zu einem Roman verarbeiten, zumal ja auch noch die Chinesin Wan, sprich die... Rezension : Manduchai, die letzte Kriegerkönigin - als ich diesen Titel des historischen Romans von Tanja Kinkel gelesen habe, war mein erster Gedanke, gab es diese Kriegerkönigin überhaupt. Und mein zweiter Gedanke war, wie will Tanja Kinkel das zu einem Roman verarbeiten, zumal ja auch noch die Chinesin Wan, sprich die erste Konkubine des Kaisers von China, darin vorkommt. Schnell wurde mir klar, dass es besagte Personen wirklich gab und es noch ein Leben der Mongolen nach Dschingis Khan gab. Tanja Kinkel beschreibt in einer packenden Art und Weise das Leben der Mongolen und das Miteinander mit dem Reich der Mitte. Einem Miteinander wo man nicht miteinander kann, aber auch nicht ohne den anderen Staat leben kann. Es zeigt eindrucksvoll, dass zwei Menschen, die eine Vision haben und alles dafür tun, am Ende doch Erfolg haben. Der historische Roman von Frau Kinkel besticht durch eine klare Struktur, die es versteht, einen von Anfang bis zum Ende in den Bann zu ziehen, ohne jemals langweilig zu werden. Im Gegenteil - man verflucht die Mitte des Romans weil man denkt, wow das Buch ist ja bald zu Ende. Man lernt vieles über die Denkweise der Chinesen und der Mongolen, und dies auf eine fesselnde Art und Weise. Für mich persönlich einer der besten historischen Romane der letzten Jahre, welcher mir gezeigt hat, man kann auch gerne mal etwas über Völker lernen, die man so nur bedingt auf dem Schirm hat.

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Interessanter Roman über interessante historische Frauengestalten
von PMelittaM aus Köln am 16.05.2016

Tanja Kinkel erzählt in diesem Roman von Manduchai, die wirklich gelebt hat, 1448 in der Mongolei geboren wurde und es durch Klugheit und Geschick sehr weit brachte. Ich möchte hier nicht zu viel verraten, denn den meisten dürfte die mongolische Geschichte ähnlich unbekannt sein wie mir, und so führt... Tanja Kinkel erzählt in diesem Roman von Manduchai, die wirklich gelebt hat, 1448 in der Mongolei geboren wurde und es durch Klugheit und Geschick sehr weit brachte. Ich möchte hier nicht zu viel verraten, denn den meisten dürfte die mongolische Geschichte ähnlich unbekannt sein wie mir, und so führt dieser Roman in eine uns größtenteils unbekannte Welt mit uns ebenso unbekannten Menschen, die aber historisch belegt und in ihrer Heimat eine Legende sind. Neben Manduchai steht eine weitere Frau im Mittelpunkt der Handlung, die ebenso historisch belegt ist, und deren Leben zwar gänzlich anders verläuft als Manduchais, aber dennoch Ähnlichkeiten aufweist: Wan, Kinderfrau des erstgeborenen chinesischen Prinzen. Auch sie schafft mit Klugheit und List weit mehr, als man hätte erwarten können. Der dritte Protagonist, der Eunuch Ma Jing, ist zwar erfunden, hat aber dennoch eine wesentliche Rolle inne, er wird Manduchais Beschützer und Lehrer und spielt später auch eine Rolle in Wans Leben. Er bildet eine Art Brücke zwischen den unterschiedlichen Kulturen der beiden Völker. Tanja Kinkel gelingt es wunderbar, den Protagonisten, ebenso wie den Nebencharakteren, Leben einzuhauchen. Sie werden beim Lesen regelrecht lebendig, man fühlt mit ihnen, liebt und hasst sie und hat schnell das Gefühl, sie zu kennen. Und auch die Welt um sie herum wird so anschaulich dargestellt, dass man meint, mitten in der mongolischen Steppe zu sein, oder mit Ma Jing durch die Verbotene Stadt zu laufen. Manduchai steht im Zentrum der Geschichte, die mit ihrer Geburt beginnt und 32 Jahre später, lange vor ihrem Tod, endet. Die Jahre danach spricht die Autorin im Nachwort an. Auch wenn ich gerne mehr von Manduchai gelesen hätte, kann ich die Entscheidung der Autorin, genau diese Jahre herauszufiltern, nachvollziehen und erwarte keinen Nachfolgeroman. Dass Tanja Kinkel gut recherchiert hat, stelle ich außer Frage. Ich weiß, dass sie vor Ort war, die Mongolei besucht hat (ich habe Fotos davon auf ihrer Facebook-Seite gesehen), im Nachwort geht sie selbst noch einmal kurz darauf ein. Dadurch, dass ich die Geschichte der Mongolei nicht kannte, war der Roman eine sehr spannende Lektüre, denn ich wusste nicht, wie es enden würde mit Manduchai und Wan und wie sich die Geschicke ihrer Völker zu damaligen Zeit entwickelten. Ich habe mich auch extra nicht während des Lesens darüber informiert, werde mich aber nun, nach der Lektüre, noch ein bisschen weiter damit beschäftigen. Die Autorin erzählt sprachlich sehr schön und in meinen Augen zu Zeit und Ort passend. Ergänzt wird der Roman neben dem Nachwort von einem Personenverzeichnis und einer Bibliographie. Ich hätte mir noch eine Karte gewüscht. „Manduchai“ ist ein Roman, wie ich ihn liebe, ich konnte in ihn versinken, die Protagonisten wurden mir vertraut und ich hätte immer weiter lesen können. Selbstverständlich gibt es von mir eine Leseempfehlung, vor allem, aber nicht nur für jene, die historische Romane lieben, und volle Punktzahl.

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Ein großartiger Roman über eine großartige Frau
von Martina Meyen aus Sankt Augustin am 18.11.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Die Geschichte Asiens finde ich so interessant und faszinierend und bin deshalb immer auf der Suche nach Romanen, die mich in das vergangene Asien entführen. Tanja Kinkel hat im letzten Jahr anlässlich einer Lesung ein bisschen über dieses Buch erzählt und da stand für mich schon fest, dass ich... Die Geschichte Asiens finde ich so interessant und faszinierend und bin deshalb immer auf der Suche nach Romanen, die mich in das vergangene Asien entführen. Tanja Kinkel hat im letzten Jahr anlässlich einer Lesung ein bisschen über dieses Buch erzählt und da stand für mich schon fest, dass ich es unbedingt lesen möchte. Anfangs musste ich mich etwas an den Schreibstil gewöhnen, denn Tanja Kinkel hat eine ganz besondere Sprache. Sie erzählt sehr „dicht“ und hat zwischen den Zeilen viele kleine Kostbarkeiten versteckt. So habe ich sehr langsam gelesen, weil ich nichts davon verpassen und diese wunderbare Art zu erzählen ganz bewusst genießen wollte. Die Mongolei ist für mich historisches Neuland und so war es wahnsinnig fesselnd, so viel über dieses Volk und seine ganz eigene Lebensart zu erfahren. Die Geschichte beginnt mit der kleinen Manduchai und das kleine Mädchen hat sich mit ihrer Klugheit und ihrem Humor schnell einen Platz in meinem Herzen erobert. Schon als Kind begegnet sie der Dame Wan und auf eine besondere Weise ähneln sich die Lebenswege der beiden „großen“ Frauen. Ich darf sie einige Jahre begleiten und miterleben, wie sie sich zu einer großartigen Persönlichkeit entwickelt, die an ihren Aufgaben wächst und so viel Gutes für ihr Volk tut. Tanja Kinkel beschreibt so intensiv und mit so viel Feingefühl, ich bin regelrecht eingetaucht in diese mir so fremde Welt. Es gibt viele Szenen, die auf eine einzigartige Weise emotional sind. Es gibt so viele Szenen, die so atemraubend spannend sind. Und es gibt so viele Szenen, die mich staunen und lächeln lassen. Ich erfahre so viel, so viel erstaunliches, so viele Feinheiten und Kleinigkeiten, die aber diese Geschichte so besonders machen. Ich habe den Text regelrecht aufgesaugt und die Bilder in meinem Kopf genossen. Ich habe mir einige Weisheiten aufschreiben müssen, damit ich sie nach Lust und Laune immer wieder lesen kann: „Wer alle seine Ziele erreicht, hat sie wahrscheinlich zu niedrig gewählt, doch nur ein Narr tut, was er nicht lassen kann, wo der Weise lässt, was er nicht tun kann“ (S. 150). Nicht nur die Chinesen verstanden sich auf das Schmieden von Worten, Tanja Kinkel schreibt so kluge und kunstvolle Sätze, ich musste immer wieder inne halten, um sie zu verinnerlichen und zu genießen. Es ist ein bisschen schade, dass so großartige Persönlichkeiten wie Manduchai hier kaum bekannt sind. Um so glücklicher bin ich über dieses fantastische Buch, mit dem Tanja Kinkel Manduchai ein würdiges Denkmal gesetzt hat!

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Leseempfehlung!
von Mundolibris aus Frankfurt am Main am 13.11.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass dies das erste Buch das ich von Tanja Kinkel gelesen habe. Ich habe zwar ein weiteres Buch der Autorin schon seit mehr als 10 Jahren im Regal stehen, wie ich bemerkt habe als ich kürzlich meine Bibliothek katalogisiert habe, aber irgendwie ging... Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass dies das erste Buch das ich von Tanja Kinkel gelesen habe. Ich habe zwar ein weiteres Buch der Autorin schon seit mehr als 10 Jahren im Regal stehen, wie ich bemerkt habe als ich kürzlich meine Bibliothek katalogisiert habe, aber irgendwie ging es mir bisher durch die Lappen. Tanja Kinkel ist es gelungen mich mit Manduchai schon recht schnell abzuholen. Der Schreibstil, für manch einen vielleicht teilweise zu ausführlich, aber ich finde, dass es genau das ist was unter anderem den Reiz dieses Buches ausmacht. Gerade wenn man mit der Epoche und der Region nicht so bewandert ist, bekommt man alle notwendigen Informationen in diesem Buch frei Haus geliefert. Die Schauplätze und die Figuren sind so bildhaft beschrieben, dass es einem leicht fällt sich in sie hinein zu versetzen. Besonders die Figuren sind so fein gezeichnet und so glaubhaft, dass sie schnell ihr Eigenleben beginnen. Und selbst wenn man das Buch beiseitelegt, denkt man immer wieder über die Handlung nach, über die Figuren und wie sie damals gelebt haben müssen. Es ist nicht nur ein Buch, das eine Fiktion erzählt, sondern eher ein Buch das einem die Geschichte der Mongolen und der Chinesen zu dieser Zeit näher bringt. Mit diesem Buch hat mich Tanja Kinkel als Fan gewonnen. All denen die sich nicht nur Unterhalten lassen wollen, sondern auch etwas aus der Geschichte lernen wollen, kann ich das Buch wärmstens ans Herz legen.

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Starke Frauen
von leseratte1310 am 07.07.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Unter Dschingis Khan waren die Mongolen ein großes Volk. Nun, ungefähr zweihundert Jahre später, ist davon nicht viel geblieben. Stammesfehden haben zur Zersplitterung geführt. Manduchai von der Choros-Sippe kämpft sich in einer Männerwelt an die Spitze und sorgt dafür, dass die vereinten Stämme noch einmal mächtig werden. Ihre Gegenspielerin... Unter Dschingis Khan waren die Mongolen ein großes Volk. Nun, ungefähr zweihundert Jahre später, ist davon nicht viel geblieben. Stammesfehden haben zur Zersplitterung geführt. Manduchai von der Choros-Sippe kämpft sich in einer Männerwelt an die Spitze und sorgt dafür, dass die vereinten Stämme noch einmal mächtig werden. Ihre Gegenspielerin im nahen China ist Wan, die von der Kinderfrau zur mächtigen kaiserlichen Konkubine wird. Auch sie muss sich gegen viele Gegner durchsetzen. Der Werdegang der beiden Frauen könnte unterschiedlicher nicht sein, dennoch haben sie Gemeinsamkeiten. Sie sind beide klug, ehrgeizig und vorausschauend in ihren Bemühungen. Als sich die beiden Frauen nach langen Jahren des Kämpfens und Tötens gegenüberstehen, wissen sie, dass es an ihnen liegt, ob der Krieg weitergeht, der ihnen so viel abverlangt hat. Ich liebe historische Romane, ganz besonders jene, die uns nicht nur in eine andere Zeit, sondern auch noch in fremde Länder entführen. Dieser Roman um zwei ungewöhnlich und sehr beeindruckende Frauen hat mich begeistert. Tanja Kinkel gelingt es wunderbar, historische Personen mit fiktiven Figuren zu verbinden und eine interessante und spannende Geschichte daraus zu bilden. Wir erfahren sehr viel über die Tradition und Kultur der Völker und erleben uns sehr fremde Sitten und Gebräuche. Alle Charaktere wirken sehr lebendig und glaubhaft. Besonders aber imponieren Manduchai und Wan, die sich in einer Männerwelt zu behaupten wissen und mit Geschick und Beharrlichkeit an die Macht bringen. Eine wichtige Figur ist der Chinese Ma Jing, der als Geisel zu den Mongolen kommt und Lehrer für Manduchai wird. Doch er sitzt zwischen zwei Stühlen. Einerseits ist da die Freundschaft zu Manduchai und ihrem Vater Tsorokbai-Temur, andererseits liebt er seine Heimat und fühlt sich ihr verbunden. Er wird zum Bindeglied zwischen Manduchai und Wan. An den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen; mit seiner bildhaften Sprache passt er allerdings sehr gut zu der asiatischen Geschichte. Dieses Buch ist ein absolutes Highlight und ich kann es nur empfehlen.

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