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Marmorkuss

Roman

(4)
Jarno, ein rastloser Underdog, küsst ein Dornröschen aus dem letzten Jahrhundert wach – und wird mit ihr in einen Strudel aus Liebe und Gefahr gezogen. Ein berührender Roman mit zwei Liebenden aus verschiedenen Zeiten, meisterhaft erzählt. Er war ihr in einer alten, mit Rosen überwucherten Villa begegnet – der geheimnisvollen Figur aus weissem Marmor. Und Jarno hatte sich tatsächlich beim Fotografieren der steinernen Schönheit ein bisschen in sie verliebt. Wie verwirrt ist er nun, als nach seinem schüchternen Kuss eine lebendige junge Frau vor ihm steht, die weder elektrisches Licht noch zerrissene Jeans kennt und offenbar hundert Jahre geschlafen hat. Es beginnt eine märchenhafte Liebesgeschichte und gleichzeitig ein Spiel auf Leben und Tod. Denn Jarno ist kein Prinz – im wirklichen Leben steckt er tief in einem Sumpf aus Verbrechen ... In ihrem unvergleichlichen Stil, poetisch und rau zugleich, verwebt Jennifer Benkau, u. a. Autorin von „Himmelsfern", „Dark Canopy" und „Dark Destiny", romantische Fantasy mit einer toughen Thrillerhandlung und erschafft mit dem emanzipierten Dornröschen und ihrem strauchelnden Prinzen ein überaus authentisches Liebespaar.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 432
Erscheinungsdatum 14.10.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8390-0166-0
Verlag Script5
Maße (L/B/H) 221/158/43 mm
Gewicht 729
Auflage 1. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
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tolle, eigenständige "Märchen"-Geschichte
von Kerstin1975 aus Crailsheim am 02.12.2014

Buchinhalt: Jarnos Traum ist es, ein berühmter Fotograf zu werden – oder zumindest den als Wettbewerb ausgelobten Ausbildungsplatz zu bekommen. Auf der Suche nach einem genialen Motiv steigt er in eine alte, verlassene Villa ein. Drinnen findet er eine sagenhaft schöne Marmorstatue einer jungen Frau. Durch einen Unfall fällt die... Buchinhalt: Jarnos Traum ist es, ein berühmter Fotograf zu werden – oder zumindest den als Wettbewerb ausgelobten Ausbildungsplatz zu bekommen. Auf der Suche nach einem genialen Motiv steigt er in eine alte, verlassene Villa ein. Drinnen findet er eine sagenhaft schöne Marmorstatue einer jungen Frau. Durch einen Unfall fällt die Statue um und es kommt zu einem Kuss…. Jarno geht k.o. zu Boden und als er wieder aufwacht, ist die Satue plötzlich verschwunden. Dann begegnet er plötzlich der schönen Klara, die aus einer ganz anderen Zeit zu kommen scheint….. Persönlicher Eindruck: Leseprobe und andere Buchvorstellungen propagierten „Marmorkuss“ als eine moderne Märchenadaption. Was ich von „Dornröschen“ beim Lesen gefunden habe, war lediglich der 100jährige Schlaf und allenfalls eine böse Hexe – und das war aber auch gut so! Warum ein Abklatsch einer bekannten Geschichte, wenn man so neue, wunderbare Ideen hat? Ich war begeistert und konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen. Zunächst laufen zwei Handlungsstränge parallel, einerseits der des erfolglosen Habenichts und WG-Bewohners Jarno, der sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält und andererseits die Geschichte von Klara, die um 1900 ein behütetes gutbürgerliches Leben führt. Jarno findet jene wunderschöne Staue und es kommt zum Kuss. Das klingt zunächst kitschig, aber das ist es nicht – der „Kuss“ ist ein Unfall und mehr oder minder feuchter Traum von Jarno, benebelt von einem Joint. Dann fallen beide Erzählstränge zusammen und es kommt zur ersten Begegnung der beiden Protagonisten. Das war zwar absehbar, aber es kommt auf das „wie“ an und die weitere Entwicklung. Und die war klasse erzählt. Jarno fühlt sich verantwortlich für das Mädel aus der anderen Zeit und ganz im Gegensatz zu seinem Erscheinen als Loser verhält er sich verantwortungsvoll und vorbildlich. Klar, er fühlt sich immer mehr zu Klara hingezogen, was diese auch erwidert. Klara hat einen Kulturschock und findet sich trotz allem sehr schnell in der modernen Welt zurecht. Ob das nun etwas schnell geht oder einfach zu reibungslos, das mag dahingestellt bleiben – auf jeden Fall waren die Personen und deren Handlungen durchaus nachvollziehbar und man spürt als Leser auch ein angenehmes, romantisches Knistern. Es ist nicht sofort die Liebesgeschichte, die das Buch interessant macht. Für mich war es das Zusammenspiel der beiden jungen Leute, die ein Jahrhundert trennt – die Art und Weise des Zurechtfindens und der Versuch, Klara ein Leben in der Moderne zu ermöglichen. Auch wenn das am Schluß etwas sehr rosarot und mit Happy End gezeichnet war – mir hat es sehr gut gefallen und ich kann das Buch jedem Leser empfehlen!

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Magievolle Geschichte in unserer Realität, die einfach nur verzaubert
von Skyline Of Books am 08.11.2014

Klappentext „Jarno, ein rastloser Underdog, küsst ein Dornröschen aus dem letzten Jahrhundert wach – und wird mit ihr in einen Strudel aus Liebe und Gefahr gezogen. Ein berührender Roman mit zwei Liebenden aus verschiedenen Zeiten, meisterhaft erzählt. Er war ihr in einer alten, mit Rosen überwucherten Villa begegnet – der geheimnisvollen... Klappentext „Jarno, ein rastloser Underdog, küsst ein Dornröschen aus dem letzten Jahrhundert wach – und wird mit ihr in einen Strudel aus Liebe und Gefahr gezogen. Ein berührender Roman mit zwei Liebenden aus verschiedenen Zeiten, meisterhaft erzählt. Er war ihr in einer alten, mit Rosen überwucherten Villa begegnet – der geheimnisvollen Figur aus weißem Marmor. Und Jarno hatte sich tatsächlich beim Fotografieren der steinernen Schönheit ein bisschen in sie verliebt. Wie verwirrt ist er nun, als nach seinem schüchternen Kuss eine lebendige junge Frau vor ihm steht, die weder elektrisches Licht noch zerrissene Jeans kennt und offenbar hundert Jahre geschlafen hat. Es beginnt eine märchenhafte Liebesgeschichte und gleichzeitig ein Spiel auf Leben und Tod. Denn Jarno ist kein Prinz – im wirklichen Leben steckt er tief in einem Sumpf aus Verbrechen ...“ Gestaltung Das Cover von „Mamorkuss“ ist genauso romantisch und zauberhaft wie die Geschichte selber. Die leicht pastelligen Farben sind wunderschön aufeinander abgestimmt und wirken winterlich. Dies passt perfekt zum Roman, da die Handlung im Januar/Februar spielt. Besonders gut gefallen hat mir auch, dass die rosa Rosen mit Spotlack aufgedruckt sind und sich so vom Rest des Covers abheben. „Mamorkuss“ hat eindeutig eins der schönsten Cover seit langem! Meine Meinung Und nicht nur das Cover ist eins der Schönsten, sondern auch der Inhalt. Zum einen war da der wirklich beeindruckende, poetische, romantische und herzerwärmende Schreibstil von der Autorin Jennifer Benkau. Einerseits poetisch, aber andererseits auch wirklich sehr realistisch und alltäglich schildert sie die unterschiedlichen Situationen, in denen sich die Protagonisten Jarno und Klara befinden. Dabei versteht sie es wirklich ausgezeichnet die Wage zwischen Magie und Realität zu halten und die Grenzen zu verwischen, sodass man sich als Leser das ein oder andere Mal fragt, ob nicht wirklich irgendwo, vielleicht schon hinter der nächsten Ecke, etwas Zauber lauert. Die Handlung von „Mamorkuss“ verknüpft unsere Realität mit etwas Magie gekoppelt an eine wirklich romantische Liebesbeziehung. Jarno verkörpert unsere Welt, wobei er in seinem Leben schon viel mitmachen musste. Er kommt aus schwierigen Familienverhältnissen, leb in einer Stadt, in der es für junge Menschen kaum Perspektiven gibt und Jobs Mangelware sind. Dennoch verfolgt er seinen Traum: er möchte Fotograf werden. Allerdings versinkt er immer weiter in dunklen Gassen und Machenschaften. Klara hingegen stammt aus einer völlig anderen Zeit. Gewöhnt an die Sitten und Gepflogenheiten des Jahres 1903, durch Elise, eine Hexe, zu Marmor verzaubert und 2014 durch Jarno wieder wachgeküsst, stößt sie in seiner Stadt überall an und ist mit der Moderne geradezu überfordert. Diese beiden Figuren, die unterschiedlicher nicht sein könnten, treffen aufeinander, helfen einander und lernen sich lieben zu lernen. Für Jarno war es Liebe auf den ersten Blick, bei Klara hingegen dauert es eine Weile, bis sie ihre tiefen Gefühle für den Fotografen erkennt. Klara stellt einen kleinen Lichtblick in Jarnos trostloser, hoffnungsloser, trister und düsterer Welt dar. Dass die beiden Charaktere aus unterschiedlichen Zeiten kommen, sich dabei eigentlich wie Licht und Dunkel gegenüberstehen und sich dennoch eine erst zarte und dann innige Liebe zwischen ihnen entwickelt hat, war wirklich sehr schön mit zu verfolgen und auch sehr gut nachfühlbar. Aus einer anderen Zeit kommend ist es auch immer sehr schön gewesen, mitzuerleben wie Klara für uns Leser alltägliche Dinge (wie z.B. Autos) komplett neu entdeckt. So sorgte sie auch das ein oder andere Mal für ein Schmunzeln oder Lachen auf meinen Lippen. Die Figuren waren wirklich sehr gut ausgearbeitet, sodass ich als Leser das Gefühl hatte, reale Personen vor mir zu sehen und sie schon lange zu kennen. Ihre Handlungen und Gefühle waren sehr gut nachvollziehbar und stets logisch, vor allem, da Frau Benkau nicht zuletzt durch ihren fesselnden Schreibstil sehr gute Einblicke in das Innere der Figuren gibt. Selbst die Gedanken der bösen Hexe Elise waren klar erkennbar und so sorgte dieser Charakter das ein oder andere Mal für ein wenig Grusel. Schade war im Zusammenhang mit Elise nur, dass man nicht sehr viel über ihre Gegner, die vermutlich guten Hexen, erfährt. Diese Hexen haben versucht Klara zu helfen, doch mit der Zeit, die verging als Klara in Marmor verwandelt war, schienen sie gänzlich verschwunden zu sein. Ein wenig mehr über die Hintergründe dieser Hexengruppe, ihrer Ziele und ihrer Schwächung zu erfahren, wäre schön gewesen. Besonders gut gefallen hat mir an „Mamorkuss“ auch das Spiel mit den Erzählstilen. Das Buch ist in verschiedene Teile gegliedert und gerade der erste Teil, der die Figuren, Klaras Verzauberung und die Handlung einführt, sticht hierbei besonders hervor. Gegliedert ist dieser erste Teil in Abschnitte, jeweils geschildert aus Jarnos Sicht in der 3. Person in Vergangenheitsform und Klaras Sicht in der Ich-Perspektive in Gegenwartsform. Das Besondere hierbei ist, dass immer der letzte Satz der Abschnitte der verschiedenen Protagonisten im ersten Satz vom nächsten passend beendet wird. Das heißt im ersten Abschnitt endet Jarno mitten im Satz, der dann im folgenden Abschnitt von Klara aus ihrer Sicht passend beendet wird. Im zweiten Teil von „Mamorkuss“ gibt es dann wieder einen Wechsel im Erzählstil. Einige Abschnitte sind aus Elises Sicht geschildert und die restlichen aus Klaras und Jarnos (nachdem die Handlungsstränge von Jarno und Klara zusammengeführt wurden) in der 3. Person. Fazit „Mamorkuss“ ist ein modernes Märchen, in dem die Magie so geschickt mit der Realität verknüpft wird, dass der Leser den Eindruck bekommt, es gäbe sie wirklich und sie in unserer Welt hinter jeder Ecke erwartet. Besonders schön sind auch der Wechsel der unterschiedlichen Erzähler und das Spiel mit verschiedenen Erzählstilen. Die Figuren gehen unter die Haut, da man als Leser sofort eine Verbindung zu ihnen aufbauen kann und ihre Gefühle intensiv miterlebt. Vor allem Klara und Jarno überzeugen, da sie aus verschiedenen Welten kommen und eigentlich Gegensätze wie Licht und Dunkel sind, aber dennoch zueinander finden. Eine wundervolle, verzaubernde Geschichte mit tiefen Gefühlen und Magie, die aber die „schmutzige“ Realität nicht verschönigt. 5 von 5 Sternen! Reihen-Infos Einzelband

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Steinige Wege, lebendig erzählt
von MacBaylie am 02.11.2014

Kurzbeschreibung: Der 19-jährige Jarno möchte nur eins, anders sein als seine Eltern. Weg von der Alkoholsucht des Vaters, weg von der Mutter, die ihr Dasein nur noch vor dem Fernseher erträgt. Einzig seine 3 kleineren Geschwister zu verlassen fällt ihm schwer aber dennoch zieht er in eine WG, um seinen... Kurzbeschreibung: Der 19-jährige Jarno möchte nur eins, anders sein als seine Eltern. Weg von der Alkoholsucht des Vaters, weg von der Mutter, die ihr Dasein nur noch vor dem Fernseher erträgt. Einzig seine 3 kleineren Geschwister zu verlassen fällt ihm schwer aber dennoch zieht er in eine WG, um seinen Traum von einer Ausbildung zum Fotografen verwirklichen zu können. Leider muss er schnell feststellen, dass es nicht so einfach ist sich aus dem Sumpf zu befreien und erlebt einen herben Rückschlag. Als er ziemlich entmutigt durch die Gegend streift, entdeckt er eine alte verfallene Villa - deren Bewohnerin, eine marmorne Statue, sein Leben grundlegend verändern wird. Meine Meinung: Wenn man sich das Cover anschaut, könnte man meinen, eine dieser üblichen, märchenhaften „Mädchengeschichten“ vor sich zu haben, die dem Leser eine kuschelige Decke überwerfen und ihm den Geschmack von duftendem Rosenblütenblättertee auf die Zunge zaubern. FALSCH! Wer Freude an diesem Buch haben möchte, sollte sich von solchen Vorstellungen ganz schnell verabschieden, oder sich zumindest auf eine völlig andere Betrachtungsweise einstellen. Liebe Jungs, das ist der Wink mit dem Zaunpfahl für euch - falls euch der Schutzumschlag zu kitschig ist, macht ihn ab (darunter ist das Buch schlicht weiß) und lest die Geschichte. Wer hier die süße Prinzessin und den schillernden Prinzen erwartet, könnte enttäuscht werden, obwohl beide auf eine gewisse Weise vorhanden sind, aber eben ganz, ganz anders. Und genau das ist es, was die Geschichte zu etwas ganz Besonderem macht. Eigentlich macht der erste Satz diese Andersartigkeit auch schon deutlich: Teil 1 Es war einmal ... „Pisseflecken an grauer Betonwand.“ Was es damit auf sich hat, solltet ihr unbedingt selber lesen. Das Buch ist in 3 Teile aufgeteilt und jeder Teil besitzt eine eigene Sprache und besondere Eigenarten. In Teil 1 befinden wir uns zum Beispiel in verschiedenen Zeiten. Jarno im Hier und Jetzt, Klara über Hundert Jahre in der Vergangenheit. Beide lassen uns an ihrem Leben, ihren Sorgen, Nöten und Träumen teilhaben und schnell wird deutlich, wie unterschiedlich die Zeiten auch sein mögen, die Wünsche der beiden ähneln sich sehr. Diese Gemeinsamkeiten werden mit einem wunderbaren Stilmittel, das ich vorher noch nirgends entdeckt habe, hervorgehoben. Beim Wechsel der Perspektiven von Jarno zu Klara und umgekehrt, teilen beide sich einen Satz. Das heißt: der letzte Satz endet mittendrin und wird von der nächsten Figur mit passendem Kontext fortgesetzt. Sehr gut hat mir auch gefallen, dass ich Jarno und Klara recht intensiv kennenlernen durfte, bevor die beiden selber aufeinander getroffen sind. So konnte ich ihr Handeln und ihre weitere Entwicklung noch besser nachvollziehen. „Na wunderbar. Ihm flatterten Schmetterlinge im Bauch und sie sah ihn an, als hätte sie eine Falterphobie.“ (Seite 213) Ich mag Jennifer Benkaus Art zu schreiben. Frisch, frech, witzig, ehrlich, dramatisch, spannend, traurig ... poetisch: „Die Stadt war ein steingewordener Abschiedsschmerz, an jeder Ecke schnitt man sich an zerbrochenen Träumen.“ (Seite 33) Fazit: Eine betörende Geschichte. Steinige Wege, lebendig erzählt und gewürzt mit einer Prise Magie, die sich jeder lebenslang bewahren sollte.

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eine moderne Dornröschen-Adaption, einer Zeitreisegeschichte und vor allem hohe Schreibunst
von Favola am 02.04.2015

Märchenadaptionen sind ja schwer in Mode, doch Jennifer Benkaus modernes Dornröschen hebt sich definitiv von der breiten Masse ab. Ich muss jedoch zugeben, dass sie es mir nicht ganz einfach gemacht hat, in "Marmorkuss" Tritt zu fassen, denn es ist eine recht komplexe Märchenadaption. Die Geschichte enthält zwei Handlungsstränge. Im... Märchenadaptionen sind ja schwer in Mode, doch Jennifer Benkaus modernes Dornröschen hebt sich definitiv von der breiten Masse ab. Ich muss jedoch zugeben, dass sie es mir nicht ganz einfach gemacht hat, in "Marmorkuss" Tritt zu fassen, denn es ist eine recht komplexe Märchenadaption. Die Geschichte enthält zwei Handlungsstränge. Im Jetzt begleiten wir Jarno (Präteritum & personaler Erzählstil), der mit seiner Canon auf der Jagd nach dem perfekten Foto ist, damit er eine Ausbildung zum Fotografen machen kann. In der Vergangenheit erleben wir Klaras Geschichte (Präsens und ich-Perspektive), die sich für Frauenrechte einsetzt, die Ausbildung zur Lehrerin absolviert und gerne Hosen tragen würde. Die einzelnen Abschnitte in den verschiedenen Zeiten sind meistens sehr kurz, was es mir anfangs erschwerte, richtig reinzukommen. Die Übergänge zwischen den Handlungssträngen sind jedoch richtig gut gemacht. Ein Satz, der zu beiden passt, wird wie als Brücke genutzt. Da merkt man wieder, dass die Autorin einfach ihr Handwerk versteht, tolle Ideen und einen brillanten Schreibstil auszuweisen hat. Doch "Marmorkuss" ist weit mehr als 'nur' eine Märchenadaption. Jennifer Benkau arbeitet hier nicht nur die Grundidee der Gebrüder Grimm auf, nein, sie bietet dem Leser zudem auch noch eine Art von Zeitreisegeschichte. Wenn man Klaras Passagen liest, wird einem schnell klar, dass sie in einer früheren Zeit lebt, denn die Regeln der Gesellschaft und auch ihr Erzählstil sind sehr 'altmodisch' und zeigen einen tollen Gegensatz zu Jarnos Sequenzen auf. Durch Klara lernen wir einiges aus der Zeit vor 111 Jahren und vor allem muss die Protagonistin erleben, wie viel sich in dieser Zeit alles verändert hat, was ab und zu sehr amüsant ist. Jarno hat sich selber so im Sumpf der bösen Machenschaften verstrickt, dass er unmöglich der Märchenprinz sein kann. Oder brauchen Prinzen heute keine schimmernde Rüstung und keinen Schimmel mehr? "Marmorkuss" ist definitiv eine sehr realistische Märchenadaption, das uns aber nicht dieses typische schwarz-weiss aufzeigt, sondern sehr viele Graunuancen. Und trotzdem bringt die Autorin gekonnt einig klassische Märchenelemente unter, die Farbe und Magie ins Spiel bringen. Im zweiten Teil werden die Fäden langsam zusammengezogen und wir durchleben mit Klara und Jarno einen eher ruhigen Abschnitt, bevor die Autorin nochmals aufs Gas tritt und einen astreinen Zielspurt hinlegt. Ob uns Jennifer Benkau bei einem 'Märchen' ein Happy End gönnt? Das wird hier nicht verraten. Fazit: Wer einen Ritter in schimmernder Rüstung und auf einem Schimmel sucht ist bei Jennifer Benkau an der falschen Adresse. Doch wenn man erst einige Dornenranken durchbrochen hat, gibt "Marmorkuss" einem vieles: eine moderne Dornröschen-Adaption mit klassischen Märchenelementen, einer Zeitreisegeschichte mit viel Atmosphäre und einem Schuss Romantik und vor allem hohe Schreibkunst.

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