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Meine zwei Halbzeiten

Ein Leben in Ost und West

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Die DDR Ende der siebziger Jahre: Jörg Berger, jung und gutaussehend, gehört als erfolgreicher Fussballtrainer zu den Privilegierten des Systems. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis er die Nationalmannschaft seines Landes übernehmen wird. Allerdings wächst sein Ärger darüber, wie Staat und Partei sein Leben bestimmen. Im März 1979 nutzt er ein Länderspiel in Jugoslawien, um zu fliehen. Nur mit Glück gelangt er in die Bundesrepublik. Hier muss er ganz von vorn beginnen. Aber er kämpft sich durch und wird zu einer der prominentesten Figuren der Bundesliga, bis er 2002 mit seiner grössten Herausforderung konfrontiert wird: der Diagnose Krebs.
Jörg Berger schildert auf sehr persönliche Weise ein Leben in zwei Deutschlands. Von lockeren Sitten in der DDR berichtet er ebenso wie von den Tücken des bundesrepublikanischen Alltags. Und er beschreibt, was schlimmer war als berufliche Niederlagen: die beklemmende Erfahrung zu machen, dass der lange Arm der Stasi auch in den Westen reichte.
Portrait
Jörg Berger, geboren 1944 in Gotenhafen (Gdingen), spielte als Fussballer in der DDR-Oberliga und trainierte später unter anderem die Juniorennationalmannschaft seines Landes. Nach der Flucht in den Westen betreute er mehr als ein Dutzend Vereine und machte sich insbesondere als "Retter" vor dem Abstieg einen Namen. Auslandsengagements führten ihn in die Schweiz und die Türkei. Zuletzt arbeitete er als Experte für das Fernsehen. Er starb am 23. Juni 2010.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 272, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 05.10.2009
Sprache Deutsch
EAN 9783644004016
Verlag Rowohlt E-Book
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begrenzter Erkenntnisgewinn
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 07.06.2014

Man soll über die Toten bekanntlich nicht schlecht reden. Jörg Berger war ein Mensch, der in einem bestimmten Umfeld aufwuchs und lebte. Zuerst mit den Eltern Flucht vor der roten Armee in die spätere DDR, dann ende der 70er Flucht in die BRD. Dazwischen viele Trainerstationen und die privaten... Man soll über die Toten bekanntlich nicht schlecht reden. Jörg Berger war ein Mensch, der in einem bestimmten Umfeld aufwuchs und lebte. Zuerst mit den Eltern Flucht vor der roten Armee in die spätere DDR, dann ende der 70er Flucht in die BRD. Dazwischen viele Trainerstationen und die privaten Befindlichkeiten von Jörg Berger. Das liest sich überwiegend schnell und gut. Wo es sich nicht so gut liest merkt man eindeutig, dass hier kein Ghostwriter am Werk war. Bei fast jedem Satz glaube ich gerne, dass Berger ihn selber geschrieben hat. Das Buch hat jedoch auch arge Probleme. Das grösste Problem ist wohl, dass Berger eigentlich nicht viel zu sagen hat. Es werden viele Klischees über die DDR verbraten (keiner wollte arbeiten, der Alltag bestand nur aus Stasi und Partei, usw.). Jörg Berger hat das sicherlich so erlebt. Aber das intressante an Bergers Leben ist doch eigentlich, dass er den Fussball von zwei Seiten erlebt hat. Und da bleibt das Buch völlig auf der Strecke. Die beiden Länder werden hier und da verglichen, aber die DDR zieht dabei fast durchweg den Kürzeren. Spieler im Osten wurden gegängelt, Spieler im Westen waren frei (darin will Berger dann auch den Unterschied zwischen dem erfolgreichen Fussball der BRD und dem nicht ganz so erfolgreichen Fussball der DDR ausmachen). Nur einmal kommt der Fussball im Osten besser weg, als Berger bemerkt, dass das Training in der DDR sehr viel wissenschaftlicher von statten ging. Aber ansonsten keinerlei kritische Reflektion über den Fussball im Westen. Kein Wort über Gehälter (die schon damals bedenklich hoch waren) oder die Frage, wie es eigentlich kommt, dass ein Trainer wie Berger fast jedes Jahr den Verein wechseln musste. Wollte er sich nicht mit dem DFB anlegen? Wollte er es sich nicht mit ehemaligen Trainerkollegen verscherzen? Man weiss es nicht. Man weiss nur, dass, wenn man das Buch ausgelesen hat, der Erkenntnisgewinn dieser Biographie sehr begrenzt ist.

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