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Mara und der Feuerbringer

(1)
Als die 14-jährige Mara erfährt, dass sie mit übernatürlichen Kräften ausgestattet sein soll und ausserwählt ist den Weltuntergang zu verhindern, beginnt ein unglaubliches Abenteuer.
RezensionBild
Das Bild liegt im Originalformat von 2.40:1 vor, einem für deutsche Filme eher ungewöhnlichen Breitbandformat. Der sehr saubere Transfer zeigt natürliche, warme Farben, die nie zum Überstrahlen neigen. Auch auf Seiten Kontrast gibt es nur Gutes zu vermelden, es werden schön plastische Bilder erzeugt. Schwächer ausgeleuchtete Innenaufnahmen wurden kontrastseitig kaum nachgeregelt, so dass es hier gelegentlich zu Defiziten in der Detaillierung kommen kann. Der Schwarzwert ist tief, wenngleich einige wenige Einstellungen existieren, wo Schwarz in benachbarte Töne tendiert, etwa einen gelblichen oder braunen Schleier hat. Diese sind jedoch selten und fallen kaum wertungsmindernd auf. Während Rauschen nur bei dunklen Aufnahmen in dezentem Masse auftritt, gibt es keine Artefaktbildung, die Detaillierung oder Schärfe beeinflussen. Selbige ist meist hoch und sorgt für saubere Kanten und Konturen. Nur Szenen mit sichtbaren visuellen Effekten aus dem Computer sehen weicher aus. Insgesamt ein wirklich guter Transfer, der die neun Punkte gerade noch ankratzt.
RezensionTon
Der deutsche Ton liegt in DTS-HD High Resolution 5.1 vor. Dass hier trotz HD-Ton noch eine Komprimierung und kein Master Audio-Format gewählt wurde, mag am Budget liegen. Dennoch weiss die Spur durchaus zu gefallen, bietet sie doch ein gutes Mass an Surroundeffekten mit teils direktionaler Ausrichtung, gelegentlich dabei sogar hörbare Dynamiksprünge und immer wieder auch spürbare Tiefbasseinsätze. Die wenige Filmmusik spielt weiträumig auf und bietet einen passablen Klang. Die Kulisse ist ebenfalls häufiger bild- und geschehenskonform im gesamten Hörraum abgebildet. Die Stimmen erklingen sauber und klar und stets gut verständlich, in wenigen Szenen sogar losgelöst vom Center. Wenngleich hier kein ganz grosses Spektakel abgefeiert wird, gibt es einen im Rahmen der Möglichkeiten sinnvoll-guten Gesamtmix. Für Hörgeschädigte gibt es eine entsprechende Hörfilmfassung sowie Untertitel. Standard-Untertitel sind zudem auf Englisch für die internationale Vermarktung vorhanden – ein cleverer wie lobenswerter Service!
RezensionBonus
Die Interviews (ca. 24 Min.) mit je fünf Cast und Crew-Mitgliedern beinhalten je 2-3 Minuten Kurz-Statements auf eingeblendete Standardfragen, allerdings haben fast alle auch noch ein Statement zu einem auf die Rolle bezogenen Thema, so dass auch persönliche Eindrücke und Meinungen einfliessen. Noch interessanter aber sind die Statements der Crew-Mitglieder. Das anschliessende TV-Making-of (int. Lang Version ca. 11 Min.) ist leider mehr Promoclip und bringt wenig Neues zu Tage. Der unkommentierte Blick hinter die Kulissen (ca. 7 Min.) ist eher B-Roll mit Aufnahmen und O-Ton vom Set. Es folgen vier Featuretten (ja, so die deutsche Schreibweise von Featurettes) zu den Themen Mythologie, Story, Dreharbeiten (Motiv-und Setsuche) und Fantasy und VFX (gesamt ca. 17 Min.), welche die angeführten Themen anreissen mit Filmausschnitten, Statements (mit Überschneidungen zu den Interviews) und Setaufnahmen und somit wie Teile eines besseren Making-Ofs daherkommen. Anschliessend folgen nur noch Clips zu reinen Unterhaltungszwecken wie das Musikvideo „Ein Echter Wahrer Held“ der renommierten Mittelalter-Band Schandmaul feat. einem beeindruckend gut singenden Tommy Krappweis (!) (ca. 5 Min.) und das dazugehörige Dreh Making-of (ca. 17 Min.) sowie die Fun-Clips Mara und der Kalkinator (ca. 2 Min.), Mara und der Strombergloki (ca. 2 Min.), und Lindwurmopfer (ca. 3 Min.). Das Video-Material wird geschlossen durch den Trailer zu „Mara und der Feuerbringer“ und die mehrteilige Trailershow des Anbieters. Die Video-Features liegen leider nicht in HD vor, aber immerhin in 5-1.Ton.
Beinahe etwas versteckt findet man am Ende der Bonus-Auflistung noch den Multi-Voice-Audiokommentar mit Regisseur Krappweis, dem VFX-Supervisor sowie zweien der Komponisten des Films. Herr Krappweis wirft die Themen in die Runde und alle gemeinsam gehen dann auf diverse Themen der Filmentstehung teils szenennah ein. Unterhaltsam und informativ.
Recht umfangreiches Material mit ordentlichem Infogehalt. Wiederholungen und Filmausschnitte mit werbendem Charakter sind dabei, nehmen aber nicht so viel Platz ein wie bei vielen anderen deutschen Titeln.
Portrait
Tommy Krappweis hat u. a. als Schauspieler, Stuntman und Moderator gearbeitet, bevor sein TV-Durchbruch mit der Comedy-Serie "RTL Samstag Nacht" kam. Danach gründete Krappweis seine eigene Filmproduktionsfirma "bumm film GmbH". Für die Erfindung der Kultfigur "Bernd das Brot" erhielt er 2004 den Grimme-Preis. Heute arbeitet Krappweis als Autor, Scriptdoctor und Regisseur.
Jan Josef Liefers, 1964 in Dresden geboren, ging nach einer Tischlerlehre an der Semperoper 1983 an die Ernst-Busch-Schauspielschule nach Berlin. Danach spielte er drei jahre am Deutschen Theater. Nach der Wende wechselte er ans Thalie Theater Hamburg. Seinen Durchbruch beim Film schaffte er 1996 mit seiner Rolle in "Rossini". Viele weitere Kinofilme wie "Knockin' on Heaven's Door", "Jack's Baby" oder "Der Baader Meinhof Komplex" folgten. Seit 2002 begeistert er reglmässig ein Millionenpublikum als Rechtsmediziner Prof. Karl-Friedrich Boerne im "Tatort".
Esther Schweins wurde mit der Comedy-Serie RTL Samstag Nacht berühmt und beliebt. Danach spielte sie Hauptrollen in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen. Seit 2002 ist sie als Moderatorin für die Magazine Foyer und Theaterlandschaften des ZDFtheaterkanals und 3sat tätig und führte Regie bei dem Theaterstück Caveman (mit Kristian Bader). Als Synchronsprecherin lieh sie Prinzessin Fiona in den Kino-Welterfolgen Shrek 1-3 ihre Stimme. Ihr Talent für witzige Rollen zeigt sie auch als Hörbuchsprecherin.
Zitat
Die erfolgreiche und üppige Fantasy-Welle der letzten zehn Jahre führte dazu, dass auch deutsche Jugendbücher für die grosse Leinwand immer häufiger adaptiert werden. Ob DIE VAMPIRSCHWESTERN oder SAPHIRBLAU, Fantasy aus deutschen Landen hat es trotz guter Ansätze nicht zuletzt an den Kinokassen des Ursprungslandes schwer. Es kursiert nämlich irgendwie die Meinung, dass die Deutschen keine Fantasy können. Die sehr erfolgreichen Buchreihen sprechen dagegen, die filmischen Ergüsse hingegen lassen zumindest auf den ersten Blick wirklich daran zweifeln.
Immer wieder fehlt es am Big Budget (bei Mara waren es gerade mal 6,5 Mio Euro), um die Filme entsprechend zu pimpen und mit grossen Bildern und Effekten à la Traumfabrik Hollywood auszustatten. Selbst Drehbücher und Schauspielleistungen werden oft den Buchvorlagen nicht wirklich gerecht. Das ist sicherlich in vielen Hollywoodblockbustern nicht anders, verwehrt dabei aber den meisten nicht gleich den Erfolg an den Kinokassen so wie hierzulande! Da aber auch die deutschen Kinogänger inzwischen mehr auf grosse Bilder und Effekte im Kino stehen als auf gute Geschichten, haben wir den Salat…
So war auch MARA UND DER FEUERBRINGER ein grosser Flop im Kino, was ärgerlich ist, da auch dieser Streifen wie so häufig auf einer Buch-Trilogie basiert, deren (weitere) filmische Umsetzung durch den finanziellen Misserfolg des ersten Teils zumindest in Frage steht. Verantwortlich für MARA zeichnet Tommy Krappweis, ein verdientes Multitalent, der als Komiker, Schauspieler, Buchautor und Regisseur seit den 1990ern erfolgreich ist. Für die Erfindung von BERND DAS BROT erhielt er sogar den Grimme-Preis. Zu MARA lieferte er die Buchvorlage und führte Regie, was letztlich vielleicht nicht die beste Idee war. Obwohl Krappweis sein Werk und dessen Umsetzbarkeit wohl am besten beurteilen können sollte, wirkt der Film häufig so, als hätte ein Filmneuling auf den übergrossen Stühlen gesessen.
Dabei ist MARA wie auch die vorgenannten Werke ein interessanter Genrebeitrag mit guten Ansätzen und dem ehrbaren Versuch, dem deutschen Volke die eigene Geschichte/Mythologie unterhaltsam darzubringen, allerdings hat er auch ebenso viele Schwächen, die in erster Linie am überzogenen Witz bis hin zur Albernheit und dem zu flachen Spannungsbogen festzumachen sind. Ausstattungs- und tricktechnisch hingegen ein überraschend gelungener Genrebeitrag!
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Beschreibung

Produktdetails


Medium Blu-ray
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 6 Jahren
Erscheinungsdatum 20.10.2016
Regisseur Tommy Krappweis
Sprache Deutsch (Untertitel: Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte, Englisch)
EAN 4011976333784
Genre Fantasy
Studio Constantin Film
Spieldauer 94 Minuten
Bildformat 16:9 Widescreen
Tonformat Deutsch: DTS-HD High Resolution Audio 5.1, Deutsch: Hörfilmfassung
Verkaufsrang 361
Film (Blu-ray)
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Kundenbewertungen


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100% gutes, mitreißendes Fantasy-Kinoerlebnis!
von einer Kundin/einem Kunden aus Neustadt am 28.10.2015

Was mich total geärgert hatte ist das ein solch toller, spannender, lustiger und sehr lehrreicher Film (Wie Kino News ja auch schreibt!) in bestimmten Internetforen systematisch, schon im Vorfeld der Kino Primäre, kaput geredet wurde! Das waren Menschen die 100 % NICHT im Film waren und von der Handlung... Was mich total geärgert hatte ist das ein solch toller, spannender, lustiger und sehr lehrreicher Film (Wie Kino News ja auch schreibt!) in bestimmten Internetforen systematisch, schon im Vorfeld der Kino Primäre, kaput geredet wurde! Das waren Menschen die 100 % NICHT im Film waren und von der Handlung und Buch überhaupt keine Ahnung hatten! Auch eine Freundin von uns wollte genau deshalb mit ihren Kids zuerst nicht in den Film gehen, nach dem Film waren Sie und die Kinder, wie auch wir total begeistert!! Diese Falschinformationen hat der Autor & A.Grimme-Preisträger Thomas Krappweis & die superguten Schauspieler, wie eine wirklich überragend gut spielende Lilian Prent & Jan Josef Liefers, echt nicht verdient. Deshalb freuen wir uns schon sehr auf eine hoffentlich baldige Fortsetzung!

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Absolute Kaufempfehlung !!!
von einer Kundin/einem Kunden aus Schwabach am 16.09.2015
Bewertetes Format: Medium: DVD

Ein ganz und gar wundervoller Film für jede Altersklasse (meine persönliche Empfehlung wäre ab acht Jahren). Das Buch wurde fabelhaft umgesetzt und die Besetzung der Charaktere ist absolut genial. Keine 0815 Handlung, sondern eine Geschichte mit Hintergrund. Auch Erwachsene können hier noch einiges über die nordisch-gemanische Mythologie lernen, ohne... Ein ganz und gar wundervoller Film für jede Altersklasse (meine persönliche Empfehlung wäre ab acht Jahren). Das Buch wurde fabelhaft umgesetzt und die Besetzung der Charaktere ist absolut genial. Keine 0815 Handlung, sondern eine Geschichte mit Hintergrund. Auch Erwachsene können hier noch einiges über die nordisch-gemanische Mythologie lernen, ohne sich belehrt zu fühlen. Und auch die unberechtigte Vereinnahmung der germanischen Mythologie durch Hitler und sein Gefolge wird kritisch beäugt. Die Spezialeffekte wurden mit John Nugent verwirklicht, der schon für Herr der Ringe, the Matrix und die Narnia Filme die special effects gemacht hat. Viel Humor und etliche "nerdige" Anspielungen machen den Film komplett.

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